718 Spyder RS Besitzer/Bestellerthread

  • bronsen
    11. Juni 2024 um 22:32

    Warum soll der SRS nicht als Firmenwagen laufen können?
    Mein GT3 ist auch ein Firmenfahrzeug, war auch bei bisherigen BPs kein Problem solange die 1% -Versteuerung erfolgt.

    Kommt natürlich auf den Einsatzweck des Unternehmens an, als Lieferfahrzeug dürfte es vermutlich schon Akzeptanz-Probleme beim Finanzamt geben.

    Es geht nicht um die 1 % Regelung, da könnte man ja auch Fahrtenbuch führen. Das ist egal.
    Es geht dabei um den Vorsteuerabzug und um die Absetzung als Betriebsausgabe. Du wirst keine Betriebsprüfer erklären können, dass du einen GT drei benötigst, um bessere Geschäfte bei einem Kunden abschließen zu können, es sei denn, du hast ein Rennstreckenbetrieb. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das jemals bei einer Betriebsprüfung bei dir durchgegangen ist. Hier muss man auch noch unterscheiden, ob es Lohnsteueraußenprüfung sind oder tatsächliche Betriebsprüfung, die eigentlich relativ selten vorkommen, aber dann meistens richtig krachen. Ich will aber auch nicht unterstellen, dass es nicht im Einzelfall mal funktioniert hat. Da gibt es ein Urteil von einem Zahnarzt, der ein Ferrari als Betriebsausgabe absetzen wollte. Das nehmen die Finanzämter gern an und dann war’s das mit absetzen.


    https://www.arzt-wirtschaft.de…rsteuerabzug-fuer-ferrari

  • bronsen
    11. Juni 2024 um 22:32

    Warum soll der SRS nicht als Firmenwagen laufen können?
    Mein GT3 ist auch ein Firmenfahrzeug, war auch bei bisherigen BPs kein Problem solange die 1% -Versteuerung erfolgt.

    Kommt natürlich auf den Einsatzweck des Unternehmens an, als Lieferfahrzeug dürfte es vermutlich schon Akzeptanz-Probleme beim Finanzamt geben.

    Es geht nicht um die 1 % Regelung, da könnte man ja auch Fahrtenbuch führen. Das ist egal.
    Es geht dabei um den Vorsteuerabzug und um die Absetzung als Betriebsausgabe. Du wirst keine Betriebsprüfer erklären können, dass du einen GT drei benötigst, um bessere Geschäfte bei einem Kunden abschließen zu können, es sei denn, du hast ein Rennstreckenbetrieb. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das jemals bei einer Betriebsprüfung bei dir durchgegangen ist. Hier muss man auch noch unterscheiden, ob es Lohnsteueraußenprüfung sind oder tatsächliche Betriebsprüfung, die eigentlich relativ selten vorkommen, aber dann meistens richtig krachen. Ich will aber auch nicht unterstellen, dass es nicht im Einzelfall mal funktioniert hat. Da gibt es ein Urteil von einem Zahnarzt, der ein Ferrari als Betriebsausgabe absetzen wollte. Das nehmen die Finanzämter gern an und dann war’s das mit absetzen.


    https://www.arzt-wirtschaft.de…rsteuerabzug-fuer-ferrari

    Bei dem Urteil (und weiteren Urteilen) ging es um die Angemessenheit, d.h. vor allem um die Relation von Umsatz und Gewinn des Unternehmens / Freiberuflers im Verhältnis zu den Kosten für das Auto. Wenn die Bude TEUR 200 Umsatz und TEUR 50 Gewinn macht und der Ferrari produziert Leasingaufwand und laufende Kosten, die den Großteil des Gewinns aufzehren, gilt das als unangemessen.

    Bei TEUR 500 Gewinn wird das Finanzamt nichts gegen einen vom GF/Inhaber genutzten GT3 im Betriebsvermögen sagen können, der TEUR 50 im Jahr kostet.

  • bronsen
    11. Juni 2024 um 22:32

    Warum soll der SRS nicht als Firmenwagen laufen können?
    Mein GT3 ist auch ein Firmenfahrzeug, war auch bei bisherigen BPs kein Problem solange die 1% -Versteuerung erfolgt.

    Kommt natürlich auf den Einsatzweck des Unternehmens an, als Lieferfahrzeug dürfte es vermutlich schon Akzeptanz-Probleme beim Finanzamt geben.

    Es geht nicht um die 1 % Regelung, da könnte man ja auch Fahrtenbuch führen. Das ist egal.
    Es geht dabei um den Vorsteuerabzug und um die Absetzung als Betriebsausgabe. Du wirst keine Betriebsprüfer erklären können, dass du einen GT drei benötigst, um bessere Geschäfte bei einem Kunden abschließen zu können, es sei denn, du hast ein Rennstreckenbetrieb. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das jemals bei einer Betriebsprüfung bei dir durchgegangen ist. Hier muss man auch noch unterscheiden, ob es Lohnsteueraußenprüfung sind oder tatsächliche Betriebsprüfung, die eigentlich relativ selten vorkommen, aber dann meistens richtig krachen. Ich will aber auch nicht unterstellen, dass es nicht im Einzelfall mal funktioniert hat. Da gibt es ein Urteil von einem Zahnarzt, der ein Ferrari als Betriebsausgabe absetzen wollte. Das nehmen die Finanzämter gern an und dann war’s das mit absetzen.


    https://www.arzt-wirtschaft.de…rsteuerabzug-fuer-ferrari

    Bei „ Influencern“ sollte das mit dem Betriebsvermögen funktionieren…

  • Es geht nicht um die 1 % Regelung, da könnte man ja auch Fahrtenbuch führen. Das ist egal.
    Es geht dabei um den Vorsteuerabzug und um die Absetzung als Betriebsausgabe. Du wirst keine Betriebsprüfer erklären können, dass du einen GT drei benötigst, um bessere Geschäfte bei einem Kunden abschließen zu können, es sei denn, du hast ein Rennstreckenbetrieb. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das jemals bei einer Betriebsprüfung bei dir durchgegangen ist. Hier muss man auch noch unterscheiden, ob es Lohnsteueraußenprüfung sind oder tatsächliche Betriebsprüfung, die eigentlich relativ selten vorkommen, aber dann meistens richtig krachen. Ich will aber auch nicht unterstellen, dass es nicht im Einzelfall mal funktioniert hat. Da gibt es ein Urteil von einem Zahnarzt, der ein Ferrari als Betriebsausgabe absetzen wollte. Das nehmen die Finanzämter gern an und dann war’s das mit absetzen.


    https://www.arzt-wirtschaft.de…rsteuerabzug-fuer-ferrari

    Bei „ Influencern“ sollte das mit dem Betriebsvermögen funktionieren…

    Hat mit dem Beruf nichts zu tun; es geht um die Relation von Umsatz/Gewinn des Betriebs und den Kosten für das Auto. Bei Nutzung von mindestens 10% für betriebliche Zwecke, kann das Auto im Betrieb geführt werden, wenn die vorgenannten Relationen passen. Ob der erfolgreiche Radiologe, Anwalt, Handwerksmeister, Influencer oder was auch immer jetzt einen 992 GTS, GT3 oder SRS fährt, ist völlig wurscht, so lange die 10%-Grenze erreicht wird und die Angemessenheit gegeben ist.

  • Wer meint, dass all das, was bei seiner letzten BP abgenickt wurde, auch der Rechtslage entspricht, liegt falsch. Aber das Thema PKW und Betriebsausgabe ist ein breites Feld mit vielen Tretmienen, die wir in diesem Thread nicht entschärfen werden.

    Grundüberlegung des BFHs ist jedoch immer das Abwägen zwischen Repräsentationsinteresse und Affektionsinteresse. Letzteres ist beim SRS schon überproportional hoch.

    Weiteres Problem beim SRS werden häufig die niedrigen Laufleistungen p.A. sein. Der BFH hat da schon mal den abziehbaren Aufwand auf 2 €/km gedeckelt.

  • Wer meint, dass all das, was bei seiner letzten BP abgenickt wurde, auch der Rechtslage entspricht, liegt falsch. Aber das Thema PKW und Betriebsausgabe ist ein breites Feld mit vielen Tretmienen, die wir in diesem Thread nicht entschärfen werden.

    Grundüberlegung des BFHs ist jedoch immer das Abwägen zwischen Repräsentationsinteresse und Affektionsinteresse. Letzteres ist beim SRS schon überproportional hoch.

    Weiteres Problem beim SRS werden häufig die niedrigen Laufleistungen p.A. sein. Der BFH hat da schon mal den abziehbaren Aufwand auf 2 €/km gedeckelt.

    So ist es. Das nennt sich Grundsatz der Abschnittsbesteuerung und bedeutet, dass einmal oder auch mehrmals von der Betriebsprüfung abgenickt nicht bedeutet, dass damit ein Präjudiz für die Zukunft geschaffen wurde.

    Wer aber seinen SRS als Daily Driver und Dienstwagen einsetzt und die Relation von Gewinn und Kosten fürs Auto passen, sollte den meiner Meinung nach auch trotz hoher Affektionswirkung des Autos durch die BP bekommen. Die Frage ist, ob man sich diese Diskussionen antun möchte. Mir ist das zu blöd; würde weder 1% versteuern noch für den SRS ein Fahrtenbuch führen wollen. Und im Betriebsvermögen würde ich das Auto auch nicht haben wollen. Nach ein paar Jahren Abschreibung und aller Voraussicht über Buchwert liegendem Verkehrswert kann dann bei Verkauf oder Entnahme ein steuerpflichtiger Gewinn entstehen. Da lasse ich das Auto lieber gleich im PV.

  • Wer meint, dass all das, was bei seiner letzten BP abgenickt wurde, auch der Rechtslage entspricht, liegt falsch. Aber das Thema PKW und Betriebsausgabe ist ein breites Feld mit vielen Tretmienen, die wir in diesem Thread nicht entschärfen werden.

    Grundüberlegung des BFHs ist jedoch immer das Abwägen zwischen Repräsentationsinteresse und Affektionsinteresse. Letzteres ist beim SRS schon überproportional hoch.

    Weiteres Problem beim SRS werden häufig die niedrigen Laufleistungen p.A. sein. Der BFH hat da schon mal den abziehbaren Aufwand auf 2 €/km gedeckelt.

    So ist es. Das nennt sich Grundsatz der Abschnittsbesteuerung und bedeutet, dass einmal oder auch mehrmals von der Betriebsprüfung abgenickt nicht bedeutet, dass damit ein Präjudiz für die Zukunft geschaffen wurde.

    Wer aber seinen SRS als Daily Driver und Dienstwagen einsetzt und die Relation von Gewinn und Kosten fürs Auto passen, sollte den meiner Meinung nach auch trotz hoher Affektionswirkung des Autos durch die BP bekommen. Die Frage ist, ob man sich diese Diskussionen antun möchte. Mir ist das zu blöd; würde weder 1% versteuern noch für den SRS ein Fahrtenbuch führen wollen. Und im Betriebsvermögen würde ich das Auto auch nicht haben wollen. Nach ein paar Jahren Abschreibung und aller Voraussicht über Buchwert liegendem Verkehrswert kann dann bei Verkauf oder Entnahme ein steuerpflichtiger Gewinn entstehen. Da lasse ich das Auto lieber gleich im PV.

    Sag ich doch....aber das will eben keiner hören, der das Teil in die Firma einbucht. Mein steurlicher Betrater (selber mal beim FA gearbeitet) hat mir davor immer dringlich abgeraten. Der wird wissen warum.