Was hat es mit der Fahrzeugidentifikationsnummer auf sich?

Die VIN ist für viele Menschen von großer Bedeutung, da sie es Eigentümern ermöglicht, ihr Fahrzeug zu identifizieren und zu registrieren. Darüber hinaus kann die VIN bei Unfällen oder bei Diebstahl zur Identifizierung des Fahrzeugs verwendet werden. Auch Versicherungsgesellschaften verwenden sie häufig, um das Risiko eines bestimmten Fahrzeugs besser abschätzen zu können.


Weiterhin ermöglicht die Fahrzeugidentnummer es Werkstätten und Autoteilhändlern, bestimmte Teile für Ihr Fahrzeug zu identifizieren und zu bestellen. Dank der VIN können Werkstätten auch leichter entscheiden, welche Ersatzteile sie für ein bestimmtes Fahrzeug benötigen.


Außerdem bietet die VIN eine gute Möglichkeit, den Wiederverkaufswert des Wagens zu bewerten. Viele Online-Tools nutzen die VIN als Grundlage für ihre Preisberechnung. Daher ist es wichtig, dass man immer die richtige Nummer hat, um sicherzustellen, dass man den richtigen Wert erhält.


Insgesamt ist die VIN daher ein sehr wichtiger Bestandteil beim Kauf und Verkauf von Kraftfahrzeugen und sollte immer genau beachtet werden. Denn nur so kann man sicher sein, dass man kein falsches Auto kauft oder bei der Bewertung des Wiederverkaufswerts keinen Fehler macht.


Zur Geschichte der VIN: Die FIN- Nummer trat zum ersten Mal 1954 in der USA in Erscheinung. Aufzeichnung startete. Besagte Nummerncodes auf den Autos wurden ursprünglich von den Herstellern vergeben, um die einzelnen Fahrzeuge voneinander zu unterscheiden. Bis 1981 benutzten Fahrzeughersteller verschiedene Arten der Informationsaufzeichnungen. Die ersten Zahlen und Buchstaben standen für das Baujahr, das Modell des Wagens und die Reihenfolge der Produktion. So konnte man beispielsweise anhand der Karosserienummer feststellen, ob ein bestimmtes Auto Teil einer Serie war oder nicht. Später wurde die Vergabe von Nummern mit Anpassung an die ISO-Norm vereinheitlicht und alle Fahrzeuge hatten die gleiche Aufteilung der Zahlen und Buchstaben. Dies vereinfachte es natürlich sehr, spezifische Autos zu bestimmen.

Welche Informationen lassen sich an einer VIN ablesen?

Die Fahrzeugidentifikationsnummer (VIN) setzt sich aus einer langen Reihe von Zahlen und Buchstabenzusammen, welche für jedes Auto extra produziert werden. Nun gilt sie nicht mehr bloß für einen Hersteller und eine Serie, sondern gibt eindeutige Auskunft über ein bestimmtes Fahrzeug, und liest sich heute eher wie ein Modellprospekt. Baujahr, Typ, Farbe, Ausstattung, Modell, Bereifung, und vieles mehr lässt auf den Originalzustand des Fahrzeuges schließen – wenn man weiß, welche Sprache der Code spricht.


Die Fahrzeugidentnummer ist seit Jahren in der Automobilindustrie standardisiert, und wird in allen Ländern der Welt verwendet.


Bei Neufahrzeugen wird die VIN in der Regel auf einem kleinen Aufkleber oder einer kleinen Plakette an der Fahrerseite des Armaturenbretts angebracht. Bei gebrauchten Fahrzeugen sollte die VIN immer im Fahrzeugschein eingetragen sein. Die VIN ist also wichtig, um sicherzustellen, dass das angebotene Fahrzeugauch tatsächlich das ist, was es zu sein vorgibt. Manipulationen fallen sofort auf und sollten misstrauisch stimmen.


Gleichzeitig ist die Fahrzeugidentnummer aber auch hilfreich, um etwaige Mängel oder Unfälle festzustellen. Denn bei jedem Unfall oder jeder Reparatur muss dies in der Regel in der VIN eingetragen werden. So kann man beimKauf eines gebrauchten Fahrzeugs relativ leicht feststellen, ob mit ihm bereits Unfälle passiert sind, oder ob er regelmäßig gewartet und gepflegt wurde.


Die verschiedenen Komponenten des VIN-Codes enthüllen unter anderem

  • Herstellerbezogene Identifikationsnummer (WMI)
  • Fahrzeugidentifikationnummer (VDS)
  • Check Digit
  • Modelljahr
  • Aufbauartcode
  • Seriennummerende
  • Gebietscode
  • Sicherheitscodes
  • Transmissionscodes
  • Motorkodierung
  • externe Farbcodes
  • Innenfabrikate und Farbencodes
  • Sonderausstattungscodes
  • Restraint System Codes
  • Verbrauchsgutercodes
  • Produktionssequenznummern (PSN)

Dies gilt für jeden Fahrzeugtyp, somit beispielsweise auch für einen Porsche. Auch hier kann man anhand der Karosserienummer – soweit folgte man noch dem Konzept der in die Jahre gekommenen Seriennummer – feststellen, ob ein bestimmtes Auto Teil einer Serie ist oder nicht. Aus einem simplen Nummerneinschlag an einer unveränderlichen Stelle der Karosserie, etwa einem tragenden Teil, wurde eine kleine Plakette. Geschützt gegen Manipulation, vernietet und verplombt, gegen Veränderung gesichert und durch Prüfsummen und weitere Sicherheitsmerkmale geschützt, prangt sie nun unübersehbar am Fahrzeug. Außerdem ist die VIN in den vielseitigen Steuergeräten verschlüsselt und elektronisch abrufbar. Falsches Teil bestellt oder „passt nicht“ gehören dank dieser Technik der Vergangenheit an. Leidgeprüfte Autofahrer können davon ein Lied singen. Mitten in der Baureihe wird ein Zulieferer gewechselt, das geht heute eindeutig aus der VIN hervor und ärgert niemanden mehr.


Bild: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG