Posts by mheber

    Das sehe ich nicht ganz so. Wenn ich 800 km fahre und einen Tag Zeit opfere, weil ein Verkäufer das Auto völlig falsch und wahrheitswidrig beschrieben hat, dann ist das eine Sauerei des Verkäufers. Dass man immer dem Risiko ausgesetzt ist, dass andere Menschen sich nicht anständig benehmen, ist eine andere Frage. Der Verkäufer hat sich sogar erdreistet mich später noch mal zu kontaktieren, ob ich nicht doch Interesse an dem Fahrzeug hätte.

    Die extrem niedrigen Preisvorstellungen kommen auch immer von Fake-Angeboten.


    Einige Autos sind einfach total hinüber und sollen trotzdem einen hohen Preis erzielen. Andere sehen auf den Bildern (und wahrscheinlich auch in echt) sehr gut aus, die gibt es aber gar nicht.


    Aktuell geistert so einer durchs Internet, wurde im anderen Forum ausgiebig diskutiert.


    Habe ich selber auch beim Kauf eines Herdes (Amazon Marketplace) erlebt. Günstiges Angebot (Neuware), bei der Kaufabwicklung aufgefordert, das nicht über Amazon zu machen (was ich zum Glück nicht getan haben). Produkt kam nie an, über Amazon bekomme ich aber ziemlich sicher mein Geld zurück.


    Solche Angebote verleiten den potentiellen Käufer dazu, zu glauben, dass man alles sehr günstig bekommt. Dann mach das Verhandeln keinen Spaß mehr.


    Ich behalte meine Sachen immer so lange wie möglich, dann hat man den Ärger zumindest nicht allzu oft.

    Ich finde es absolut in Ordnung vorher am Telefon abzuklären, wie viel das Auto ungefähr kosten soll. Wenn VHB dran steht ist das legitim. Wer einen festen Preis bekommen will, kann ja mit Festpreis inserieren, dann erübrigt sich diese Frage. Auch am Telefon kann man das erläutern.


    Wenn man sich ein Auto ansieht und dafür ca. 450 km Entfernung auf sich nimmt, geht ein Arbeits- oder Urlaubstag drauf und bei normal kalkulierten Kosten nochmal ca. 300 EUR für 900 km *0,3 EUR/km.


    Da finde ich schon, dass man vorher fragen darf.


    Ich bin für den Kauf eines 924S mal 800 km gefahren und der Verkäufer wollte trotz einer Vielzahl von Mängeln, die nicht in der Anzeige waren und trotz einer Preisangabe VHB nicht herunter gehen. So etwas ist schon ärgerliche Zeitverschwendung, wobei ich den auch bei 40% Reduzierung nicht genommen hätte, da war wirklich (fast) alles an möglichen Mängeln vorhanden.

    Bei der Bewertung von E-Autos wird ja auch innerhalb der Elektroautos nur zwischen Vollelektrisch und Hybrid differenziert.


    Ein E-Auto mit doppelt so großem Akku und doppeltem Verbrauch ist dann genau so umweltfreundlich wie ein sparsameres Modell.


    Bei den Hybriden ist man auch total inkonsequent. Je nachdem wie oft die wirklich geladen werden und wie oft der Verbrenner mitläuft sind die nicht wirklich so umweltfreundlich.


    Bei den Gasautos hat man die Steuer so festgelegt, als wenn es reine Benziner wären, nur mit dem Argument, dass der erste Kilometer technisch bedingt meist mit Benzin zurück gelegt wird.


    Also (umwelt-)technische Logik ist da nirgendwo zu erkennen, wäre aber wohl auch nicht vermittelbar.

    Viele dieser Grenzwerte kommen einfach aus dem Drang zu zeigen, dass man etwas für die Umwelt tut.


    Ich war mal einige Jahre bei einem großen Hausgerätehersteller für die Entwicklung und Qualität von Geschirrspülern in Europa zuständig. Die Label für Energie- und Wasserverbrauch wurden immer strenger.


    Das hat dazu geführt, dass man bei extrem dreckiges Geschirr (nicht die bei Messungen zu verwendende "Normverschmutzung") kein perfektes Spülergebnis bekommt, da die Geräte auf Energie- und Wasserverbrauch hin optimiert wurden. Stiftung Warentest hat auch immer nur Normverschmutzung geprüft und auch wenig zur Transparenz beigetragen.


    Das Nachspülen von Hand braucht dann ein mehrfaches der eingesparten Energie und des eingesparten Wassers.


    Alles Unfug, der Grenzwert ist geringer, aber für die Umwelt eher schädlich.


    Weiteres Beispiel:


    Beim Recycling von Kunststoff muss eine stets steigende Quote stofflich wieder verwertet werden.


    Wesentlich kostengünstiger ist das energetische Recycling und auch für die Umwelt ist das besser. Es könnten unnötige Sortierungen, Transporte vermieden werden, die eine höhere CO2 Belastung darstellen als den Kunststoff direkt zu verbrennen. Zudem wird in der Müllverbrennung sonst einfach mit anderen fossilen Energieträgern verbrannt, da eine Müllverbrennung mit Strom nicht richtig funktioniert.


    Die Quote für stoffliches Recycling von Kunststoffen steigt aber immer weiter.


    Wer glaubt, dass Grenzwerte sinnvoll überlegt sind, der ist auf dem Holzweg.


    Es kommt auf die Außenwirkung beim Wähler an, dessen technische Grundbildung (und auch das Interesse) so gering ist, dass er das nicht verstehen kann oder will. Dieses technische Analphabetentum (Kant hätte das auch unter selbstverschuldeter Unmündigkeit verbucht) zwingt letztlich die Politiker auch genau zu dem Handeln, dass sie an den Tag legen. Schuld sind die Bürger, die zu bequem sind, sich ordentlich zu informieren.


    Gilt für wirtschaftliche Dinge nach meiner Einschätzung genau so.


    Entsprechende Fachjournalisten gibt es in den Bereichen auch relativ wenige, mit Technik-Wissen macht man auch keine große journalistische Karriere, oder kennt jemand eine Zeitung, einen Radio- oder Fernsehsender, bei dem mal der Leiter der Technik-Redaktion Chefreadakteur wurde?

    bbH ist bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit. Also beim Fahrrad braucht man keine Nebelschlussleuchte.