• Liebes Forum,

    vielleicht kann mir einer eine Einschätzung geben, der sich mit Karosserieinstandsetzung auskennt.

    Mein 11er hat am Schlossblech die typischen Rosterscheinungen. Mir ist gewusst, dass der Rost von innen im Radlauf kommt, wo der ganze Modder seit wahrscheinlich Jahrzehnten drin sitzt.

    Die Banane sitzt noch fest und hat keine Löcher soweit ich das ertasten kann.

    Mir ist klar, dass wenn man sowas komplett rostfrei bekommen möchte, die Reparatur sehr aufwendig ist (siehe classiccarrera).

    Mir stellt sich die Frage, ob man diesen Mangel zumindest optisch ausbessern kann. Da das Fahrzeug nicht mehr im Winter oder Regen bewegt wird, würde ich das innere vom Radlauf gründlich reinigen und dann mit Wachs versiegeln. Ich habe das bei einem Rostnetz bei einem Mercedes, das Instandsetzungstechnisch auch sehr aufwendig gewesen wäre, vor zehn Jahren ähnlich mit Wachs versiegelt und der Rost ist nicht weitergewandert.

    Jetzt meine Frage zum 11er: Ist es möglich, dass man den Rost wegschleift und dann mit Rostentferner (z.B. Pelox RE) behandelt anschließend die Poren verzinnt, grundiert und lackiert, sodass die Rostblasen weg sind und der Einstieg wieder sauber aussieht?

    Bitte lasst uns keine Grundsatzdiskussion starten...ich weiß, dass ist keine richtige Instandsetzung, allerdings möchte ich (zumindest heute) nicht soviel Geld in das Fahrzeug investieren, da ich durch den Rost keine technischen Einschränkungen beim Fahrspaß habe :)

    Besten Dank für eure Einschätzungen und Grüße

  • Ich hatte netterweise keine Probleme mit sowas, daher nur eine Einschätzung der Logik folgend:

    Untypischer Bereich für Durchrostung von innen.

    Vermute daher daß nur der Lack und die Blech-Oberschicht angefressen ist.

    Würde die Falle abbauen und mit Winkelschleifer/Drahtbürstentopf sauber machen.

    Dann sollte man erkennen können was los ist.

    Porenrost könnte man mit Brunoxepoxi behandeln oder einfach ignorieren.

    Auf jeden Fall mit EP-Grund/Füller grundieren.

    Dann normalen 2K-Spachtel drauf, 2K-(Acryl) Füller und Spraydose ;)

    Spar dir das Verzinnen, ist an der Stelle nicht sinnvoll und du bringst dabei mehr Rostherde ein als du beseitigst...

    PS:

    Haddu Namen?

    meiner ist Jens

  • Sorry, hatte das vergessen...Ferdi...

    also ich bin mir sehr sicher, dass von inne kommt und zwar ausgehend von der stossstelle innere Seitenwand zum schoossblech.


    Also nur mit Spachtel zu arbeiten, ist doch schon ordentlich er Pfusch. Was spricht denn gegen verzinnen? Und Spraydose sieht doch hundsmiserabel aus. Wenn dass lasse ich das schlossblech Komplett sauber lackieren.


    Grüße Ferdi

  • Hallo Ferdi,

    ich habe schon viel verzinnt, würde es aber nur an glatten Blechen oder Sicken machen. In die Poren reibst Du nur Zinnpaste mit Säureanteilen. Zinn halte für diese Maßnahme auch nicht für sinnvoll, weil Du da auch keine Blechspannungen erwarten musst, wo es auf Flexibilität bei Verwindungen ankommt.

    Wenn es irgendwie geht, würde ich die Stelle mit einer kleine Sandstrahlpistole sauber strahlen. Natürlich vorhar alles abdecken. Alternativ mit Winkelschleifer und 3M-Reinigungsscheibe. Die Scheiben sind sehr gründlich und vielseitig einsetzbar. Sie entfernen Lack und Rost fast mühelos.

    Danach EP-Grundierfüller, usw. Das hält sehr lange.

    Gruß, Rolf

    911 Carrera Cabrio 3.2 ex US Bj: 7/86 Motor: 930.21 Getriebe: 915/73

  • Hallo zusammen,

    Ich denke, dass das Problem vom Radkasten aus kommt. Die Nahtabdichtung samt Unterbodenschutz schrumpft bzw. löst sich gerne vom Blech und dann kann Feuchtigkeit eindringen, die für die entsprechende Korrosion sorgt. Auf den ersten Blick wirkt der Unterbodenschutz oft noch intakt, aber wenn man stochert ...

    Gruß,

    Martin

    Um die Dinge, die einem wichtig sind, sollte man sich zu Lebzeiten kümmern.

    911 3,2 Targa '84 US - im Aufbau

    911 SC Coupe '78 Japan (unvollendet verkauft)

  • kratz da mal an der Stelle wo oben die Rostblasen sind.

    Wenn Du mit einem Schraubenzieher hier keinen Rost freilegen kannst,

    kommt es wohl doch nicht von unten.

    Erstmal sieht es gut aus, aber der Unterbodenschutz kann sehr gut auch sauber unterrostet sein.

    Die Jungs vom Korrosisonsschutzdepot sagen NICHT mit Drahtbürste entrosten sondern mit "Negerkeks", SVS Scheibe. So was ähnliches wie die oben genannte 3M Scheibe. Gibts für die Flex.

    Oder Schleifscheibe, aber die nimmt auch das noch gute Blech weg.

    Dann Rostumwandler drauf (Fertan oä)

    dann Grundierung. Sie empfehlen Bratho Korrux Nitrofest.

    Epoxy Grundierung wird NICHT empfohlen für den Selbermacher.

    Lies dort mal. Die haben viele Tips und Anleitungen online.

    LG, Peter

    911 G-Model Targa 3,0 SC BJ 1981, RdW, 204 PS, 930/10, Motor, Getriebe, Fahrwerk überholt 2015, zinnmetallic, Pascha blau
    neu lackiert 2020
    Smart Roadster Brabus Coupe, "Targa", BJ 2005, 101 PS, speed-silver, Leder schwarz

  • Hallo Big,

    stech mal mit einer Reißnadel in die Blasen, ich fürchte, Du bist direkt durch.

    Das habe ich bei mir im Schweller so erlebt.

    Luftgekühlte Grüße

    Bernd


    911 SC, 9/78, RdW Coupe, Schiebedach, Leder, Sportsitze, Turbolook, RSR Felgen 9 u. 11 J x 15"

  • Moin,

    das sieht zunächst mal nicht besonders dramatisch aus. Rostumwandler & Co. sind für Porenrost nicht geeigent, da sie nur eine dünne Rostschicht umwandeln können. Wenn darunter noch Rost ist, kommt er wieder hoch.

    Der Rost muss völlig weg. Also so lange schleifen bis man ins Gesunde kommt. Eine rotrierend Drahtbürste insbes. gezopft ist ungeeignet, da sie den Rost "poliert" so dass man denkt man ist im Gesunden. Geht man aber mit dem Schleifpapier drüber, sieht man den Rost.

    Wichtig ist es zu erkennen ob der Rost von innen der von außen kommt. Zinn und Spachtel auf auf angerosteten Oberflächen hält eine gewisse Zeit, vielleicht sogar Jahre.

    Grüße Udo


  • Also nur mit Spachtel zu arbeiten, ist doch schon ordentlich er Pfusch. Was spricht denn gegen verzinnen? Und Spraydose sieht doch hundsmiserabel aus. Wenn dass lasse ich das schlossblech Komplett sauber lackieren.


    Grüße Ferdi

    Spraydose war mit Smilie und bis auf deine o.a. Aussage über Spachtel waren alle Postings seitdem absolut korrekt.

    Spachtel und Zinn ergeben beides Sinn, alles zu seiner Zeit und Anwendung...

    Vergessen hatte ich den aufbrechenden UBS, bei mir ebenfalls äußerst kritisch ausgeprägt aber ohne Schäden (US).

    Siehe meine Website und Suche nach "üBERRASCHUNG DES TAGES!!!"

    Reißnadel ist jetzt *das* Werkzeug, dann weiß du mehr.

    'Ne Sandstrahlpistole mit 'Pariser' habe ich und damit gute Erfolge erzielt, suche nach:

    Und nein, ich habe (noch) nicht gebohrt, sondern nur 'abgestaubt'

    und hier:

    Mein Paket vom Korrosionsdepot ist angekommen

    Gruß

    Jens

    Einmal editiert, zuletzt von Gast3542 (7. Januar 2020 um 20:50)