Lackschäden Seite und Motorhaube, altes Fahrzeug, was sollte lackiert werden?

  • Hallo zusammen,


    Ich befinde mich gerade in einem kleinen Dilemma bezgl. Des Lacks meines 987c.

    Der Wagen ist jetzt 12 Jahre alt, hat 150.000 runter und macht mir nach zwei Jahren als Daily Driver immer noch viel Spaß. Farbe: GT Silber metallic

    Der Wagen wurde vom Vorbesitzer häufig sportlich und auch schnell bewegt. Entsprechend war /ist die Front stark mit Steinschlägen versehen. Die Schäden auf der Haube sind alle oberflächlich, da ging nichts durch die Grundierung.

    Die vordere Schürze wurde vor zwei Jahren getauscht, nachdem sich ein Karnickel bei 80 das Leben nahm. Da hatte ich den Wagen gerade drei Tage:rolleyes:

    Zwei Steinschläge hat der Wagen auf der linken Seite hinter/ unter dem Lufteinlassgitter. Hier ist das erste Problem. Inzwischen zeigen sich erste Rostspuren und zusätzlich sieht man kleine Pickel in der Nähe. Die größere der beiden Macken ist so groß wie der Nagel meines kleinen Fingers. Der kleinere Stecknadelkopfgröße.

    Desweiteren meinte ein Zeitgenosse, sich mit seinem Schlüssel in der Tür und dem Kotflügel verewigen zu müssen. Ebenfalls links.

    Der Kratzer fällt den meisten nicht auf, mir aber geht er auf den Keks.

    Habe mir beim Lackierer meines Vertrauens zwei Angebote machen lassen.

    1) nur die Steinschläge am Lufteinlass beseitigen. Dazu würde grob die linke Seite ab der Tür, ungefähr bis zum halben hinteren kotflügel lackiert werden.

    Kostenpunkt ca 1000€

    2) die komplette linke Seite und Motorhaube ca 2000€


    Grundsätzlich würde ich letzteres bevorzugen, da ich derzeit aber nicht weiß, ob ich den Wagen noch lange halte und ich auf Diskussionen rund um Unfälle und „kein Originallack“ im Falle eines Verkaufs keine Lust habe, bin ich am zweifeln. Bei dem Alter und Laufleistung des Fahrzeugs, wäre die Lackierung wirtschaftlich wohl ohnehin unsinnig.


    Was würdet ihr machen in diese Situation?

  • Hello,


    das Thema Schadensbeseitigung treibt mich nun auch schon rd. zwei Jahre um, hatte hierzu sogar mal ein Thema eröffnet, siehe Euer Umgang mit Kampfspuren - würdevolles Altern oder stetiges Aufarbeiten?


    Mittlerweile habe ich für mich entschieden, dass ich die Schäden an meinem Boxster beseitigen lassen werde. Da, wenn man genau hinschaut, aber jedes Karosserieteil mindestens eine kleine Macke aufweist, würde es fast auf eine Komplettlackierung hinauslaufen müssen. Ich bin mittlerweile auch der Meinung, dass eine Komplettlackierung/Teillackierung beim Wiederverkauf nicht schädlich ist, wenn man exakt durch Bild/Video dokumentiert, warum neu lackiert wurde, man also beweist, dass es optische Schäden sind, die beseitigt wurden, und kein Unfall. Danach kommt - nach ausreichender Wartezeit - eine dicke Steinschlagfolie drauf.


    Meine größte Hürde bei der ganzen Sache ist aber das Finden eines zuverlässigen, absolut korrekt und einwandfrei arbeitenden Betriebs. Ich habe große Sorge, dass die auszuführenden Arbeiten huschi-huschi und nicht ultrapräzise ausgeführt werden. Ein Betrieb, der mir sympatisch und vertrauensvoll erscheint, will für eine komplette Lackierung (ebenso wie bei Dir in GT Silber) schlanke 12.000,- EUR haben. Das finde ich einfach heftig für mein 12 Jahre altes Auto, zumal der Betrieb auch noch einige hundert km von mir entfernt ist und ich ihn trailern müsste.


    Bei der Kostennote, die Du benannt bekommen hast, würde ich die große Lösung fahren, und dann auch eine ordentliche PPF aufbringen. Den Kontakt darfst Du mir dann auch geben, wenn die Arbeit gut gemacht wurde, dann gehe ich da auch hin. Skaliert wären das rd. 4k fürs ganze Auto, das finde ich sehr in Ordnung. Und wie gesagt, ordentliche Doku nicht vergessen, dann wäre für mich aus Käufersicht eine Lackierung kein Thema. Das scheinen die Jungs aus meinem Thread ja auch so zu sehen...


    Gruß :)

    Im Alltag: 2014 Mercedes GLK 350 CDI
    Zum Spass: 2007 Porsche Boxster S 3.4

  • 4K ist überduscht, 12k wird dann schon ordentlich sein mit Scheiben raus und allem. Ersteres durchaus ok für einen DD. Ich habe meinem 944 auch die Motorhaube neu lackieren lassen, da waren Risse im fast 30mJahre alten Lack. Der Rest ist Original, Unterschiede sieht man (als Laie) nicht.

  • Das ständige Problem mit dem Nachlackieren... Am besten soll das Auto unter Marktwert, völlig Nachlackierungsfrei, Kratzerfrei, keine Gebrauchsspuren, nigelnagel neue Reifen, Bremsen dann noch unter 10.000km haben damit wirklich alle zufrieden sein können...


    Wenn ihr wüsstet wieviel Autos da draußen schon Nachlackiert wurden, mind. jeder zweite wurde mal lackiert, dabei muss es nicht immer worst case Unfaller sein, Vandalismus, viele greifen zum Lackierer aus oben genannten Punkten, Schönheitsfehler, was völlig berechtigt ist und ich im Falle des Themenstarter ebenfalls empfehlen würde...


    Dennoch müsst ihr nicht immer gleich lackieren, sehr viele Kratzer und Co, selbst Steinschläge (bis zu einem gewissen Grad) gehn auch mit einer proffessionellen Aufbereitung raus, da kann man sich oft den Weg zum Lackierer sparen und hat mit unter sogar danach einen defektfreieren Lack als vom Lackierer...



    Grüße Sascha

  • Das Problem bei dem silbernen Farbtönen ist eher der mögliche Farbunterschied. Da muss sich der Lackierer Mühe geben! Wenn ich über den Verkauf eines Fahrzeugs nachdenken würde, käme für mich keine Investitionen infrage, die mir der Kaufinteressent dann hinterher noch zum Nachteil auslegt (ach da ist ja was lackiert worden... Unfall...). In einem solchen Fall würde ich die Investition lieber sparen und dem Käufer dann einen Nachlass beim Preis gewähren. Grundsätzlich würde ich auf ein SmartRepair zurückgreifen, wenn es sich wirklich nur um einen kleinen Bereich handelt. Bevor ich aber eine komplette Seite plus Haube und evtl. Frontbumper oder Heckbumper lackieren lassen würde, käme für mich die komplette Lackierung des Fahrzeugs eher in Frage. Das kann man plausibler erklären und man erspart sich, dass man nach 3 Wochen plötzlich doch noch eine Stelle auf der anderen Seite findet. Der Farbtonunterschied ist dann ebenfalls kein Thema. Es kommt auch darauf an, wie gearbeitet wird. Wird der Lackaufbau komplett soweit wie möglich runtergeschliffen oder wird komplett entlackt (sehr kostenintensiv)? Wird nur angeschliffen, gefüllert, Basislack und Klarlack komplett erneuert (hohe Schichtdicke im Anschluss)? Wird komplett fein angeschliffen, im Bereich der Schäden gefüllert, der Basislack nur im Schadstellenbereich großflächig ausgenebelt und der Klarlack dann komplett erneuert (eine gute Möglichkeit, um plausibel aufzuzeigen, warum die Arbeiten durchgeführt wurden, keine sehr hohen Schichtdicken)? Ich finde die letzte Variante nicht schlecht, wenn fast am gesamten Fahrzeug kleinere Stellen sind, die lackiert werden müssen. Dem TE würde ich die SmartRepair Variante am Seitenteil empfehlen und die komplette Lackierung der Haube. Allerdings würde ich mir garantieren lassen, dass der Farbton anhand von Musterblechen so gut es geht gefunden wird. Das kostet zwar, aber die Farbe passt dann.

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