Lose Mutter entdeckt

  • Ich habe beim Wechsel der Reifen eine lose Mutter an der Hinterachse entdeckt :huh: Die Funktion der Schraubverbindung ist unklar. Die Sicht auf die Schraubverbindung wird erst nach Abnahme des rechten Hinterreifen freigelegt. Die Schraube kann aktuell mit zwei Fingern leicht gedreht werden.

    1) Fehlt da etwas, was mit der Schraubverbindung befestigt wird?

    2) Welches Drehmoment (Schlüsselweite 15)

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  • Angaben zum Fahrzeug sind natürlich hilfreich:

    996 C2 3,6 L, Cabrio, BJ 2002, US Import, 185.000 km, Handschalter

    Mein Fahrzeug: :drive:

    996 C2 Cabrio FL, MJ 2002, Handschaltung

  • Ich liebe diese Bilderrätsel . Fast noch spannender als Deutschland-Dänemark gestern.

    Viel zu einfach wäre die Lösung, würde man es mit größerem Bildauschnitt so abbilden, daß der Bezug zum Fahrzeug klar und eindeutig wäre.

    Laß mich raten: das dreckige, ursprünglich schwarz lackierte Ding ist die Diagonalstrebe der Hinterachse. Die trägt zwei Gummilager. Und auf dem sitzt die Mutter M10. , Zu erneuern nach Lösen.

    Wenn das so ist:

    Noch fehlt da nichts, kann aber passieren, wenn Du noch eine Weile herumfährst. Dann löst sich vielleicht noch mehr. Könnte Übel werden.

    Geh ins PZ, kaufe neue Mutter, Gewinde sauber machen, Anzug mit 65 Nm. Und prüfe, ob die anderen Schraube der Diagonalstrebe fest sitzt.

    Wer hat diese Mutter gelöst ?

    Der, der Motor/Getriebe ausgebaut hat und dafür die Diagonalstrebe links und rechts ausbauen mußte .

    Warum ist sie nicht fest ? Schlamperei !

  • Danke für die Rückmeldung.

    Das Auto war vor 3 Jahren in der Werkstatt. Dort wurde der Motor ausgebaut (KWS und Kupplung). Offensichtlich fahre ich schon so lange mit dieser losen Schraube.

    Ja, es handelt sich um die Diagonalstrebe vor der Hinterachse. Auf dem Detailbild kann man erkennen, dass die Mutter auf das obere Gewinde eines Zylinders sitzt. Dieser Zylinder scheint fest mit der Diagonalstrebe verbunden (Teil der Diagonalstrebe) zu sein. So macht die Mutter aber keinen Sinn, da sie ausschließlich (auch bei fest) nur eine Verbindung zu dem Zylinder herstellt. Die Mutter hängt quasi "in der Luft". Deswegen meine Vermutung, dass hier etwas fehlt.

    Ich muss mir mal die linke Seite anschauen, um zu vergleichen wie es dort aussieht.

    Mein Fahrzeug: :drive:

    996 C2 Cabrio FL, MJ 2002, Handschaltung

  • Hallo Klaus.

    10 ist die Strebe, 11 die Gummilager (die Du, falls ich dich richtig interpretiere, Zylinder nennst) und 7 die lockere Mutter mit fester Scheibe.

    Schaue vielleicht, ob das Gummilager durch die drei Jahre lang lockere Mutter beschädigt ist.

    Ich habe das Bild aus dem im www vorhandenen 996-Katalog (D für Deutschland) abphotographiert

    Gruß Rudi

  • Sieh Dir die Diagonalstrebe genauer an. Sie trägt 2 Gummilager, aber nur das äußere ist mit dem Seitenteil Pos.1 im ET- Katalog über die Mutter M10 verschraubt. Das innere Gummilager hat keine Gegenmutter, falls es im Bild das innere der beiden Lager pro Strebe sein sollte, wäre die lose Mutter überflüssig. Die Mutter (7) im Katalog gibt es 2 mal, eine links, eine rechts.

    Vergleiche am Fahrzeug linke und rechte Seite.

  • Das wird die äußere sein, denn nur da befindet sich ein Gewinde. Auf dem Foto sieht man außerdem, dass das Gewinde durch den rechten "Träger Seitenteil Hinterachse" gesteckt ist.

    Kann man da jede selbstsichernde Mutter nehmen oder muss das was spezielles sein?

  • Vielen, vielen Dank für die tollen Rückmeldungen. :thumbsup:

    Das Detailfoto zeigt das äußere Gummilager. Wo findet man die Information, dass das Anzugsdrehmoment 65 Nm ist? Die linke Seite werde ich vorsichtshalber auch kontrollieren.

    In Tabellen findet man für M10/8.8 49 Nm.

    Soll das Gummilager, durch das Anziehen der Mutter gequetscht werden?

    Ich mache mal Fotos von der linken Seite, wenn ich wieder Zeit habe.

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    996 C2 Cabrio FL, MJ 2002, Handschaltung

    Einmal editiert, zuletzt von claus_ (30. Juni 2024 um 23:30)

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    Vielen, vielen Dank für die tollen Rückmeldungen. :thumbsup:

    Das Detailfoto zeigt das äußere Gummilager. Wo findet man die Information, dass das Anzugsdrehmoment 65 Nm ist? Die linke Seite werde ich vorsichtshalber auch kontrollieren.

    In Tabellen findet man für M10/8.8 49 Nm.

    Soll das Gummilager, durch das Anziehen der Mutter gequetscht werden?

    Ich mache mal Fotos von der linken Seite, wenn ich wieder Zeit habe.

    Korrektur, nochmals im Original-Handbuch Technik 996 nachgesehen. 996 ist für mich schon fast 20 jahre her.

    Anziehdrehmomente:

    Diagonalstrebe an Karosserie M 10 x 1,5 : 65 Nm

    Diagonalstrebe an Hinterachs-Querträger M12 x 1,5 : 100 Nm

    Diagonalstrebe an Hinterachs-Seitentei: (Bundmutter M 10 x1,5) : 23 Nm.

    Die 23 Nm passen auch eher zum Gummilager. Die 65 Nm passen bei Schraube M 10 zu Güteklasse 10.9.

    Die Diagonalstrebe bildet mittels der Verschraubung (Gummilager/Bundmutter ) in der Horizontalebene ein Dreieck mit Seiten- und Querträger der Hinterachse.

    Außen ist sie fest mit der Karosserie verschraubt, innen am Querträger. Die Teile des Hinterachsträgers sind in Gummilagern mit der Karosserie befestigt. Die hier diskutierte Befestigung der Diagonalstrebe am Seitenteil mittels Gummilager und Bundmutter soll den Hinterachsträger aussteifen, dennoch eine gewisse Elastizität vertikal gegen über der Karosserie ermöglichen, während das vordere/äußere Ende der Strebe fest an der Karosserie verschraubt und durch die elastische Lagerung des Hinterachsträgers auf Biegung beansprucht wird.

    Langer Rede kurzer Sinn: die Bundmutter muß fest sein, sonst hat die Hinterachse ein verstärktes Eigenleben und die (flache) Strebe wird vertikal auf Biegung bzw. Ausknicken beansprucht.

    Gummilager haben immer einen "Anschlag" der Verschraubung (z. B. Buchse aus Metall ). Wenn die Bundmutter angezogen wird, wird das Drehmoment nicht durch die elastische Deformation des "Gummis" aufgebracht (die Mutter würde sich im Betrieb unweigerlich selbst lösen), sondern an der bewußten Metalleinlage.