Exorbitanter Preis für Felgentausch

  • Da wird schon ziemlich abkassiert. Selbst mit einer Hunter, die sich amortisieren muß, kostet eine Achsvermessung max. 150 Euro. Rad abmontieren und wieder draufsetzen - 3 Min Arbeit für 90 Euro. Es muß sich keiner wundern, wenn sich Leute in diesem Land abgehängt fühlen, auch wenn die nicht in einem PZ aufschlagen.

    Eine neue Felge hättest Du bei guten Porsche-Felgenhändlern für 1100-1200 bekommen. Der Rest ist Bereicherung.

  • Ja, das kann ich alles von der Rechnung ablesen. Danke. 😊

    Ich hinterfrage das Procedere inkl. der Preisgestaltung. Denn auch wenn das in diesem Fall die gegnerische Versicherung bezahlt, werden derartige Abrechnungen die Prämien von uns Allen weiter steigen lassen.

    Wir sprechen hier von einem Schaden, der bei nem Felgendoc 200€ gekostet hätte. Wie gesagt: der Impact war vielleicht sogar schwächer als bei einem ordentlichen Bordsteinkuss.

    LG

    Didi

    Hallo Didi,

    die Beschädigung an der Felge befindet sich in einem Bereich in dem die Felge NICHT repariert werden darf, weil der Schaden mehr als 1mm tiefe beträgt. Neue Felge ist deshalb gerechtfertigt.

    Ich verlinke dazu gerne die Rechtsquelle.

    Was aber die Rechnungsgestaltung insgesamt angeht - das ist schon Frech!

    Gruß Stefan

    alte Porsches:
    911S Ex US '76 mit Umbau auf 3,2l 207PS (Motor 930/21 mit Getriebe 915/68) - Silbermetallic, Schiebedach

    911SC Targa Ex US '81 3,0l 179PS (Motor 930/16 mit Getriebe 915/63) - Weinrotmetallic

    944/1 Targa '84 2,5l 163PS - Platinmetallic (bis 03/2017)

  • Ich sag´s mal so: wenn die gegnerische Versicherung bezahlt, werden alle Reparaturoptionen aktiviert, um Deckungsbeitrag zu generieren.

    Ich kenne das von einem kleinen Heckrempler her, wo zB. das Hitzeschutzblech eine kaum erkennbare Delle hatte, aber teuer mitgetauscht wurde.

    Sollte nicht sein, finde ich, zumal bei dieser Art kreativer Rechnungsoptimierung die Kosten der Versicherer auf die Typklassen umgelegt werden.

  • Spur hinten lässt sich beim Taycan einstellen. Ich gehe davon aus, dass die Felge getauscht und nachher eine Spurvermessung gemacht wurde, bei der korrigiert werden musste, so dass anschließend die Asssistenzsensorik kalibriert werden musste. Das halte ich bei einem schweren GT-Fahrzeug mit reichlich Leistung für das korrekte Vorgehen, um den Geschädigten von jedem Risiko zu befreien. Haken dran!

    Was man nicht weiß, ist, ob die Spur wirklich verstellt war. Da muss man der Werkstatt glauben. Die Beweislage ist schwierig, denn selbst wenn der Unfall dafür nicht ursächlich war, hätte die Spur ab Werk oder durch Fahrmanöver verstellt sein können. Wäre einem das Malheur verschuldet passiert, hätte man vermutlich die Felge lackieren lassen und wäre erst einmal weitergefahren und hätte die Reifenabnutzung und das Fahrverhalten im Blick behalten.

  • die Beschädigung an der Felge befindet sich in einem Bereich in dem die Felge NICHT repariert werden darf, weil der Schaden mehr als 1mm tiefe beträgt. Neue Felge ist deshalb gerechtfertigt.

    Ich verlinke dazu gerne die Rechtsquelle.

    Das ist keine Rechtsquelle, sondern eine Meinungsäußerung.

    MUV17 :drive:

    Mitglied des T UV · Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand. Ich benutze es, um von A nach A zu fahren.

  • MUV17

    Ich werde es künftig richtig wiedergeben.

    Du darfst meinen Beitrag auch gerne dahingehend berichtigen/editiern.

    alte Porsches:
    911S Ex US '76 mit Umbau auf 3,2l 207PS (Motor 930/21 mit Getriebe 915/68) - Silbermetallic, Schiebedach

    911SC Targa Ex US '81 3,0l 179PS (Motor 930/16 mit Getriebe 915/63) - Weinrotmetallic

    944/1 Targa '84 2,5l 163PS - Platinmetallic (bis 03/2017)

  • Meiner Erfahrung nach prüft die gegnerische Versicherung (also die bezahlen muss) durchaus die Rechnung je nach Schadenslage und verweigert auch überbordende Rechnungen.

    Ich gebe zu dass ich bei einem selbstverschuldeten Schaden vielleicht auch keinen ganz so großen Aufriss gemacht hätte.

    Aber sehe das ähnlich wie Richie, und ja, bei allem Respekt gegenüber einer sachgerechten Lösung, wenn die Spur verstellt sein könnte will ich das nicht zwei Jahre später nebst einseitig abgefahrenen Reifen selbst bezahlen.

    Zudem halte ich eine verstellte Spur bei einem Sportwagen für sicherheitskritisch.

    Ich hatte das mal bei meinem Spyder (ab Werk…). Ich hatte mich immer gewundert warum der beim Bremsen aus hoher Geschwindigkeit in Autobahnkurven so extrem instabil war. Nach der Fahrwerkseinstellung ( die wohlgemerkt „aggresiver“ war als das Seriensetup) war das Auto wesentlich kontrollierbarer.

  • Fehlen da Positionen, oder wurde der Rechnungsbetrag tatsächlich ausgewürfelt? Ich sehe keine Position für Reifen ab-/aufziehen und wuchten!

    Der Felgentausch ist obligatorisch bei einem solchen Fahrzeug, das geht hier nicht um einen 10 Jahre alten Polo! Keine Werkstatt hätte bei Kenntnis des ursprünglichen Schadens die Verantwortung für eine Überarbeitung der Felge übernommen und das auf einer Rechnung so dokumentiert. Dennoch halte ich die Rechnung mit rund 1k€ überzogen. Felgentausch mit Reifen umziehen sollte einen Posten von 2,5k€ ausmachen, der Rest ist Geldschneiderei.

    Viele Grüße aus dem Nordwesten,
    Torsten
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    “The world is a book, and those who do not travel read only one page”
    (Saint Augustine)

  • Naja muss man sich nicht wundern wenn dann die % steigen bei den Versicherungsprämien.

    Feige hat nen kleinen Katscher, man tauscht die Felge und würfelt dann noch was aus.

    Nachhaltig ist das alles nicht,preislich absurd . Find ich nicht in Ordnung .

    Wie ein Kollege bereits sagte, dann müsste wir nach jeder Bodenwelle, Schlagloch etc. so eine OP durchführen lassen

    Wir reden hier von was alltäglichem , felgendok und gut ist.