Posts by vaujot

    Aloha, so langsam kommt das Thema auch hier in Fahrt. Erstaunlich finde ich aber manche bräunliche Zwischentöne hier. Was haben Asylbewerber bitte mit diesem Thema zu tun? Und die USA Verschwörungstheoretiker möchten bitte mal überlegen, wie winzig der Marktanteil von VW im Allgemeinen und Diesel-PKW im besonderen in den USA ist. Viel zu wenig, um Grund für eine Verschwörung zu geben.


    Ich bin generell kein Freund von Diesel in PKW und in Europa ist das überhaupt nur konkurrenzfähig, weil die Energiesteuer für Diesel im Vergleich zu Ottokraftstoff unverhältnismäßig niedrig ist (Diesel 4,7 ct/kWh Ottokraftstoff 7,3 ct/kWh). Wenn man das von Anfang an gleich besteuert hätte, wäre VW vielleicht jetzt Weltmarktführer bei Hybridfahrzeugen anstelle von Toyota und hätte diesen Ärger nicht.


    Ach so, bei dem Test, wo VW entlarvt wurde, lief auch ein BMW mit, ich glaub ein X5 Diesel. Der hat auch auf der Straße die Grenzwerte zumindest annähernd eingehalten.

    Ich hatte mich extra nach langer Zeit mal wieder eingeloggt, um zu schauen, wie hier die Meinungen sind. Und bin doch erstaunt über die geringe Resonanz. Das Thema ist schon ein ziemlicher Hammer für VW. Fraglich, ob Winterkorn das übersteht. Eigentlich kann so etwas nur passieren, wenn eine kleine Gruppe entweder sich verschwört ("Psst, wir schummeln beim Abgastest.") oder niemand sich dabei etwas böses dachte ("Die Autos müssen beim Test sauber sein, nicht auf der Straße."). Die zweite Variante wäre für die Firmenkultur von VW etwas besorgniserregend.


    Also, ich grab den Thread mal aus, weil ich heute zum ersten mal seit langem wieder 993er-Preise angeschaut hab. Ich hab den 993 seit August 2008, bin damit seitdem fast 40.000 KM gefahren, habe sogar einen kleinen Unfall gebaut und trotzdem würde ich wenn ich jetzt verkaufe wohl mit einer schwarzen Null dastehen. Nicht schlecht. Hätt ich das Auto als absolutes Liebhaberstück benutzt (nur bei schönem Wetter statt auch bei Schnee in den Alpen) und mich auf vielleicht 1000 KM per Anno beschränkt, wären die 30% plus seitdem wohl locker dringewesen. Hätte aber wenig Spaß gemacht. Und Aktien hätten wohl auch besser performt, wenn man erst nach dem 2008er-Absturz eingestiegen ist. Mein Fazit bleibt: Autos nicht als Geldanlage, sondern zum Spaß haben kaufen.

    Als ich im Eingangsbeitrag den Preis las ging ich wie selbstverständlich davon aus, dass es sich um einen Turbo S handelt. Nix da.
    Wer glaubt ein 993 2S wäre etwas besonderes sei daran erinnert, dass von den Dingern wie im Inserat zu lesen 3700 Stück gebaut worden. Besondere 993 wären meines Erachtens der RS und der GT2 und ein paar absolute Unikate (originale Turbo Cabrio und Speedster, von denen jeweils nur 10 bis 20 Stück gebaut wurden). Alles andere hat deutlich zu hohe Produktionszahlen.

    Und das finde ich bedenklich.
    Mit meinem Freiheitsverständnis verträgt es sich nämlich nicht, dass ich ohne mein Einverständnis, von wem auch immer im öffentlichen "Raum" gefilmt/überwacht werde.
    Gruß Karsten :wink:


    Da kommen wir an einen interessanten Punkt: Was ist Freiheit und wer bedroht sie. Das traditionelle Verständnis ist, dass der Staat sich soweit irgend möglich aus den Angelegenheiten seiner Bürger heraushalten muss. Dein Verständnis besagt, dass es Situationen gibt, wo Deine Freiheit von Deinen Mitbürgern bedroht wird und der Staat dagegen eingreifen muss.


    Das ist im Prinzip ein progressives Verständnis, führt aber in schwierige Situationen, weil es darauf hinausläuft, anderen Dinge zu verbieten. Ich denke, dass eine bloße Belästigung (und darum geht es im Normalfall, wenn wir nicht von Stalking und Voyeurismus à la mit dem Tele in die Nachbarswohnung filmen) dafür in der Regel nicht ausreicht. Wer seine vier Wände verlässt und sich in die Öffentlichkeit begibt muss meiner Meinung nach auch damit leben, dass er von seinen MItmenschen gesehen wird. Es gibt sicher Situationen, wo Fotografieren und Filmen unangebracht ist (zB Fremde im Schwimmbad oder Strand), aber wenn man sich normal auf die Straße begibt und dabei jemand anderem zufällig vor die Kamera gerät, ist das meines Erachtens noch keine Situation, wo der Staat mit Verboten eingreifen muss.


    Was die Veröffentlichung angeht: Das ist eigenständig in einem eigenen Gesetz geregelt und in der Regel nicht zulässig. Siehe Recht am eigenen Bild.

    Das Urteil kann man übrigens auch nachlesen: Datenbank Bayern-Recht


    Ist aber für Laien vermutlich eher schwere Kost.


    Ich finde, der Bereich des Privaten wird doch eher eng ausgelegt vom Gericht, aber das ist wohl auch durch die europäische Datenschutzrichtlinie bedingt. Man kann es schon bedenklich finden, dass offenbar in Russland das Filmen weniger restriktiv gesehen wird, als hierzulande. Das verträgt sich nicht mit meinem Freiheitsverständnis.


    Aber ich bleibe dabei, wenn man sagt, man filme zum Spaß, müsste man damit durchkommen. Es muss natürlich halbwegs glaubhaft sein, was wohl eher nicht der Fall wäre, wenn man alle seine Geschäftsreisen auf der Speicherkarte hat.