992 - Auch sportlicher?

  • Für mich ist der Elfer noch immer ein Sportwagen. Da im Forum bisher hauptsächlich das Design des 992 diskutiert wird, frage ich:

    Ist der 992 auch sportlicher geworden?“


    Aktuell fallen mir bis auf die breitere Spur nur Nuancen ein.

  • Für mich wäre auch wichtig, dass der 11er irgendwann wasserdicht wird. Vielleicht für 30 Minuten. Oder zumindest spritzwassergeschützt, wie die meisten Smartphones.

  • Man kann eigentlich nur objektiv erzielte Messwerte und Rundenzeiten bei der Frage nach Sportlichkeit heranziehen. Gut, da sind natürlich Reifen, Temperaturen und sonstige Umweltbedingungen (das geht vom Fahrer bis zum Luftdruck) zu berücksichtigen.


    Der erste optische Eindruck, wie hier im Forum häufig herangezogen, hat dabei eigentlich nichts zu suchen.


    Die ersten veröffentlichten Werte sind schon mal besser als bisher, Rundenzeiten werden vermutlich auch besser sein.


    Nun werden einige User anmerken, was kümmern mich ein paar Zentel hier und da?

    Gut, aber ein Sportwagen wird nun mal im direkten Vergleich gemessen.

    Und da wird der 992 sicher „sportlicher“ als jeder Vorgänger sein.


    Das mag vielleicht nicht jeder hören und es ist vermutlich auch nicht für jeden potentiellen Kunden relevant, es ändert aber eigentlich wenig bis nix an den Tatsachen.


    Die Uhr lässt sich nicht betrügen.


    Gruß, Bernie

  • Da im Forum bisher hauptsächlich das Design des 992 diskutiert wird,

    Ich nehme an das liegt daran, dass es beim 992 keine wirklichen technischen Neuerungen in Sachen Fahrdynamik gibt (wenn man 'mal breitere Spur und einen Gang mehr für's PDK-Getriebe ausser acht lässt).

    997.1 GT3, 981 Spyder, 991.2 Targa 4 GTS

  • Hallo allerseits,


    ich finde es erschreckend, wie schwer der 911 langsam wird. Das habe ich auch schon im Parallelthread erwähnt. 100 kg mehr als noch der vergleichbare 991.1 4S gegenüber dem 992 4S z.B.


    50 kg Turbotechnik bei Facelift ca., 25 kg das neue PDK mit momentan noch sinnloser Hybridvorbereitung für das 992 Facelift, 12 kg die neue Crashsicherheit, 10 kg oder etwas weniger der OPF. Beide ist durch Vorschriften nötig, Sicherheit auch sicher sehr sinnvoll.


    Wiederum noch größere Felgen hinten ... wirklich nötig? Der Querschnitt der Reifen wird immer geringer. Dies mag, wie im anderen Thread besprochen, die Auflagefläche noch ein winziges Stück erhöhen, aber die Felgen und damit auch die ungefederten Massen werden immer größer und der Reifen selbst kann kaum noch dämpfen oder sich bewegen.


    Wie definiert man Sportlichkeit? Durch eine schnelle Runde? Dann ist auch ein Cayenne oder Panamera ein Sportwagen. Denn auch die schaffen längsdynamisch schon so einiges und auch eine schnelle Runde Nordschleife.


    Für mich ist Sportlichkeit die Tauglichkeit zum Motorsport. Und damit ist nicht eine einzelne schnelle Runde gemeint, sondern auch mal ein Trackday und viele Runden. Und zwar ohne, daß danach alles kaputt ist. Die Reifen verschliessen, die sauteuren Bremsscheiben bzw. deren Beläge am Ende usw.


    Ich hatte vor kurzem einen Tag Driving Experience von BMW in einem M5. Auch M3/M4 waren massig vertreten. Alle heftig modifiziert mit quietschenden Bremsbelägen, damit sie auch nur ein paar Amateurrunden Sachsenring durchhalten und das "Sicherheitstraining".

    Beim BMW M5 war trotz gigantischer Keramikbremse recht schnell die "Bremsverschleiß" Warnung an, daß er gewartet werden muss. Ein anderer Teilnehmer fuhr schon nach einem halben Tag einen Reifen so kaputt, daß er getauscht werden musste.


    Allrad, 600 PS ... schneller als viele "Sportwagen" auf eine Runde Sachsenring. Gute Traktion. Viel Leistung und Längsdynamik.

    Aber Sportwagen? Nein. Ganz sicher nicht.


    Ich hoffe sehr, daß der 911 auch weiterhin als Sportwagen mal ein paar Amateurrunden durchhält, ohne daß man dafür andere und modifizierte Bremsbeläge anbringen muss. Und ich hoffe auch, daß er nicht so massiv verschleißt, sondern durchhält.

    Es soll nicht nur die 1. und auch nicht die 2. Runde schnell sein, sondern auch die 10. oder 20. Runde. Auch ein paar mal Parabolika in Hockenheim. Kein Rennen, ist ja kein Rennwagen. Aber ein wenig Motorsport.


    Und hier sehe ich mit Fahrer über 1600 kg langsam kritisch. Ein vergleichbarer BMW M3 war schon über den 1600 kg und die Bremse ist in Serienform so nicht tauglich für Motorsport. Zumindest die Stahlbremse ohne andere Beläge.


    Der 911 hat konzeptbedingt noch ein paar Vorteile. Aber ich hätte es sehr sehr viel lieber gesehen, wenn man statt immer weiter an der PS Schraube zu drehen vor allem mal das Gewicht runterbringt. 100 kg weniger statt 100 kg mehr.


    So entwickelt er sich wirklich eher zu einer Art M6 des Panamera. Ein Panamera Coupé. Und immer weniger Sportwagen. Ich weiß nicht, wie dauerhaltbar man das noch mit Technik bekommt.


    Leider wird man in den Testmagazinen auch nur von der einen schnellen Runde lesen und abwarten müssen, wie haltbar und wie teuer verschleißend er sich bei wirklich sportlicher Betätigung gibt ...


    Ich bin von 5 Sekunden Nordschleifengewinn enttäuscht. Der 991.1 S ist quasi auf dem Niveau des 997 GT3. Der 991.2 GTS ist auf dem Niveau des 991.1 GT3. Zumindest bezüglich Speed auf wenige Runden.


    Es gab sehr große Sprünge von 997 auf 991 und auf 991.2. Und jetzt auf 992 "nur" 5 Sekunden Nordschleife? Dann vielleicht 0,5 Sekunden Hockenheim? Wenn überhaupt?


    Behaupte, daß ein 991.2 GTS wohl kaum langsamer ist.


    Gruß

    RIP

  • Bisher war Porsche unter anderem für überdurchschnittliche Bremsen, auch im Dauerbetrieb, bekannt.

    Warum sollte sich das jetzt plötzlich ändern?


    Sicher ist Gewicht für einen Sportwagen kontraproduktiv, aber mir scheint es doch etwas übertrieben plötzlich nur dunkle Wolken am Horizont zu sehen.


    Der 992 scheint eine Weiterentwicklung des 991 zu sein, keine völlige Änderung des Konzepts.

    Wenn ich im Forum nun nicht selten von einem Panamera mit zwei Türen lese, dann frage ich mich was der 991 war.

    Hier wird für meine Begriffe etwas viel Wirbel gemacht.


    Wer den reinrassigen Sportwagen sucht, der muss dann bei Porsche sowieso zu GT-Modellen greifen.

    Was nun aber den normalen 991(S und 4S) im Vergleich zum Nachfolger sportlicher gemacht haben soll, das erschließt sich mir nicht wirklich.


    Daher bleibe ich dabei, die Zahlen werden es zeigen und da bin ich doch sehr sicher Progress zu sehen.


    Gruß, Bernie

  • Bei der Generation werden sie es bedingt durch die günstige Gewichtsverteilung noch schaffen, die Bremsen angemessen auszulasten.


    Aber ich sehe die Generation ein wenig als Vorbereitung auf den Elektro / Hybridkram. Und wenn der kommt, wächst das Gewicht garantiert nochmal erheblich. Dann sind wir sicherlich bei über 1800 kg mit Fahrer.


    Und da kann Porsche sicher nicht zaubern und alles besser machen als die Konkurrenz. Schon der Panamera Hybrid war lahmer als ein M5 im Vergleichstest. Beide nicht haltbar auf der Rennstrecke. Das ist einfache Physik.

    Ich zumindest kenne keine einzige Rundkurs Motorsportserie wo Fahrzeuge an den 2 Tonnen kratzen. Das ist einfach unsinnig.


    Und damit wird vermutlich der 911 auch in die Riege der reinen Showfahrzeuge eintreten, die schön sportlich aussehen und auch kurzzeitig gut performen ... aber keine Sportwagen mehr.


    Ja, vielleicht muss man dann auf den GT3 gehen. Aber das kann und will nicht jeder. Das ist schon eher ein Rennwagen, der so auch ein Amateurrennen durchhält und sehr viele Runden.


    Ein Sportwagen war immer der schöne Spagat über Alltag und auch mal einen Trackday. Für den Alltag brauche ich keinen GT3. Für den Trackday brauche ich keine Limousine.


    Und ich fürchte wirklich darum, daß man die Reihe jetzt, auch gezwungen durch diverse Umweltvorschriften und Elektrifizierungswahn, vom Sportwagen zur schönen Erinnerung an einen legendären Sportwagen umbaut, der seinen Fokus noch sehr viel mehr auf reinen Alltagsbetrieb legt.

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