944/1 Asbestvorkommen

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  • Hallo Forum,


    wisst ihr wo im 944/1 Asbest vorkommt?

    Ich habe vor einigen Tagen die Dichtungsreste vom Einlaufkrümmer abgekratzt, wobei mir weiße Fasern aufgefallen sind. Da ich aufgrund meines Berufes über einige Analysemöglichkeiten verfüge, habe ich die Fasern analysiert. Es handelt sich um Chrysotilasbest.

    Also: Warnung an alle: am besten die Dichtungen beim Entfernen aufweichen etc. oder zumindest anfeuchten.


    Grüße Martalf

  • Warum aufweichen ?:-(


    Dir ist aber schon Klar, das sich Asbestfasern nur in Mikroskopisch winzigen Fasern im Lungengewebe festkrallen. Die Dichtungsreste kannst du im Grunde genommen sogar essen ohne gleich daran zu sterben.


    Hier sieht man mal wieder wie sich die ganze Panikmache der 80er so Auswirkt. :khat:


    Gruß

    Kawa rale

    Was du nicht willst was man dir soll, daß sollst auch keinem anderen wollen.

  • vielleicht weil sich Asbest dadurch bindet

  • Ich denke, die Exposition ist für einen Hobbyschrauber verkraftbar.

  • Das ist schon Klar! Aber wozu sollen sich die Fasern beim z.B Abschaben von Dichtungsresten binden. Diese Fasern wären so grob, das man diese selbst beim Einatmen einfach wie andere Staubpartikel wieder aushusten würde. Solange man nicht Unmegen von Asbestfasern z.B mechanisch abschleift, und diese Feinstpartikel dadurch einatmet, sind Asbestfasern auch nicht Lungengängig, und somit auch nicht relevant.


    Leider mußte ich in jungen Jahren 15 Jahre lang mit Asbest arbeiten, und diesen auch mit der Flex bearbeiten. Dabei entstehen diese relevanten winzigen Partikel, welche sich im Lungengewebe festsetzen und nach ca. 20 Jahren zur Asbestose führen können. Aber die wenigen groben Partikel, welche sich durch einfache mechanische Bearbeitungen im Hobbybereich ergeben, sind insbesondere in dieser geringen Konzentration nun wirklich nicht der Rede wert.


    Gruß

    Kawa Rale

    Was du nicht willst was man dir soll, daß sollst auch keinem anderen wollen.

  • Mach doch mal einen Asbestkundelehrgang, dann weißt du, was los ist. Das, was Martalf beschrieben hat, führt nach den Regeln der Berufsgenossenschaften schon zu besonders umsichtiger Vorgehensweise. In groben Fasern sind auch immer kleine Fasern enthalten. Und wenn sie erstmal in der Lunge sind, bleiben sie drin, da der Körper sie nicht isolieren und abbauen kann. Bereits eine Faser in der Lunge kann dich krank machen.

    Maske auf, Handschuhe an und anfeuchten ist das Minimum!

    Viele Grüße aus dem (ganz) hohen Norden von Jürgen
    991.2 Turbo, MB 230 SL, Karmann Ghia, DMC De Lorean, MB E 220 Cabrio, Artega GT

  • Mach doch mal einen Asbestkundelehrgang, dann weißt du, was los ist. Das, was Martalf beschrieben hat, führt nach den Regeln der Berufsgenossenschaften schon zu besonders umsichtiger Vorgehensweise. In groben Fasern sind auch immer kleine Fasern enthalten. Und wenn sie erstmal in der Lunge sind, bleiben sie drin, da der Körper sie nicht isolieren und abbauen kann. Bereits eine Faser in der Lunge kann dich krank machen.

    Maske auf, Handschuhe an und anfeuchten ist das Minimum!

    Nicht das wir uns missverstehen. Ich bin weder ein Tatsachenleugner, noch ein Verschwörungstheoretiker. Auch mir ist Klar, daß Asbest hochgradig Krebserregend ist. Und es ist auch Gut so, daß man den Einsatz von Asbest verboten hat. Nur sollte man auch die Kirche im Dorf lassen und differenzieren, unter welchen Bedingungen man auch noch kleinere diverse Asbesthaltige Materialien bearbeiten kann, wenn es sich denn nicht vermeiden lässt. Und wenn schon eine Asbestfaser einen Lungenkrebs auslößt, dann haben wir bereits alle diesen Lungenkrebs. Jeder, der womöglich selber sein Haus bis hin zu den 90ern renoviert, atmet dabei unmengen Asbestfasern ein. Egal ob Putze oder Fliesen oder Durchbrüche u.s.w. erneuert werden. Da ist überall noch Asbest drinn. Allein wenn du durch die Straßen gehst atmest du bereits Asbestfasern ein, welche immer noch aus alten Schornsteinen und Lüftungsschächten kommen und auf Dächern und Fassaden vorhanden sind. Selbst im Straßenbau finden sich immer noch genügend Asbestrückstände.


    Da fällt so eine kleine Dichtung kaum ins Gewicht, schon gar nicht, wenn man diese abschabt.


    Versuche heute mal deine Asbesthaltigen Altmaterialien zu entsorgen. Da wird je nach Gemeinde ein riesen wohei drum gemacht, wenn z.B. eine Asbesthaltige Platte zerbricht. Selbst wenn diese in speziellen Asbestentsorgungssäcken verpackt ist. Das meine ich mit Panikmache.


    Somit dürfte uns allen klar sein, daß man bei Asbesthaltigen Materialien schon sehr vorsichtig sein sollte. Insbesondere, wenn es sich um nur leicht gebundene Asbestfasern handelt. Hoffentlich hat sich auch jeder bei den sonst üblichen, restlichen Hobbyschrauberarbeiten an unseren Fahrzeugen immer diese Gedanken gemacht. Denn ich möchte gar nicht wissen, worin überall Asbestfasern eingesetzt wurden. z.B. Kupplungsbeläge, Faltrad, Dämmmaterialien, thermischen Dichtungen und Dichtmassen. Hoffentlich haben da auch alle eine gute Atemschutzmaske getragen, und die entstandenen Stäube auch gut weggesaugt, um ein späteres Einatmen auszuschließen.

    Auch dürften sich die wenigsten Schrauber mal darüber Gedanken gemacht haben, wo überall Asbest in der genutzten Schrauberhalle freigesetzt wird und somit fleisig eingeatmet wird.

    :wink:

    Gruß

    Kawa Rale

    Was du nicht willst was man dir soll, daß sollst auch keinem anderen wollen.

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