Meinungen und Tipps zum 1977er 911s, 2,7

  • Hallo Zusammen,
    bin noch recht neu hier im Forum und seit einiger Zeit Besitzer eines wirklich gut erhaltenen G-Modells von 1977, 911s mit 2,7 Liter-Motor. 8:-) Habe den Wagen von einem Freund erworben, der ihm vor einigen Jahren von seiner in den USA lebenden Tante übereignet wurde, die den Wagen damals neu zuließ und fuhr. Mein Freund hat den Wagen zu wenig gefahren und ihn mir deswegen angeboten. Laufleistung ca. 60.000 Meilen, nichts verbastelt, im Originalzustand, schöne Extras wie z.B. Sportsitze, zusätzlicher Ölschlangenkühler rechts vorne, Schiebedach etc. Matching numbers. Verschleiß- und Standschadenteile wurden in den letzten Jahren ausgetauscht (Pedalerie, Ölkühler, Öltank, Bremsen etc.) Motor ist absolut dicht und brummt zufrieden vor sich hin. Einzig das Getriebe ist hakelig, die Schaltwege unpräzige und schwammig und das Runterschalten vom 3. in den 2. Gang geht schwer. Da in manchen Foren und Berichten zweifelnd über den 2,7 Liter Magnesiummotor berichtet wird und dieser Wagen zudem mit Thermoreaktor und Abgasrückführung (EGR) ausgerüstet ist die Frage, ob ich den schönen Wagen gleich der Verschrottung zuführen soll, oder ob jemand gute Tipps hat wie ihm ein langes und zufriedenes Oldieleben bescheren kann? Wäre super, wenn diese Tipps nicht dem Hörensagen oder irgendwelchen Ängsten entspringen würden, sondern vielleicht von einem Besitzer des gleichen Modells/Motors, der aus Erfahrung berichten kann. Herzlichsten Dank! :blumengruss:
    Ach so: welches Öl empfiehlt ihr denn so? Welche Temperatur sollte das Öl nicht überschreiten?
    Winkewinke, Euer
    ventilspiel

  • Moinsen,


    erst mal herzlichen Glückwunsch zu dem Auto. das hört sich alles sehr(!) gut an, auch ohne den Preis zu kennen. Das Getriebe ist für 911er-Neulinge gewöhnungsbedürftig. Haken darf es aber nicht. Wenn Du das Auto nicht(!) im Winter fährst, wovon ich ausgehe, würde ich 10W-60 von Castrol oder Shell Helix empfehlen. Porsche bietet das ebenfalls an, wenn auch deutlich teurer. Laß das Auto mal von einem Spezialisten durchchecken (Schaltung!) und Dir vorher einen Preis dafür geben. Das reduziert die "Moral Hazard"-Gefahr, von der Diagnose auch anschließend proportional zu profitieren. Wenn es bereits Standschäden gab, würde ich erst mal nicht Vollgas auf der Bahn fahren, sondern erst mal Ölwechseln. Ansonsten fahren und Spaß haben und nicht auf die Idee kommen, im Zuge des gegenwärtigen Hypes das gute Stück zu versilbern.


    Allzeit viel Spaß


    Tinolino

    Wir suchen immer noch Teilnehmer des diesjährigen Betriebsausflugs an

    Himmelfahrt, die bei Onkel Joe's "Tattoo Hurricane Best Ink in Town" das falsche Sonnenrad oder den schlimmen Kaktus bekommen haben!

  • Guten Morgen,


    schon mal die Lager im Schaltkuppler und die Kugelpfanne am Schalthebel getauscht? Das zusammen mit frischem Getreibeöl kann Wunder bewirken was die Schaltbarkeit anbelagt! Teilekosten ca. 30€ + Öl und etwas Bastelarbeit. Wenn's dann nicht besser ist kann man immer noch an weitere Maßnahmen denken.


    Gruß
    Mark :wink:

    930 turbo Coupé, C00, Mj. 1984 :headbange

    993 C2 Cabrio, C00, Mj. 1997

  • Glückwunsch,


    wenn der Motor bis jetzt gehalten hat und dicht ist - dann ist das schon ein gutes Zeichen. Schmeiß die Auspuffanlage weg und investiere in eine SSI, bau das Heizgebläse ab und die Klima (falls vorhanden) und rüste die Heizung zurück nach MJ.73.


    Dann musst Du ihn nicht gleich wegschmeißen....

    beste Grüße


    Heiko

    +++++++++++

    911 Coupé Bj. 1974 lachsdiamant-metallic

    911 Targa Bj. 1976 hellgelb

  • Hallo Zusammen,
    bin noch recht neu hier im Forum und seit einiger Zeit Besitzer eines wirklich gut erhaltenen G-Modells von 1977, 911s mit 2,7 Liter-Motor. 8:-) Habe den Wagen von einem Freund erworben, der ihm vor einigen Jahren von seiner in den USA lebenden Tante übereignet wurde, die den Wagen damals neu zuließ und fuhr. Mein Freund hat den Wagen zu wenig gefahren und ihn mir deswegen angeboten. Laufleistung ca. 60.000 Meilen, nichts verbastelt, im Originalzustand, schöne Extras wie z.B. Sportsitze, zusätzlicher Ölschlangenkühler rechts vorne, Schiebedach etc. Matching numbers. Verschleiß- und Standschadenteile wurden in den letzten Jahren ausgetauscht (Pedalerie, Ölkühler, Öltank, Bremsen etc.) Motor ist absolut dicht und brummt zufrieden vor sich hin. Einzig das Getriebe ist hakelig, die Schaltwege unpräzige und schwammig und das Runterschalten vom 3. in den 2. Gang geht schwer. Da in manchen Foren und Berichten zweifelnd über den 2,7 Liter Magnesiummotor berichtet wird und dieser Wagen zudem mit Thermoreaktor und Abgasrückführung (EGR) ausgerüstet ist die Frage, ob ich den schönen Wagen gleich der Verschrottung zuführen soll, oder ob jemand gute Tipps hat wie ihm ein langes und zufriedenes Oldieleben bescheren kann? Wäre super, wenn diese Tipps nicht dem Hörensagen oder irgendwelchen Ängsten entspringen würden, sondern vielleicht von einem Besitzer des gleichen Modells/Motors, der aus Erfahrung berichten kann. Herzlichsten Dank! :blumengruss:
    Ach so: welches Öl empfiehlt ihr denn so? Welche Temperatur sollte das Öl nicht überschreiten?
    Winkewinke, Euer
    ventilspiel


    Hallo,
    zunächst mal Glückwunsch zu solch einem Schätzchen, so was muss man erhalten.
    Diese Motoren haben zwar einen schlechten Ruf, starben sie doch in den USA wegen der Abgasbestimmungen, durch die Thermoreaktoren und AGR, insbesondere in den Sunshine States, einen frühen Hitzetod.


    Aber offensichtlich wurde Dein Elfer mit nur 60.000 mls nicht sonderlich beansprucht.
    Ich würde ihn vom Ballast der Thermoreaktoren und AGR befreien und ihm eine normale Abgasanlage verpassen, möglicherweise auch eine SSI Anlage.
    Das Getriebe könnte in der Tat nach einem Ölwechsel und Einstellung des Schaltgestänges und des Schaltkupplers wieder seinen Dienst verrichten.
    Ein Schaltwunder war und wird das 915 er Getriebe nie.
    Deine Öltemperatur sollte auch unter höchster Beanspruchung, nach dem Umbau, nicht über 9:30 - 10:00 Uhr steigen.
    Beim Öl bin ich sehr konservativ und empfehle Dir das mineralische 10W50 oder 15W50, so wie es Porsche 1977 vorschrieb.
    Luftgekühlte Grüße
    Bernd

    "Porsche fährt man nie aus Vernunft sondern immer aus Überzeugung"
    911 SC, 9/78, RdW Coupe`, 180 PS, grandprixweiß, 287 tkm, H - Zulassung, "matching numbers", seit 42 Jahren in meinem Besitz

    Luftgekühlte Grüße aus dem Bergischen Land

    Bernd

  • Hi,


    unbedingt sofort verschrotten. Bring ihn mir, ich mach das für Dich kostenlos ;-)


    Im Ernst: Kauf Dir das 911er Schrauberhandbuch von Wayne Dempsey.
    Da findest Du die Schaltgestängeüberholung. Nicht sehr schwierig.
    Und auch viele andere Tips und Reparaturanleitungen.


    Was macht denn der Ölverbrauch und Öldruck?
    Das sagt einiges über den Motorzustand aus.


    LG, Peter

    911 G-Model Targa 3,0 SC BJ 1981, RdW, 204 PS, 930/10, Motor, Getriebe, Fahrwerk überholt 2015, zinnmetallic, Pascha blau
    neu lackiert 2020
    Smart Roadster Brabus Coupe, "Targa", BJ 2005, 101 PS, speed-silver, Leder schwarz

  • Sorry, aber der Magnesiummotor ist wirklich extrem problematisch. Diese Baureihe gilt als die schlechteste jemals produzierte, weil der Hubraum einfach zu große Kräfte für das Material erzeugt und die Stehbolzen unter massivem Stress stehen. Man kann sich bekanntlich darüber streiten, ob das Ölklappenmodell eine Fehlkonstruktion ist oder nicht, der 2.7 Magnesium ist garantiert eine. Versuch den Wagen loszuwerden und kauf dir einen davor oder danach, kein Witz. Übrigens dürfte genau das sehr schwierig sein, da der potentielle Interessentenkreis die Problematik kennt.


    P.S.: Alles nachzulesen im "911 Performance Handbook".

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