Posts by Christian944S2

    Moin,


    ich bin begeistert über die tollen Hinweise!


    Drochtersen ist ja wirklich um die Ecke, da ich derzeit in Hamburg schraube, und das mit der Kupplung und dem Getrieberasseln passt voll ins Bild.


    Bei mir ist es definitiv das Getriebe im Leerlauf und nicht das Zentralrohr, hatte mir das mal mit laufendem Motor unter dem Auto angehört. Und ich glaube zu wissen, was mit dem Bonanza-Effekt gemeint ist, exakt das habe ich auch. Also wenn das mit der neuen Generation von Kupplungen behoben ist, werde ich das Geld womöglich investieren.


    Ansonsten bin ich jetzt erst mal ne ganze Weile am Zerlegen und Sichten, was alles defekt ist, und dann sehen wir weiter. Ich habe beschlossen, am Vorderwagen und Motorraum anzufangen, und mir wird schlecht, wenn ich sehe, wie vergammelt alles nach den vielen Jahren ist. Eigentlich wollte ich euch ja ein paar vorher-nachher-Bilder präsentieren, aber nen bisschen peinlich ist mir das schon... :kblush:

    Aber es ist wie es ist, ich konnte es nicht anders lösen und werde jetzt damit arbeiten müssen. Die Aufarbeitung der Teile wird die meiste Zeit in Anspruch nehmen, wirkliche technische Defekte eher weniger. Na ja, bis jetzt habe ich noch keine verrottete Schraube abgerissen, das ist schon mal ein guter Anfang :])


    Ja, das mit der Schrauber-Infrastruktur ist so eine Sache. Ich habe selbst 25 Jahre Erfahrung, wenn auch außerhalb des Kfz-Bereichs, das hilft aber schon mal ungemein. Daher will ich auch maximal viel selbst machen. Mit PZs habe ich schon gute Erfahrungen gemacht, aber auch krass übel schlechte, daher werde ich mich da nicht blicken lassen. Mein 11er-Schrauber macht seine Sache gut und macht auch 4-Zylinder, ihm werde ich den Motor ruhigen Gewissens überlassen, zumal ich bei meinem derzeitigen Stellplatz den Motor nicht mal alleine rausbekäme. Ansonsten kenne ich hier in Hamburg (bisher) keine Fachleute für Transaxles. So Leute wie Herrn Telkamp finde ich großartig, mein Dankesgebet ist ihm sicher. :) Ich bin selbst Ingenieur und sehe, dass sich die Unternehmen heutzutage einbilden, sie könnten mit billigem Personal mit frischem Bachelor-Abschluss zum Mars fliegen, aber ohne die Leute mit richtig Ahnung und Erfahrung wird man nichts weiter als teuren Schrott produzieren. Okay, ich schweife ab...


    Beste Grüße!

    Moin!


    Erst mal besten Dank für die Hinweise.


    Der Motor hat ja jetzt 9 Jahre nicht mehr gelaufen, daher kann ich alles nur aus dem Gedächtnis schildern. Ich denke, die Hydrostößel sind bisher unauffällig, das typische klackern war bisher nicht zu hören. Die Geräusche, die ich meine, sind kontinuierlich, nicht rhythmisch. Surrend, heulend, schnarrend... :-)


    Zum Thema Kupplung habe ich hier im Forum nochmal etwas gestöbert. Es gibt ja durchaus einige Fehlerquellen, es gibt verschiedene Ausführungen mit und ohne Gummipuck, ein Modell ohne von Sachs. Ich werde erst mal schauen, was ich überhaupt habe. Die Kupplung ist 2003 für 2700 € im PZ gewechselt worden. Die alten Teile sahen auch echt schlimm aus, Hauptproblem war der zerbröselte Torsionsdämpfer, typisch, und heute bin ich da auch schlauer als damals.

    Die nun verbaute Kupplung macht beim Anfahren jedenfalls den Anschein, als wäre der Rundlauf bei den Komponenten nicht gegeben oder als wäre das Ausrücken nicht gleichmäßig und parallel. Ich schließe nicht aus, dass die beim Einbau Mist gemacht haben, nach allem, was mir von den PZs schon aufgetischt worden ist. Ich hoffe nur, dass ich überhaupt eine Ursache finde...

    Das mit dem Runterschalten von 3 auf 2 kann ich aus dem Gedächtnis nicht bestätigen, auch nicht einen Unterschied zwischen kalt und warm. Bei höherer Drehzahl, also bei etwas energischerem Anfahren, tritt es bei mir dann allerdings ebenfalls nicht auf.


    Beste Grüße!

    Hallo Leute,


    nach recht langer Abstinenz möchte ich mich auch mal wieder zu Wort melden, und zwar mit einem Restaurationsbericht, von denen hier ja bereits einige zu finden sind und die ich immer sehr interessant und wertvoll finde.


    Meinen 11er fahre ich mit gleichbleibender Begeisterung nun schon seit 2007 und habe ihn inzwischen komplett durchsanieren lassen (Motor, Getriebe, Fahrwerk). Der ist also topfit, ich liebäugele höchstens noch mit dem neuen PCCM. In meinem Beitrag hier soll es jetzt aber um meinen „Erstporsche“ gehen, einen roten 944S2 von 1990, den ich 2003 gekauft habe. Er hat etwa 310tkm auf der Uhr und nun seit 9 Jahren in einer Garage (die leider weder beheizt noch trocken war) herumgestanden. Jetzt habe ich ihn trotz widriger Umstände nach Hamburg geholt und will ihn baldmöglichst wieder auf die Straße bringen. Meine anfänglichen Hoffnungen auf einen Stellplatz mit Montagepotenzial haben sich vorerst zerschlagen, daher werde ich im Rahmen der Möglichkeiten in der Tiefgarage beginnen (wer hier Ratschläge hat: immer her damit!).


    Bisher bekannte Probleme:

    • Rost! Schweller, Türen, sonstige Hohlräume, Spritleitungen, Bremsleitungen.
    • Der Motor läuft zum Teil unrund, da habe ich den Luftmengenmesser im Verdacht. Ansonsten ist der Ansaugtrakt komplett verölt, ich werde alles reinigen und den Ölabscheider unter die Lupe nehmen.
    • Der Motor macht starke Nebengeräusche, die ich allerdings bei anderen 944 auch schon gehört habe und die daher womöglich typisch sind. Sind die normal oder ist da was faul? Spannrollen? AGW? Lima?
    • Die Bremsen sitzen fest, hier steht eine Grundsanierung der Sättel an. Ich freue mich total…
    • Die Kupplung ruckelt beim langsamen Anfahren sehr stark. Sie ist vor 100tkm komplett neu gekommen und hat das von Anfang an gemacht. Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein, aber die Ursache ist noch unbekannt.


    Bisherige Reparaturen während der Betriebszeit bei mir:

    • Kupplung, Anlasser, Benzinpumpe neu
    • Spritleitungen komplett durch handgefertigte Edelstahlleitungen ersetzt
    • Synchronringe im Getriebe und Gleitschienen im Zylinderkopf ersetzt
    • Fensterhebergestänge Fahrerseite neu
    • Wischermotor grundsaniert
    • Hohlraumversiegelung mit dem Fett von Mike Sander


    Geplante Arbeiten:

    • Motor raus und sanieren, soweit nötig. Hier bekomme ich Unterstützung von meiner 11er-Werkstatt, die das echt gut machen, aber natürlich nicht nur von Luft und Liebe leben…
    • Fehlersuche Kupplung und Sichtung Transaxlerohr. Evtl. ersetze ich hier die Lager prophylaktisch. Bei geschlossener Kupplung im Leerlauf hört man ein starkes Rasseln, aber das kommt nicht aus dem Rohr, sondern aus dem Getriebe. Normal?
    • Hinterachse, Getriebe und Tank raus zur Sanierung des Unterbodens gegen Rost.
    • Ersetzen der vergammelten Bremsleitungen, ich dachte da bisher beispielsweise an Originalersatzteile oder an selbstgebaute mit Kunifer10.
    • Sichtung der Hohlräume und bei Bedarf Nachbesserung mit bereits erwähntem Fett
    • Sanierung der Bremssättel.
    • Die meisten unlackierten Metallteile sind von Rost befallen. Diese will ich reinigen und mit sowas wie Klarlack konservieren, allerdings könnte es hier auch noch bessere Ideen geben. Beispiele: Anbauteile am Motor, Motorhaubenschloss, Getriebe, Fahrwerksteile, und vieles weitere. Einige Blechteile aus Stahl scheinen ja mal gelb eloxiert gewesen zu sein, da würde ich gerne das blanke Metall ohne Rost erhalten wollen. Die Aluminium-Teile sollen auch blank, aber ohne Blumenkohl konserviert sein. Was macht ihr da so?
    • Lack: Der war schon vor zwanzig Jahren nicht mehr gut (ausgeblichen) und hat stümperhaft nachlackierte Stellen. Definitiv nicht Prio1, aber auf der Optionenliste stehen Folie oder komplette Neulackierung.

    Soweit erst mal, hier noch zwei optische Eindrücke:



    Hi,


    sehr bedauerlich, dass es jetzt noch einen Fred zu dem Thema gibt...
    Meinen Fred werde ich jedenfalls noch weiterführen und für alle, die auch mit dem Auspuff kämpfen, von meinen Erfahrungen berichten.


    Porsche 996: Montage / Reparatur Auspuff + Kat


    Zu der aktuellen Fragestellung: Ich habe die Schrauben an der Mutternseite abgesägt und komplett runtergeschliffen, so konnte ich die Kats abnehmen.
    Schlagen muss man vom Krümmer richtung Kat, aber ich habe starke Zweifel, dass das am Fahrzeug funktioniert. Hier braucht es rohe Gewalt, so fest ist die Pressung. Die Schrauben als Ersatz kosten übrigens etwa 5 Euronen pro Stück, ich werd sie nicht kaufen...


    Beste Grüße
    Christian

    Moin,


    vielen Dank für eure Antworten! :thumb:


    Drei der sechs Schrauben aus dem Kat-Flansch habe ich mit Hammer und einem Schraubstock als Auflage draußen, mann, was sitzen die fest... :eek:
    Die anderen werde ich mit Hitze nochmal angehen.


    Ich habe Angst, dass ich durch die Schläge die Lambda-Sonden ruiniere, hab irgendwo aufgeschnappt, dass die das nicht so abkönnen.
    Die Sonden wollte ich erst mal sitzen lassen, wenn ich die nun gar nicht losbekomme, und es später nochmal versuchen. Und wenn ich weiß, ob und welche kaputt ist, kann ich ja auch grober damit umgehen...


    Dass sich Kat-Teile im ESD befinden, hatte ich auch schon befürchtet, darin rasselt es nämlich. Aber ich konnte bis jetzt nicht feststellen, ob das tatsächlich Kat-Teile sind oder Roststücke aus dem ESD selber.
    Was ist eigentlich in so einem Fall hiervon zu halten:
    http://www.uni-kat.de/html/neubestuckung.html
    Hat schon mal einer davon gehört oder sogar ausprobiert? Klingt auf den ersten Blick vernünftig...


    Ich habe übrigens den Wagen nur eine Saison im Winter gefahren, ansonsten als Sommer-Auto. Wie müssen dann gleichaltrige Ganzjahres-Elfer aussehen?? :eek:
    Ich hätte die ganze Aktion vor 5 Jahren starten sollen, aber da wusste ich noch nicht, dass ich den Wagen so lange behalte...


    Hitzeschutzbleche: Am Kat sitzen natürlich keine, ist vielleicht etwas missverständlich rübergekommen. Ich meine die Formbleche, mit denen die ESDs abgeschirmt sind, insbesondere die nach Innen zum Motor hin. Die sind mit 4 Bundmuttern und einem komischen Gewinde über angeschweißte Bolzen befestigt. Zwei dieser Bolzen waren nicht mehr zu retten. Nun frage ich mich, ob man das mit einem geeigneten Schweißgerät wieder hinbekommt... Vor allem habe ich Bedenken, dass die Gegenseite der Schweißstelle zu gammeln anfängt, weil sich dort der Lack auflöst und man die Stelle zum Nachlackieren unmöglich erreichen kann.


    Beste Grüße und einen schönen Abend!
    Christian

    Moin zusammen,


    derzeit beschäftige ich mich zwangsweise mit meiner Auspuffanlage (Original Klappe), weil sie durch Korrosion in der Auflösung befindlich ist.
    In einer Werkstatt wurde mir gesagt, dass ich 10 k€ zu investieren hätte, was ich aber auf keinen Fall einsehe. Also selbst ist der Mann.
    Aber: Die Teile sind dermaßen vergammelt, dass ich sie nicht losbekomme, und daher wollte ich hier mal nach ein paar Tipps fragen.


    1.: Die Schrauben, die die Kats mit den Krümmern verbinden, bekommt man die ohne Bohrer raus? Die sind ja mit einer art Verzahnung in den Kat-seitigen Flansch eingepresst. Hab schon versucht, die mit einem Schraubstock herauszudrücken, aber da rührt sich überhaupt nix...


    2.: Eine der Lambda-Sonden ist vermutlich defekt, taucht immer mal wieder im Fehlerspeicher auf. Wenn da ein Tausch fällig wird, wäre es ja zweckmäßig, dass ich die schon mal los hatte, jetzt wo ich den Kat einmal abgebaut habe. Aber: selbst mit heiß machen und allen möglichen Rostlöser- und Eissprays geht da gar nix. Die sitzen fest wie verschweißt. Hat jemand Tipps? Wie fest kann ich wohl drehen? Nicht, dass ich den Sechskant in der Hand habe und der Rest bleibt stecken...


    3.: Was macht ihr, wenn ihr abgerissene Schweißbolzen bei den Hitzeschutzblechen habt? Bekommt man in einer Werkstatt neue angeschweißt? Gibt es alternative Reparaturlösungen?


    Am Rande sei gefragt: Werden bei der Montage im Werk anti-festgammel-Mittel verwendet? Oder werden alle Teile trocken zusammengebaut? Das würde erklären, warum ich bei einem "nur" 14 Jahre alten Auto nix mehr losbekomme. Ein 60 Jahre alter Lanz Bulldog aus dem Dschungel lässt sich besser restaurieren...


    Besten Dank und einen schönen Abend!
    Christian

    Moin,


    kürzlich habe ich eine Spülung nach Tim Eckart machen lassen. Die Symptome sind jetzt weniger geworden, aber immer noch nicht weg.
    Zur Vorgeschichte habe ich ja schon einiges hier im Forum geschrieben, hier in Kürze:
    - komische Geräusche bei niedrigen Drehzahlen, aber keine Auffälligkeiten bei den Schaltvorgängen
    - scheinbares Durchrutschen der Wandlerüberbrückung, erkennbar an der Motordrehzahl
    - Ölwechsel bei ZF in DO, dabei Auffinden einer 1 cm dicken Schlammschicht, danach alles wieder i.O.
    - nach 1/2 Jahr wieder Durchrutschen, Getriebe zerlegt, alle Beläge ersetzt, keine Besserung
    - Das Durchrutschen tritt nicht reproduzierbar, aber häufig auf. Nach Spülung etwas seltener.


    Da es Phasen gibt, bei denen das Getriebe "wie früher" einwandfrei funktioniert, gehe ich immer noch von einem Defekt aus, weiß aber nicht, was ich noch unternehmen soll. Da es keine weiteren Symptome gibt, werde ich bis auf Weiteres alles so lassen.
    Ich könnte mir noch vorstellen, dass mit dem Schieberkasten, insbesondere mit dem Ventil für die Wandlerüberbrückung, irgendwas nicht in Ordnung ist, aber der Getriebe-Spezi meinte, dass er da keinen Defekt ausmachen könnte und das bei den 5HP19 quasi nie (<1%) ein Defekt am Schieberkasten auftritt. Ich weiß es leider nicht besser.


    Laufleistung derzeit: 160000 km


    Meine persönliche Empfehlung:
    Auf jeden Fall vor 100 tkm etwas unternehmen, entweder ZF (in DO) oder Tim Eckart.
    ZF leistet sehr gute Arbeit, spült aber nicht. Es verbleibt eine Restmenge Öl im Wandler. Es werden aber Verschleißteile getauscht.
    Spülung wäre bei mir wegen des massiven Schlammaufkommens vielleicht besser gewesen, aber dann wahrscheinlich kein Tausch von Teilen. Bei mir lag trotz des Schlamms kein (!) mechanischer Defekt vor.


    Beste Grüße
    Christian