Lenkungsspiel 964

  • Hallo 964er Spezialisten,


    längere Zeit war ich hier im Forum nur als porscheloser Mitleser aktiv. Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich mich von meinem 977er getrennt habe.


    Jetzt hat es mich aber doch wieder gepackt und ich habe mir einen 964er angeschafft.


    Folgendes Problem habe ich jetzt mit dem Lufti:


    Wenn ich bei laufendem Motor (also mit Servounterstützung) von der Null-Stellung (ich meine Geradeauslauf) langsam nach links oder rechts lenke, stoße ich nach einer minimalen Lenkbewgung gegen einen leichten Widerstand der sich mit einer leichten Krafterhöhung in der Lenkbewegung dann ruckartig löst. Das Ganze passiert auch beim Fahrern in langgezogenen Kurven oder auch beim allgemeinen Einlenken, was ich für sehr gefährlich halte. Im Stand ohne laufenden Motor (also ohne Servounterstützung) merke ich diesen Widerstand nicht.


    Ich bin ratlos. Kennt eventuell jemand dieses Problem.


    Danke vorab für Rückmeldungen.


    Grüße
    Jochen

  • Hallo Jochen,


    welcome back :)


    Es gibt natürlich x-verschiedene Möglichkeiten, die ich sicher nicht alle kenne. Aber ich möchte zumindest auf eine Sache im Zusammenhang mit der Lenkung hinweisen. Bei 964ern bis BJ 92 gab es eine Rückrufaktion, die mit dem Kürzel AT07 im Scheckheft verzeichnet sein sollte.


    "Rueckrufaktion bei Porsche


    Der Sportwagenhersteller Porsche ruft weltweit rund 54.000 Autos wegen eines moeglicherweise defekten Teils an der Lenkwelle zurueck. Es handelt sich um 900 11er Fahrzeuge vom Typ 964 der Jahre 1989 bis einschliesslich 1992. Maengel sind bisher an 13 Wagen aufgetreten. Wer Geraeusche oder Spiel im Lenksystem feststellen sollte, sollte so bald wie moeglich den naechsten Porschehaendler aufsuchen."


    Vielleicht ist das ein Hinweis.


    Grüße
    Gisbert

    964 C4 Coupé, BJ 6/89, indischrot, C00, M139 - Sitzheizung links, M425 - Heckscheibenwischer, M573 - Klimaanlage

    161.850 km (Stand Ende 2021), ungeöffnet, matching numbers

  • Meistens hat eines der Kreuzgelenke der Lenksäule Spiel / ist ausgeschlagen. Ich würde mal die Räder von Lenkanschlag zu Lenkanschlag drehen, wenn das Auto auf der Bühne ist. Das muss sich widerstandsfrei drehen lassen. Wenn dabei eine Schwergängigkeit auftritt, die beim Weiterdrehen wieder weggeht, ist es vermutlich ein Kreuzgelenk der Lenksäule.

  • Einfach die ganze Lenkung durchprüfen, von oben nach unten, jedes Gelenk einzeln ausschliessen. Kann aber auch eine verschlissene Zahnstange sein.


    Greetz

    Nach 320'000 Spiegeleiern kann die Kantine nicht so schlecht gewesen sein!
    Harm Lagaay


    PS: Ich heisse nicht Greetz k:thinking:

  • Hi , bitte das ganze procedere mal auf der Bühne testen. Es kann nämlich sein , dass du durch den stark erhöhten Kraftaufwand ohne Servo , den Widerstand einfach nicht spürst.
    Wenn wirklich nur bei Servobetrieb der Widerstand feststellbar ist , was ich mir nicht denken kann , dass komplette Servosystem checken. Ist genug Öl drin 8) ?
    Am besten vorne alle Leitungen ab und das ganze System erst einmal spülen und anschließend mit frischem Öl füllen. Besonders im Bereich der Hohlschrauben darauf achten , ob sich dort vielleicht irgendwelche Rückstände befinden. Für das Lenkgetriebe bekommt man ein Reparatursatz für um die 100€ , aber bitte nur von Leuten machen lassen , die was davon verstehen und nicht einfach wild drauf los basteln.
    Falls es aber generell einen Widerstand geben sollte , wie schon geschrieben , Lenksäule vom Getriebe abkoppeln und erst einmal alle beweglichen Teile vor dem Lenkgetriebe auf Schwergängigkeit prüfen.Ggf die Spurstangen auch vom Radträger trennen und schauen , ob im Bereich der Radträger alles frei beweglich ist. Falls da alles i.O. ist , bleibt nur noch das Lenkgetriebe selbst , dass gibt es im Austausch für ca. 1000 €.
    Grüße Olli

  • Moin,


    AT07 ist bei diesem Symptom schon mal ein guter Tip. Aaaaber: Die AT07 wurde bei praktisch allen Fahrzeugen gemacht; es gibt kaum noch Autos aus westlicher Hemisphaere, die durch den Rueckruf durchgerutscht sind. Lt. meinen Infos wurde nur bei gaaaanz wenigen Fahrzeugen auch tatsaechlich die Reparatur durchgefuehrt, die meisten Kreuzgelenke sind bzw. waren i.O. Erkennbar ist die Reparatur (nicht die Pruefung!!) an der Verschraubung der Hardyscheibe zwischen Lenksaeule und oberem Kreuzgelenk. Original ist das vernietet. Gilt fuer Airbag und Nicht-Airbag-Modelle.
    Airbag-Modelle haben am unteren Kreuzgelenk ein Schiebeelement, welches innen mit einer Beschichtung versehen ist. Wenn diese altert und ´ausleiert´, stellt sich zwischen Schiebeelement und Zahnstange ein minimales Spiel ein, welches man nur in Geradeaus-Stellung (d.h. ohne Servolast) durch etwa 1-1,5 cm Spiel am Lenkradrand spuert. Ist harmlos, aber nervig. Abhilfe ist moeglich, aber teuer. Oft reicht es, das untere Kreuzgelenk samt Schiebehuelse zu tauschen, das geht relativ problemlos. Wenn sich dabei aber rausstellt, dass die Hardyscheibe oder die Zahnstange samt oberem Kreuzgelenk auszutauschen sind, wird es extrem spassig. Leider hat Porsche bei den Hardyscheiben einen Lochabstand von 54 mm; viele Hersteller nutzen 50 mm. Die Hardyscheibe gibts nicht einzeln.


    Die AT07 ist in den Werksabfrageunterlagen vermerkt. Wenn sie tatsaechlich noch nicht geprueft (!) wurde, kann man einfach zum PZ, dann wird das gemacht und ggfs. repariert.


    ND

  • Hallo 😊

    Habe bei meinem 964 auch das gleiche Problem wie von Cityliner beschrieben.

    War es letztendlich das Lenkgetriebe?

    Kreuzgelenke habe ich alle geprüft sind in Ordnung. Mfg

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