Posts by Eddi

    das fahren alleine mit dem Reiniger bewirkt nicht so viel wie das Spülen.


    Der Grund ist ganz einfach:


    --> der Kolben verteilt die Benzinmenge durch ganz schmale Schlitze auf die Zylinder, je weiter der Kolben angehoben wird desto größer ist die "Spülwirkung". Dadurch wird auch die Metallmembrane mehr angehoben und dieser Durchfluss auch freigespült.


    Ich hatte das an einem Mengenteiler mit 240.000 km Laufleistung gemacht. Danach lief der Motor schon mal runder als zuvor.


    Das "Einlegen" des Mengenteilers in Benzin oder ähnlichem hat bei weitem nicht diesen Effekt.


    Da Du für die Kontrolle der Gleichmäßigkeit sowieso diesen Vorgang machen sollst, kannst Du das auch gleich so spülen.


    Bei dieser Kontrolle soll man allerdings in den verschiedenen Stauscheibenstellungen prüfen (1/3tel Weg, halber Weg und 3/4tel Weg).


    Ganz einfach darum: es kann sein dass in Vollgasstellung und mit dem Durchfluss alles ok ist, aber bei Teillast in dem man eben meist unterwegs ist passt es dann vielleicht doch nicht.

    und wie weiß er nach dieser Aktion ob der Mengenteiler bzw. die Ventile ok sind?


    Ausbauen für einen Laien ist so eine Sache.


    Wenn der Steuerkolben mit den Fingern angefasst wird, rostet dieser danach, also vorsichtig.


    Bei dem Spülen siehst Du gleich was Sache ist und ob es gut läuft oder ob sich etwas ändert und das ohne Gefahr dass was defekt geht.


    Den Benzintank brauchst Du nicht leeren, einfach den Reiniger rein, mit dem kann auch weiter gefahren werden.


    Das ausgespülte Benzin kannst Du auch wieder in den Benzintank geben.


    Allerdings würde ich nach dieser ganzen Aktion den Benzinfilter wechseln.

    Spülen geht so:


    --> Relais der Benzinpumpe überbrücken --> damit läuft die Pumpe dauernd
    --> Einspritzventile erst mal weg machen und alle 4 Benzinleitungen in ein Auffanggefäß
    --> Reiniger ins Benzin im Tank geben
    --> Stauscheibe unter der Lagerung auf Vollanschlag nach oben unterlegen (= wie Vollgas)
    --> beim Einschalten der Zündung wird jetzt der Sprit mit höchstem Durchfluss durch das System gepumpt.


    Ich habe das dann mehrmals wiederholt und jeweils so 15 Liter mit Reiniger durch gepumpt.
    Zum Schluss kann man das auch noch mit den Einspritzventilen zusammen machen, dann werden die auch gereinigt.


    Danach ohne Ventile den Durchfluss des Mengenteilers pro Einpritzleitung im eigenen Messglas messen. Also alle 4 parallel und dann sehen welche Unterschiede da zu sehen sind (dafür gibt es dann Grenzwerte zur Beurteilung).


    Wenn Mengenteiler ok danach die Ventile drauf und den selben Vorgang nochmals=
    --> erkennen wie die Ventile abspritzen(Kegel)
    --> ob die nach dem Abstellen dicht sind (= nachtropfen = Ölverdünnug)
    --> erkennen ob die Ventile unterschiedliche Dosiermengen bringen


    Wenn die Ventile mit einem Strahl abspritzen oder nachtropfen sind sie auszutauschen.

    Alle Kerzen sind viel zu hell. Der Motor läuft offensichtlich zu mager. Das brennt auf Dauer ein Loch in den Kolbenboden. Dann leider Totalschaden.


    Der Sache muss schnell auf den Grund gegangen werden. Eine komplette Druckmessung der K-Jet mit entsprechendem Spezialgerät ist fällig. Und die Düsen müssen ausgebaut und auf Spritzmenge geprüft werden.

    die Düsen sind erst zu prüfen wenn der Mengenteiler korrekt arbeitet, also immer der Kette entlang arbeiten.


    Der Mengenteiler hat eine Stahlmembran, gespült wird mit einem Reiniger für Vergaser etc.


    Das Spülen wird im eingebauten Zustand gemacht, Pumpe auf Dauerlauf und Stauscheibe auf höchste Stellung.


    Das zu helle Kerzenbild kann aber auch an gezogener Falschluft liegen, deshalb das System erst mal im Lauf mit Bremsenreiniger besprühen.


    Wenn er dabei die Drehzahl erhöht muss erst die Leckstelle beseitigt werden.

    wirklich toller Bericht und mich juckt es auch mitzumachen, obwohl ich das bei unserem schon alles hinter mir habe, allerdings nicht so perfekt wie Du.


    Noch eines: ich würde bei so einer Gelegenheit die Teile Pleuel, Bolzen und Kolben im Gewicht alle gleich machen.


    Also die leichteste Kombi von allen als Basis nehmen und alle anderen auf dieses Gewicht bringen, das ergibt einen sehr feinen Rundlauf.


    Dann kann man auch die Schwungscheibe etwas im Gewicht reduzieren.


    Bei meinem habe ich dann noch die Kanäle erweitert und poliert. Dazu noch die 964er-Nockenwellen und -Wärmetauscher.


    Bin gespannt wie Dein Ergebnis ist. Du wirst viel Freude daran haben.

    da bin ich anderer Meinung:


    --> die Spritverteilung sieht zumindest am Kerzenbild beurteilt nicht gut aus
    die Kerze ganz rechts ist viel zu hell, also zu wenig Sprit, auch die daneben könnte mehr vertragen


    Also entweder Mengenteiler oder Einspritzdüsen schuld.


    Deshalb erst mal klassisch die Durchflussmenge des Mengenteilers ohne Ventile prüfen und auch genau messen.


    Wenn da schon Unterschiede da sind, kann eine gründliche Spülung helfen.


    Auch bei der Laufleistung der Einspritzdüsen bin ich anderer Meinung:


    --> die halten keine 200.000 km, da spritzen sie halt noch, aber wie und ob die dann noch dicht sind ist eine andere Frage