Porschemotoren – welche Lebensdauer ist möglich?

Die Motoren der verschiedenen Porschemodelle haben je nach Bauweise unterschiedliche Lebenserwartungen. Fakt ist, dass unabhängig davon, ob ein 911er oder ein Boxster gekauft wird, der Motor gerade bei gebrauchten Fahrzeugen genau unter die Lupe genommen werden sollte. Je nach Laufleistung und Zustand ist es denkbar, dass in den kommenden Jahren teure Reparaturen oder Instandsetzungsarbeiten auf den neuen Besitzer zukommen.


Typisch Porsche ist der Motor im Heck, bzw. in der Mitte des Fahrzeuges. Gerade bei gebrauchten Modellen fragen sich viele Käuferinnen und Käufer im Vorfeld, wie hoch die Kosten für den Unterhalt eines Porsches sind. Gerade die alten 911er Modelle sind stets gefragt und haben bei guter Pflege auch nach vielen Jahren einen hohen Wert. In der Praxis wird darauf geachtet, wie der Motor gewartet wurde. Bei Problemen mit dem Motor oder bei einer notwendigen Instandsetzung kann dies schnell dazu führen, dass entsprechend hohe Folgekosten aufkommen. Eine fachgerechte Motorinstandsetzung von caroobi kann über die zukünftige Laufleistung entscheidend sein. Wer nicht weiß, was bei einem Porschemotor zur berücksichtigen ist, sollte in jedem Fall eine Fachwerkstatt aufsuchen.


Welche Gemeinsamkeiten haben aktuelle Porschemotoren?


Grundsätzlich ist bekannt, dass der Grundmotor der Porsche Baureihen 911 sowie Cayman und Boxster der gleiche ist. Das bedeutet, dass die einzelnen Modellvarianten jeweils durch einen M96 bzw. M97 Motor angetrieben werden – zumindest, wenn es sich um einen 997 oder 987 vFL handelt. Wer sich Fahrzeuge der FL Modelle anschaut sollte unter der Haube einen X51 Motor erwarten können.

Unterschiede gibt es bei den Motoren durch den möglichen Hubraum und natürlich auch durch die mögliche Drehzahl. Dies führt dazu, dass unterschiedlich viel an Leistung erzielt werden kann. Die Motoren variieren von 2,7 Liter Hubraum bis hin zu 3,8 Liter Hubraum. Wer sich zum Beispiel einen Porsche 911 Carrera S anschaut, wird feststellen, dass der Motor in der Lage ist, aus 3,8 Litern Hubraum eine Leistung in Höhe von 385 PS zu erzeugen.


Wie erreichen Porsche Motoren eine hohe Laufleistung?


Wer sich einen Porsche zulegt und möchte, dass dieser über eine hohe Laufleistung verfügt, der sollte in jedem Fall die entsprechenden Wartungsintervalle berücksichtigen. Hinzu kommt, dass bei der Wartung auch hochwertige Komponenten verwendet werden. Das bedeutet, dass hochwertiges Motoröl mit der richtigen Viskosität verwendet wird. Der Motor sollte zunächst warm gefahren werden, bevor die volle Leistung abgerufen wird. Zu jedem Porsche Modell gibt es ein Betriebshandbuch, welches genau darüber informiert, welche Wartungen einzuhalten sind und z.B. welches Motoröl mit welcher Spezifikation geeignet ist. Laufleistungen von mehrere hunderttausend Kilometern sind durchaus möglich, jedoch in der Praxis nicht nur davon abhängig, wie der Wagen gepflegt wird, sondern auch, wie er im Verkehr behandelt wird. Wer in der Stadt lediglich kurze Strecken fährt, belastet den Motor anders, als wenn er z.B. lange Strecken über Autobahnen und Landstraßen mit dem Fahrzeug zurücklegen möchte. Je nach Fahrerprofil kann die Lebensdauer des Motors ebenfalls stark variieren.


Welche Probleme können bei Porschemotoren auftreten?


Zu den typischen Problemen der Porschemotoren zählen zum Beispiel Kolbenkipper, bzw. Kolbenfresser. Dies tritt in der Praxis vor allem bei den M96 bzw. M97 Motoren auf. Hier kommt es dazu, dass ab einer gewissen Laufleistung Verformungen in den Brennräumen auftreten können. Letztendlich gleitet der Kolben nicht mehr ideal, sondern frisst sich an den verformten Zylindern fest, so dass der Motor nicht mehr optimal arbeiten kann und zur Reparatur muss. Das entsprechende Schadensbild kann bereits bei einer Laufleistung von unter 100.000 Kilometern auftreten. Bei den FL Motoren kann es ebenfalls auftreten, in der Praxis jedoch weniger häufig, als es bei den vFL Motoren der Fall ist.


Sollte es zu einem solchen Schaden kommen, ist dies zwar noch kein Totalschaden am gesamten Fahrzeug, jedoch sind die Kosten, die hier auftreten, nicht gerade zu unterschätzen. Generell gilt jedoch, dass ein gut gepflegter Porsche eine gute Wertanlage sein kann. Die Nachfrage nach alten und gepflegten Modellen ist sehr groß und zahlreiche Liebhaber der 911er Reihe finden sich auf der gesamten Welt. Die 911er Reihe ist das Kernstück der gesamten Porsche Familie und wird es wohl auch in Zukunft bleiben.


Wer einen Porsche beim Händler kaufen möchte, sollte sich diesen im Vorfeld im Detail anschauen und natürlich auf eine Probefahrt bestehen. Auch ist es zu empfehlen, dass mehrere Porsche Modelle zur Probe gefahren werden, um entsprechend zu verstehen, wie die Motoren sich verhalten und Probleme besser zu identifizieren.


Bild: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG