Wiederbeschaffungswert bei Vollkasko Abrechnung

  • Habe im Sommer dann ein anderes Fahrzeug gekauft.

    Weitere Detail´s??

    Ist immerhin fast 20 Jahre her.

    Nein, ist eh zu lange her, vor der Schuldrechtsreform von 2002 und vor der Reform des VVG 2008. Das jetzt genau anzusehen, lohnt sich nicht; es gibt für die aktuellen Fälle auch nichts her.


    MUV17:drive:

    Mitglied des TA · Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand. Ich benutze es, um von A nach A zu fahren.

  • ... wenn das fahrzeug im privatbesitz war - wird natürlich auch die mwst.erstattet ! dafür muss der versicherung aber ein ersatzkauf in form von kaufvertrag/rechnung oder zulassungskopie nachgewiesen werden!

    Das ist so nicht richtig; es kommt auch auf die Höhe der Beträge an.


    MUV17:drive:

    Mitglied des TA · Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand. Ich benutze es, um von A nach A zu fahren.

  • Das heisst das ich Heute den selben Zirkus hätte wie lunatic??


    Gruß Robby

  • Sämtliche Pauschalierungen sind falsch. Es gibt keine starren Regeln wie ein Zeitwert zu ermitteln ist. Es ist zwar erlaubt pauschal abzurechnen, wenn der Kunde das akzeptiert. Vorrangig ist ein Zeitwert jedoch individuell zu bestimmen, dafür sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen.

    Politiker ziehen Lehren aus der Vergangenheit, versagen in der Gegenwart und versprechen eine goldene Zukunft.

  • So, hier mal die Zahlen:

    Brutto Netto
    Rückkaufwert gem. Gutachten: 85.000,00 € 71.428,57 €
    Reparaturkosten (vorl.) 90.632,04 € 76.161,38 €
    Gesamt: 175.632,04 € 147.589,95 €
    Anschaffungspreis=WBW: 157.500,50 €       132.353,36 €

    Die Kasko zahlt max. den Kaufpreis (WBW) aus, d.h. die Reparaturkosten werden nur noch anteilig bezahlt, auch bei einer fiktiven Abrechnung nach Gutachten, da die Versicherung eine Bereicherung ausschließt. Tatsächlich ist der Begriff Neuwertversicherung für den VN etwas missverständlich, da dieser auf den Kaufpreis zuzügl. evtl. Preissteigerungen nur bei einem Neufahrzeug gilt und nicht wie in meinem Fall bei einem Kauf als Vorführer.

    Die Sache sähe nur anders aus, wenn ich jemanden gefunden hätte, der mehr als die 85.000 € (brutto) für das Wrack zahlen würde, dann käme diese Differenz on Top.

    Gruß, Torsten :drive::bvb:
    Tourplanung, Tourberichte, etc. auf http://www.porschedrive.eu

  • Ich verstehe das nicht.


    1. Der Wiederbeschaffungswert (Preis für ein entsprechendes Fahrzeug ohne Unfall am Unfalltag) ist genauso hoch wie der Kaufpreis, richtig?

    2. Also kein Wertverlust?

    3. Wieviele Tage lagen zwischen Erwerb und Unfall?

    4. Rückkaufwert: das soll der Restwert sein, also der Betrag, den man für das Fahrzeug mit dem Unfall noch erzielen kann, richtig?

    5. Gibt es dazu ein konkretes Ankaufangebot (mit Bindungsfrist)?


    Und wie viele Euro genau will die Versicherung nun zahlen?

    Welchen Unterschied gibt es zwischen den Varianten fiktive Abrechnung nach Gutachten und Reparatur gemäß Gutachten?

    Und - ganz wichtig - (siehe schon oben): Was ist denn in den AKB der Versicherung darüber geregelt, ob und ggf. worauf der Restwert des Fahrzeugs angerechnet wird?


    MUV17:drive:

    Mitglied des TA · Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand. Ich benutze es, um von A nach A zu fahren.

  • So sieht es bei mir aus:

    Restwert lt. Gutachten (RW) und verbindlichem Kaufangebot: 53.000 € (hier brutto, der Aufkäufer kann keinen Abzug machen, auch wenn keine Mwst. ausgewiesen werden kann)


    Wiederbeschaffungswert (WBW) brutto: 100.000 €

    Sollte kein Fahrzeugkauf nachgewiesen werden, wird die Mwst. in Abzug gebracht,

    somit netto: 84.033,61 €

    Wird ein Fahrzeugkauf nachgewiesen, der unter 100.000 € liegt, wird die Mwst. aus dem WBW auch nur anteilig daran erstattet.

    Wird ein Fahrzeugkauf nachgewiesen, der bei mindestens 100.000 € liegt, wird die Mwst. aus dem WBW komplett erstattet.


    Reparaturkosten (RK): 68.451,36 brutto, 57.522,15 netto


    Da nun die RK zzgl. RW mehr ergeben, als den WBW, ist es so, wie Torsten bereits angemerkt hat. Der maximale Erstattungsbetrag ist der WBW und somit 100.000 €.


    Es ist (bisher) kein Totalschaden, da die RK den WBW nicht übersteigen. Wäre das der Fall würde bei mir die Neupreisregelung gelten und genau da wird nun angesetzt, weil das Gutachten grob fehlerhaft ist! Sämtliche Stundenverrechnungssätze (differieren lt. PZ) und Ersatzteilpreise sind falsch (da vom 991.1!), es wurde keine Sonderausstattung berücksichtigt, kein Fehlerspeicher ausgelesen, keine Achs- oder Rahmenvermessung gemacht und nach Porsche Vorgabe muss bei einem starken Frontaufprall scheinbar der Rahmenbock des Antriebs geprüft werden. Kam es durch den Aufprall zu einer Verschiebung des Antriebs und wenn auch nur um 1mm, schnellen die Reparaturkosten alleine dafür über mehr als 30.000 € in die Höhe.


    Da nun ein eigenes Gutachten mit korrekten Zahlen zwar schön zu wissen ist, jedoch etwa 2.500 € kostet und zudem nichtmal anerkannt würde, bleibt hier zunächst nur die Bitte um Nachbesserung des vorhandenen Gutachtens.


    Wie gesagt reden wir hier über die Abwicklung mit der Vollkaskoversicherung. Bei einem Haftpflichtschaden durch einen Unfallgegner ticken die Uhren ganz anders und man hat als Geschädigter viel mehr Rechte. Das ist hier leider sehr eingeschränkt!


    Ich habe Spannung und glücklicherweise Zeit... k:coffee:

    Viele Grüße aus dem Nordwesten,
    Torsten
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    “The world is a book, and those who do not travel read only one page”
    (Saint Augustine)