Posts by Fishermans-end

    Achtung Temperatur:

    Ich weiß nicht, welche Legierung und ggf Wärmebehandlung die Zentralverschlusschrauben hinter sich haben.


    Sollten die aber z.B. eine T6 Härtung haben, dann beginnt ab ca. 150*C das „Weichglühen“ und das Aluminium verliert Zähigkeit, gewinnt jedoch an Sprödigkeit.

    Ich kann das Ausmaß der Gefügeveränderung nicht einschätzen, aber wegen den paar € (im Verhältnis zum Auto) würd ich da auch keine Experimente machen und einfach neue kaufen.


    Grüße

    Alex

    Hallo Zusammen,
    In einem anderen Thema hatte ich mich schon über Zentralverschlüsse, welche in einem schlechten Zustand sind ausgetauscht: schlechter Zustand Zentralverschluss bei Gebrauchtwagen
    Mich würde interessieren, ob es als Alternative zum Neukauf ginge die Zentralverschlüsse beschichten zu lassen? Eine Lackierung platzt vermutlich zu schnell ab, aber mit einer Pulverbeschichtung könnte es eventuell klappen? Im Web habe ich ein Bild zu nachbearbeiteten Zentralverschlüssen gefunden:


    Was meint Ihr dazu? Sinnvoll? Erlaubt?
    Hat jemand eigene Erfahrungen damit?

    Hallo Oliver,


    Der Pulverlack wird die Flächenpressung beim anziehen keinesfalls überstehen. Beim ersten anziehen wird er schon die Haftung zum Untergrund verliehen, kann durch Kohäsion aber noch „drauf“ bleiben. Spätestens beim zweiten anziehen platzt er dann ab.

    So weit ich das noch irgendwo im Kopf habe, werden die Zentralverschlüsse mit 450Nm angezogen, oder?

    Pulverlack ist mein Täglich Bort.

    [...]Ein Keramikkugellager würde ich grundsätzlich nicht nehmen. Die Keramikkugeln sind zwar wesentlich härter, aber wenn Dir das Lager platzt, dann hast Du einen Motorschaden, der wenn es blöd läuft, deutlich schlimmer ist, als bei einem normalen Kugellager, denn die keramischen Kugeln sind härter als das gesamte Umfeld.

    [...]

    da hast du grundsätzlich recht. Aber wenn das Lager kaputt geht, dann hast du so oder So einen Motorschaden. Dann bist du eh am

    Komplett neu aufbauen.

    Aus meiner persönlichen Sicht überwiegt dann der Vorteil durch die deutlich höhere Verschleißfestigkeit und Ausfallsicherheit ggü. Einem Stahlkugellager.

    Aber hier sollten wir aufhören. Das wird jetzt ein Glaubenskrieg. Das nutzt dem fachfremden Hilfesuchenden nicht wirklich weiter.


    Grüße

    Alex

    Das geht auch einfacher, in dem man das Lager über den Deckel mit

    Öl versorgt.


    In diesem Sinne Jürgen :drive:8:-):chips:

    Du meinst eine Druckölschmierung?

    Ja das ist sicher eine solide Lösung - nur ist das halt wieder ne größere Aktion als der Lagertausch alleine.

    Dafür brauchst du dann ne mechanische Werkstatt und know how - oder ein fertiges Kit mit einigen Tauschteile.


    Und nüchtern Betrachtet: der Motor hält pauschal 300.000km. Ne Kupplung pauschal 100.000km. Also bei jedem Kupplungswechsel ein neues Lager und neuer KWS. Macht 2 x Kupplung und Lager & KWS Wechsel über das Motorenleben.

    Warum Deshalb viel Aufwand investieren?


    Gruß

    Alex

    Was aus meiner Sicht gegen ein offenes (nicht Druckgeschmiertes) Wälzlager spricht, ist die Tatsache dass bei den hohen Drehzahlen im Motor kein Öl mehr im Lager selber ist. das Öl fließt erst wieder in das Lager, wenn eine gewisse Drehzahl unterschritten wird.

    D.H. die offenen Lager, in die das Motoröl (mehr oder weniger) rein läuft, leben vom Restölfilm im Gebrauch. ich halte das für keine gute bzw dauerhaltbare Idee.


    Hier im Video ab Ca. 2:40min ganz gut zu sehen.



    Der für mich beste Kompromiss aus Kosten / Nutzen sind fettgefüllte, geschlossene (abgedichtete) Hybridkugellager mit einer (oder auch zwei) Keramikkugeln. Diese zwei Kugeln sind härter als der umgebende Stahl und glätten so permanent die Laufbahnen des Lagers. Ein reines Keramiklager (deutlich verschleißfester als Stahlkugellager) ist ungünstig, da Keramik empfindlich auf Stöße reagiert. Diese Stöße federt der Stahl ab.


    Verschleiß ist exponentiell. Am Anfang ist er klein und unbedeutend. Um so später um so stärker die Abnutzung. Dann fängt das lager an, unrund zu laufen und im Extremfall zu taumeln. Dann ist die Führung der Welle nicht mehr gegeben und die kette springt irgendwann.

    Die Keramikkugeln halten durch ständiges Glätten der Laufbahnen den Verschleiß im Anfangsstadium auf.


    der Königsweg wären druckgeschmierte Gleitlager, aber das ist ein größerer Umbau.

    Dann lieber bei jeder Kupplung das ZWL mit machen. Quasi Verbundarbeit.


    Grüße

    Alex