Posts by Gisi

    Hallo Othmar,


    das hört sich zunächst einmal nicht gut an. Allerdings würde ich aufgrund der Reproduzierbarkeit bei einer bestimmten (niedrigen) Drehzahl auf ein loses Blechteil tippen, welches in Schwingungen gerät. Bei mir waren es lose Bleche im verrotteten Endschalldämpfer. Allerdings war die Frequenz niedriger, aber auch die auslösende Drehzahl.


    Grüße

    Gisbert

    So, die Würfel sind gefallen. Mein Ergeiz wurde geweckt und ich habe soeben einen neuen Dichtsatz bestellt. Ich werde es zunächst damit versuchen. Im schlimmsten Fall habe ich 130 Euro versenkt, bin aber um eine Erfahrung reicher.


    Ich halte euch auf dem Laufenden. Kann aber etwas dauern, da die Lieferung aus England kommt.


    Grüße

    Gisbert

    Vielen Dank für eure Tipps!


    Der Zylinder ist jetzt zerlegt. Wie von Michael schon beschrieben, ist im vorderen Bereich des Kolbens eine Menge Dreck. Keine Ahnung, wie der dahingekommen sein könnte.


     



    Nach einem Ultraschallbad sieht die Sache schon ganz manierlich aus. Die Lauffläche des Zylinders ist tadellos. Allerdings gibt es noch sehr hartnäckige Rückstände am Kolben. Diese sind aber aus meiner Sicht nicht weiter schlimm, da der Kolben nicht mit der Zylinderwand in Berührung kommt. Er hat ein starkes Untermass. Die Führung und Dichtigkeit wird offensichtlich von den Dichtungen übernommen.


     


     


    Eine Sache macht mich allerdings stutzig. Auf einem Bild des Kolbens kann man eine leichte Verformung der Nutkante erkennen. Mir ist der Kolben weder hingefallen, noch war die Zerlegung sonderlich grob. Sollte der Zylinder bisher noch nicht zerlegt gewesen sein, muss ich davon ausgehen, dass der Kolben so werksseitig verbaut worden ist. Anders ist das nicht zu erklären.


    So, jetzt muss ich mir überlegen, ob ich einen neuen Dichtsatz bestelle, oder gleich einen neuen Zylinder..... schwierig.


    Grüße

    Gisbert

    Hallo zusammen,


    ich hatte das Thema Längssperrenzylinder bereits in einen anderen Thread angesprochen. Jetzt habe ich mich entschieden, einen separaten Beitrag zu erstellen.


    Ausgangspunkt war eine vermutete Undichtigkeit am Nehmerzylinder der Längssperre an meinem C4. Mir war das aufgefallen, als ich eine regelmäßige Wartung an dem Sperrensystem durchgeführt habe. Für den Fall eines defekten Zylinders, hatte ich im Vorfeld schon etwas recherchiert und zwei Möglichkeiten gefunden, um das Problem zu lösen.


    1. Neukauf des Zylinders für ca. 800 Euro

    2. Instandsetzung des Zylinders mittels eines Dichtsatzes, der von einem britischen Händler angeboten wird. Die Kosten würden hierfür etwa 130 Euro betragen. Der Dichtsatz enthält die Dichtungen für beide Sperrenzylinder, so dass sich die Kosten nochmals relativieren.


    Zunächst muss aber der Zylinder ausgebaut werden, damit ich beurteilen kann, ob sich eine Instandsetzung noch lohnt.


    Der Zylinder befindet sich am vorderen Ende des Getriebes. Zunächst müssen die beiden Unterbodenverkleidungen entfernt werden. Dann ist der Zylinder zugänglich.


     


    Bevor es an die eigentliche Arbeit geht, habe ich das System drucklos gemacht, indem ich die Bremse ca. 20x betätigt habe. Wenn sich das Bremspedal hart anfühlt, ist kein Druck mehr im System. Zur Sicherheit habe ich noch den Stecker an der Druckpumpe gezogen.


    Dann muss die Schraube 31 gelöst werden und Halteblech 29 entfernt werden.



    Jetzt ist der Zylinder lose. Weil man an den Leitungsanschuss am Zylinder nicht gut drankommt, habe ich die Leitung am anderen Ende (Druckventil) abgeschraubt, um den Zylinder samt Leitung zu entnehmen.



    Und hier ist der Kandidat.


     


    Und so sieht die Stelle ohne Zylinder aus.


     


    Im Loch kann man ganz gut die Dichtstulpe erkennen, die die Getriebeöffnung abdichtet.



    Die könnte auch undicht sein. Das muss ich noch prüfen. Leider kann man aber nur sehr schlecht in das Loch reinschauen. Da muss ich mir erst einmal einen geeigneten Spiegel besorgen.


    Als nächstes werde ich den Zylinder demontieren. Dafür brauch ich eine Sicherungsringzange für innen. Die muss ich mir jetzt erst besorgen. Dann geht es weiter.


    Grüße

    Gisbert

    Meiner macht bei Temp.Geräusche - denke, der Topf.

    Bei mir waren es Scheppergeräusche bei Standgas. Anfangs weniger und im Laufe eines Jahres wurde es dann lauter und nerviger. Ich habe mich auch für das Original entschieden.


    Grüße

    Gisbert

    Hallo,


    wie irgendwo schon erwähnt, handelt es sich um die Garage 67 in Lohmar. Ich bin nach wie vor mit der Arbeit dieser Werkstatt zufrieden. Sehr viel bin ich zwar seit der Revision nicht gefahren (nur ca. 4.000 km), aber der Motor ist dicht und läuft prima.


    Ich habe ja sehr ausführlich beschrieben, welche Schritte alle erledigt wurden. Gut war auf jeden Fall, dass ich viele Teile in Eigenregie überholen, bzw. restaurieren konnte. Das macht sicher nicht jede Werkstatt mit. Auch die Bereitstellung eigener Ersatzteile war möglich.


    Man kann also sagen, dass die Revision eine Mischung aus Eigen- und Werkstattleistung war. Nur so ist es möglich gewesen, den Motor nicht nur technisch auf Stand zu bringen, sondern auch optisch. Hätte ich alles in der Werkstatt machen lassen, wäre sicher ein weiterer fünfstelliger Betrag fällig gewesen.


    So hat mich der ganze Spaß ca. 15.000 Euro gekostet, wobei zum Schluss nochmal alleine 1.400 Euro für einen neuen Endschalldämpfer fällig wurden. Die Werkstattleistung allein machte ca. 10.000 Euro aus. Darin enthalten ist Motorein- und -ausbau, Zerlegung und Zusammenbau, Zylinderköpfeüberholung, die üblichen Lager- und Dichtsätze und eine Handvoll Verschleißteile (Kolbenringe, Steuerketten, usw.) Dafür ist das heute sicher nicht mehr zu bekommen.


    Grüße

    Gisbert