Posts by Wolfgang.968

    Spurstangen verbiegen sich nicht mit der Zeit von alleine !!!!


    Wenn der falsch montierte Stabi von unten dagegen drückt, dann möglicherweise schon...


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand allen Ernstes die Spurstangen selbst zurechtbiegt, damit sie am Stabi vorbeigehen. Spätestens dann sollte selbst dem dümmsten Schrauber mal ein Licht aufgehen, dass hier eventuell etwas falsch montiert wurde...


    Mittlerweile habe ich noch mal darüber nachgedacht: Der falsch montierte Stabi war wohl letztlich zumindest mitentscheidend für den Unfall: Dadurch, dass der Stabi die Spurstangen verbogen hat, wurden diese effektiv deutlich kürzer. Dies führte nun zu einer massiven Erhöhung der Vorspur, was wiederum das Übersteuern stark begünstigt hat!

    Hallo,


    ich habe mir die Bilder noch mal angeschaut, und ja, ich meine auch, dass der Stabi ist falsch herum eingebaut ist!!! Unfassbar! Ob die Spurstangen absichtlich verbogen wurden, oder ob das im Laufe der Zeit von selbst passiert ist, ist mal die Frage.


    Ich habe meinen Stabi selbst schon ein paar mal komplett draußen gehabt um die Lager zu wechseln (erst neue Gummis, dann die inneren gegen Delrin-Kunststofflager getauscht). Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man so dämlich sein kann, den Stabi falsch herum einzubauen. Und danach noch nicht mal zu bemerken, dass die Spurstangen eigentlich im Weg sind - ich fasse es nicht.


    Bei diesem groben Montagefehler hätte auch irgendwas mal brechen können. Z.B. ein ganzer Querlenker am Duchführungsloch der verkanteten Koppelstange oder ein Spurstangenkopf reisst ab, wenn der Stabi von unten gegen die Spurstange schlägt - und das bei 200 auf der Autobahn nach einer Bodenwelle. Du kannst im Grunde froh sein, dass Du es nun so gemerkt hast!


    Ich überlege sogar gerade, ob der falsch eingebaute Stabi eventuell ursächlich für den ganzen Unfall sein könnte. Wenn der vordere Stabi seine Aufgabe nämlich nicht erfüllen kann, würde der Wagen zum Übersteuern neigen! Andererseits - wie schon jemand meinte - die grundsätzlichen Hebelverhältnisse haben sich ja nicht geändert...

    Oje, mein Beileid!


    Vor ca. 15 Jahren habe ich mal auf der Nordschleife mit meinem damaligen 944S2 Mist gebaut. Sah danach so ähnlich aus, wie bei Dir - naja, vielleicht nicht ganz so schlimm. Jedenfalls habe ich alles wieder repariert (bzw. machen lassen) und den Wagen noch eine ganze Weile gefahren. Kommt immer auf die Ansprüche an: Soll er nur technisch wieder ok sein oder soll er aussehen wie neu? Dann wird's natürlich teurer...


    Mittlerweile habe ich allerdings durch meine zahlreichen Rennstreckenbesuche dermaßen viel dazugelernt, dass mir so etwas wohl nicht nochmal passieren würde. Naja - sprachs, und....


    Aber genau richtig, wie jemand hier im Thread schon schrieb: Wenn er beim Leistungsübersteuern so schnell kommt, dass mit bloßem Gegenlenken innerhalb der ersten Sekunde nichts mehr zu machen ist: Kupplung treten! Und wenn das nicht reicht, (meine persönliche Technik) Lenkrad kurz loslassen: Es dreht dann in Sekundenbruchteilen bis zum Anschlag in Gegenrichtung. Dann aber auch gleich wieder zurückdrehen, damit man nicht in den Gegenschwung gerät... Damit habe ich bisher _jedes_ Mal meinen 968CS wieder eingefangen bekommen - einmal zu meiner eigenen Verwunderung, als der Wagen schon fast 90° quer stand...


    Wenn man nur Gas wegnimmt, nimmt man meist zu viel weg und er geht vom Leistungsübersteuern direkt über ins Lastwechselübersteuern - und das ist noch schwieriger zu kontrollieren. Dass genau das passiert ist, zeigt Dein Einschlag in der Kurveninnenseite. Du bist also nicht aus der Kurve geflogen, sondern in die Kurve hinein.


    Ok, genug kluggeschissen...


    Nur eines noch: Alles, was sich mit Geld regeln lässt, ist nicht _wirklich_ schlimm! :)

    Seit Jahren kommt dieses Thema immer wieder hoch. Zugegebenermaßen kann bisher glaub ich keine Seite (die Ketten-Mitwechseler gegen die Nur-die-Gleitbelagwechseler) mit praktischen Für- oder Wider-Erfahrungen dienen.


    Nach meiner Theorie ist neben der Kettenlängung noch ein anderer Aspekt wichtig: Die Ritzel laufen immer etwas ein. Auf der anderen Seite verschleißen natürlich auch die Kettenrollen, verkleineren also ihre Durchmesser. Logischerweise passen die Kettenrollen natürlich immer exakt zu den (verschleißenden) Ritzeln. Wenn nun eine neue Kette aufgelegt wird, haben deren Rollen jetzt aber einen minimal größeren Durchmesser, als die der alten Kette. Damit passen also diese neuen Kettenrollen erstmal nicht mehr exakt zu den alten (eingelaufenen) Ritzeln. Natürlich passen sich die neue Kette und die Ritzel relativ schnell aneinander an. Dieses Anpassen ist jedoch nichts anderes als enormer Verschleiß. Dazu kommt noch der Effekt, dass bei einer neuen (kürzeren) Kette sich die Winkel, mit der die Kette auf die Ritzel läuft, ändern, Dies führt m.E. ebenfalls zu einem erhöhten Verschleiß. Wenn also vor dem Wechsel der Kette die Ritzel noch gut aussahen, werden sie nach Auflegen einer neuen Kette ruckzuck hinüber sein.

    Hallo Leute,


    ich habe da mal eine grundsätzliche Frage zum Thema "Zweikreisbremssystem", so wie es in unseren Autos verbaut ist, also mit einem Hauptbremszylinder. Es heißt ja immer so schön, dass, wenn ein Kreis ausfällt, der zweite Kreis immer noch funktionsfähig bleibt und man dann (mit verminderter Bremsleistung) immer noch bremsen kann.


    Ehrlich gesagt verstehe ich das nicht. Nehmen wir an, dass ein Bremsschlauch am Vorderrad platzt. Dann ist doch schlagartig der ganze Druck im Bremssystem weg und das Pedal fällt auf den Boden durch. Mit Pumpen würde ich doch nur weiter Bremsflüssigkeit aus dem geplatzten Schlauch hinausbefördern bzw. Luft ansaugen. Dieses Prinzip macht man sich doch auch bei der 2-Mann-Variante beim Bremsflüssgkeitswechsel zu Nutze: Einer pumpt mir dem Pedal, der andere öffnet und schließ das Ventil, damit keine Luft angesaugt wird. Ein nennenswerter Druck baut sich doch im ganzen Bremssystem dadurch nicht auf. Ich könnte (was man ja nicht soll) das Pedal ohne viel Kraft bis zum Bodenblech durchdrücken.


    Wo also liegt der Sinn so einer Zweikreisbremsanlage, die aus einem gemeinsamen Hauptzylinder gespeist wird? Im Falle einer geplatzten Leitung jedenfalls scheint sie keine Hilfe zu sein...


    Gruß
    Wolfgang