911 e 2.2 läuft nicht, wenn er warm ist

  • Hallo zusammen!


    Ich habe mir vor etwa drei Monaten einen 911 e Targa Baujahr 1971 gekauft. Anfangs lief der Wagen recht ordentlich. Nun ist es aber so, dass der Wagen, sobald er warm ist, überhaupt nicht mehr rund läuft. Er nimmt praktisch kein Gas an und ruckelt extrem. Dieses Verhalten tritt nur im warmen Zustand auf. Ist der Wagen noch kalt, läuft er einwandfrei. In der Werkstatt haben sie festgestellt, dass das Gemisch im warmen Zustand immer dünner wird. Der Motor regelt sich quasi selbst runter. In der Werkstatt haben sie erst kürzlich eine neue Benzinpumpe eingebaut, die Ventile eingestellt, Zündkerzen gewechselt. Nichts hilft. Immer das gleiche Problem. Kalter Zustand und alles läuft super, warmer Zustand und nichts geht mehr. Ich bin echt am verzweifeln. Vielleicht hat hier einer eine Idee oder ähnliche Erfahrungen gehabt. Würde mich über Hilfe riesig freuen!!!


    Und hoffentlich ist es nicht die Einspritzpumpe...


    Viele Grüße


    Ulrich

    • Wurde schon versucht Standgas CO korrekt einzuregeln?
    • Ist das Thermoelement/Warmlaufregler OK?
    • Eigentlich sollter er laufen wenn Du den Schlauch zum Thermoelement/Warmlaufregler abnimmst. Dann ist er immer "kalt". So könnte man einmal CO messen.
    • Kennt sich die Werkstatt mit der MFI aus?

    Schocki :khat:


    1987 944 Turbo, R.I.P. :pop:
    1991 944 S2, Kobaltblau, verkauft :wink:
    1972 911 T Targa, Geminiblau aka "Shelley" :saint:
    1992 928 GTS, Amazonasgrün aka "Das Phantom" :evil:


    It's not the speed that kills you, it's the sudden stop :old:.

  • Ja. Alles gemacht. CO im Standgas korrekt eingestellt. Den Schlauch zum Thermoelement hat er auch abgenommen. Das Problem bleibt immer gleich. Sobald der Motor warm ist, wird das Gemisch zu mager. Nebenluft zieht der Motor auch nicht.

    An die MFI will der Meister nicht so recht ran.

  • Wundert mich nicht, dass der Meister nicht an die MFI will. Damit kennt sich niemand mehr aus. CO im Standgas einstellen geht nur, wenn Teillast-CO stimmt.

    Das Auto muss bei der Ermittlung von Teillast gefahren werden. Du brauchst also einen mobilen CO-Tester. Hast Du die Einstellwerte und auch das Spezialwerkzeug um das einzuregeln? Ohne das Werkzeug und ein solides Verständnis der MFI wird das nichts.

    Schocki :khat:


    1987 944 Turbo, R.I.P. :pop:
    1991 944 S2, Kobaltblau, verkauft :wink:
    1972 911 T Targa, Geminiblau aka "Shelley" :saint:
    1992 928 GTS, Amazonasgrün aka "Das Phantom" :evil:


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  • Grüß' Euch,


    also, wenn er so mager ist, daß er warm quasi gar nicht mehr läuft, hilft ein "einstellen" der unteren Teillast im Fahrbetrieb auch nicht mehr. Zudem muß ja irgendetwas passiert sein, wenn der Wagen vor einigen Monaten noch einwandfrei lief.

    Möglicherweise ist die Höhendose defekt (undicht oder klemmt). Wenn sie undicht wäre, würde die Einspritzpumpe stark abmagern.

    Aus meiner Sicht hilft da nur, die ESP auf den Prüfstand zu nehmen.


    Grüße


    Hans

  • Erstmal vielen Dank für eure Antworten!

    Ich schildere jetzt mal, was so passiert ist und seit wann das Drama anfing. Der 11er stammt aus den USA und wurde hier 2014/15 aufwändig überarbeitet. Motor hat viele neue Teile. Nach dem Kauf gab man mir den Rat den Wagen erstmal langsam einzufahren, weil er einige Jahre überhaupt nicht bewegt wurde. Gesagt und getan. Die Elektrik war Käse (Blinker rechts und Scheinwerfer rechts ging nicht, ebenso war der linke Blinkerhebel defekt). Und besonders auffallend war, dass der Wagen, sobald er warm war, im Leerlauf mal so locker 2100 Umdrehungen hatte. Das war an der Ampel schon peinlich. Aber ansonsten lief er wirklich gut. Ich hab den Rat bekommen, die Werkstatt xy aufzusuchen. Dort hatte man die Elektrikprobleme schnell behoben. Es stellte sich dann noch heraus, dass die Benzinpumpe undicht war. Schnell ne neue besorgt, eingebaut und dabei auch gleich die Benzinleitungen erneut. Die Leerlaufdrehzahl wurde am Gasgestänge neu eingestellt (Drehzahl dann 1000). Laut Aussage der Werkstatt war der Wagen viel zu fett eingestellt. Ach ja! Und auf die restlichen 5 Liter Sprit im Tank wurde noch Additiv gekippt und etwas 20 W 50 Öl aufgefüllt. Dann hab ich den Wagen abgeholt und erstmal 40 Liter VPower getankt. Soweit so gut. Oder eben nicht. Die ersten Kilometer waren super. Alles lief rund. Aber dann... Ging nichts mehr. Mit Mühe und Not konnte ich noch nach Hause fahren. Also am Montag wieder in die Werkstatt. Der Meister hat dann drei Stunden versucht, den Fehler zu finden. Benzindruck gemessen, den Wagen am Gestänge wieder etwas fetter eingestellt. Abgaswerte gemessen. Mit Bremsenreinger nach Nebenluft gesucht. Alles ohne Befund. Immer das gleiche Ergebnis. Der Motor nahm überhaupt kein Gas mehr an. Einige Tage später die Ventile eingestellt, Zündkerzen getauscht und das Gasgestänge synchronisiert. Ergebnis: Nichts! Steht der Wagen über Nacht und ist kalt, läuft er die ersten Kilometer super und dann ist es wieder vorbei. Zwischendurch habe ich mit demjenigen gesprochen, der den Wagen restauriert hat. Er meinte, dass man an der MFI nicht viel machen kann und das Gemisch bewusst so fett eingestellt wurde, um Mängel an der MFI zu verdecken. Das wäre ein alter Trick. Aha! Uff! Nicht mehr und nicht weniger ist passiert. Das Problem trat also genau auf, nach dem die Leerlaufdrehzahl runter geschraubt wurde und die 300ml Additiv im Tank gelandet sind. Irgendwas ist da passiert. Was auch immer... Vielleicht hilft diese Schilderung ja noch ein wenig.

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