Reifen Load / Tragfähigkeits Index

  • Hallo , ich würde gerne die Berechnung des Reifenload Indexes verstehen.

    Hatte mich bis jetzt noch nicht damit auseinander gesetzt.

    Heute auf einem Autotreffen wußte selbst ein Tüvangestellter nicht richtig weiter.

    Und über Googel habe ich auch nur die reinen Reifenwerte gefunden.

    Ich nehme mal unseren 11er mit groben ca. Werten als Beispiel.

    Gewicht leer = 1400 KG

    Ges. Gew. = 1800 KG

    max Achse V = 800 KG

    max Achse h = 1150 KG

    Load index v = 89 ( 580kg)

    Load Index h = 94 ( 670kg)

    Ich habe letzte Woche Reifen eintragen lassen. Michelin schickte mir ein Gutachten,

    mit 94er Index. Ich hatte im Vorfeld leider nur einen 91er fürs Vorderrad 225/45/17 gewählt (ist ja schon mehr wie Serie).

    Es hatte dem Tüvprüfer auch gereicht, und ich wollte nicht nachhaken.

    JETZTE MEINE ÜBERLEGUNG.

    Bei vorne ca. 800 Kg hinten ca. 1200 Kg müßte man doch einen deutlich niedrigere Load Index fahren können?

    Eigendlich bräuchte man vorne ja nur so 400 Kg / 76 Load pro Rad,

    und hinten 580Kg / 89 Load Index .

    Wie ist die Reserve bis 94er vom Hersteller / Gesetzgeber begründet?

    Gruss Uwe

  • Über Google habe ich wirklich mehrere Beiträge gelesen. Aber leider nichts gefunden, sonst hätte ich mir hier nicht die Mühe gemacht. Wikipedia schaue ich so gut wie nie. Habe da aber jetzt einen guten Satz gefunden.

    "Reifen mit V-Geschwindigkeitsindex dürfen bei seiner Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h nur mit 91 % der seinem Tragfähigkeitsindex entsprechenden Höchstlast beansprucht werden."

  • Häufig hat der LI in den Papieren auch mit den verfügbaren Reifen zu tun.


    Weiterhin braucht es für sehr hohe Geschwindigkeiten entsprechende Reserven. Da gibt es Tabellen für die entsprechenden Speed Indizes. Zusätzlich gibt es Abzüge für Sturzwinkel über 2°.


    Bei sehr hohen Geschwindigkeiten (über 300km/h) sollte man sich Freigaben der Reifenhersteller holen.


    Wichtig: Es gibt beim LI keine Aufschläge / Reserven. Ein Reifen mit 400kg Tragfähigkeit muss auch nur die 400kg aushalten.

    Daher sollte man das bei schnellen und/oder schweren Autos nicht ausreizen.


    Gruß, Marcus

    Walter Röhrl: Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat, es aufzuschließen.

  • nachhaken.


    Hallo

    dein Ansatz stimmt für Reifen bis Geschwindigkeitsindex "H" = 210km/h!!!

    Über dieser Höchstgeschwindigkeit müssen "Tragfähigkeitsabschläge" nach "ECE - R30" gemacht werden. Nachzulesen in der "ECE - R30" Seite 74 - 76 für Index " V , W und Y "

    d.h. die erforderliche Tragfähigkeit ist die halbe Achslast + die entsprechende Erhöhung infolge der tatsächlichen Höchstgeschwindigkeit.

    z.B Reifentragfähigkeit von 100% = 1000kg ergibt bei V-Reifen und bbH 240km/h eine zul. Tragfähigkeit von 91% = 910kg.

    Um eine ausreichende Tragfähigkeit zu gewährleisten ist der Tragfähigkeitsindex entsprechend zu wählen.


    Gruß Kalle

  • "...Eigendlich bräuchte man vorne ja nur so 400 Kg / 76 Load pro Rad,

    und hinten 580Kg / 89 Load Index ..."


    Da hast du absolut recht. Die Tragfähigkeit eines Reifens entspricht seinem Tragfähigkeitsindex.


    Ein PKW mit 800kg Achslast und 240km/h Vmax benötigt nach ECE-R30 einen Reifen mit 76W (ein W-Reifen hat bis 240km/h 100% seiner Tragfähigkeit) oder aber 80V (mit 91% Tragfahigkeit gerechnet)


    LG Achim



  • Jetzt mitmachen!

    Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!


    • Registrierte Mitglieder genießen die folgenden Vorteile:
    • ✔ kostenlose Mitgliedschaft
    • ✔ weniger Werbung
    • ✔ direkter Austausch mit Gleichgesinnten
    • ✔ neue Fragen stellen oder Diskussionen starten
    • ✔ Nutzung des PFF-Marktplatzes
    • ✔ schnelle Hilfe bei Problemen
    • ✔ Bilder hochladen und Umfragen nutzen
    • ✔ und vieles mehr...