X – Bow Probefahrt mit 360 PS getunt

  • So, heute mal über 2 Stunden X– Bow testen können. Getuntes Auto von Basis 300 PS auf 360 PS und 470 Nm, Porsche GT3 Felgen, Heckflügel, Nankang Sportnex AR– 1, Vorderachse 255– 35– 19 und hinten 295–30–19 und mit modifiziertem Serienauspuff.


    Ist man relativ schlank und nicht allzu groß, kommt man in das Auto auch ohne Abstecken des Lenkrads rein, keine allzu schwere Übung mit abgestecktem Lenkrad, Bedienung gibt keine großen Rätsel auf, man muss nach Zündung an, das mit “ mode“ Knopf bestätigen, weiß man das nicht, wird Anlassen schwierig. Sehr gute einstellbare Pedalerie genug

    Abstand von Kupplungspedal zu Bremspedal und von da zu Gaspedal. Gut !

    Sitze ( Kunststoffschalen) könnten besser ausgeformt sein im Schulterbereich, ordentlich die Hosenträger angezurrt und man sitzt dennoch bombenfest.


    Helm auf und ab...


    Schon ab 70 km/h gewaltige Windgeräusche, die kommen nicht vom Helm, sondern vom Wind, der sich im Auto ( Heckbereich) fängt. Da muss man sich erst einmal dran gewöhnen,

    man glaubt dann schneller zu sein, als man tatsächlich ist.


    Getriebe sehr schön kurz übersetzt, 1. Gang um 50 km/h , 2. bis 85, 3. Gang bis 125, 4. Gang bis 165 und 5. Gang bis 200.

    Schaltung knackig und leichtgängig. Gut!


    Sind die Nankang Sportreifen warm, heute war es an die 25 Grad Außentemperatur, dann geht Aufwärmung, (Luftdruck 1.2 – 1.3 bar nicht schlecht), so hat die Hinterachse keine Mühe die 360 PS auf die Straße zu übertragen, im kurzen 2. Gang minimal Schlupf, ab 3. Gang kein Problem mehr mit Schlupf.


    Bis 160 km/h ist man recht schnell längsdynamisch, dann wird es zäher. Mit meiner C7 Z06

    mit 624 PS gemessen, ziehe ich erst ab 160 km/h deutlich dem getunten X–Bow weg.


    Motor ist gut, mäßiger Sound, aber ab 2500 U/min ist spürbar Ladedruck bis zum Drehzahlbegrenzer da, der bei 6600 U/min zum Spielverderber wird.

    Aber immer gute Ganganschlüsse, Getriebe kurz übersetzt und Auto leicht, um 840 kg.


    Störend bei Lastwechsen Getriebeklackern, wenn man abrupt vom Gas geht und wieder

    aufs Gas.


    Etwa eine Stunde Fahrzeit hab ich gebraucht, um mich an das Auto heranzutasten,

    Lenkung sehr schwergängig, gerade aus Spitzkehren extrem schwergängig, Bremse auch

    gewöhnungsbedürftig, man braucht sehr große Pedalkräfte und langer Pedalweg,

    Auto hatte dann die optionale Brembo Bremse.


    Nach einer Stunde mal mutiger geworden und mal Kurven schärfer gefahren.

    Fantastisches Einlenkverhalten, wahnisinns stabile Vorderachse, kein Einknicken, kein

    Rollen der Karosserie. Das macht dann gewaltig Spaß, die Präzision begeistert

    und leichtes „ Formel 1 Gefühl“ kommt auf. Fahrwerk auch noch tauglich für Landstaßem

    mit schlechterem Straßenbelag, Dämpferverstellung Serieneinstellung, noch ausreichende

    Federwege und Dämpfung, Karosserie sehr steif. Kanaldeckel werden noch ordentlich

    geschluckt vom Fahrwerk.



    Aber niemals zu viel riskieren, Dreher bei kalten Reifen oder feuchter Fahrbahn sind bei

    zu viel Wagemut angesagt, Auto dreht blitzschnell ein, hat man Glück, dreht man

    sich quasi auf der Stelle und bleibt auf der Straße. So Sachen muss man dann auf der

    Rennstrecke üben und testen, X– Bow Fahren braucht viel Übung.

    Dann aber sehr schnell, und man kann zig Runden auf dem Track fahren nacheinander,

    geringes Gewicht ist auf Track immer gut, zu hohe Reifenlaufflächentemperatur kein

    Thema, auch Wasser – und Öltemperatur.


    Fazit : Eher Drittwagen als Zweitwagen, im Prinzip reines Tracktool mit sehr hohem

    Spaßfaktor.


    Gruß Horst

  • Noch kurz ergänzend: Bedienung alles vom Lenkrad ist nicht schlecht: grüne Tasten Blinker,

    blau Licht, rot Hupe, das merkt man sich schnell etc.


    Den schlechten cw – Wert von Serie 0.63 merkt man über 140 km/h dann schon,

    bei 200 km/h um 180PS Luftwiderstandsleistung, dafür gibt es aber keinen Auftrieb.


    Zu den Fahrleistungen: Mit 360 PS kommt man unter 4 s bei 0–100, da aber bei um 85 km/h noch Schaltvorgang in 3. Gang muss man sehr fix schalten. 100–160 etwa 4.8 s und bei

    160 –200 wird es zäh mit um 6.0 s. Testwagen allerdings extrem breite Bereifung und Heckflügel, cw – Wert eher um 0.7 in diesem Fall.

    Spritverbrauch dank des geringen Gewichts recht günstig, über 15 l kommt man eigentlich nur auf Track.

  • Bevor ich den GT3 gekauft habe, bin ich den X-Bow R mit 300PS mal gefahren, allerdings nur auf der Strasse. Das Grundkonzept ist der Hammer, allerdings schwächelt die Umsetzung an verschiedensten Ecken. Zuerst mal ist das Ding viel zu gross geworden. Vergleicht man die Ausdehnung mit einem "normalen" Auto fällt es extrem auf. Entsprechend ist der Wagen auch viel zu schwer, auch wenn er zu grossen Teilen aus CFK besteht. Deutlich über 850kg sind zu viel, zumal man weder Türen, Dach oder Frontscheibe hat. Alleine die Wasserkühlung des Ladeluftkühlers verursacht Kopfschütteln.


    Vergleicht man den X-Bow mit einem Ariel Atom, der aus einem Stahl-Gitterrohr-Rahmen besteht, aber um die 500kg wiegt bei sehr ähnlichem Fahrzeugkonzept, fällt es noch mehr auf, dass der X-Bow zu schwer daherkommt.


    Der Antrieb mit dem Turbo will auf Drehzahl gehalten werden, ist halt ein Turbo, aber hängt gut am Gas. Die Getriebe sind Serienmaterial, aber, glaubt man dem Forum, etwas zu schwach ausgelegt und daher ausfallgefährdet. Auch die Schaltung soll etwas schwach sein.


    Auf dem Track sind die Dinger flott unterwegs, wenn's der Fahrer kann, sogar auf normalen Reifen, dem Gewicht sei es gedankt.


    Da fällt mir ein, HIER wurde der X-Bow schon mal thematisiert.


    Greetz

    Nach 320'000 Spiegeleiern kann die Kantine nicht so schlecht gewesen sein!
    Harm Lagaay


    PS: Ich heisse nicht Greetz k:thinking:

  • Ich habe ja neben dem GT3RS noch einen XBOW GT (den mit Scheibe), auch mit 360 PS, anderen Fahrwerk, Aerokits usw.


    Es gibt kein besseres Auto für den Track. Kaum Verschleiss, unglaubliche Kurventempi und viel Fahrspass zu vergleichsweise geringen Kosten.


    Bei der Seven IG und ab und an beim Pistenclub sind viele richtig schnelle Jungs mit Ihren X-Bows dabei.


    In den Serien R musst du ca. 15 T€ investieren um das Performance Level zu erreichen.


    Hier mal eine paar Topzeiten von den richtig guten Fahrern:


    SPA: 2,35 min.

    Nürburgring GP: 2,04 min.

    Hockenheim Klein: 1,03-1,05 min.


    alles auf CUP 2 oder Trofeo. Keine Slicks. Trackday.


    ich kenne kein Serienauto das derartige Performance (klar, unter massiven Einschränkungen der Alltagstauglichkeit) zu so geringen Kosten bietet.


    Steffen Faas (Sieger der XBow Battle) ist beim Pistenclub letztes Jahr auf Slicks am Nürburgring (GP) unter 2,00 min. gefahren, schneller als der Frikadelli Porsche der dabei war und alles andere vor Ort (R8 GT3 LMS, Porsche CUP usw.).


    Das Gewicht ist mit 850 kg immer noch top / lieber 200kg mehr und Carbonmono als Gitterrohrrahmen und Unfall

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