Der Genfer Autosalon 2019

HINWEIS: Bei "Ihre Sitzung ist abgelaufen..." muss der Browser-Cache gelöscht werden, siehe auch HIER.

Der Genfer Autosalon vom 7. bis 17. März hat auch dieses Jahr alle Automobilfans, ob Fachleute oder private Besucher wieder begeistert. An Neuheiten mangelte es nicht, über 900 Fahrzeuge und 150 Neuheiten wurden präsentiert. Themenschwerpunkt war, wie zu erwarten, Elektromobilität. Der Trend, dass einige Marken nicht auf jeder Messe auftreten, setzte sich allerdings fort, obwohl der Genfer Autosalon, der 1905 erstmals die Tore öffnete, traditionell eine der wichtigsten Automobil-Messen ist. So waren weder Volvo, Jaguar, Land Rover, Ford, Opel noch Hyundai vertreten. Cadillac, Chevrolet, Mini und Tesla ließen bereits das letzte Jahr aus. Im Folgenden ein paar wenige Highlights von der Messe, die natürlich bei weitem nicht alles abdecken.

Porsche präsentierte das neue 911 Cabrio und sicherte sich den stolzen ersten Platz der „Best Cars 2019“ in der Kategorie Cabrio mit 13,6 Prozent aller Stimmen und lag damit noch vor dem Mercedes-AMG GT Roadster und dem BMW Z4. Zudem wurden die neuen Touring-Varianten des 718 Boxster und des Cayman vorgestellt. Da beim neuen 718 Boxster T Leichtbauglas, weniger Dämm-Material und kein Infotainmentsystem eingebaut wurden, reicht der Basismotor mit 300 PS, der den Boxster in 5,1 Sekunden auf Tempo 100 und auf eine Höchstgeschwindigkeit von 275 km/h bringt.


Pininfarina ist zum Thema Elektro und Sportwagen kreativ geworden und stellte erstmals den schnittigen E-Sportwagen Battista, oder auch intern PFO genannt, mit über 1.900 PS vor, der ab 2020 in die Fertigung gehen soll. Das Design ist von innen wie von außen natürlich hochmodern und super elegant. Ein optisch gelungener Sportwagen, der es mit seiner Kohlefaser Karosserie in weniger als zwei Sekunden auf 100 km/h bringt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 400 km/h und einem Drehmoment von 2.300 Nm.


Audi präsentierte seine E-Tron-Concept-Car zum Kompakt-SUV Q4, basierend auf dem Modularen Elektro-Baukasten (MEB) des VW-Konzerns. Die Markteinführung ist für 2021 geplant. Unterschied zu den Verbrennungsmotoren ist unter anderem der Heckantrieb des MEB mit zuschaltbarem Vorderradantrieb. Der Q4 E-Tron soll in 6,3 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 180 km/h abgeriegelt. Die SUV-Bauweise ist natürlich nicht förderlich für die Reichweite, aber eine volle Batterie soll es auf 450 km Reichweite bringen.


Mercedes präsentierte das Concept-Car EQV, eine elektrische Variante der Großraumlimousine, oder auch V-Klasse genannt. Ein Van bietet natürlich mehr Platz und Mercedes ist es recht clever gelungen, die Akkus im Boden zu verstauen, ohne dabei an Innenraum einzubüßen. Die Reichweite des EQV soll 400 Kilometer betragen bei einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Der EQV soll ebenfalls alsbald in Produktion gehen, weitere Vans und große SUVs sollen auf derselben Plattform folgen.


Das Thema Elektrofahrzeug wird also auch in den kommenden Jahren die Automobil-Industrie dominieren und zum Wettlauf anregen. Es bleibt spannend, wer die Nase in welchen Kategorien vorne behält.


Bild: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG