Probleme mit den Steuerzeiten

  • Hallo ihr Lieben,


    nach ein paar Monaten Porsche-Abstinenz habe ich mir nun meinen zweiten 924er (Bj.83) gekauft. Ich habe das Auto als nicht laufende Baustelle aus einer sogenannten Projektaufgabe erstanden:S Dem Vorbesitzer ist der Stehbolzen im Thermostatgehäuse auf dem die Spannrolle montiert wird abgerissen. Sonst sollte er laut Verkäufer laufen. Ich also:

    Gekauft! Neues Thermostatgehäuse bestellt, und alles zusammengebaut (Zahnriemen, Spannrolle, Wasserpumpe, Keilriemen etc. etc...). Ich würde mal sagen, dass ich weiß, was ich tue. Ich habe einiges an Erfahrung mit alten Autos und hatte ja schon genau so einen Wagen mit dem gleichen Motor, bei dem ich vor nicht einmal einem Jahr diese ganzen Arbeiten bereits erfolgreich durchgeführt habe. Umso verwunderlicher war das Ergebnis hier, denn: Das Ding wollte ums verrecken nicht anspringen.


    Sprit, Zündfunke und Kompression waren vorhanden. Die Zündung hatte ich eingestellt und mit ist aufgefallen, dass sie um ca. 90° vor OT verstellt war. "Sicher ein Montagefehler vom Vorbeseitzer..." dachte ich mir. Weiter probiert, doch nichts ging!


    Irgendwann bin ich auf die Idee gekommen, mal den Ventildeckel zu demontieren und mit gesundem Menschenverstand nachzuvollziehen, wie die Steuerzeiten so aussehen. Also bei Zyl 1 auf OT müssten beide Ventile geschlossen sein - und das waren sie nicht! Ich habe den Riemen gelöst, die Nockenwelle so gedreht, wie ich mir dachte, dass es unegefähr passen muss. Riemen drauf, Zündung kurz und dreckig eingestellt und siehe da: Das Ding sprang sofort an. Das hat mich ein bisschen nachdenklich gemacht:/, denn:

    1. Wenn die Markierung auf dem Zahnriemenrad nicht stimmt, was offensichtlich der Fall ist, woher weiß ich dann, wie ich die Nockenwelle einstelle?
    2. Gibt es eine Markierung auf der Welle?
    3. Was zur Hölle habe ich für ein Nockenwellenrad?


    Man kann das Rad nur in einer Stellung montieren, da die Passung über eine Scheibenfeder auf dem Nockenwellenstumpf erfolgt. Bei meinem alten 924 Habe ich die KuWe auf OT gestellt (über Kerb-Markierung auf der Keilriemenscheibe unten), die Nockenwelle auf OT gestellt (über die gut sichtbare Präg-Markierung auf dem Nockenwellenrad oben), Riemen drauf und gut war. Es war der schnellste und unkomplizierteste Zahnriemenwechsel, den ich jemals durchgeführt habe.


    Hat jemand von euch eine Idee, was ich jetzt machen kann, ohne einen Mustermotor neben dran stehen zu haben, an dem ich kritische Merkmale überprüfen und mit meinem Motor abgleichen könnte?


    Ich danke euch im Voraus für eure Mühe und Zeit!8:-)

  • Schau mal ob auf der anderen Seite des Nockenwellendrades auch noch eine Markierung an anderer Stelle ist. Bei meinem ist das so. Vieleicht hat jemand nur das Riemenrad verkehrtherum aufgeschraubt. Auf der einen Seite ist bei meinem ein Punkt auf der anderen eine Kerbe. DIe Kerbe ist die richtige Markierung und muss nach hinten zum Zeiger am Ventildeckel zeigen.

    Beschleunigung ist, wenn die Tränen der Ergriffenheit waagrecht zum Ohr hin abfliessen - Walter Röhrl :cool2:

  • Von einem falschrum montierten NW-Rad hat man hier schon ein paar mal gelesen.

    Ich kann leider gerade nicht in meinem Auto nachsehen... aber ich meine, der Punkt sollte nach hinten zeigen.



  • 1000 Dank Jungs, ich werde es heute Abend mal prüfen!

    Komisch nur, dass bei meinem Damals die Punktmarkierung vorne zum Einstellen hergehalten hat.

    Ich berichte, wenn ich die Kerbe gefunden habe.

  • Nachtrag: Ich habe gerade nachgeschaut und die Markierung auf der Rückseite tatsächlich gefunden. War um einen Zahn verstellt, also hat Pi mal Daumen ganz gut funktioniert:-)

    Jetzt sitzt der Riemen korrekt und das Ding läuft. Danke noch einmal für den guten Hinweis<3

  • Das Nockenwellenrad kann man doch gar nicht verkehrt herum montieren🤔

    Die Welle ist doch komisch und mit Passfeder...

    Oder gibt’s da vor 80 Grade wellenzapfen?🤔

    Finanziell gesehen war das ganze ein Desaster.
    Sie ahnen nicht,wie recht sie damit haben.

  • Hallo Leute ich habe mir für den Winter einen 924 angeschafft, der ganz u ruhig lief, der Vorgänger hat einen neuen Zahnriemen auf gezogen, beim kontrollieren der OT Markierung am Nockenwellenrad und an der Kurbelwelle passen die Markierungen nicht überein, ca 70 Grad verschoben. Der Motor lief vorher ab 2000Umdr. Eigentlich gut. Kann es sein dass der Vorbesitzer die Riemenscheibe an der Kurbelwelle versetzt montiert hat, oder hat die Riemenscheibe eine Passung. (Schrauben oder ähnlichhes. Für eure Hilfe wäre ich dankbar. Gruß Thomas

  • Jetzt mitmachen!

    Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!


    • Registrierte Mitglieder genießen die folgenden Vorteile:
    • ✔ kostenlose Mitgliedschaft
    • ✔ weniger Werbung
    • ✔ direkter Austausch mit Gleichgesinnten
    • ✔ neue Fragen stellen oder Diskussionen starten
    • ✔ Nutzung des PFF-Marktplatzes
    • ✔ schnelle Hilfe bei Problemen
    • ✔ Bilder hochladen und Umfragen nutzen
    • ✔ und vieles mehr...