Ist es sehr ungewöhnlich, einer Werkstatt ein "Limit" zu setzen ?

  • Das hat nichts mit Professionalität zu tun, viel mehr mit Erfahrungswerten. Da reicht ein solcher Auftrag zur Suche eines Fehlers und ein entsprechender Kunde, der die Arbeit dahinter nicht sieht oder sehen will.

    Der dann resultierende Ärger ist es leider dann nicht wert.

    Was lernt man draus, man lehnt solche Fehlersuchen einfach ab.

    Wenn man einen Fehler suchen muss, geht man strukturiert vor und muss den ganzen Kabelbaum durchgehen und verstanden haben. Das braucht Zeit. Findet man dann nach ein paar Stunden eine defekte Isolation, die man mit ein bisschen Isolierband oder Schrumpfschlauch reparieren kann, muss der Kunde dann schon verstehen, dass man die Suchzeit auch verrechnen muss … was aber nicht immer der Fall ist.

    Greetz

    Nach 320'000 Spiegeleiern kann die Kantine nicht so schlecht gewesen sein!
    Harm Lagaay

    PS: Ich heisse nicht Greetz k:thinking:

  • Das hat nichts mit Professionalität zu tun, viel mehr mit Erfahrungswerten. Da reicht ein solcher Auftrag zur Suche eines Fehlers und ein entsprechender Kunde, der die Arbeit dahinter nicht sieht oder sehen will.

    Der dann resultierende Ärger ist es leider dann nicht wert.

    Was lernt man draus, man lehnt solche Fehlersuchen einfach ab.

    Wenn man einen Fehler suchen muss, geht man strukturiert vor und muss den ganzen Kabelbaum durchgehen und verstanden haben. Das braucht Zeit. Findet man dann nach ein paar Stunden eine defekte Isolation, die man mit ein bisschen Isolierband oder Schrumpfschlauch reparieren kann, muss der Kunde dann schon verstehen, dass man die Suchzeit auch verrechnen muss … was aber nicht immer der Fall ist.

    Greetz

    Doch, das hat durchaus was mit "mangelnder" Professionalität zu tun, wenn man als "Fachbetrieb" Aufträge ablehnt, die zum Aufgabenbereich gehören. - Man kann mit dem Kunden reden. "Ich muß Ihnen leider vorab sagen, dass der Aufttag auch vierstellig werden kann. Wir können aber zunächst ein Limit vereinbaren. Wenn das Problem aber bis zum erreichen der Summe x noch nicht gelöst ist, bzw. es sehr teuer wird, allein aufgrund des Arbeitsaufwands, selbst wenn der Materialeinsatz sehr gering ist, müßten Sie das dann auch verstehen. Aber es ist Ihre Entscheidung. Überlegen Sie ruhig in Ruhe und melden Sie sich dann gegebenenfalls".

    So macht man sowas, jedenfalls als ernstzunehmender Gewerbetrieb.

    Aber wenn man sich als "Meisterwerkstatt" ausgiebt und dann bei sowas sagt "Das ist mir zu schwer", dann ist das etwas lächerlich. - Ich verstehe auch nicht, wie man als Kunde solches clownhafte Verhalten akzeptieren kann.

    Bevor du jetzt schreibst "Du hast mich nicht verstanden, die können das schon aber " - siehe oben meine Beschreibung zum Thema "Umgang mit Kunden".

    Meine Familie war jahrzehntelang unternehmerisch tätig. Ich weiß, wie sowas laufen sollte.

    Gruß, Thorsten

    928, Bj Februar`78. , deutsches Modell, Schalter, Tabakmet., Leder, Klima, Tempomat,

    Bumper der US - Ausführung, sonst original

  • Wenn man einen Fehler suchen muss, geht man strukturiert vor und muss den ganzen Kabelbaum durchgehen und verstanden haben. Das braucht Zeit. Findet man dann nach ein paar Stunden eine defekte Isolation, die man mit ein bisschen Isolierband oder Schrumpfschlauch reparieren kann, muss der Kunde dann schon verstehen, dass man die Suchzeit auch verrechnen muss … was aber nicht immer der Fall ist.

    Moin

    Bei mir war es leider genau andersherum. Mein Tempomat sollte in der Werkstatt repariert werden. Aussage der Werkstatt: Kein Problem!

    Mir war klar, dass die eigentliche Reparatur sehr günstig sein wird, sicherlich nur eine Kleinigkeit. Aber auch, dass die Fehlersuche sehr zeitintensiv sein wird = teuer.

    Die Werkstatt hatte sich dann gemeldet: Fehler gefunden, Tempomat funktioniert wieder. Ich habe dann die Rechnung bezahlt und habe nicht wegen der Arbeitszeit diskutiert. Nach wenigen Kilometern fiel mir aber auf, der Tempomat geht immer noch nicht. Also wieder zurück und reklamiert. Die Werkstatt wollte dann nachbessern. Dieses Mal war das Ergebnis, sie konnten keinen Fehler finden, haben mir dann aber wieder eine ordentliche Rechnung geschrieben - denn Fehlersuche kostet Zeit = Geld.

    Das habe ich dann nicht akzeptiert und wir haben uns geeinigt. Ich bekam noch den Tip, einfach einen Tempomat aus dem Zubehör einzubauen. Das würden sie dann gerne für mich machen...

    Es bleibt der Vertrauensverlust. Haben die wirklich bei beiden Reparaturversuchen so viel Zeit investiert?

    Ein Werkstattbesuch hat immer etwas mit Vertrauen zu tun. Als Laie, der ich bin, sonst würde ich es selber reparieren, kann man nur schwer kontrollieren, ob alle Arbeiten auch ausgeführt worden sind.

    Horrido

    Nobse

    928 S4 Schalter, mit GT Nockenwelle (umgearbeitete S4 Nockenwelle), EZ ´87, US-Version

  • Auch moin,

    Ich sag mal so: Eine Kfz- Reparatur Werkstatt muß nicht unbedingt auch Kompetenz in elektrischer Fehlersuche haben. Nicht umsonst ist Kfz Elektriker ein eigener Ausbildungsberuf 😉

    Selbst bei eher übersichtlicher Elektrik wie beim 928 , im Vergleich zu heutigen fahrenden Computern, stößt der normale Kfz Geselle Eckaat ohne Spezialisierung schnell an seine Grenzen.

    VG

    Thommy

    Porsche 928 RS MJ 1981 bugattiblau / 5,2L 360 PS GTS Fahrwerk/Getriebe/Bremsen


    Klimabedienteil instandsetzen lassen und auf warmweiße LED-Beleuchtung in Originaloptik umrüsten? --> Nachricht an mich!


  • Hallo zusammen,

    schon zwei Seiten Abhandlung über dieses eigentlich grundlegende Thema ...

    A Kunde möchte Problem gelöst haben und weiß nicht, was das ihn kosten wird.

    B Werkstatt hat Fähigkeit, Problem zu lösen und weiß auch nicht vorher, welcher Aufwand (Kosten) kommt.

    Kunde möchte Limitierung des Suchaufwands mit dem Risiko, daß bei Erreichung des Limits Problem noch nicht gelöst ist ?

    Möglichkeit 1: Kunde hat kein Vertrauen in Werkstatt und vergibt dieser keinen Auftrag ... Problem bleibt ... was dann ?

    Möglichkeit 2: Kunde hat (limitiertes) Vertrauen in Werkstatt, akzeptiert das Risiko des limitierten Einsatzes ... und zahlt (?) den Aufwand bis dahin ... um dann neu zu entscheiden wie es weiter geht ... Problem bleibt ... jetzt das Pferd (die Werkstatt) zu wechseln führt möglicherweise zum Verlust der gezahlten (?) Erkenntnisse ... somit weiteres Verhandeln ... darauf haben auch Werkstätten nicht unbedingt Lust, da sie möglicherweise der Zahlungsmoral des Kunden nicht vertrauen ... menschliche Zwickmühle ...

    Möglichkeit 3: Kunde hat volles Vertrauen in Werkstatt und vergibt den Auftrag ... bis zur Lösung ...

    das kann man jetzt noch beliebig in allen Nuancen diskutieren ... der menschliche Faktor bleibt ...

    Gruß

    Richard

    1995 ... letzte Stufe der Evolution ... zeitloses Design in Perfektion ... handgeschaltet