Nach Autobahnfahrt eingenässt

  • Liebe Gemeinde,


    Erst kürzlich erworben und die Eigenheiten des G Modells lieben gelernt, hatte ich nun eine recht lange Hochgeschwindigkeitsfahrt hinter mir, gefolgt von Serpentinen mit recht drehzahlfreudigem Fahren.


    Beim Abstellen nochmal geschaut ob alles gut aussieht und leider recht überrascht, dass sich mein Dez 88er Cabrio motorseitig rechts enorm eingeölt hat. Motor wurde vor ca 20.000Km revidiert. Seit 2 Wochen neue HU. Seitdem nenne ich ihn allerdings auch erst mein Eigen. Mit Kat.


    Zu meinem Erstaunen ist er auch recht ölig unter dem Ölfilter. Der ist jedoch noch recht neu.


    Die Instrumente geben folgendes her: Ölstand normal. Temperatur normal. Drehzahl normal. Druck egtl normal, zwischen 2 und 3 Tsd Rpm ab und an gefühlter Beschleunigungsverlust, ins besondere bei Halbgas, gekoppelt mit kurzzeitigem, recht zufälligem, zappeligem Öldruck (zwischen 1.5 bis 3.5 bar). Immer passend zu den o.g. gefühlten „Newtonmeter Löchern“.

    Ab 4000 zieht er brav durch.


    Zu Hause angekommen sah es deutlich schlimmer aus als erwartet. Zur Werkstatt werde ich so oder so. Aber vielleicht habt ihr ja schon eine Idee.


    Falls ich mit meinem ersten Post schon gegen den Foren-Kodex verstoße, tut mir das sehr leid. Ich habe gesucht und es könnte mal wieder alles mögliche Ursache sein.

    Ruckeln passt zu DME. Ölaustritt zu Dichtung oder poröser Schlauch.


    Grüße aus der Hauptstadt,

    Mahi


    Anbei die Bilder. Mittelnaht sieht super aus. Ölrückführrohre auch.

  • Moin,


    ich würde als erstes mal schauen, ob der Ölfilter und der Öleinfülldeckel fest sitzen. Ansonsten gibt es noch den dicken Ölschlauch zwischen Öltank und Motorölkühler, der gerne mal aufgibt (auf Deinem 1. Foto am oberen Rand zu sehen).


    Wenn das nichts ergibt, den Motor (-raum) säubern (z.B. mit Bremsenreiniger bei kaltem Motor!) und dann durch Probefahrten die Ölquelle ermitteln.


    Die Ölstandsanzeige im Armaturenbrett eignet sich mM nicht zur Kontrolle des genauen Ölstands, da zu grob (13l Öl...) und von zuvielen Faktoren abhängig.


    Die Aussetzer/Leistungslöcher würde ich als zweites, getrenntes Problem sehen. Ein schwankender, nicht zur Drehzahl passender Öldruck ist aber schon ein deutliches Warnzeichen - wenn da nicht "nur" die Anzeige einen Streich spielt (ggf. elektrisches Problem, welches Anzeige und Zündung tangiert).


    Gruß,

    Harald

    3.2 Coupe Bj. 87/Mj. 88 ROW 231PS

  • Hallo Harald,

    Vielen Dank schon mal. Bin ganz bei dir die Ölstandsanzeige im Cockpit funktioniert so typisch wie sie wohl sein soll und den Ölstand habe ich tatsächlich nicht gecheckt, da er ja eine ganz frische HU hat und zu dem die ganze Zeit trocken und ordentlich fuhr. Beim Warten an der Ampel stieg die Anzeige auch gewohnt brav an.

    Nun nach längerem Fahren im gleichmäßigen Drehzahlbereich fiel mir erst dieses (wohl GModell bekannte) Ruckeln im Teillastbereich auf.


    Und beim Abstellen dann die Überraschung unterm Motor. Werde ihn mal von oben bis unten reinigen und auf Leckagesuche gehen.


    Definitiv nur auf der rechten Seite wo er was rausdrückt... Schaun wa mal

  • Moin,


    unter "frische HU" verstehe ich eigentlich nur, dass er neuen TÜV bekommen hat.

    Wenn dabei auch eine Inspektion gemacht wurde und das Problem erst danach aufgetreten ist, würde ich den Wagen zurück zur Werkstatt bringen und freundlich auf Abstellung des/der Mängel(s) bestehen.


    Gruß,

    Harald

    3.2 Coupe Bj. 87/Mj. 88 ROW 231PS

  • Bei den alten Elfern kommt es immer wieder mal zu spontaner Inkontinenz. Um die Kuh aufzuhübschen werden grosse Mengen an Lecwec ins Oel gekippt und so wird der Wagen für den Verkauf auf wundersame Art dicht und staubtrocken. Der Käufer freut sich wie Bolle einen Schnapper gemacht zu haben. Als pflichtbewusster Oldie-Fahrer macht man dann einen Oelwechsel, man will dem alten Motor ja nur Gutes .. nur ist dann auf einmal die Lecwec-Dosis auch weg, die Dichtungen schrumpfen wieder und schon wird aus dem Motor eine Oelsardine.


    Das muss hier nicht unbedingt sein, das sieht nach Kettenkasten aus.


    Greetz

    Nach 320'000 Spiegeleiern kann die Kantine nicht so schlecht gewesen sein!
    Harm Lagaay


    PS: Ich heisse nicht Greetz k:thinking:

  • Um die Kuh aufzuhübschen werden grosse Mengen an Lecwec ins Oel gekippt und so wird der Wagen für den Verkauf auf wundersame Art dicht und staubtrocken. Der Käufer freut sich wie Bolle einen Schnapper gemacht zu haben. Als pflichtbewusster Oldie-Fahrer macht man dann einen Oelwechsel, man will dem alten Motor ja nur Gutes .. nur ist dann auf einmal die Lecwec-Dosis auch weg, die Dichtungen schrumpfen wieder und schon wird aus dem Motor eine Oelsardine.

    Servus,


    will mich nicht auf den Threat aufsetzen, deshalb nur kurz die Zwischenfrage: kann man Zusätze wie Lecwec oder Ähnliches im Öl nachweisen?


    Viele Grüße

    Hagen

    Golf VII R 2018, 310 PS

    Porsche 944 1982, 163 PS

    Porsche 911 Targa 1985, 207 PS

  • Moin,


    kann man vermutlich, allerdings ist die Frage, wie aufwändig (=teuer) das wird.


    Zumindest das original Lecwec wird aber lediglich einmalig dem Öl beigemischt, einige Wochen "gefahren" und wirkt (wenn...) dann auch nach den nächsten Ölwechseln weiterhin. Denn Lecwec macht nichts anderes, als bestimmten Dichtungsmaterialien (Polymer) Weichmacher zuzuführen, damit diese wieder aufquellen. Dieser Vorgang läuft natürlich auch wieder in die entgegengesetzte Richtung ab, aber (vermutlich) in derselben niedrigen Geschwindigkeit, wie bei originalen/neuen Dichtungen.


    Es ist also keinesfalls so, daß man das Zeugs immer wieder nach jedem Ölwechsel verwenden muss. Und es fängt auch nichts sofort wieder an zu lecken, wenn man es "abgesetzt" hat.


    Übrigens habe ich Lecwec selbst schon erfolgreich bei einer undichten Cabrio-Dachhydraulik eingesetzt, insofern hätte ich grundsätzlich und aufgrund der o.g. Wirkungsweise keine Hemmungen, das z.B. auch im Motoröl einzusetzen. Es schädigt/verstopft nichts und einen Versuch ist es i.d.R. wert...


    Gruß,

    Harald

    3.2 Coupe Bj. 87/Mj. 88 ROW 231PS

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