Neuer Meilenstein beim kleinen K26/6-Turbo vom 951

  • Es gibt wieder Neues an der Turbofront.


    Stillstand bedeutet Rückschritt. Deshalb wird laufend weiter an Verbesserungen gearbeitet.

    Im Vergleich zu aktuellen Turbos hat der 951 bekanntermaßen ein merkliches Turboloch.

    Besonders spürbar ist dieses beim Herausbeschleunigen aus Spitzkehren in den Alpen.

    Das ist auch der Grund, warum der „kleine“ K26/6 trotz begrenzter Endleistung durchaus seine Fangemeinde hat. Messtechnisch kommt er nur etwa 100 U/min früher zu Kräften als der „große“ K26/8, gefühlt ist der Unterschied auf jeden Fall größer.


    Wir haben beim Thema Ansprechen und Endleistung einen weiteren Schritt geschafft.

    Mit neuer Turbine und Verdichter sind jetzt beide Ziele im Leistungsspektrum verbessert.

    Wie bei ETG gewohnt bleibt alles plug-and-play mit serienmässiger Optik.


    Damit das Turboloch kleiner wird, haben wir eine neue Konzeption des K26/6 entwickelt.

    Für ein agileres Hochdrehen sorgt jetzt ein Turbinenläufer mit reduzierter Massenträgheit.

    Gleichzeitig hat er mehr Top-End-Durchsatz und reduzierten Abgasdruck für höhere Endleistung.


    Mit unserer eigenen thermodynamischen ETG-Simulationssoftware wurde nach einem Verdichter gesucht, dessen Geometrie möglichst optimal zur Turbine passt. Die theoretische Vorarbeit wurde in der Praxis bestätigt. Der Quick-Spool-Lader musste per Software sogar etwas eingebremst werden, um den Überschwinger beim Druckaufbau zu begrenzen.


    Im allen Gängen baut der neue Lader das Drehmoment früher auf als der Serienlader mit kleiner Turbine und kleinem Verdichter. Die höhere Spontanität bzw. das schnellere Hochlaufen ist vor allem in den unteren Gängen spürbar.


    Bei Beschleunigung im 3. Gang aus niedrigen Drehzahlen hat der Motor bei 3.000 U/min bereits rund 10% mehr Drehmoment als mit dem Serienlader. Die Beschleunigung von 2.500 bis 3.000 verbessert sich damit ebenso um 10%.

    (Messwert am selben Auto: 1. getunter Serienlader 1,5 Sek., 2. neuer ETG-Lader 1,3 Sek.). Im 2. Gang ist der Effekt noch größer.

    Auch bei höheren Drehzahlen ist der Druckaufbau schneller. Das Auto fühlt sich dadurch agiler an.


    Bei der Endleistung kommt der kleine Lader mit 6er-Turbine jetzt über die 300 PS-Grenze.


    Hier ist die Gegenüberstellung des K26/6 Serienladers zu dem neuen ETG-K26/6.

    Das besonders interessante Ansprechverhalten wurde auf vergleichbare 20 Grad umgerechnet.

    Schließlich sollen keine Äpfel mit Birnen verglichen werden.


    951-Vergleich-K26_6-OE-zu-ETG.pdf MOD: Bitte Grafik im Text sichtbar machen.


    Die Grafik zeigt den Leistungs- und Drehmomentvergleich im 3. Gang bei 20 Grad.

    Gegenübergestellt sind der Serienlader im Werksstand, ohne und mit Tuning sowie der aktuelle ETG-Lader (mit Tuning bei sonst werksmässigem Umfeld wie LMM, Kat, AGA, etc.).

    Die unterbrochenen Linien zeigen das Drehmoment, die durchgezogenen die Leistung.


    Beide Lader beginnen bei annähernd gleichem Startpunkt unterhalb von 2.000 U/min.

    Mit der Tuning-Stufe 1 ist der Anstieg bereits mit dem Serienlader besser als werksmässig.

    Durch das schnellere Hochdrehen schafft der ETG-Lader einen zunehmenden Vorsprung.


    Bei 3.000 ist das Drehmoment bereits 10% höher als mit dem getunten Serienlader.

    360 Nm erreicht der ETG-Lader über 100 Umdrehungen früher als das Originalteil.

    Der Hochlauf des Laders aus niedrigen Drehzahlen ist vorrangig eine Zeitfrage.

    Damit kann man grob auf die Werte in anderen Gängen hochrechnen.

    Das ergibt im 2. Gang mehr als 200 U/min.


    Die deutlich höhere Endleistung resultiert aus der Kombination von Turbine mit geringerem Abgasdruck und dazu passendem leistungsfähigerem Verdichter.

    Im Ergebnis wird das nutzbare Leistungsband sowohl unten als auch oben erweitert. :thumbsup:

    Ladedruck x Hubraum = Schub!:cool2: Hier lernen Turbos laufen!

  • Auf mehrfachen Wunsch habe ich die Werte des Serien-K26/8 in der Tuning-Version und den ETG-K27-Killer als Stufe 4 in das Diagramm mit eingefügt.


    Die Werte entsprechen realen Messungen im 3.Gang bei 20 Grad mit Korrektur nach EG.

    Damit wird das Verhalten beim Beschleunigen aus niedrigen Drehzahlen sichtbar.

    Die gestrichelten Linien sind das Drehmoment, die durchgezogenen die Leistung.


    951-Lader-Vergleich.pdf MOD: Bitte im Text sichtbar machen


    Die verschiedenen Lader haben im 3. Gang Druckaufbau und Leistung den Vergleich:


    1. Der K26/6 in Serienversion (grüne Linien) hat ein gleichmässiges Ansprechen, das ein frühes Ende mit 330 Nm und 220 PS findet.


    2. Der K26/8 in getunter Stufe 2 Version (schwarze Linien) ist beim Ansprechen ähnlich, steigt dann weiter auf rund 420 Nm und schafft etwa 300 PS.


    3. Der K26/6 in getunter Ausführung (blaue Linien) ist im Ansprechen besser als die Serie, bringt ein Drehmoment von gut 400 Nm und je nach AGA 260-270 PS.


    4. Der K26/8 ETG-K27-Killer (pink Linien) hat in der Tuningstufe 4 ein Ansprechen, das leicht über dem K26/6 liegt und ein Drehmoment von rund 450 Nm. Die Endleistung ist für den Strasseneinsatz auf etwas über 330 PS begrenzt. Im Renntrim liegt diese weit höher.


    5. Der K26/6 ETG-Quick-Spool (rote Linien) hat mit Abstand das beste Ansprechverhalten. Gegenüber dem Serien-K26/6 oder –K26/8 hat er das gleiche Drehmoment bereits über 200 Umdrehungen früher. Bei 3.000 hat er 30-40 Nm mehr als die anderen Lader. Auch der Druckaufbau geht wesentlich spontaner. Mit dem Drehmoment kommt er auf 420 Nm und übertrifft sogar die Endleistung des getunten Serien-K26/8.


    Im 2. Gang macht sich die Kombination der kleinen Turbine mit reduzierter Trägheit von Turbine und Verdichter im neuen Quick-Spool-Lader noch deutlicher bemerkbar.

    Ein Video hierzu mit realer Beschleunigung im 2. Gang ab 2.500 kommt kurzfristig.


    Damit zeigen auch die Messwerte, dass der „kleine“ Lader durch ETG zu Großem fähig ist.

    Ladedruck x Hubraum = Schub!:cool2: Hier lernen Turbos laufen!

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