Verzinkung nur temporär nach Unfall, da Karosserie arbeitet?

  • Angenommen ein 944 S2 hatte 1994 einen Auffahrunfall erlebt und wurde von hinten mit hohem delta v und 1500kg m erwischt. Die Verzinkung freut sich nicht, genauso wenig wie der Besitzer. Was dannach passiert ist unklar. Das Auto wurde definitiv wieder schick und fahrbereit gemacht.

    2015 streckt der Besitzer das Auto und verpasst ihm eine neue frische Verzinkung sowie Lackierung im Heckberrich bei einem Spezialisten.


    Kommentar vom Besitzer:" Das Auto arbeitet und solch eine Verzinkung schützt dauerhaft nicht mehr vor Verrostung unterm Lack. "


    Ist das Auto noch interessant so? Möcht nicht alle jubel Jahre eine neue Verzinkung draufgeben müssen.k:scare:


    k:thankyou:

  • In erster Linie soll die Verzinkung das gleiche erreichen, wie der Lack (bzw. die Rostschutzgrundierung): Sie soll das Blech vor Korrosion schützen. Das Zink soll diese Aufgabe als Operanode übernehmen, sofern der Lack dazu nicht mehr in der Lage ist. Dies kann durch Steinschlag, Risse im Lack o.a. kommen.

    Soviel zur Theorie: Nun stellt sich die Frage, wie der Besitzer denn die Verzinkung aufgebracht haben will. So einfach ist das nämlich nicht.

    Die Aussage klingt für mich verdächtig nach Pfusch.

    Viele Grüße


    Basti


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    - Porsche Boxster 987 S Bj 2007

    - Porsche 944 II 2.5 Bj 1985

  • Hallo,

    für mich klingt die Sache nach "weitersuchen".

    Entweder es gibt ausführliche Bilder über den Zustand, die fachgerechte Instandsetzung auf einer Richtbank,

    die Lackinstandsetzung usw. oder man sollte Abstand nehmen.


    Bei einem Unfall - speziell Heckaufprall werden sämtliche Fugen und Nähte am Fahrzeug belastet - auch an Stellen wo man nicht hinkommt.

    Sofern das Fahrzeug 11 Jahre "beschädigt" herumgestanden hat, "kann" der Gammel jetzt in allen Falzen sitzen.


    Die Reparaturvorgaben der Hersteller (VW/Audi/Porsche) sehen in der Regel vor, dass die Schweißstellen mit Epoxygrundierung (1K aus der Dose) oder 2K (Dose oder Lackierpistole) gegen Korrosion geschützt werden, dann kommt die Karosserieabdichtung, dann ggf. Feinspachtel und Grundierfüller und zuletzt der Lack.


    Wenn die originalen Ersatzteile verzinkt sind, dann ist die Verzinkung an der Schweißstelle hinüber. Hier hilft nur sauberes Arbeiten in trockener Umgebung und nicht zulange rumstehen lassen. Ich verwende immer einen Schweißprimer und versorge die Fugen mit dünnflüssiger Epoxygrundierung.

    Das partielle Nachverzinken mit Gleichstrom und Schwamm hilft eher dem Gewissen als dem Blech.


    Kommentar vom Besitzer:" Das Auto arbeitet und solch eine Verzinkung schützt dauerhaft nicht mehr vor Verrostung unterm Lack. "

    Wenn der sich jetzt schon so rausredet, dann wurde bei der Reparatur gepfuscht.

    Nach so einem "Treffer" wird das nie mehr wie neu - aber man kann schon viel erreichen wenn man sehr sorgfältig arbeitet.

    Ist das Auto noch interessant so? Möcht nicht alle jubel Jahre eine neue Verzinkung draufgeben müssen.k:scare:


    k:thankyou:

    Den vorletzten Satz schreibt Dir der Verkäufer sicher auch in den Kaufvertrag, damit er bei Reklamationen nicht haften muss.

    Du wirst da nichts neu verzinken... wenn die Karre anfängt zu blühen (Rost), dann kommt der von innen - und da müsstest Du dann den ganzen Murks wieder rauswerfen...


    Abhaken - weitersuchen.


    Gruß Stefan

    alte Porsches:
    911S Ex US '76 mit Umbau auf 3,2l 207PS (Motor 930/21 mit Getriebe 915/68) - Silbermetallic, Schiebedach
    944/1 Targa '84 2,5l 163PS - Platinmetallic (bis 03/2017)

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