50.000 Euro anlegen - keine Handlungsempfehlungen

  • Mal was abseits von Aktien, Derivate, Rohstoffen, BTC und Co (afair aber auch schon ab und zu ein Thema hier):

    PV Anlage.

    Ich hätte eine Immo wo man eine aufs Dach klatschen könnte. Eigennutzung allerdings ausgeschlossen, also Volleinspeiser mit 12,x Cent/kWh Vergütung bis max 10kWp. Die 10kWp müssten sich mit der Fläche auch ziemlich exakt ausgehen. Laut diversen Rechnern optimale Verhältnisse: Süddeutschland, leichte Dachneigung, Azimuth ca -10° und keine Verschattung. Angeblich Ertrag dadurch 1000kWh pro kWp p.a. Der Part den ich 0 Einschätzen kann sind die Kosten. Google spuckt hier irgendwas um die 15k€ für so eine Anlage aus - realistisch? Mit welchen Kosten extra ist im Zählerschrank etc zu rechnen? Oder sind die schon dabei? Wartungskosten / Unterhalt?

    Wenn ich das ganze in einen Rechner schmeiße: 15k Netto Anschaffung, 0,5% Betriebskosten (mit leichter Steigerung p.a), etwas Ertragsminderung p.a (weil Anlage altert?) usw dann lande ich am Ende bei irgendwas um die 5% Rendite. Kommt das hin?

    Ist nicht berauschend, aber vll rechnet es mir der Petrus ja an wenn ich irgendwann an der Himmelspforte stehe und Ärger wegen meiner RHM Posi bekomme? :saint:

    Also für eine Anlage auf dem Privatdach zahlt man derzeit in NRW zwischen 1.100,- Euro und 1.400,- Euro pro KWp. Dieser Preis sollte alles beinhalten, also Module, Montage, Wechselrichter, Gleichstromanschluss, Wechselstromanschluss (Zählerschrank), Netzbetreiberanmeldung. Nicht enthalten ist Speicher. Aufpassen muss man beim Gerüst, größere Firmen haben oft eigene Gerüstbauer, bei kleinere Firmen ist das ein separates Gewerk, welches auch separat bezahlt werden muss. Viel hängt davon ab, wie alt/neu die derzeitige Wechselstrominstallations-Situation vor Ort ist, also existierende Zähler, Hausanschluss etc.

    10.000KWh p.a. bringen bei Volleinspeisung 1.287,- Euro p.a., wären dann bei 15.000,- Euro Gesamtkosten ca. 8%. Wartungskosten oder Unterhalt gibt es eigentlich nicht.

    PS: Anhaltspunkt: 1 Standardmodul hat ca. 2 qm (1,77m x 1,14) und bringt zwischen 400Wp und 450Wp; in Süddeutschland bringt 1Wp ziemlich genau 1KWh p.a., in NRW ca. 0,9KWh p.a.

    996 C2 Cabrio - Shortshifter, CARP96ETFLAP, M030 & PCCM+

    Cayenne S Diesel - PCM4, Euro 6, V8, Sport Chrono und Bose

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    Grüße, Tibor

    Einmal editiert, zuletzt von thonglor (11. Juni 2024 um 21:09)

  • Nicht zu vergessen, dass der vorhandene Zählerschrank das auch hergibt. Der muss nämlich den aktuell gültigen Anforderungen entsprechen, wenn man einspeisen will. Nicht denen aus dem Jahr der Installation. Da waren schon so einige überrascht, wenn der Elektriker kommen und den Schrank für 30 EuroScheine mit jeweils zwei 00 drauf erneuern musste.

  • Das mit den 8% hört sich ja schön an… aber die 15K Euro sind ja weg (oder aufn Dach) und müssen erstmal wieder reingewirtschaftet werden, bevor von Rendite gesprochen wird.

    Gruß Ralf

    964 C2 Tiptronic Cabrio Bj 91 LMM 220

  • Das mit den 8% hört sich ja schön an… aber die 15K Euro sind ja weg (oder aufn Dach) und müssen erstmal wieder reingewirtschaftet werden, bevor von Rendite gesprochen wird.

    Genau. Abschreibung nicht berücksichtigt. Was nach 20 Jahren ist, bleibt fraglich. Daher bei 15K jährlich 750 EUR AfA kalkulatorisch dem Einspeiseertrag entgegen setzen. Schon ist die Rendite kleiner.

    Dennoch würde ich es machen (bzw. habs schon vor 17 Jahren gemacht). Wobei bei den Modulpreisen derzeit auch Anlagen für max 1.200 pro kw/p ohne Probleme machbar sein dürften. Selbst 1.000 EUR halte ich für durchaus realisierbar.
    Und so groß wie möglich machen. Der niedrigere Satz gilt erst ab der 10.01 kw/p. Soll heißen, die ersten 10 sind immer voll vergütet. Und je größer, desto eher rechnen sich die Gestehungskosten. Das "Mehrmaterial" spielt nur eine untergeordnete Rolle. 80-90 EUR pro Modul und ein WR eins größer sind Peanuts.

    Hier gehts übrigens zum großen PFF PV-Tread :-)

    88er 911 Targa 3.2

    Einmal editiert, zuletzt von oli_b. (11. Juni 2024 um 23:20)

  • Angefangen mit PV habe ich 2009 mit 5,76 kWp und bin jetzt nach einer Aufrüstung in 2022 und 2023 auch auf der schlechten Nord-Ost Seite bei 22,5kWp angekommen. Bisher noch keine Defekte oder irgendwas an der Altanlage aus 2009, die läuft einfach. Anschaffungskosten damals ca 23K, eingenommen bisher 48K. Damals gab es noch viel höhere Einspeisevergütungen, aber die Anlage war auch viel teurer als heute. Das Verhältnis ist jedoch in etwa gleich geblieben. Hätte ich noch freie Flächen, ich würde alles vollmachen.

    718 Grüße
    Andreas

    Porsche 718 Cayman GTS, Bj 2019

    Audi S2 Limousine 1 of 306, Bj. 1994
    911 3.2er 1984 930/21 indischrot

  • Mal was abseits von Aktien, Derivate, Rohstoffen, BTC und Co (afair aber auch schon ab und zu ein Thema hier):

    PV Anlage.

    Ich hätte eine Immo wo man eine aufs Dach klatschen könnte. Eigennutzung allerdings ausgeschlossen, also Volleinspeiser mit 12,x Cent/kWh Vergütung bis max 10kWp. Die 10kWp müssten sich mit der Fläche auch ziemlich exakt ausgehen. Laut diversen Rechnern optimale Verhältnisse: Süddeutschland, leichte Dachneigung, Azimuth ca -10° und keine Verschattung. Angeblich Ertrag dadurch 1000kWh pro kWp p.a. Der Part den ich 0 Einschätzen kann sind die Kosten. Google spuckt hier irgendwas um die 15k€ für so eine Anlage aus - realistisch? Mit welchen Kosten extra ist im Zählerschrank etc zu rechnen? Oder sind die schon dabei? Wartungskosten / Unterhalt?

    Wenn ich das ganze in einen Rechner schmeiße: 15k Netto Anschaffung, 0,5% Betriebskosten (mit leichter Steigerung p.a), etwas Ertragsminderung p.a (weil Anlage altert?) usw dann lande ich am Ende bei irgendwas um die 5% Rendite. Kommt das hin?

    Ist nicht berauschend, aber vll rechnet es mir der Petrus ja an wenn ich irgendwann an der Himmelspforte stehe und Ärger wegen meiner RHM Posi bekomme? :saint:

    Schau mal im PV-Fred, da wird die geholfen ;) ...


    Nightfly
    11. Februar 2021 um 22:45
  • Mal was abseits von Aktien, Derivate, Rohstoffen, BTC und Co (afair aber auch schon ab und zu ein Thema hier):

    PV Anlage.

    Ich hätte eine Immo wo man eine aufs Dach klatschen könnte. Eigennutzung allerdings ausgeschlossen, also Volleinspeiser mit 12,x Cent/kWh Vergütung bis max 10kWp. Die 10kWp müssten sich mit der Fläche auch ziemlich exakt ausgehen. Laut diversen Rechnern optimale Verhältnisse: Süddeutschland, leichte Dachneigung, Azimuth ca -10° und keine Verschattung. Angeblich Ertrag dadurch 1000kWh pro kWp p.a. Der Part den ich 0 Einschätzen kann sind die Kosten. Google spuckt hier irgendwas um die 15k€ für so eine Anlage aus - realistisch? Mit welchen Kosten extra ist im Zählerschrank etc zu rechnen? Oder sind die schon dabei? Wartungskosten / Unterhalt?

    Wenn ich das ganze in einen Rechner schmeiße: 15k Netto Anschaffung, 0,5% Betriebskosten (mit leichter Steigerung p.a), etwas Ertragsminderung p.a (weil Anlage altert?) usw dann lande ich am Ende bei irgendwas um die 5% Rendite. Kommt das hin?

    Ist nicht berauschend, aber vll rechnet es mir der Petrus ja an wenn ich irgendwann an der Himmelspforte stehe und Ärger wegen meiner RHM Posi bekomme? :saint:

    Auch mal bei der Versicherung nachfragen was die sich so an Prämie vorstellen für die Solarfläche.

    997/2-4S PDK aus 2010 mit Motor Nummer 2

    Hotelrechnung kann Spuren von Übernachtungskosten enthalten.

    Ich möchte sterben wie mein Großvater,im Schlaf mit geschlossenen Augen und nicht wie sein Beifahrer laut schreiend....

  • Mal ein anderer Gedanke : Ich habe 14KWp mit 9 kWh Speicher in Ost / West Ausrichtung. Habe mir ein lokales, renommiertes Unternehmen gesucht, mit Modulen Made in Germany (Aleo). Internetangebote habe ich mir angesehen, wäre bei ca 18-20k gelandet. Mir war aber der direkte Kontakt zum lokalen Anbieter viel Wert. Die Anlage hat 25k gekostet, komplett, alles inbegriffen, inkl Ersatzstromfunktion und Umbau Zählerschrank, Verteilung etc. Ich habe seit Inbetriebnahme im Feb 24 3160 kWh erzeugt. Ca 2000 kWh eingespeist (8 ct/ kWh), Rest Eigenverbrauch, geht über Speicher sehr gut, in den letzten Monaten seit März habe ich nur 10 kWh bezogen. Mein Stromversorger hat schon die Plausibilität meines Zählerstandes hinterfragt ;) Schon cool. Ich habe keinerlei Wirtschaftlichkeitsrechnung gemacht - war mir egal. Ich wollte es einfach haben. :thumbsup: Andere geben 100k+ fürs Auto aus und rechnen das auch nicht gegen. :wink:

  • Ein PV Anlage macht auch besonders Sinn wenn man eine E-Auto hat.

    Hätte ich ein eigene Haus wurde ich es tun.

    Auf mein Wohnmobil, 80 Watt lohnt sich auf jeden Fall, meine Hausbatterie sind immer voll.