Posts by Nichtschwimmer

    Moin,


    auf dem Bild schwer zu erkennen aber wenn das Braune Rost ist und nicht blankes Metall, musst du die Behandlung wiederholen bis alles weg ist.


    Das mit der Druchrostung ist so eine Sache. Eine Blech kann auch schon hinüber, wenn man nicht durchguggen kann. Z.B. wenn es pergament dünn gerostet ist.


    Ich habe heute einen Querträger vom E-Type ausgetauscht obwohl er keine Durchrostungen hatte. Das Teil, das ich angefertigt habe wiegt trotz originaler Blechstärke fast das doppelte. So viel Material ist verschwunden.


    Grüße Udo

    Moin,


    gebe ich mal meinen Senf zur Kernkraft ab - auch wenn´s hier ein Auto-Forum ist und ich mich vor allem für alte Autos interessiere. Dieser Artikel, dessen Inhalte sich mit dem was mir ein KKW-Mitarbeiter erzählt hat decken, bringts ganz gut auf den Punkt: link Die Produktionskosten der Kernkraft steigen und sind höher als die von erneuerbaren Energien. Treiber für die Atomkraft ist vor allem auch das Miltitär.


    Ich bin Meinung das die Kernkraft ein Irrweg war. Die eigentlich gute Idee damit praktisch unbegrenzt Energie erzeugen zu können hat sich als problematisch erwiesen. Nach Jahrzehnen Kernkraft ist die Endlagerung immer noch nicht gelöst. Auf Strohhalmen wie Verfahren zur Neutralisation der Strahlung kann man nicht bauen. Das funktioniert noch nicht mal im Labor. Und wenn ich schon Teilchenbeschleuniger lese, kann ich erahnen wie komplex und extrem teuer das sein wird, falls es irgendwann mal funktioniert. Der Ausstieg aus der Kernkraft war deshalb richtig, Fehler sollte man nicht fortsetzen. Allerdings WAS das WIE und WAN hier in Deutschland war alles andere als wohl überlegt und schlau.


    Die Natur liefert mit Sonne, Wind und Wasser genug Energie für die gesamte Welt. Nach Angaben der Bundesregierung sind bislang 200 Milliarden Euro in die Förderung der Kernkraft geflossen - Steuergelder. Es kommen noch 100 Milliarden dazu. Wenn das Geld in die Entwicklung erneuerbarer Energien geflossen wären, wären wir heute weiter.


    Grüße Udo

    Bei Tesla bin ich mir nicht soooo sicher, das Kerngeschäft Automobilherstellung ist bei denen sehr defizitär, die verdienen Ihre Gelder vornehmlich mit Zertifikaten.

    Das stimmt auch nicht mehr. Tesla macht in letzten Quartal 1,1 Mrd. $ Gewinn, davon 354 Mio. $ aus dem Zertifikatehandel. Das Automobilgeschäft ist nicht defizitär.


    Wie die Sache am Ende ausgeht weiss ich nicht natürlich nicht. Hier ein paar Überlegungen, die ich mir gemacht habe:


    Für VW spricht, dass sie bessere Autos bauen können, viel größer und finanzstärker sind und ganz andere Vertriebs- und Servicenetze haben. Gegen VW spricht die Schwerfälligkeit und die Tatsache dass der Konzern noch auf Verbrenner ausgerichtet ist. Die Transformation zu einem Hersteller von E-Autos mit allem was damit verbunden ist (Mitarbeiter-know-how, Servicenetz etc.) wird eine sehr teure und komplexe Herausforderung.


    Für Tesla spricht dass sie bei Software und Effizienz des Antriebs die Nase vorn haben. Tesla kann schneller agieren, ist komplett auf Elektomobilität ausgerichtet und dadurch effizienter. Die Strategie eine "Teslawelt" bestehend aus E-Autos, Ladenetzwerk, Solar- und Speichertechnologie, künstlicher Intelligenz, Stromanbieter hat großes Potential. Tesla "spioniert" mit seinen Autos die Nutzer und Umgebung aus und sammelt damit eine Unmenge von Daten, die einen enormen Wert haben. Das geht m.E. in die Richtung Google, Facebook etc. Gegen Tesla spricht die vergleichsweise geringe Größe und Finanzkraft und die geringere Erfahrung im Autobau. Die Autos sind in z.Z. stark gewöhnungsbedürftig (Bedienkonzept, Qualität). Außerdem ist der Konzern von der Person Elon Musk abhängig, was ein Risiko darstellt.


    Aus meiner Sicht kann Tesla so stark unter Druck kommen, dass es zum Übernahmekanditat wird. Tesla kann sich aber auch durchsetzen und eine marktdominierende Stellung erreichen - so wie andere Techkonzerne aus den USA (Google, Amazon etc.). Das könnte sich zu einem gruseligen Szenario entwicklen wenn man die o.g. Strategie zu Ende denkt.


    Grüße Udo

    Es wird dort von einem Verbot von "NEUzulassungen" gesprochen.

    Genau es geht um NEUzulassungen. Das diskutierte Verbrennerverbot bedeutet, das keine neuen Verbrenner mehr zugelassen werden. Nicht dass Verbrenner generell verboten werden. Auch nicht in Deutschland. Deshalb verstehe ich die Aufregung über das Thema nicht so ganz


    Wie ich schon relativ am Anfang des Freds geschrieben habe, ist der Wandel zur E-Mobilität nur bedingt ein Umweltthema. Kurz- und mittelfristig entlasten E-Autos die CO2-Bilanz aufgrund der Produktion nämlich nicht. Der Wandel ist auch kein ideologisches Thema, zu dem es aufgebauscht wird. Und schon gar nicht ein deutsches oder europäisches.


    Maßgeblich ist die technologische Entwicklung, die dazu führt, dass E-Autos dem Verbrenner wirtschaftlich überlegen sein werden. Selbst bei heutigen Kraftstoffpreisen. Verbrenner werden in 5 bis 10 Jahren kaum noch wettbewerbsfähig sein. Treiber dieser Entwicklung werden u.a. auch chinesische Unternehmen oder Unternehmen wie Tesla sein. Die deutsche Automobilindustrie hat´s relativ spät gemerkt, versucht aber jetzt auf den Zug aufzuspringen.


    Etwas ähnliches gab´s schon mal. Während Nokia seine Erfolge gefeitert hat, hat Steve Jobs das IPhone präsentiert. Nokia und viele andere Handy-Hersteller - ich hatte damals eins von Siemens - haben es nicht gerafft und sind vom Markt abgestraft worden.


    Automobilhersteller denken und handeln in globalen Dimenensionen, der deutsche Markt ist nur einer davon und bei weitem nicht der wichtigste. Ein weltweiter Markt mir Herstellen auf unterschiedlichen Kontinenten und Ländern mit unterschiedlichen politischen Systemen kann nicht durch die Politik gesteuert werden. Die viel gescholtene deutsche Politik hat relativ wenig Einfluß auf die Entwicklung - egal von welcher Farbe.


    Grüße Udo

    Gruß vom Milchmädchen


    Moin,


    die Relation Faktor 100 stimmt. Porsche ist aber ein internationale agierender Konzern. Wenn weltweit alle Porsche mit dem E-Fuel versorgt werden sollen, langt´s nur für eine Beimischung - schade.


    Um die Bedeutung des E-Fuels für Porsche zu illustrieren, hier ein Statement von Porsche:


    «Elektromobilität hat bei Porsche höchste Priorität», erklärt der Porsche-CEO Oliver Blume. «E-Fuels für Automobile sind dazu eine sinnvolle Ergänzung – wenn sie an Orten auf der Welt produziert werden, wo nachhaltige Energie im Überschuss vorhanden ist.» Doch beeilt sich Blume, zu betonen, dass E-Fuels keine Konkurrenz zur E-Mobilität bei Porsche seien.


    Für mich heißt dass, dass die Zielrichtung nicht der Massenmarkt ist. Sondern man möchte den Besitzern bestimmter Bestandsfahrzeuge (z.B. Spizenmodelle der 911er, Oldtimer etc.) eine Perspektive geben bzw. diese beruhigen. Außerdem will man die 911er in den nächsten 10 Jahren noch verkaufen und was für´s Image tun.


    Die "Milchmädchenrechnung" läßt die Frage aufkommen, wie es mit der Versorgung bei diesen homöopatischen Mengen (hier: C1-Potentierung) aussieht. An welchen Tankstellen wird man den E-Fuel zapfen können? Und zu welchem Preis? Der E-Fuel ist nur was, für die die es sich leisten können oder wollen. Alles andere ist Schönrederei.


    Grüße Udo

    Woher willst Du all das so genau wissen, so wie Du es schreibst?

    Du stellst hier Absolutismen auf, wo kein Mensch wissen kann, was in 10-20 Jahren genau sein wird – mit Verlaub auch Du nicht.

    Ich weiss natürlich nicht, wie sich der Benzinpreis genau entwicklen wird, bin mir aber sehr sicher dass meine "Absolutismen" in die richtige Richtung gehen. Die stattfindene Entwicklung und betriebswirtschaftliche Gründe sprechen dafür. Ich glaube nicht, dass eine geringere Nachfrage und eine Überangebot an Mineralöl zu fallenden Preisen führt, da die Förderung und Produktion zurückgefahren werden. Dadurch steigen die Herstellkosten und die Preise.

    Soso, "weltweit". Da sind wir mal gespannt, wie es in Indien und anderen Ddritte Welt Ländern sein wird.

    Indien ist weiter als Deutschland und plant das Verbrennerverbot (Neuzulassung) ab 2030. https://www.autozeitung.de/zev…rbot-bis-2050-116894.html


    Ich nehme gerne Wetten an, dass es so kommt wie ich es sei Anfang des Freds schreibe:

    1. Der batterieelektrische PKW wird sich gegenüber allen anderen Lösungen durchsetzen

    2. Das Fahren von Elektroautos wird deutlich billiger als das von Verbrennern

    2. E-Fuels werden im PKW eine Randerscheinung, weil zu teuer und weil der Verbrenner verschwindet.


    Das ist eine globale, nicht aufzuhaltende Entwicklung, Deutschland hat hier nicht die Vorreiterrolle, andere Länder treiben die Entwicklung schneller voran.


    Um es noch einmal klar zu stellen: Ich finde E-Fuels gut, ich bin auch der Meinung, dass man technologieoffen sein muss. Allerdings kann ich trennen zwischen dem was ich wünschenswert finde und dem was ich glaube was kommen wird. Ich habe mir angewöhnt die Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und mir die Welt nicht so zurechtzulegen wie es mir passt und - wie es leider auch hier zu beobachten ist - irgendwelche Schuldigen zu sichen.


    Grüße Udo