Posts by Jack.Vincennes

    Ganz herzlichen Dank für das tolle, freundliche Feedback!


    Fand am Anfang den Boxster aus dem PZ Hamburg ganz attraktiv, aber für um die 50.000,- gibt es auch besser ausgestattete Boxster S wie bspw. https://suchen.mobile.de/fahrz…aign=Recommend_DES&vc=Car
    (mit Approved sollte da ja keine allzu große Überraschung drohen)


    Wie seht Ihr denn die gut 40.000 Mehr-KM im Vergleich zu dem Mager-Modell aus dem PZ Hamburg?


    Da die 4 Zylinder doch als sehr robust gelten, dürften die KM nicht so gravierend sein, dann wäre auch dieser Boxster S mit MwSt. (kann den Wagen evtl. auch für die Firma kaufen) eine Option https://suchen.mobile.de/fahrz…aign=Recommend_DES&vc=Car

    Was ich aus dem Studium des 718-Forums gelernt habe, ist:


    • Bzgl. der Einstiegsmotorisierungen ist der fühlbare Unterschied zwischen Basis-Boxster und Boxster S eher nur akademischer Natur. Da mir die Fahrleistungen meines 993 Varioram immer ausgereicht haben und selbst der Basis-Boxster diese erreichen sollte, muss es kein „S" sein für mich. Es sei denn, es gäbe irgendwelche Haltbarkeitsgründe des 2.5 (gibt es?)
    • Ein defektes Getriebelager kann eine (der wenigen) Sollbruchstellen beim 718 sein. Frage: Ist PADM immer an Bord bei Sport Chrono und PASM?
    • PDK und Handschalter sind beide gleich zuverlässig (ist das korrekt?), aber das PDK gleicht das (dezente) Turboloch wohl besser aus.
    • „Approved - ja oder nein?" ist sicherlich eine Glaubensfrage. Bei einem Einstiegs-Boxster aber noch eher verzichtbar als bei anderen Modellen. Habe gelesen, die kostet 815,- p.a. Was kostet denn zusätzlich die durchschnittliche Jahreswartung im PZ?
    • Meine Mager-Modell-Idee ist in Bezug auf Wiederverkauf nicht so clever. Welches sind denn die Extras, die an Bord sein sollten bzw. erwartet/honoriert werden?




    Sensationell, vielen Dank!!

    Eine Frage dazu noch: Kannst Du erkennen, ob man bei dem Fahrzeug Apple CarPlay nachträglich freischalten lassen könnte? Im Thread nebenan wird mir nicht ganz klar, welche Fahrzeuge sich für die softwareseitige Lösung um ca. 500,- eignen und wo ein Eingriff in die Hardware vonnöten ist.


    Viele Grüße

    J.V.

    Hi Leute,


    bräuchte mal Euern Rat. Finde den Thread interessant, da ich auch gerade über einen Basis-Boxster nachdenke.


    Den Einsatzzweck würde ich so beschreiben, dass ich v.a. gerne offen fahre ;) - also primär auf der letzten Rille um die Kurven zu hetzen, ist weniger im Fokus.


    Der Boxster würde einen alten Alfa Spider V6 ersetzen, der mich zuletzt etwas anfing zu nerven (fährt sich gut, aber irgendwie habe ich gerade Bock auf ein Auto, das einfach immer zuverlässig funktioniert). Also klar, da wird so ein 718 natürlich ein klares Upgrade sein.


    Nun muss ich aber zugeben, dass ich mich damals von meinem 993 Cabrio getrennt habe, weil ich auf der Kurzstrecke (10 KM) ins Büro nicht das Gefühl hatte, dem Wagen etwas gutes zu tun, weil die knapp 12 L Öl da natürlich niemals warm geworden sind. Also den Alfa als Zweitcabrio, weil ich halt gerne nach einem Bürotag offen nach Hause gefahren bin. Der 993 wurde dann nur noch ganz selten bewegt und als sich dadurch Standschäden ergaben, habe ich ihn verkauft.


    Daraus resultiert die Frage: So ein 718 2.0 dürfte „kurzstreckenunempfindlicher" sein, richtig? Klar, Kurzstrecke ist nie ideal, aber es sind genügend andere Fahrzeuge im Haushalt, so dass es nur um die schönen Tage geht, an denen ich mit dem Cabrio ins Büro fahre (also nicht täglich). Und der Turbo kommt ja auch in der Warmfahrphase schon vom Fleck, anders als ein Hochdreh-Sauger.


    Beim Kauf brauche ich ausstattungsmäßig nicht die volle Hütte - vom alten Alfa kommend wäre ich ja auch mit Minimalem verwöhnt ;) Einziges Argument, nicht im preislichen Einstiegsbereich zu kaufen, wäre, dass die nackten Autos schwerer wiederverkäuflich sind. Denn ich fühle mich immer wohler, wenn ich ein Auto kaufe, dass ich auch einigermaßen gut wieder loswerde.


    Von daher: Würdet Ihr unter dem Gesichtspunkt lieber so einen ganz puristischen Boxster kaufen wie diesen („keine Klimaanlage" kann doch eigentlich nicht sein, oder?) https://suchen.mobile.de/fahrz…aign=Recommend_DES&vc=Car

    oder eher so einen mit PDK, PASM, Sport Chrono, Soundsystem, Voll-Leder, Klimaautomatik u.a.

    https://suchen.mobile.de/fahrz…aign=Recommend_DES&vc=Car

    Der hat auch Apple Car Play, das wäre neben Einparksensor hinten eigentlich das einzige, was mir wichtig wäre (wie binde ich denn Spotify bei so einem Basis-Radio ein...über Bluetooth oder noch Aux mit Kabel?)


    Also, um die Frage konkret zu stellen: Wenn mir heute weder die Ausstattung wichtig ist noch die 5.000,- Preisunterschied, aber der Werterhalt in ein bis drei Jahren (im Sinne von „muss man nicht ein Jahr inserieren, bis er weg geht"), welches Auto wäre da die bessere Wahl (beim VK sollte der ursprüngliche Mehrpreis natürlich Berücksichtigung finden)?


    Andere Cabrio-Alternativen in meinem Kopf wären den Spider weiterzufahren (und dann liegt erstmal ein neues Verdeck an, was nach 20 Jahren ja kein Vorwurf ist...nur das Rumgegurke bis man einen Sattler für Alfa findet :( und drei Monate später dann das FW usw.) oder ein altes Saab Cabrio (was völlig anderes, klar, aber in gutem Zustand auch irgendwie smart...aber am Ende auch kein Auto, wo ich sage, da setze ich mich jetzt rein und fahre gerne 1.000 KM nach Italien ans Meer) oder ein F-Type (nur, weil er irgendwie ausgefallen ist...aber wenn ich schon 40.000 bis 65.000 für ein gebrauchtes Spaß-Cabrio ausgebe, soll es keine Zicken machen... da habe ich in Porsche nach den langjährigen und problemlosen 993-Erfahrungen ein größeres Vertrauen und der 718 soll ja auch sehr unproblematisch sein).


    Was sagen die 718-Experten zu den beiden o.a. Fahrzeugen und meinen Fragen?


    Grüße

    J.V.


    P.S. Momentan soll der GW-Markt ja eher down sein. Die Preise erscheinen mir auch günstiger als noch vor einem halben Jahr. Die Konsumzurückhaltung zeigt sich also auch hier. Was sind Eure Erfahrungen, was an Spiel (%) in einem PZ noch drin ist beim GW-Kauf?

    ...angeblich werden die raren Chips ja vorzugsweise in den hochpreisigen, margenstärksten Modelle verbaut, weswegen die „Einstiegsmodelle" gerne mal längere Lieferzeiten haben. Aber die Supply Chain soll sich ja gerade entspannen; also müssten die Lieferzeiten runtergehen.


    Hat jemand eine Ahnung, wie lange die Lieferzeit bei Bestellung eines Boxsters (Basis) in diesen Tagen wäre?


    Grüße

    J.V.

    Sind 2.0 und 2.5 motorseits eigentlich gleich unauffällig? GW-Inserate mit hohen Laufleistungen sind ja eher selten anzutreffen, so dass man da keinen Indikator für Langläufer-Qualitäten findet.

    Ist ein 2.0 bei doch auch häufigerer Kurzstrecke empfehlenswerter oder nimmt sich das nichts?

    Handschalter statt PDK ist vermutlich eine (wenn auch nicht gravierende) potentielle Fehlerquelle weniger?

    Grüße

    J.V.

    könnte aber für 50k netto einen neuen Basis-718 mit Garantie kaufen, den ich aber für das Gezuckel in der City und ab und an mal Landstraße nicht brauche

    Ist klar was Du meinst, aber auch nur mal so: ein neuer Basis-718 mit Vierzylinder-Turbo eignet sich – am besten mit PDK – für das Gezuckel in der City und ab und an mal Landstraße deutlich besser als ein alter Sechszylinder-Sauger mit ohne Tiptronic...


    8:-)

    Ist klar, was Du meinst... ;)

    Aber bevor ich 50k netto (als Firmenwagen) in einen Basis-718 investiere, komme ich ins Grübeln, ob ich für das Geld nicht mit einem https://www.autoscout24.ch/de/…tailansicht&vehid=9301778 glücklicher werden würde.

    Oder günstiger https://www.autoscout24.ch/de/…tailansicht&vehid=9403068

    Wenn der was am Motor hätte, würde sich eine Revision auch eher lohnen als bei so einem 987-Basis Boxster.

    Aber mit beiden 911 wäre der angestrebte Einsatzzweck - offen ins Büro zu fahren - eher „übererfüllt"

    Danke Jungs! Wagen ist jetzt anderweitig verkauft. Wäre mit 16k günstig gewesen, aber wenn man die Folgekosten einer Revision zumindest nicht komplett aus den Augen verliert, macht ein Auto mit weniger KM schon mehr Sinn. Bin da eigentlich immer Optimist beim Autokauf, aber hätte gerade noch weniger als sonst Bock, ins Klo zu greifen. Den Worst-Case angenommen, liege ich bei einem Motorschaden bei 30k, könnte aber für 50k netto einen neuen Basis-718 mit Garantie kaufen, den ich aber für das Gezuckel in der City und ab und an mal Landstraße nicht brauche. Aber nur mal, um die im Verhältnis m.E. gerade recht hohen GW-Preise einzuordnen.


    Viele Grüße

    J.V.

    Salve.


    Im Angebot ist ein Boxster 2.7 aus 2005 mit 200TKM. Immer im Service, unfallfrei, nie was am Motor gemacht worden. Geplant wären jährlich etwa 5.000 KM u.v.a. Kurzstrecke und ein-, zweimal p.a. eine längere Tour. Wäre ein Drittwagen.


    Liege ich mit den Thesen aus meinem Halbwissen-Fundus richtig:


    1. Wenn bei dem KM-Stand der Motor nichts hat, scheint er nicht an den üblichen Sollbruchstellen zu kranken.

    2. Der 2.7 ist im Vergleich der vFL-Motoren eher noch einer der robusteren.

    3. Ein (für den Typ üblicher) Motorschaden schlägt immer mit mind. 10-15k zu Buche (oder was zahlt man bei wem, damit der danach bulletproof ist?)


    Wie günstig muss der Boxster heute sein, damit man ihn sich schönreden kann („Als echtem Glücksritter passiert mir da sicher bis 350 TKM nichts!"), aber trotzdem nicht im Worst Case jammert: „Hätte ich mir gleich mal was anständiges gekauft!"?


    Welches sind außer dem Motor die Dinge, die bei dem Modell die Freude trüben könnten (außer dem üblichen Verschleiß)?


    Reicht der 2.7 um einigermaßen mitzuschwimmen oder fühlt man sich in dem wie ein Schaf im Wolfspelz? Wie ist der Drehomentverlauf; muss man ihn hoch drehen, um vom Fleck zu kommen?


    Dank & Gruß

    J.V.

    Das mit dem Fahrtenbuch beim Spaßfahrzeug - wie geht das?


    Das FA nimmt, in meinem Falle zumindest, keine Fahrzeuge zu 100% ins Betriebsvermögen (mit Fahrtenbuch) wenn es nicht zum Betrieb "passt". Oder hinterfragt das auf jeden Fall genau so wie beim Oldtimer mit 1% Regelung.


    1-2 tsd KM/ Jahr lassen sich es sich ja noch irgendwie der Firma zuordnen, das ginge.

    Wie bereits erklärt, geht es ja nicht darum, dass jemand privat sein "Spaßfahrzeug" über ein gefaktes Fahrtenbuch zum Firmenwagen deklariert. Damit dürften die Finanzämter Probleme haben; also mit dem GT2 RS die Track Days genießen, aber offiziell das Auto für die mobile Krankenpflege einsetzen.


    Aber da der GF noch über ein Privatfahrzeug verfügt (das Anlageobjekt somit sogar am Firmenstandort verbleiben kann, so dass nicht mal Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte anfallen) und entsprechend wertstabilisierend nur wenige und natürlich sauber dokumentierte Firmenfahrten (bspw. zu "autoaffinen" Kunden) mit dem Fahrzeug gemacht werden, fällt mir schwer, wie ein Finanzamt argumentieren soll (zumal in der beschriebenen Preisklasse bis 50T€), warum das Auto kein Betriebsvermögen darstellt und ein Fahrtenbuch nicht akzeptiert würde.


    Dafür, dass ein Finanzbeamter sagt "so einen schnittigen Alfa in rot akzeptiere ich nicht, weil ich nur einen taxifarbenen Opel Corsa Stufenheck erlaube" fehlt nach meinem Verständnis die Grundlage.

    Jungs, Jungs, Jungs... Ihr seid doch sonst nicht so Hans guck in die Luft-Typen ;)


    Einigen wir uns auf eine Gewinnbesteuerung bei einer GmbH der Einfachheit halber auf knapp 50%; egal ob ausschüttend oder thesaurierend https://www.haufe.de/finance/h…sk_PI20354_HI2704938.html


    Nehmen wir unabhängig von dem absoluten Gewinn an, dass der GF im Jahr 2010 (als Beispiel) vor der Frage stand, 25.000 in einen guten 964 zu investieren und über zwei Jahre auf 1,- abzuschreiben oder 12.500 Steuern zu zahlen (auf die zwei Jahre gerechnet). Heute ist der betreffende 964 mind. 50.000,- wert; dem gegenüber stehen die 12.500,- entgangene Gewinnausschüttung.


    • Die Einlassungen zu den 1% Lohnversteuerung auf den BLP habe ich ja im Eingangsposting über den Hinweis "Fahrtenbuch" schon relativiert. Generell hat der fiktive GF ja noch einen Privatwagen, denn der Firmenwagen soll ja dafür gerade kein Ersatz sein (und entsprechend genutzt werden), sondern dazu dienen, stille Reserven zu bilden. Daraus folgt, dass der Wagen mit Fahrtenbuch nur angenommene 1-5.000 KM p.a. gefahren wird, so dass der Wert nicht leidet und die Wartung nicht übermäßig teuer ist.


    • Das diskutierte Modell hat explizit nicht die Steuervermeidung zum Ziel! Denn wenn die stille Reserve aufgelöst wird, ist der Differenzbetrag zwischen 1,- Buchwert und 50.000,- Verkaufserlös natürlich ordnungsgemäß zu versteuern. Auch ein ursprünglich von einer Privatperson erstandene Wagen muss dann natürlich inkl. MwSt. verkauft werden, was den Nettoerlös natürlich entsprechend schmälert.


    • Die Frage, ob ein Finanzamt alle zwei Jahre den Kauf eines Gebrauchtwagen für 25.000 erlaubt, der innerhalb von 24 Monaten komplett abgeschrieben wird (und danach theoretisch sogar inaktiv in einer Garage abgestellt werden kann und nur noch zu Bewegungsfahrten bewegt wird, um Standschäden möglichst zu vermeiden - kein Finanzamt kann einen schließlich dazu zwingen, Dinge aus dem Betriebsvermögen zu verkaufen) kann man natürlich diskutieren. In Anbetracht der Tatsache, dass wir über Kleinstunternehmen bis 2 Mio. Umsatz reden, halte ich es aber für nicht völlig unwahrscheinlich, dass 12.500,- Abschreibung p.a. kein Problem sein dürften. Entspricht einem Neuwagen für 75.000,-, der auf 6 Jahre abgeschrieben wird - das ist ja nicht komplett aus der Welt.


    Gelingt das Beispiel mit dem 964 innerhalb von 10 Jahren 5x, hätte sich der Unternehmer eine stille Reserve von 250.000 gebildet, aber lediglich 62.500 entgangenen Gewinn dafür aufgewendet.


    Mir ist klar, dass das Beispiel 964 sich nicht beliebig multiplizieren lässt (es ist eins, welches ich aus nächster Nähe mit noch extremeren Gap zwischen EK und Wert 2021 kenne). Aber genau das war ja die Ausgangsfrage: Welche Autos eignen sich genau für dieses Modell? Ich glaube eben bspw., dass der Alfa 4c, den man kürzlich noch mit < 10TKM für unter 50.000,- bekommen hat, in den nächsten Jahren im Wert stark anziehen wird. Ob er den Wert verdoppelt oder nur um 50% steigert, ist natürlich pure Spekulation.


    Nicht kalkulierbare Risiken wie Linke stellen den Bundeskanzler und verbieten sofort alle Autos, ein kompletter Zusammenbruch der Weltwirtschaft oder eine neue Eiszeit gehören natürlich nicht zu meinem Szenario, sondern eher eine weiterhin sehr laxe Geldpolitik und Niedrigzinsen, so dass Sachwerte prinzipiell sinnvoll bleiben.


    Auch launige Gegenbeispiele wie „Hätte dein Unternehmer 2010 die 12.500,- in Bitcoin investiert, hätte er heute 250 Mio. in der Tasche" taugen m.E. nicht, weil Finanzinvestitionen nicht zu den Betriebskosten gehören und der „Fall Bitcoin" sicher noch etwas schwieriger ist als der „Fall 964" was die Nachahmbarkeit betrifft.


    Da nun aber nun unter der geballten Schwarmintelligenz des Forums augenscheinlich kein einziger den Charme an dem Modell erkennen will, möchte ich auch nicht beratungsresistent sein, sondern erkenne an, dass es unter den Augen der strengen Community durchgefallen ist ;)


    Aber danke für die Beiträge!


    J.V.

    Und mal rein sachlich?


    Auf jeden Fall Glückwunsch dazu, 40 Jahre so ein erfolgreicher Unternehmer zu sein. Auch wenn es außerhalb jeglicher Vorstellungskraft liegen mag: Es gibt tatsächlich Kleinunternehmer und Selbstständige, für die 50.000,- so viel ist, dass der Fortbestand ihrer bisherigen beruflichen Existenz davon abhängen kann.


    Im Umfeld musste ein Eventunternehmen im Winter endgültig dichtmachen, weil die Rücklagen aufgebraucht waren und der Inhaber den in Kurzarbeit befindlichen Mitarbeitern nach vielen Monaten mit Aufstockungen ihres Gehalts auf 90% (damit sie bleiben) diese aufgrund fehlender Liquidität nicht mehr zahlen konnte. Er selbst hat als Inhaber ja keinen Anspruch auf Kurzarbeit und die Mitarbeiter, die mit weniger als 70% nicht über die Runden gekommen sind, haben sich neue Jobs gesucht. Gleichzeitig hat der Vermieter seiner Werkhalle die gestundeten Mietzahlungen plötzlich fällig gestellt. Den hätten weniger als 50.000,- gerettet, weil das Geschäft schneller wieder anzuziehen scheint, als man das vor zwei Monaten hätte erwarten können (da einen vor 15 Jahren für 25.000,- gekauften 964 noch in der Garage gehabt zu haben, hätte ihm sicher gut getan).


    Aber klar, für einen Jeff Bezos-Typen sind das natürlich Peanuts... Ich höre schon das arrogante Argument: "Muss man halt Rücklagen bilden!" Bei einer durchschnittlichen Umsatzrendite von 7,5% bei Kleinstunternehmen und einem seit Basel III immer schwierigerem Zugang zu Fremdkapital ist es gerade bei saisonalen Geschäftsbereichen (wie dem besagten Eventunternehmen) allerdings sehr schwierig, ausreichend Liquidität aufzubauen, um durch solche Krisen zu kommen.