Corona (Covid-19) - Wie gehen die Porsche Fans damit um?

  • Nachdem das Thema zunehmende Bedeutung hat, macht es vielleicht Sinn, die damit verbundenen Auswirkungen und Fragen an dieser Stelle zu diskutieren. Es soll ja unter Porschefahrern besonders viele Ärzte geben, die etwas zum Thema beitragen können. Außerdem, so sagt man, werden Porsche typischerweise eher von älteren Mitmenschen (ab 50 Jahren) gefahren und die sollen ein höheres Risiko für einen schwerwiegenden Verlauf der Krankheit haben. Mir geht es dabei nicht darum, einen Angst und Panikfred zu eröffnen. Eher schon Fakten zum Thema und Lösungen wären interessant.


    Vielleicht ein paar Themen, bei denen Ihr vielleicht Ideen habt:


    Man hört ja oft, dass ein Abstand von 1-2m eine Maßnahme zur Risikominderung ist. Aber was bedeutet das für die Praxis? Keine öffentlichen Verkehrsmittel, keine offenen Arztpraxen, kein Einkaufen ... überall Gelegenheiten, wo das wohl eher weniger funktioniert.


    Nach aktuellen Vorgaben müssen sich Ärzte besonders gegen eine Corona-Vireninfektion in ihrer Praxis schützen. Ergibt viel Sinn, denn schließlich ist es wenig sinnvoll, wenn die Ärzte sich mit dem Virus infizieren und dann als Multiplikator an ihre Patienten weitergeben. Mehrere befreundete Ärzte haben nun allerdings erhebliche Probleme mit der Beschaffung von Atemschutzmasken, Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln. Gibt es vergleichbare Informationen? Und was tut Ihr? Praxis schließen oder Risiko eingehen? Was bedeutet das in rechtlicher Hinsicht, wenn ein Arzt - ohne sich entsprechend geschützt zu haben - mit dem Virus infiziert und dann andere Personen ansteckt?

    Grüße
    Justice :wink:



    "Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen. Die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen" (Albert Einstein) ;)

    Edited once, last by Justice ().

  • Sicherlich ist die Verunsicherung sehr groß ...


    Viele Postings im PFF haben sich schon mit diesem Thema befasst .


    Was man jetzt sagen kann .


    Es gibt aktuell kein Medikament und lange keinen Impfstoff.


    Erst wenn es wieder wärmer und trocken wird, wird sich Corona nicht mehr derartig ausbreiten .


    Und -- falls einen erwischt, muss mann/frau auf sein Immunsystem setzen.


    Männer sind mehr als Frauen, oder Kinder gefährdet und natürlich Menschen mit schwachem Immunsystem.


    Gerne können "unsere" Ärzte noch was zu dem Thema schreiben...


    Ansonsten :


    Hygiene und Vermeidung von Risiko Umfeld ist sicherlich dienlich.

    :pfeil: bleibt gesund ! - VG - Eddy/pmobil -- PFF Team

    Porsche Macan 3,0 SD Mod 2017 vulkangrau/Leder schwarz .

    Smart Fortwo Coupe Mod 2016 weiß/schwarz Brabus Paket, E Bike Winora Yucatan

  • Meine Strategie ist: KEINE Panik, obwohl ich mit knapp 60 zu den gefährdeteren Personen gehöre.


    Ich lasse mich von dem ganzen Hype nicht anstecken, fahre (wie bislang auch) mit dem Auto zur Arbeit, habe im Büro, wie auch schon bisher Handdesinfektionsmittel (und nutze es auch). Ich mache keine Hamsterkäufe. Ich gehe aber auch nicht zu Großveranstaltungen (wie Fußballspielen oder Karnevalssitzungen). Demnach suche ich das Risiko nicht.

    Gruß :khat:
    Bernhard



    914 2.0 (1982 - 1983)
    964 C4 (1994 - 1995)
    Cayman R (11/2012 - 11/2013)
    Cayman GTS - 981 (09/2014 - 04/2016)

    Cayman GTS - 718 (03/2019 - 01/2020)

  • Ich bin unter anderem Geschäftsführer eines ambulanten Pflegedienstes. Wir haben mittlerweile sehr harte, hygienische Regeln aufgestellt, u.a. das typische Frühstück nach dem Frühdienst untersagt, sämtliche nicht notwendigen Fort- und Weiterbildungen, Beschränkung des Angehörigenkontakts auf das Allernötigste, kein Bürozugang mehr für Paketdienste, Zusteller, Vertreter etc. Den Mitarbeitern ist der Körperkontakt untereinander untersagt, beim Kunden Beschränkung auf das Allernötigste an Kontakt bei trotzdem guter Pflege.


    Wir machen uns gesundheitlich keine Sorgen, aber der Umgang mit Hochbetagten birgt halt die höchste Mortalität.


    Und eine Infektion bedeutet am Anfang einer Epidemie das sofortige Aus des Dienstes. Ich sehe eher eine betriebliche Katastrophe als die medizinische auf mich zukommen, wenn ich Pech habe.


    Die Lager mit Material sind gottseidank voll, aber es gilt trotzdem schon der Notfallplan mit Nutzungsbeschränkung auf das Nötige.


    Eine sehr aufreibende Zeit für alle im Gesundheitswesen.

  • Wir waren heute in Hanau auf dem Markt und in der Stadt unterwegs -- nächste Woche bin ich auf Dienstreise in Süddeutschland .


    Ich kann meine Lebensabläufe nicht auf null setzen .


    Es ist ungemütlich, aber ich kann nicht vorsorglich das Haus hüten und mich nur wegducken.

    :pfeil: bleibt gesund ! - VG - Eddy/pmobil -- PFF Team

    Porsche Macan 3,0 SD Mod 2017 vulkangrau/Leder schwarz .

    Smart Fortwo Coupe Mod 2016 weiß/schwarz Brabus Paket, E Bike Winora Yucatan

  • Die Frage der Aus- bzw. Verbreitung ist doch spätestens seit diesem Wochenende "durch".

    In den Fußballstadien der ersten, zweiten und dritten Liga treffen sich rd. 700.000 Menschen.


    Dazu die Besucher anderer Veranstaltungen - egal ob andere Sportereignisse, Konzert, Theater, Tanz, ... sowie Restaurant- und/oder Kneipengäste. Nicht zu vergessen all diejenigen, die das Wochenende für einen Besuch im Supermarkt, Möbelhaus oder sonstigen Konsumtempeln genutzt haben.


    Die treffen zuhause auf 2-4 weitere Personen aus dem Familien- oder Nachbarschaftskreis.

    Am Montag geht es dann zur Arbeit, wo man erneut Kontakt zu 5, 10, 20 Personen hat. Am besten noch in Großunternehmen mit Großraumbüros und Großkantinen.


    Rechnen wir dann mit der Inkubationszeit von zwei Wochen mit entsprechender Kontakthäufigkeit potentiell unerkannter Virenträger müssen wir nicht mehr weiterrechnen. Thema durch. Da hilft auch keine Quarantäne mehr oder die Schließung von Schulen, Kitas, Behörden und Unternehmen.


    Wenn wir also die Ursache nicht mehr groß beeinflussen können, sollten wir uns doch darauf komzentrieren, die Folgen in den Griff zu bekommen und den Fokus auf die Versorgung von Praxen und Kliniken legen, damit es hier nicht zu Enpässen kommt.


    Angst war schon immer ein schlechter Ratgeber.


    Keep on running!


    Dirk

    Porsche 996 C2 6-Gang, lapisblaumetallic, Mj. 2004
    Porsche 928 S4, polarsilber, Mj.1991 - verkauft
    MG B, grün, Bj. 1976


    "Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten ist eine Konstante - doch die Bevölkerung wächst."
    (Jean-Luc Picard)

  • ...habe im Büro, wie auch schon bisher Handdesinfektionsmittel (und nutze es auch).

    Hmhm, sehr interessant. Ich hoffe, Du hast einige Vorräte, denn aktuell ist der Markt da ein wenig angespannt.


    Wir sind mit ca. 150-200 Patientenkontakten am Tag ein idealer Multiplikator. Aktuell sind bis auf die üblichen Regeln noch keine Sondermaßnahmen eingeführt, das kann sich aber täglich ändern. Von seiten der Krankenkassen und der KVen ist die Info bisher nahe Null, geschweige denn Empfehlungen zu Schutzmaßnahmen, noch geschweiger denn die Zurverfügungstellung von Schutzmaterialien. Diese sind nach Auskunft der KV auch "allgemeine Praxiskosten", auf gut deutsch: zahlt die Praxis SELBER.


    Da ich selbständig bin und bei einer Infektion eines Praxisinhabers/Mitarbeiters/Patienten von einer sofortigen Schließung auszugehen ist, bin ich gespannt. Erst in einigen Wochen wird man wissen, welche Maßnahmen wirklich notwendig sind: reicht allgemeiner Schutz aus oder muss man wegen vieler Todesfälle alles dichtmachen. Für mich heißt das: Umsatzverlust bis hin zur Null. (Der Anwalt hier kann ja mal sagen, ob es eine Entschädigung gibt, wenn die Praxis von den Behörden zwangsgeschlossen wird).


    Was man Laien raten sollte, wie man mit einer Epidemie umgeht?

    1. jeden unnötigen Kontakt mit einem anderen Menschen meiden. Man sieht einem Menschen NICHT an, ob er Überträger ist oder nicht.

    2. bei notwendigem Kontakt: so viel Entfernung wie möglich!

    3. außerhalb des eigenen Lebensbereichs nichts anfassen was unnötig ist. Ist es nötig: am besten vorher desinfizieren (was meist nicht geht), sonst nachher. Auch die Körperteile desinfizieren, die Kontakt mit dem Angefassten - Mensch oder Sache - hatten. Zum Desinfizieren reicht eine gründliche Waschung, danach gut trocknen (die meisten Viren brauchen Feuchtigkeit, um aktiv zu bleiben). Oft Tuch wechseln! Ideal nach jedem Waschen, sonst zumindest täglich.

    4. Sich selber auch nicht anfassen, insbesondere nicht da, wo Viren eintreten können, also Mund, Nase, Augen (ich weiß noch nicht, wie es weiter südlich aussieht). Vorher Hände waschen.

    5. Beim Niesen wird empfohlen, in den Arm oder die Ellenbeuge zu niesen. Kann man machen, um die Virenverbreitung zu hemmen, nur trägt man dann einen kontaminierten Pullover/Anzug, den man aus Rücksicht auf andere schleunigst wechseln sollte. Natürlich auf keinen Fall andere anniesen. Das Niesen in die Hände ist ebenfalls schlecht. Gut ist auch ein großes (!) Tuch, das dann sofort entsorgt wird. Sollte jemand in der Nähe niesen - wegdrehen. Immer daran denken, dass beim Niesen ein Aerosol versprüht wird, das sich verbreitet. Übrigens: Niesen war bei der Pest eines der ersten Symptome. Darum wünscht man sich auch heute beim Niesen Gesundheit! Und: Diamanten galten als pesthemmend. Auch deshalb werden und wurden sie gerne verschenkt. Logisch: der Reiche lebte auch damals gesünder.

    6. Wenn man Erkrankungssymptome verspürt, NICHT sofort zum Arzt laufen, sondern über 116117 oder auch das lokale Krankenhaus anfragen, wo der geeignete Ansprechpartner ist.


    Da gibts sicherlich noch viel mehr, aber das ist schon mal ein Anfang.

    Distanz! Reinlichkeit! Achtsamkeit!

    Gemeinsam kommen wir durch jede Krise.