944 Turbo Öldruck nach Reparatur zu niedrig

  • Hallo zusammen,


    Ich habe an meinem 87er 944 Turbo eine größere "Wartung" hinter mir und konnte den Motor heute zum ersten mal seit einer Weile endlich wieder starten.

    Gemacht wurden beide Zahnriemen, sämtliche Simmerringe/Dichtungen Stirnseitig (außer dem Kurbelwellensimmerring, der war schon neu), komplett neue Wasser/Vakuum/Druck Schläuche am gesamten Motor, die Dichtungen des Öleinfüllers, die O-Ringe der Ölversorgung am Turbolader und einiges anderes mehr. Unter anderem habe ich auch den Ölkühler bzw. beim Turbo ja eigentlich nur den Flansch am Motor neu abgedichtet.

    Der Motor läuft nun endlich wieder. Auch sehr ruhig und an sich klingt alles gesund, Jedoch habe ich laut Anzeige nurnoch einen Öldruck von 1,5-2 Bar im kalten Zustand. Egal ob Standgas oder mehr Drehzahl. Ich frage mich jetzt natürlich, wo das her kommt. Der war zuvor kalt immer bei knapp 5 bar und heiß immernoch 2 bar im Stand und mindestens 4 bar bei mehr Drehzahl.

    Ungeschickterweise habe ich den alten Öldruckgeber beim Ausbau zerstört, so dass ich jetzt einen neuen von FAE eingebaut habe. Mich irritiert auch ein wenig, dass bei eingeschalteter Zündung die Nadel schon 1bar anzeigt.

    Wie würdet ihr da vorgehen? Gibt es Widerstandswerte, die man am Geber messen kann, um diesen auszuschließen?

    Könnte es auch ein offen hängendes Regelventil sein? Das war natürlich raus aber das Ölkühlergehäuse habe ich natürlich mit dem passenden Spezialwerkzeug eingesetzt. Das ging auch ohne haken rein und raus. Ich hatte beim Einbau des Regelventils schon einiges an Druck auf der Feder, habe beim Ausbau aber leider nicht darauf geachtet, ob das da auch so war.


    Für Tipps, wie Ihr da vorgehen würdet, wäre ich sehr dankbar! Beim Turbo ist der Geber ja leider nicht mal eben so getauscht, da die Ecke dort ja doch echt verbaut ist.


    Grüße,

    Tobi

  • Ich kenne den Turbo jetzt nicht so genau, aber beim 2,5 l Sauger sind am Öldruckgeber zwei Anschlüsse, einer für die Warnlampe und einer für das Drucksignal. Ggf. ist da etwas nicht richtig, oder du hast einen falschen Geber oder ein Problem mit der Kabelage. Funktioniert die Warnlampe?

    Seit 2.9.2015 Besitzer eines ursprünglich spanischen 924 S, der am 26.2.1987 gebaut und am 1.6.1989 erstmals in Spanien zugelassen wurde.

  • Das war auch der erste Gedanke, der mir gekommen ist. Sofern der Hersteller die Anschlüsse nicht falsch beschriftet hat, ist da alles korrekt angeschlossen. Die Öldruckkontrollleuchte geht nach dem Start des Motors auch sofort aus. Ich prüfe die Kabel morgen aber sicherheitshalber mal.

  • Es gab ja auch mal Öldruckanzeigen, die bis 10 bar gingen. Ich weiß allerdings nicht, ob die andere Sensoren hatten.

    Seit 2.9.2015 Besitzer eines ursprünglich spanischen 924 S, der am 26.2.1987 gebaut und am 1.6.1989 erstmals in Spanien zugelassen wurde.

  • Moin Tobi,

    ich tippe auf einen defekten Geber.

    - Anschluss WK sollte Durchgang gegen Masse haben.

    - Anschluss G sollte knapp 8 Ohm gegen Masse haben.


    Gruß Karsten

    Porsche 944 Turbo; MJ.'88; Nougatbraun met.; A17/C41/E55/M 220,030,685,946,197,328,418,498,533,573,593,

  • Korrekt! Es war der Geber. Zum Test habe ich an den abgebrochenen Anschluss des alten Gebers ein kurzes Kabel angelötet, das ich dann mit dem Kabelbaum verschrauben konnte. Nicht schön aber funktional. Bis der neue Geber da ist, sollte das halten. Nach einer Stunde fluchen und zerflexen eines 24er Maulschlüssels war der Geber getauscht und ich habe wieder meine 5 Bar kalt. :freu:

    Mal schauen, ob der Händler ohne Murren den neuen FAE Geber zurück nimmt.


    Nächstes Problem ist nun noch Wasserverlust. Es tropft an der Kupplungsglocke herunter. Ich vermute, es läuft über den Motor nach hinten. Bisher konnte ich das Leck aber noch nicht finden. Vorn ist alles trocken und auch die Heizungsanschlüsse hinten sowie das Ventil der Heizung sehen trocken aus.

    Wäre auch zu schön, wenn nach einer solch großen Aktion mal einmal alles sofort funktioniert. :lol:

  • ...kennt jemand das Phänomen, dass der Öldruck nach längerer Fahrt im Stand stark schwankt, und immer wieder die Warnlampe flackert, wenn zu niedrig? Leerlaufdrehzahl ist ebenfalls wacklig, immer leicht rauf und runter.

    Workaround: im Stand ganz leicht Gas geben, dann passt es - war früher aber trotzdem anders ;-)

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