Posts by 997kitcab

    Die postfaktische Dieseldiskussion hier hat mir richtig Spaß gemacht ^^
    Jezt fehlt nur noch, dass Donald Trump via TWITTER seinen Senf dazu gibt. Immerhin hat die Union Pacific Railroad mit den stärksten Diesellokomotiven der Welt noch bis in die 80er-Jahre die amerikanischen Gebirgsregionen versorgt.
    Was der Diesel gerade im 20. Jahrhundert wirtschaftlich bedeutet hat und bis heute bedeutet, erfasst man am besten, wenn man die Biographie von Eugen Diesel über seinen Vater Rudolf liest:
    DIESEL - DER MENSCH - DAS WERK - DAS SCHICKSAL
    Kann ich allen "Dieselhassern", egal welcher Couleur, nur empfehlen :kbye:

    Ja passt schon, hatte ohne nachzurechnen irgendwie 3 Mille im Kopf - bei meinem waren es tats ca 1.800,- p.m. in den ersten 3 Jahren, mit Rabatt dann eher 1.700 .. sorry.


    Aktuell wird der Wertverlust 958 durch Steigerung beim 996 turbo :]) ausgeglichen..schön wäre es zumindest..

    Da sehe ich überhaupt kein Problem. Man weiß ja, was eine Stange echter Ceylon-Canehl-Zimt heute kosten kann. Und Schiefer ist leicht radioaktiv - da bleibt man garantiert warzenfrei 8:-)

    Da bist du nicht er Einzige der dies so handhabt... wobei ich dies nur die zweite Hälfte der 6 Jahre AfA so handhabe und den ersten Wertverlust dem Vorbesitzer überlassen habe da extrem.


    Rein Interessehalber ich nehme an Du hast auch das PCM Fahrtenbuch?


    Komischerweise teilten mir 3 PZs mit dies wäre "nicht mehr nachrüstbar" - das 4te PZ hat's dann einfach gemacht vor Übergabe nach vorheriger Rücksprache mit dem Werk...

    Da ich meine Autos gerne selbst zusammenstelle, selber einfahren möchte und meist auch lange Zeit behalte, ist das mit dem Vorbesitz nicht so meine Sache und auch der Wertverlust ist dann nicht so entscheidend.


    Die Ausnahme von der Regel stellt mein 911-er Werkswagen dar, der zu 100 % so war, wie ich ihn mir selbst konfiguriert hätte und optimal eingefahren wurde. Das ist jetzt 8 Jahre her, und ich habe es keinen einzigen Tag bereut. Welchen Marktwert das Auto heute hat, ist mir völlig schnuppe. Es hat den Wert, den man ihm selber beimisst.


    Ein PCM-Fahrtenbuch beim Cayenne habe ich nicht, da es sich meist um dieselben Fernfahrten handelt, die ich dann einzeln mit Anlass und Adresse gegenüber dem FA angebe. Das wird in der Regel akzeptiert. Dafür habe ich WLAN und Fernseher im Auto - über den Nutzen des letzteren kann man natürlich streiten. Aber man will in unseren verrückten Zeiten ja nicht die Tagessau verpassen *8)

    Moin,


    auch wenn es dekadent klingt: Wertverlust ist mir völlig schnuppe. Ich fahre halt gerne ein schönes Auto, wo vorher noch keiner reingepupst hat ;) Ist ein rein privates Fahrzeug. Ob das Auto nun 1500 oder eben 1600 EUR pro Monat verliert, macht den Kohl nicht wirklich fett.


    Grüße
    Porsche72

    Wie oben schon geschrieben: So sehe ich es auch.

    Ist nicht dekadent und verstehe ich, aber der Wertverlust in die ersten 3 Jahren geht eher Richtung 3000/Monat, in den 3 Jahren danach eher 1500/Monat .. das ist schon ein signifikanter Unterschied - zumal die AfA linear läuft.. d.h. realer Wertverlust in den ersten 3 Jahren > Afa, in den 3 Jahren danach < Afa.. das ist bei Vollkostenrechnung ein massiver Unterschied. Bei nur wenigen Dienstkilometern im Verhältnis nicht sooo schlimm, bei hohem Anteil ein deutlicher steuerlicher Unterschied.

    Bei einem Wertverlust auf einen neuen Porsche von üblicherweise 45 % nach drei Jahren komme ich auf maximal 1.850/Monat. Wenn man den Rabatt und sonstige Incentives berücksichtigt, die man wahrscheinlich erhalten hat, können die 1.600/Monat als "persönlicher" Wertverlust in den ersten drei Jahren schon zutreffen.

    Wenn du ein neues Auto kaufst, kannst du dir die 19% vom Neupreis ebenfalls abziehen, sofern der Kauf gewerblich ist. Außerdem lassen sich Kosten und. Abschreibungen steuerlich wirksam absetzen. So schlimm ist es also nicht. Wenn dir das Risiko dennoch zu groß ist, kauf was Billigeres. Autos sind nicht zum Sparen da. Insbesondere der 958 nicht.

    Habe ich etwas von Sparen geschrieben? Mir ging es um rein eine sachliche Berechnung auf Basis der mir bekannten Kalkulation eines PZ.


    Schon mal davon gehört, dass es Betriebe gibt, die nicht auf die Umsatzsteuer optieren? Im übrigen ist mein Cayenne, sowas soll ja mitunter auch noch vorkommen, ein rein privates Auto, das gelegentlich zwar auch geschäftlich genutzt wird, aber unter Geltendmachung der betrieblich gefahrenen Kilometer. Da sind dann natürlich alle Kosten drin, wie auch die Abschreibung und die Mehrwertsteuer. Bei den Kosten pro Kilometer kommt dann schon was zusammen.

    Um weiter das eigentliche Thema Preisentwicklung / Wertverlust wieder in den Mittelpunkt zu rücken, mal folgende Rechnung:


    Angenommen, man hätte sich vor vier Jahren einen Cayenne S Diesel EURO 5 mit Vollausstattung für 142.550,00 EURO neu zugelegt, dann wäre er jetzt bei durchschnittlicher jährlicher Laufleistung von 10.000 km noch etwa 65.000,00 EURO wert. Gibt man das Auto bei einem PZ in Zahlung, werden 19 % MwSt abgezogen, verbleiben also noch etwa 53 - 55.000,00 EURO, absolut gepflegter Zustand vorausgesetzt.


    Würde man dann noch eine außerordentliche Wertminderung von 10 - 20 % durch eine flächendeckende Einführung der blauen Plakette abziehen, läge der Restwert bei 40 - 45.00,00 EURO.


    Primärer Kaufgrund war für mich der V8 Dieselmotor mit seiner damaligen und auch heute noch beeindruckenden Performance. Dass er dazu noch, je nach Fahrweise nur 7 - 8 Liter Diesel verbraucht , in der Kurzstrecke maximal 10, war für mich eine angenehme Begleiterscheinung, die vermeintlich Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen schont.


    Mit anderen Worten: Ich müsste wieder mindestens 100.000,00 EURO drauflegen, um mir für ein Auto, das keinerlei Mängel hat und auch nicht ständig als wandelnde Gesundheitsgefahr unterwegs ist, einen nur annähernd gleichwertigen Ersatz zu beschaffen.


    Wer das engstirnige Verbotsdenken unserer selbsternannten Menschheitsretter jetzt noch immer nicht erfasst hat, dem ist nicht zu helfen. Da macht es keinen Unterschied zwischen Grün, Rot und Blau, Pest und Cholera, Paradoxie und Perversität.


    Außerdem löst sich das "alte" Auto ja nicht in frische Morgenluft auf, sondern führt eben woanders sein "Vernichtungswerk" an Mensch und Umwelt fort. Wo bleibt der Sinn, wo bleibt die politische Vernunft?


    Zu dieser Gängelung dürfen wir es nicht kommen lassen! Preisentwicklung und Politik lassen sich in unseren Tagen nun einmal nicht auseinanderdividieren.


    Bin gespannt, was man auf der Retro-Classic in Stuttgart dazu meint. Vielleicht wird die auch bald verboten.

    Es scheint mir doch noch einmal wichtig, darauf hinzuweisen, dass unsere Atemluft zu 78 % aus Stickstoff besteht (N2) und dass deshalb bei jedem Verbrennungsvorgang (=Sauerstoffzufuhr) Stickoxide (NOx) entstehen. D.h. Stickstoff und Sauerstoff gehen Verbindungen ein, bei denen neue Moleküle entstehen. Davon ist nur das Stickstoffdioxid (NO²) in entsprechender Konzentration ein gefährliches Atemgift, während das beim Verbrennungsvorgang ebenfalls entstehende Kohlendioxid ein Treibhausgas ist, das den Ozongürtel und damit unser Klima schädigt. Kohlendioxid kommt in der Luft natürlicherweise nur in geringer Menge vor. Von Kohlenmonoxid ganz abgesehen, das Sauerstoff vollkommen verdrängt und deshalb immer wieder zu tödlichen Unfällen führt.


    Ein zusätzliches und völlig anderes Thema ist der Feinstaub, der inzwischen auch bei Benzindirekteinspritzern in Nanopartikelgröße auftritt und in die kleinsten Verästelungen der Lunge eindringen kann. Feinstaub entsteht aber keineswegs nur durch Verbrennungsvorgänge, sondern z.B. auch durch Reifenabrieb, ganz egal ob das Auto mit Benzin, Diesel oder elektrisch betrieben wird.


    Manchmal werden diese Zusammenhänge in der Diskussion über den Diesel völlig ausgeblendet, der zwar insgesamt mehr Stickoxide produziert als der Benziner, aber verbrauchsbedingt wesentlich weniger Kohlendioxid. Beim Feinstaub gibt es zwischen Diesel und Benziner inzwischen keinen Unterschied mehr.


    Die Autoindustrie freut sich, wenn wir auf verkürzte Darstellungen, man könnte fast schon sagen: deren "fakenews", mit Panik reagieren und uns völlig unnötig neue Autos zulegen. Was dann bei der zusätzlichen Produktion durch vermeidbare externe Effekte passiert, habe ich schon an anderer Stelle erwähnt.


    Ohne Beachtung der sachlichen Zusammenhänge macht die ganze Diskussion meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn. Auch in einem Forum wie dem unseren nicht.
    Man braucht für manche Dinge im wahrsten Sinne des Wortes einen langen Atem, um sie klarer beurteilen zu können.