Preisgestaltung 996 & 996 4S

  • Nein das glaube ich nicht. Deswegen habe ich gesagt TÜV und Scheckheft/Rechnungen in Kombination.

    Porsche kann ja nachschauen ob die Wartungen gemacht wurden.

  • Es trifft natürlich zu, wenn alle Wartungen/Services im PZ gemacht wurden und die km-Stände einigermaßen plausibel in Bezug auf die TÜV-Berichte zueinander sind, dass dann eine große Sicherheit sein könnte, dass die km stimmen könnten.

    Wenn der km-Dreher aber nicht absolut blöde war, dann dreht er ebenso vor einer PZ-Wartung, wie auch vor einer TÜV-Untersuchung.

    Und damit sind wir wieder am Ausgangspunkt.

    Da schaue ich doch dann lieber in die Steuergeräte und vergleiche die Betriebsstunden. Da wird es für die meisten Tachojodler dann doch etwas schwieriger zu manipulieren.

    Boxster 986...verkauft
    996 Coupe...verkauft
    996 tt cabrio wls...und noch ein paar PS mehr draufgepackt

  • Das stimmt alles, aber Fakt ist nunmal, dass für die meisten Interessenten ein lückenloses Scheckheft (am besten PZ) am wichtigsten ist. Wenn alle zwei Jahre ein Stempel vom PZ drin ist sind 90% glücklich. So unsinnig das auch ist. Obwohl ein Ordner mit Rechnungen eigentlich viel besser ist, wird das von vielen Interessenten gering geschätzt. TÜV-Berichte...kann micht nicht errinnern, dass mich schon mal jemand danach gefragt hat.

    Mir war das beim Kauf auch am Wichtigsten - nicht wegen mir, ich würde auch ein Auto ohne "Scheckheft" kaufen, aber ich hab keine Lust auf das Palaver, wenn ich ihn mal wieder verkaufen will.

  • Das stimmt alles, aber Fakt ist nunmal, dass für die meisten Interessenten ein lückenloses Scheckheft (am besten PZ) am wichtigsten ist

    Dazu kann man sagen : ............ leider ...........................

    Es beweist ja rein gar nichts.

    ich würde auch ein Auto ohne "Scheckheft" kaufen, aber ich hab keine Lust auf das Palaver, wenn ich ihn mal wieder verkaufen will.

    ..... aber ich bezweifle, dass man das Geld jemals wieder rausbekommt, was man in die PZ-Services gesteckt hat. Und das ist schon eine ganze Menge mehr, als z.B. Wartungen in einer auf Porsche spezialisierten Werkstatt. Und wir reden gar nicht davon, wenn man es selbst kann; dann die Quittungen/Belege abheftet uind die Arbeiten ebenso dokumentiert.

    Aber die o.g. Mentalität vieler Interessenten könnte bewirken, dass es einfacher wird, beim Verkauf.

    Degegen stelle ich aber die viel, viel höheren Mehrausgaben - und da überlege ich mir schon, das Palaver mit meinen Argumenten zu wiederlegen.

    Wir reden hier natürlich nicht von dem üblichen Dumm-Geschwätz beim Verkauf. Da würde ich sowieso sofort abbrechen, wenn ich das nicht schon am Telefonat erahnt hätte.

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  • Das mag ja sein, dass der PZ-Stempel für die absoluten Porsche-Cracks keine Rolle spielt. Für einen Neueinsteiger, der einen gebrauchten Porsche zum Fahren kauft und nicht zum Selberschrauben, ist ein PZ-Stempel eher ein Vertrauensbeweis als eine Rechnung von einer „auf Porsche spezialisierten freien Werkstatt“.

    Für den Neueinsteiger oder den nicht in die Geheimnisse freier Porsche-Werkstätten Eingeweihten sieht es halt eher so aus, als sei der letzte Besitzer schlicht zu geizig gewesen, das Fahrzeug in einem Porsche-Zentrum warten zu lassen.

    Da kann der „Freie“ noch so spezialisiert und der Werkstattleiter im Entwicklungsteam in Weissach gewesen sein - sieht trotz aller vorhandenen Kompetenz für einen Porsche-Normalo erst einmal ein wenig nach „Hinterhofwerkstatt“ aus.

    Keep on running!

    Dirk

    Porsche 996 C2 6-Gang, lapisblaumetallic, Mj. 2004
    Porsche 928 S4, polarsilber, Mj.1991 - verkauft
    MG B, grün, Bj. 1976

    "Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten ist eine Konstante - doch die Bevölkerung wächst."
    (Jean-Luc Picard)

  • Das kann ja sein, dass das für den Porsche Neueinsteiger beim "Gebraucht-Porsche-Kaufen-fürs-Fahren" zutrifft. Der hat aber auch dann keine Ahnung, was ein Überdreher ist oder was gedrehte km-Stände sind.

    Ich habe ja auch geschrieben, dass durch diese Mentalität des Interessenten ein Verkauf mit PZ-Stempelchen wahrscheinlich einfacher sein wird.

    Wir sind aber hier im PFF-Forum und da schließe ich eben mal den von Dir genanhten Porsche-Neueinsteiger aus, wenn das Forums-Mitglied sich ein bisschen schlau gemacht hat hier durch Lesen.

    Un es ging doch um die Verifizierung von km-Stände anhand dieser PZ-Stempelchen in Verbindung mit TÜV-Vorfahrten - oder ? Und da beweisen diese Stempelchen eben mal rein gar nichts.

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  • Da gebe ich Dir absolut Recht, das bekommt man wahrscheinlich nie wieder raus und deshalb muss man sich davon frei machen.

    Man denkt halt am Anfang, dass ein 11er so ein kompliziertes Gerät ist, dass nur Profis daran schrauben können, die sich mindestens mit Porsche auskennen oder am besten P selbst. Mittlerweile weiß ichs auch besser. ich würde sogar sagen, dass der 11er bisher das schrauberfreundlichste Auto ist, das ich hatte.

    Insgesamt gesehen ist das ganze Werkstatt und Schrauberbusiness ohnehin kurios: Ich hatte meinen zum Austausch des Ölabscheiders in der Werkstatt (kein PZ). Ich habe sie gebeten, nach der Spurstange und dem rechten Stabi zu schauen - beim Wertgutachten hatte mich der Prüfer darauf hingewiesen, dass diese verschlissen seien. Die Werkstatt sagte: Ne, die sind prima in Ordnung. Aber die hinteren Radlager müssen gewechselt werden. Kostenpunkt: 900€. Da ich (Disclaimer: Laie!) aber davon ausgegangen bin, dass man ein defektes Radlager hört - und wegen der Kosten - hab ich es erstmal gelassen. Als ich dann kürzlich einen Bekannten nach den Radlagern gefragt habe, weil ich auf seiner Bühne mein Gewindefahrwerk eingebaut hab, meinte er "Die sind noch prima in Ordnung."

    Ich habe leider schon häufiger solche Erfahrungen gemacht: im Audi hinten nach Federbruch falsche Federn eingebaut (von der Limo - Ergebnis: Hängearsch), alle Querlenker als defekt deklariert und austauschen wollen (1200€ nur Materialkosten - habe 50.000km später immer noch keinen ausgetauscht), einen Reifen falschherum auf die Felge montiert (Ergebnis: hatte drei linke und einen rechten), Felgendeckel mit Schraubenzieher statt Bordwerkzeug entfernt, defektes Zündanlassrelais in drei Werkstätten nicht gefunden, stattdessen die Gasanlage verdächtigt (eh immer schuld), falsche Injektoren verbaut (der Motor hat doch vorher schon geruckelt - ja deswegen bringe ich ihn ja in die Werkstatt, er soll hinterher nicht *mehr* ruckeln!!). ich sag Euch, ich könnte bald ein Buch schreiben. Als Kunde bist du den Werkstätten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

    tl;dr: habe das Gefühl, es wird immer schwieriger, zuverlässige und vertrauenswürdige Werkstätten zu finden, habt ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht?