Vorsicht Feuergefahr !!

  • Hallo zusammen,


    da ich meine "Ölsardine" für Kontroll- und Wartungsarbeiten gerade wieder hochgebockt habe, möchte ich Euch kurz berichten, was mir negativ aufgefallen ist.

    Zuerst habe ich festgestellt, das sich die rechte Sturzeinstellschraube gelockert hat, oder vor einem Jahr vom Fahrwerkseinsteller, nicht wieder fest angezogen wurde (hat noch der Verkäufer bei einem Reifenbetrieb machen lassen) =O.

    Das rechte Rad hat sich also "lustig" einmal in negativen und einmal in positiven Sturz bewegt.........ok, ich gestehe, gemerkt habe ich davon nicht wirklich etwas. Da die Einstellungen zum Glück dick markiert sind, war das schnell abgehakt.

    Nun zum wirklich heiklen Thema: Brandgefahr.............wirklich JEDER sollte sich unbedingt einmal unter seinen Renner begeben und die Getriebe- und Mitteltunnelabdeckung abschrauben, darunter verlaufen u.a. die beiden grünen Benzinleitungen (eine Druckleitung, eine Rücklaufleitung......von vorne bis hinten).

    Diese Rohr-Leitungen bestehen aus dünnen Blech (Stahl / Eisen, egal, jedenfalls NICHT aus ALU), sie scheinen auch nicht verzinkt zu sein......einfach nur mit diesem grünen Lack vor Verrottung geschützt.

    Meine Leitungen sind an diversen Stellen vom Rost STARK angegriffen (wären sie zusätzlich unter dem Lack verzinkt, dann hätte es nicht diese Ausmaße angenommen). Die Rücklaufleitung war sogar an einer Stelle durchgerostet.......das habe ich zufällig bei einem Probelauf wegen Erneuerung der Kettenkastenabdichtung rechts festgestellt (bin nicht gefahren, nur 20 Minuten Probelauf in der Garage). So ist zum Glück der Sprit nur auf den Boden und nicht vom Fahrtwind auf die heissen Krümmer gelangt).

    Die Schwachstelle ist also der Schutzlack auf diesen sonst metallisch blanken Leitungen, sobald irgendwo der Lack beschädigt ist, nistet sich der braune Gilb ein und da ja die meisten Renner (früher) auch im Winter gefahren wurden, beschleunigt das die Korrosion gewaltig. Allein schon Scheuerstellen, Werkzeug-Abrutscher, beschädigen den Lackschutz und das Unheil nimmt seinen Lauf.

    Es wäre geradezu unverantwortlich, diesen Bereich nicht gründlichst zu checken......auch die Leitungen von oben, also im nicht sichtbaren Bereich, mit den Fingern abtasten, auch unter den Befestigungen.......so aufwendig sich das auch anhört, wer will schon sein Schätzchen abfackeln, nur weil es ihm zu lästig ist, sich auch einmal UNTER das Auto zu begeben..........Polieren kann man es dann ja immer noch.

    Übrigens, die Rücklaufleitung kostet schlappe 230 Taler im PZ und die Neu-Verlegung dürfte auch ein Akt werden, da um "Tausend Ecken und Winkel".

    Ich werde das Problem vorläufig anders lösen, mir die Leitungen (beide) aber demnächst schon einmal ordern.


    Noch was:

    Ich weiß nicht, ob es hier im Forum schon einmal erwähnt wurde, aber das Erneuern der rechten Kettenkasten-Dichtungen (also den kompletten Kasten abmontieren) ist OHNE Motorausbau, ja sogar OHNE Ablassen desselbigen, locker zu bewerkstelligen.....klar, hochgebockt sollte er schon sein. Mitteltopf, Endschalldämpfer, Halteschwert, Motorverblechung rechts und hinten, sowie Aluteil am Motorblock wegnehmen, sogar die dicke Ölleitung vom Motor kann unberührt bleiben.....und los geht`s (gilt für : ohne Klima !).


    Bis dann

    Dieter:wink:

    964 C2, Mj. 92, RDW, Amazonasgrün, 7+8x17 Cup, Bilstein B6, H&R Tieferlegungs-Federn, ohne Klima, Cuprohr, Momo-Sportlenkrad, Domstrebe, u.s.w.

    Ex: 76ger G-Modell, Umbau: 3l, 204 PS, Turbobreit von DP

  • Moin,

    ja die Leitungen sollten alle mal kontolliert werden (bin gerade dabei) bei mir waren die ATF Leitungen vom Automatikgetriebe richtig vergammelt, die wären demnächst undicht geworden....

    Gruß Ralf

    Gruß Ralf


    964 C2 Tiptronic Cabrio Bj 91 LMM 220

  • Die technische Kontrolle aller Komponenten gehört ja an sich zur Wartung eines Autos. Das steht im Detail halt nicht auf den üblichen Wartungslisten, aber versteht sich von selbst.


    Daher sollte jeder, der selber an seinem Auto schraubt, ein bisschen mehr drauf haben als einen Oelwechsel und Lackpolierfähigkeiten.

    Leider sind auch viele Werkstätten nicht zu viel mehr fähig, auch solche, die sich „spezialisiert“ haben.


    Greetz

    Nach 320'000 Spiegeleiern kann die Kantine nicht so schlecht gewesen sein!
    Harm Lagaay


    PS: Ich heisse nicht Greetz k:thinking:

  • Kein Grund Panik zu verbreiten.

    Leitungen aus nahezu allen Materialien müssen nunmal irgendwann ersetzt werden. Deswegen findet ja auch spätestens alle zwei Jahre eine behördlich angeordnete Untersuchung statt. k:unknown:
    Da nicht täglich eines unserer Fahrzeuge in Flammen aufgeht halte ich das Risiko für überschaubar.
    Einen Blick auf die Schwachstellen darauf zu werfen schadet natürlich nie, großen Aufwand würde ich jedoch dafür nicht betreiben.

    "TU WAS DU WILLST" (Inschrift auf der Rückseite des Aurin)


    Dieser Beitrag wurde bereits 968 mal editiert, zuletzt von »Camarossa« (30.02.2020, 24:03)


    Aktuelle Pkw:
    911 Carrera Cabrio 3,2 (Gloria)

    944 II 2,5 (Doreen)

    968 Cabrio (Sandra)

    986S n. Fl. (Kate)

    986S v. Fl (Grace)

    928S (Bruce)


    Ford 20m P7b (Kurt), VW Fox (Fuchs), Audi TT (Annette), Maserati GT Spyder (Mariagracia), BMW E36 (Sepp), Mercedes SLK 200K+ (Elise), Ferrari F430 Spider (Ilaria), Lamborghini Gallardo LP560 Spyder (Chiara)

  • Hallo zusammen,

    Kein Grund Panik zu verbreiten.

    Leitungen aus nahezu allen Materialien müssen nunmal irgendwann ersetzt werden. Deswegen findet ja auch spätestens alle zwei Jahre eine behördlich angeordnete Untersuchung statt.


    Ähhh....Panik wollte ich nun wirklich NICHT verbreiten....aber ohne diese etwas "warnende" Überschrift, hätten viele den Bericht vielleicht übergangen.....denn ja, es ist ein heikler Bereich an unseren Rennern.

    Metall - Leitungen sollten in meinen Augen eigentlich ein LEBEN lang halten, wenn sie denn professionell geschützt wurden.

    Tja,.........und leider schraubt der "behördliche Untersucher" sicher NICHT die Unterbodenverkleidung ab !

    Und....NUR DANN, sieht man die ganze Bescherung !

    Bei mir ist sogar ein Bereich direkt hinter der Benzinpumpe stark angegriffen (Druckleitung mit ca, 3-4 bar kurz vorm Durchbruch), da schaut nun wirklich keine Werkstatt und kein Prüfer hin.


    Aber ist natürlich jeden selbst überlassen, meiner wird eh jedes Jahr im Winter hochgebockt und durchgesehen,, egal wie viele Kilometer ich gefahren bin.....allein schon wegen des anstehenden Jährlichen Ölwechsels.



    Bis dann mal

    Dieter :wink:

    964 C2, Mj. 92, RDW, Amazonasgrün, 7+8x17 Cup, Bilstein B6, H&R Tieferlegungs-Federn, ohne Klima, Cuprohr, Momo-Sportlenkrad, Domstrebe, u.s.w.

    Ex: 76ger G-Modell, Umbau: 3l, 204 PS, Turbobreit von DP

  • Nun zum wirklich heiklen Thema: Brandgefahr.............wirklich JEDER sollte sich unbedingt einmal unter seinen Renner begeben und die Getriebe- und Mitteltunnelabdeckung abschrauben, darunter verlaufen u.a. die beiden grünen Benzinleitungen


    Kein Grund Panik zu verbreiten.

    Leitungen aus nahezu allen Materialien müssen nunmal irgendwann ersetzt werden. Deswegen findet ja auch spätestens alle zwei Jahre eine behördlich angeordnete Untersuchung statt. k:unknown:

    Wie zuvor schon geschrieben:

    TÜV gibt es im völlig undemontierten Zustand. Also hat hier kein Prüfer eine Chance das drohende Unheil abzuwenden...

    Ähhh....Panik wollte ich nun wirklich NICHT verbreiten....aber ohne diese etwas "warnende" Überschrift, hätten viele den Bericht vielleicht übergangen.....denn ja, es ist ein heikler Bereich an unseren Rennern.

    Klar

    Metall - Leitungen sollten in meinen Augen eigentlich ein LEBEN lang halten,

    Tun sie auch.

    Nur hast DU eine andere Vorstellung eines Autolebens, wie die AG.

    Früher waren die Autos eventuell auf 15 Jahre ausgelegt/ausgerechnet.


    Ihr könnt mal ALLE sicher sein, das heute aktuell(und die letzten 15 Jahre schon) KEIN AUTOhersteller der Welt ein Fahrzeug länger als 7Jahre und 150tkm auslegt.

    Was zuerst erreicht ist, soll die Karre endlose Reparaturen anfangen.



    Noch was zum Brandschutz:

    Es tut jeder gut daran, nach jeder Aktion, die ein trennen der Spritleitungen im Motorraum erforderlich machte:

    Z.b:

    Kupplung,

    Motorrevi,

    oder was weiß ich, warum der Motor raus gebaut wurde.


    JEDER TUT GUT dran, VOR dem ersten Startversuch, erst mal die Spritpumpe brücken(Sicherungskasten) und eine halbe Stunde mal Sprit umpumpen lassen.

    Wenn sich hier eine Undichtigkeit zeigt, ist das etwas weniger risikoreich, wie auf der ersten Probefahrt..............


    Lars

    Nur wenn du schwarze Striche vom Kurvenausgang bis zum nächsten Bremspunkt ziehen kannst, hast du wirklich genug Leistung(Mark Donohue).


    Im Alter wird man immer knackiger -- da knackt es und da knackt es...


    Sechs 964er bisher mit abgerissenen Dilas --- 7(!!!) Ventilfederbrüche bei den letzten zwei Motoren! 4:3


    Porsche 911 -- der Volkssportwagen...


    "Hoffnung -- ist immer ein Mangel an Information!"


    Wer restauriert -- verliert...

  • Ich wollte ja auch nicht ausdrücken, dass solche Kontrollen überflüssig sind.

    Ich denke aber auch es gibt viele andere Bereiche, die dem Zahn der Zeit ausgeliefert sind und ab und zu mal einen Blick wert sind (Bremsen, tragende Teile, Verschraubungen usw.). k:unknown:

    Vielleicht macht auch morgen jemand (zu recht) ein Thema auf mit dem Titel "Vorsicht Bremsversagen!" und weist darauf hin, dass bei einen alten Auto ab und zu Bremsleitungen, Geber-/ Nehmerzylinder usw kontrolliert werden sollten! Oder "Vorsicht- auseinander brechenden Autos!" :kwink:

    Wie schon geschrieben, ich will die empfohlene Maßnahme nicht in Frage stellen, aber die Statistik der Ursachen aller bisher abgebrannten 964 gibt mir (zumindest momentan) recht, oder! k:thinking:

    "TU WAS DU WILLST" (Inschrift auf der Rückseite des Aurin)


    Dieser Beitrag wurde bereits 968 mal editiert, zuletzt von »Camarossa« (30.02.2020, 24:03)


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