Neuaufbau Dämmung im Innenraum

  • Hallo Leute,


    ich bin gerade dabei bei meinem 911SC, MJ 78 den Innenraum zu erneuern. Ich habe bisher den gesamten Teppich und die Dämmmatten entfernt, so dass nun das nackte Blech vor mir liegt.

    Bevor ich mit dem "Neuaufbau" beginnen habe ich ein paar Fragen:

    1. Auf der Beifahrerseite habe ich entdeckt, dass ich zwei Dellen im Unterboden habe, die unter Dämmung und Tepich nicht aufgefallen sind. Kann bzw. muss man das beheben? Ich habe keinen Rost an diesen Stellen entdeckt.

    2. Ich habe nun verschiedentlich gelesen habe, dass ihr, bevor die Dämmung reinkommt das Blech mit Rostschutz und ggf. mit Farbe behandelt, würde mich interessieren, wie ein empfehlenswerter Aufbau aussieht? Wie tragt ihr den Rostschutz/die Farbe auf (mit Pinsel oder Sprühdose)?


    Nur noch zur Info: den Dämmmattensatz habe ich bei Lakwell bestellt, den neuen Teppich nehme ich von KHM in Esslingen.


    Ich danke euch für eure Hilfe.

    Gruß

    Patrick

  • Moin,


    ich würde nur die Stellen ausbessern, die rostig sind.


    Wenn weder die Dellen (von beiden Seiten!) noch der restliche Innenraum Rost aufweisen, würde ich das so lassen. Beim Ausbeulen leidet der Lack i.d.R. zusätzlich, dann ist ein neuer Lackaufbau/Ausbesserung unumgänglich.


    Gruß,

    Harald

    3.2 Coupe Bj. 87/Mj. 88 ROW 231PS

  • Du solltest sämtliche Flächen, auf die später die Dämmten geklebt werden, mit Rostschutz bzw Farbe behandeln.

    Das Problem ist, dass sich möglicherweise unter den Matten an den Stellen, wo sie nicht 100% kleben, Feuchtigkeit sammeln kann.

    Alles über den 3.0 US SC Motor 930.16:
    http://www.elfertreff.de/showthread.php?t=26670


    - 911 SC 3.0, Bj 82, 180PS, unischwarz
    - VW Oval-Käfer Export, Bj 1955, 30PS, Stratosilber
    - VW Brezel-Käfer, Bj 1950, 24,5 PS, Grau

  • Vielen Dank für die ersten Antworten.

    Dann werde ich wohl als erstes einen Anstrich mit Rostschutz machen, bevor ich die neuen Dämmmatten einklebe. Kann ich den Rostschutz mit Pinsel/Walze aufbringen, oder wird das zu dick? Beim Spritzen müsste ich Armaturenbrett & Co. Abkleben, damit kein Sprühnebel darauf kommt, darauf würde ich gerne verzichten. Was meint ihr?


    Gruß

    Patrick

  • Innen zu sprühen würde ich Deinem Fall und mit Deinen Möglichkeiten nicht machen, die Abkleberei ist zu aufwändig und jene Stellen am Boden sieht nachher eh keiner, wenn die Dämmung drauf klebt.


    Sehe dir den Untergrund erst mal an, wenn da alles bis jetzt ok ist, und nach penibler Reinigung kein Rost o.ä. zu sehen ist, dann nutze am besten (nach intensiver Reinigung des Untergrundes mit Silikonentferner) eine schwarz matte 1K Zinkphosphat-Grundierung, die Du mit Pinsel und feiner Rolle in 2 -3 Schichten mit Zwischentrocknung aufbringst.

    https://www.lackundfarbe24.de/…fschwarz-1-kg?action_ms=1
    Hier sodann RAL 9005 tiefschwarz wählen.


    Silikonentferner bekommst Du dort btw. auch.

    Alles über den 3.0 US SC Motor 930.16:
    http://www.elfertreff.de/showthread.php?t=26670


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  • Sehe dir den Untergrund erst mal an, wenn da alles bis jetzt ok ist, und nach penibler Reinigung kein Rost o.ä. zu sehen ist, dann nutze am besten (nach intensiver Reinigung des Untergrundes mit Silikonentferner) eine schwarz matte 1K Zinkphosphat-Grundierung, die Du mit Pinsel und feiner Rolle in 2 -3 Schichten mit Zwischentrocknung aufbringst.

    warum sollte man auf einen fehlerfreien untergrund (der innenraum ist beim g fast vollständig auslackiert) zusätzlich großflächig grundierung aufbringen? und theoretisch müsste man den innenraum zusätzlich vorher anschleifen, bevor man die grundierung aufbringt.


    schwierig sind zudem, die großflächige 1k grundierung oder lack.

    wenn das nicht mit 2k abgeschlossen wird (2k farbe oder klarlack),

    wird der kleber den 1k lack angreifen und das wird dann ne richtige schmiererei.


    ich würde nur die Stellen ausbessern, die rostig sind.

    ganz genau.

    never touch a running system.



    ich würde hier den innenraum gründlich reinigen.

    zum abschluss der reinigung silikonentferner ist gut.

    ggfls. brüchige dämmatten entfernen.


    dann kontrolle, ob es irgendwelche beschädigungen der alten schichten gibt.


    diese (eventuellen) beschädigungen partiell entrosten (insofern rost vorhanden) oder einen isolator einsetzen (zb brunox epoxy - direkt auf rost).


    dann partiell grundieren - pinsel reicht - spraydose geht auch. und nach dem grundieren zb mit "flüssiger nahtabdichtung- pinsel" behandeln. dann mit dem pinsel farbe (spraydose geht auch) drüber und fertig. wenn nur kleine stellen gemacht werden, ist 1k ausreichend.

    wird großflächig gearbeitet, evtl. mit einem 2k klarlack als abschluss, damit der kleber nachher die reparatur nicht angreift.

  • warum sollte man auf einen fehlerfreien untergrund (der innenraum ist beim g fast vollständig auslackiert) zusätzlich großflächig grundierung aufbringen? und theoretisch müsste man den innenraum zusätzlich vorher anschleifen, bevor man die grundierung aufbringt.

    schwierig sind zudem, die großflächige 1k grundierung oder lack.


    wenn das nicht mit 2k abgeschlossen wird (2k farbe oder klarlack),

    wird der kleber den 1k lack angreifen und das wird dann ne richtige schmiererei.

    Ja, der Innenraum wurde vollständig auslackiert, so wie alle Bleche ... nicht nur beim G-Modell, selbst bei einem Käfer aus 1939.


    Bzgl. Fehlerfei, ... du weißt also, dass der Untergrund jetzt nach 29 Jahren bei ihm "komplett" fehlerfrei ist, nur weil er mal vor 30 Jahren im Werk auslackiert wurde?


    Und, eine vernünftige Zinkphosphatgrundierung wird vom keinem normalen Dämmmattenkleber angegriffen. Auch nicht in 1K. Was für eine Schmiererei??? Du scheinst genau dies mit "dieser" Grundierung und jenen Matten schon oft gemacht zu haben, oder vielleicht nicht? Hmmmm. :-)


    dann partiell grundieren - pinsel reicht - spraydose geht auch.

    Spraydose ... hier würde Schmiererei besser passen, oder besser kleine Sauerei, denn da wird er sich sodann sehr über den Nebel an den Stellen freuen, wo er dann nicht penibel maskiert hat. Von der Innenausstattung bis auf dem Fahrzeuglack selber.

    wird großflächig gearbeitet, evtl. mit einem 2k klarlack als abschluss, damit der kleber nachher die reparatur nicht angreift.

    Was hat das mit Großflächigkeit zu tun? Entweder Lösemittel in Klebern greifen eine 1K-Schcht an oder nicht, aber alle moderen selbstklebenden Dämmmatten greifen 1K Untergründe nicht an.



    Sorry tut mir Leid, aber wenn Du Dinge selbstbewusst in Frage stellst und verbessert darstellen möchtest, dann auch richtig.


    Und möchtest Du wirklich 2K nehmen, dann empfehle hier auch das Richtige und zwar nicht eine 1k-Grundierung mit einem 2K-Klarlack überzulackieren (macht kein Mensch), sondern direkt eine 2K-Grundierung zu nutzen.


    ganz genau.


    never touch a running system.

    Was hat eine komplette Behandlung einer Fläche anstelle partieller Ausbesserung mit dem Vergleich "never touch a running system" zu tun?


    Woher willst Du wissen, ob auch wirklich nirgendwo feinste Beschädigungen an der alten Schicht auf dem Blech sind? Wenn er die Böden flächig bekleben möchte, dann macht es am besten richtig: dort wo die Matten kleben werden, diese Flächen komplett vorab mit Grundierung isolieren. Vor allem, wenn alles nachher fest drauf klebt und er nicht alle 2 Jahre nachsehen kan, ob auch nix gerostet ist. Dieses Risiko würde ich gar nicht eigehen, bei dem minimalen Mehraufwand.

    Alles über den 3.0 US SC Motor 930.16:
    http://www.elfertreff.de/showthread.php?t=26670


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