Willkommen gelbes Krokodil, Vorstellung meines 718 Cayman.

  • Liebe Porschefans, lange hat es gedauert. Jetzt ist er da. Mein kleiner gelber Landstraßenräuber :headbange

    Und was gehört für einen großen Fan dazu wenn man seinen ersten selbst konfiguerierten Porsche bekommt ? Richtig Werksabholung.

    Hier im Thread möchte ich euch auf meine ein kleines Stück mitnehmen. And here we go.:)


    Am Freitag war es soweit. Mein heiß erwarteter Porsche stand in Zuffenhausen zur Abholung bereit.

    Ich muss dazu sagen, dass für mich hier wirklich ein Jugendtraum in Erfüllung gegangen ist. Viele hier werden mir das bestimmt nachfühlen können. Dabei geht es nicht nur um das Auto, nein.

    Ich wollte schon immer mal das Porsche-Werk in Zuffenhausen besuchen. Den Spirit ,,meiner Marke“ an ihrem Geburtsort spüren. Ich wollte sehen, wie die Autos gebaut werden und ganz zum Schluss als Krönung mit einem neuen Porsche nach Hause fahren, den ich nicht wieder hergeben muss, der genau nach meinen Vorstellungen und nur für mich gebaut wurde.


    Vor so einem Event neigt man dazu, sich da etwas hineinzusteigern. Nicht selten kommt vor Ort dann doch etwas Ernüchterung auf. Einfach, weil man so hohe Erwartungen hatte, dass die Wirklichkeit gar nicht mehr mithalten kann.

    Um es gleich zu Beginn zu sagen, das war nicht der Fall. Selten habe ich einen so rundum gelungenen Tag erleben dürfen. Lag es daran, dass wirklich jeder Mitarbeiter im Porsche-Team sein Bestes gegeben hat, mit viel Herzblut dabei war und das alles mit einem Lächeln im Gesicht? Lag es an der großen Freude aufs Auto, die ohnehin alles überstrahlte? Oder daran, dass ich als Riesen-Fan der Marke so erschlagen davon war, das Werk und alles drum herum zu sehen, dass mir schlicht gar keine Zeit blieb, etwas Negatives zu finden?

    Ich kann es gar nicht sagen. Nur, dass ich den Tag wirklich sehr genossen habe und JEDEM Porsche-Fan raten kann: wer die Möglichkeit hat, sollte einmal im Leben eine solche Werksabholung machen.


    Der Tag begann übrigens gegen halb 7 Uhr morgens.

    Auch wenn es von mir daheim nur eine knappe Stunde Fahrt nach Zuffenhausen ist, so sollte man das allmorgendliche Verkehrsaufkommen der Region Stuttgart auf gar keinen Fall unterschätzen. Täglicher Stau ist die Regel. Der Termin war auf 9 Uhr im Werk festgelegt. Dazu muss ich sagen, dass ich noch keinerlei Unterlagen oder Kennzeichen hatte. Meine Verkäuferin hatte mir angeboten, sich morgens mit mir im Werk zu treffen, alles mitzubringen, so dass ich mich um wirklich gar nichts kümmern musste.


    Trotz einer halben Stunde Stau war der Zeitpuffer gut bemessen und so schlug ich um 8.20 Uhr zusammen mit meinem Vater und meiner Freundin im Werk 1 auf.

    Dort hieß es, wir sollen erst mal ganz entspannt ankommen, die Mäntel ablegen und eine Kleinigkeit essen und trinken.

    Wenn meine Verkäuferin komme, machen wir den Papierkram. Also zuerst einmal an die Kaffeebar. Schon hier stellte sich das Feeling ein, was den ganzen Tag lang anhalten sollte: sehr entspannte Atmosphäre, liebevoll gestaltete Räumlichkeiten und sehr freundliches Personal. Der Kaffee und der Tee waren ebenfalls sehr gut, dazu gab es eine breite Auswahl an Häppchen. Belegte Mini-Brötchen, kleine Brezeln, Mini-Muffins, Törtchen, Baby-Croissants und Obstsalat. Alles war wirklich lecker und durchaus auszuhalten.

    Hier ein paar Impressionen vom Werk 1.












    Der eine Gedanke der aus einem Werk ein Opus macht







  • Pünktlich um kurz vor 9 war dann auch meine Verkäuferin da. Es gab neben bereits erwähntem Papierkram auch noch flaschengereiften Sekt, Blumen und Kleinigkeiten, auch noch einen Gutschein für ein Maßhemd von Ulrike Mayer. Eine nette kleine Überraschung von meinem Porsche-Zentrum und dem Mitarbeiter-Team.

    Schön fand ich auch, dass meine Verkäuferin sich die Stunde Wartezeit, die noch bis zur Übergabe des Autos blieb, Zeit genommen und beim einem gemütlichen Kaffee ein wirklich angenehmes

    Benzingespräch geführt hat. Hier merkte man, dass auch sie für die Marke Porsche schwärmt.

    An dieser Stelle möchte ich mal sagen, wie zufrieden ich mit meinem Autohaus bin. So einen persönlichen und offenen Kontakt hatte ich selten. Mal einfach zum Kaffee trinken ins Autohaus kommen und sich an der Kaffeebar die schönen Autos ansehen ist bei VW und Konsorten eher nicht Teil des Konzepts. Im PZ ist es hingegen ausdrücklich gewünscht.

    Der eine Gedanke der aus einem Werk ein Opus macht

  • Genau so fand die ganze Kommunikation mit dem PZ und dem Mitarbeiterteam statt. Man kennt sich und die Kunden und es ist ein kleines bisschen familiär. Der eine mag das unnötig finden oder hat auch keine Freude daran, mir als Autofan, der immer mal wieder im PZ vorbeischaut, um sich neue Modelle live anzuschauen, gefällt es sehr und ich fühle mich rundum gut betreut und aufgehoben. Genau dieses familiäre Gefühl sollte sich übrigens durch den ganzen Tag ziehen. Egal ob Werkstour, Restaurant oder Übergabehalle, die Mitarbeiter grüßen sich, sind alle respektvoll miteinander und das unabhängig davon, ob sich zwei Latzhosenträger begegnen oder ein Anzug- und Krawattenträger einem Mitarbeiter mit Sicherheitsschuhen.

    Man spürt ihn wirklich, den Porsche-Spirit. Ein gewisser Stolz auf das, was die Mitarbeiter hier in Zuffenhausen leisten, auf ihren Zusammenhalt und ihren Enthusiasmus.


    Gegen kurz vor 10 Uhr war es dann soweit. DER Moment.

    Wie wird das Auto aussehen? Wirken die 19 Zoll-Felgen im schlanken 5-speichigen, fuchsähnlichen Design in Silber am gelben Auto?

    Durch einen beleuchteten Gang geht es in die Abholhalle, wo nur ein paar Autos pro Tag zur Abholung bereitstehen.






    Und dann steht man das erste Mal vor seinem Auto.

    Das Gefühl? Ohne Witz, unbeschreiblich. Bewegend und ein kleines bisschen atemberaubend. Erst mal Sprachlosigkeit. Immer wieder drum herumlaufen. Alle Details ganz in Ruhe anschauen. Die geprägten Wappen auf den Kopfstützen (schick), die gelben Gurte (ebenfalls schick), die klappbaren Carbon-Sportschalen (richtig geil) und natürlich meine Wunsch-Außenfarbe Racinggelb (der absolute Hammer :verneig: :verneig: :verneig: )

    Das mit den Bildern ist in so einer Situation so eine Sache... aber ein paar gibt es dann doch dank meiner Freundin (danke Schatz). Ich war in diesem Moment, sagen wir mal… eher unbrauchbar. Ein wenig neben der Spur halt, dümmliches Dauergrinsen inklusive. Komplettbilder gibts dann später.





    Der eine Gedanke der aus einem Werk ein Opus macht

  • Danach ging es an die Einweisung des Fahrzeugs. Ich hab‘ mich immer gefragt, was die Mitarbeiter sich wohl dabei denken, dass ihr Job fast nur daraus besteht, den Kunden das Navi zu erklären statt fragen zum Fahren und den Dynamikoptionen zu beantworten. Nun bin ich selbst der Kunde und was sind meine einzigen Fragen? Richtig, Smartphone-Integration ins PCM.

    Was sollte ich auch anderes fragen, die Funktion der Fahrmodi und die Dynamik Einstellungen hab‘ ich längst intus.

    Es wurde sich jedenfalls reichlich Zeit genommen und alle Fragen zufriedenstellend beantwortet.


    Die Werkstour war auf 13 Uhr terminiert, Hunger hatten wir noch keinen, es gab ja die ganze Zeit Häppchen, und so ging es mit dem Shuttle (ein Cayenne) die paar Meter zum Museum.

    Da es nicht der erste Besuch dort war, haben wir vergleichsweise wenig Zeit im Museum verbracht.

    Ein paar Highlights gibt's natürlich immer mal wieder zu sehen.








    Die Supersportwagen-Flotte aus 959, GT1, Carrera GT und 918 Spyder ist immer wieder einen Blick wert, ebenso einige Klassiker und z.B. die Studie des Mission E a.k.a. Taycan.

    Cool war ein ausgestellter 911 R der 0er Serie von Porsche Drive, in den man sich in aller Ruhe reinsetzen konnte.




    Der eine Gedanke der aus einem Werk ein Opus macht

  • Dann war es auch schon kurz vor 12 und Zeit zum Mittagessen, damit wir auch rechtzeitig zur Werkstour fertig sind.

    Das Essen gibt es direkt gegenüber des Porsche-Museums im obersten Stock eines Firmengebäudes im sogenannten Gästecasino.

    Der Ausblick ist wirklich toll, neben dem Werk mit Blick auf den Porscheplatz auf Augenhöhe mit den Porsche-Modellen, welche in luftiger Höhe auf dem Kreisverkehr angebracht sind.







    Jede Abholgruppe bekommt automatisch einen Fensterplatz, das Personal ist auch hier sehr zuvorkommend, offen und gut gelaunt. Man merkt, dass auch hier alle Spaß haben an ihren Tätigkeiten.

    Das Essen selbst war wirklich vorzüglich. Ich hatte nichts, aber auch wirklich gar nichts, zu meckern.

    Das Rinderfilet mit der Rotwein-Pfeffer-Soße war ein Gedicht.



    Der eine Gedanke der aus einem Werk ein Opus macht

  • Zeitlich wurde es dann doch etwas eng, machte aber gar nichts. Kurz dem Personal Bescheid gesagt und die Info bekommen, dass wir ohnehin besser gleich hier abgeholt werden sollten, da auf dem Montageband gleich der 992 montiert wird, den man so den Besuchern natürlich noch nicht zeigen will (wir haben auf dem Gelände trotzdem ein paar kurz zu Gesicht bekommen, die verklebt und verladen wurden, um ihre Reise in alle Welt anzutreten. Die Weltpremiere ist ja bereits nächste Woche.)

    Los ging es also in der Montagehalle, in der die Fahrzeuge zusammengeschraubt werden. Alle im Mix übrigens. Ein GT2 RS läuft neben einem 718 Boxster vom Band und auch die Farben werden in der Reihenfolge des Bestelleingangs gebaut, querbeet durcheinander. Unser Tourleiter war ein alter Porscheaner, der richtig für seine Marke brannte. Jedes kleine Detail wurde erklärt. Irre, was für ein Gewusel in der Montagehalle stattfindet, und wie relaxt die Mitarbeiter alle trotzdem sind. Alle arbeiten ruhig und entspannt, hören Musik mit Kopfhörern oder machen direkt neben dem Band an Tischen Pause mit Kollegen.

    Überraschend, wie kompakt das Band ist. Kein Vergleich zu Daimler oder VW. Nun baut Porsche auch vergleichsweise wenig Autos, aber trotzdem, wie wenig Mitarbeiter pro Station arbeiten, drei bis vier sind für die Räder zuständig, zwei für die Sitze usw., mehr nicht. Für jeden Porsche-Sportwagen.

    Dann kam der 992 langsam näher und wir mussten raus aus der Montagehalle. Weiter ging es in die Sattlerei. Auch hier sehr interessant zu sehen, wie viel bei Porsche noch von Hand genäht wird, nämlich nahezu jede Naht mit Ausnahme der Sitze, da diese von Zulieferern wie Recaro kommen, alles von ausgebildeten Nähern und Näherinnen an klassischen Nähmaschinen. Auch das Beziehen der Innenraumteile mit Leder wird komplett in Handarbeit erledigt.

    Weiter ging es ins Motorenwerk. Hier fällt vor allem auf, wie leise es für eine Fabrikhalle ist.

    Vor 10 Jahren war ich bereits bei Daimler im Motorenwerk in Untertürkheim. Das ist kein Vergleich, denn hier wird inzwischen nur noch mit Elektro-Schlagschraubern etc. gearbeitet und nicht mehr mit Hydraulik. Auch die Boxermotoren laufen komplett im Mix. GT3 Sauger werden neben 2.0er Boxer Turbos montiert. Damit endete unsere Führung und der nette Senior brachte uns zurück zum Werk 1. Die Führung hat insgesamt fast 2 Stunden gedauert, das nur um zu verdeutlichen, wie viel Zeit er sich genommen und welche Mühe er sich gegeben hat.

    Jemand, der auch nach über 40 Jahren Dienst bei Porsche noch so sehr für den Arbeitgeber und die Produkte brennt, ist wirklich etwas Besonderes. Dafür kann ich mich nur bedanken (was ich selbstverständlich auch gebührend beim Abschied getan habe).

    Der eine Gedanke der aus einem Werk ein Opus macht

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