50.000 Euro anlegen - keine Handlungsempfehlungen

  • Das wiederum ist komplett unabhängig von der Strategie. Hat man ein Unternehmen welches den Wert des investierten Geldes steigert ist das immer besser als wenn das Unternehmen das nicht tut.

    Genau das ist ja eine Kritik von manchen an Dividenden-Aktien. Dividenden auszuschütten bedeutet ja im Prinzip nichts anderes, als das das Unternehmen das verfügbare Geld nicht gut einsetzen kann. Nicht unbedingt mein Punkt, aber eine oft angeführte Kritik.

    Gruß

  • Ist ein Argument Steve. Dann hilft die gestundete Steuer natürlich etwas. Allerdings zeitlich begrenzt, denn irgendwann ist der Einstiegskurs ja bei Null und dann ist es wohl wieder egal.

    Was passiert eigentlich, wenn der bei Null ist. Kassiere ich dann weiter Steuerfreie Dividende, oder muss ich die dann versteuern?

    Weiss das jemand?

    Gruß

    Da wir in Deutschland sind, tippe ich mal ins Blaue, daß der Einstandskurs ins Minus läuft.

    Aber die Dividende bleibt weiter steuerfrei :wink:

  • Ein weiteres Beispiel wie sinnfrei die Diskussion Dividende vs Kurssteigerung ist, wäre übrigens ein Aktienrückkaufprogramm.

    Nach der Lehrmeinung der Divi Verfechter müsste das ja verbranntes Geld sein, immerhin bleibt der Wert nur im Kurs bzw. treibt diesen hoch. Wenn man die Milliarden als Divi ausschütten würde sollten die Aktionäre also viel mehr davon haben.

    Alle CEOs und Aufsichtsräte dieser Welt scheinen also bei euch noch was lernen zu können…oder vll doch nicht? :wink:

  • Das Argument kann man auch komplett umdrehen. Von welchen Unternehmen verkaufe ich denn Anteile? Ich suche mir immer das Unternehmen aus, was historisch extrem heiß gelaufen ist bzw. am oberen Ende des Trendkanals (ich rede hier trotzdem von defensiven Bluechips). So kann ich dort zu einem anderen Zeitpunkt wieder etwas nachkaufen oder gleichzeitig bei einem niedrig bewerteten Unternehmen (z.B. aktuell J&J) nachkaufen. Oder halt gar nicht und die niedrig bewerteten Unternehmen erstmal hochlaufen lassen, bevor ich dort wieder etwas abstoße. So kann ich die Rendite sogar erhöhen.

    Soweit die Theorie, in der Praxis weißt du nur hinterher was die bessere Wahl gewesen wäre.

    Beispiel anhand mein MCD Aktien, in November 2015 bei kurse um 100 € habe ich Teilgewinne mitgenommen. Nach Monatelang starke gewinne dachte ich das bei kurse um 100 € erstmal eine lange Pause folgen müsste.

    Heute mit kurse von € 250 weiß ich das es verkehrt war. Zum Glück bin nicht ganz ausgestiegen.

    Meine großte Gewinne habe ich mit Aktien die ich lang, länger nicht angefasst habe.

    Market Timing funktioniert 1-2-3 mal gut, irgendwann bist du raus und dann für viele Jahre.

    Das ist mein Erfahrung,

  • Ein weiteres Beispiel wie sinnfrei die Diskussion Dividende vs Kurssteigerung ist, wäre übrigens ein Aktienrückkaufprogramm.

    Nach der Lehrmeinung der Divi Verfechter müsste das ja verbranntes Geld sein, immerhin bleibt der Wert nur im Kurs bzw. treibt diesen hoch. Wenn man die Milliarden als Divi ausschütten würde sollten die Aktionäre also viel mehr davon haben.

    Alle CEOs und Aufsichtsräte dieser Welt scheinen also bei euch noch was lernen zu können…oder vll doch nicht? :wink:

    Dann nochmal mein Meinung zum Thema

    Dividenden Aktien wurde ich als Growth and Income Strategie bewerten.

    Wachstums Aktien stattdessen als reine Growth Strategie.

    Also eigentlich nicht vergleichbar.

    Ich brauche regelmäßige Einkommen, unabhängig wo der Kurs gerade ist, mein ING ist nicht die billigste, darum versuche wo ich kann gebühren zu minimieren.

    Wurde trotzdem nicht bei Etoro & Co. wechsel nur um weniger Gebühre zu zahlen.

    Service, Bedienfreundlichkeit ecc....sind mir viel wichtiger.

  • Zero Bond Frankteich 3,84% bis 10/24 - A4SGB7

    Auf den ersten Blick:

    Kann man machen

    Auf den zweiten Blick: Die französische Quellensteuerthematik muss man mögen, gerade für den zeitanteiligen Renditevorteil eines Kurzläufers…

    997 FL 4S
    racinggreen / steingrau

    2 Mal editiert, zuletzt von STA997 (4. Mai 2024 um 10:55)

  • Ich fasse mal zur Übung für mich zusammen:

    Dividende:

    Unabhängig von ob schlechter/besser als "reine Anlage mit Spekulation auf Kursgewinn".

    - Manchmal ist die Divi steuerfrei, z. Bsp wo?

    - Dividende macht Sinn wenn man von dem eingeschmissenem Geld regelmäßig Einkommen beziehen möchte.

    - Also großvolumige Anlagen generieren ohne Aktienverkäufe Einkommen - wenn halt der Kurs auch dazu passt.

    - Das Thema Aktien usw ist "ziemlich geil" aber auch "ziemlich schwer"...

    Was grobes vergessen?


    Grüße

    Sascha

  • Ich finde die Argumente gehen oft ein wenig am Thema vorbei. Ob eine Aktie nun zum richtigen Zeitpunkt gekauft wurde (den es m.E. nicht gibt) und wie sie sich entwickelt in der Zukunft, hat a) wenig mit der Vergangenheit zu tun und absolut gar nichts mit der Frage der Dividenden.

    Auch das Argument des regelmäßigen Einkommens geht m.E. komplett fehlt, aber das haben ja hier einige schon aufgezeigt.

    Brauche ich ein regelmäßiges und sicheres Einkommen, dann gehe ich - je nach Risiko-Affinität - in Anleihen oder Festverzinzliche. Streuung ist hier eh eine gute Idee.

    Ob ich Geld entnehme durch Verkäufe oder durch Dividienden/Zinsen ist völlig egal. Für das was ich unter dem Strich in x-Jahren bekommen habe zählt einzig und allein das, was erwirtschaftet wurde.

    Beispiele von guten Aktien gibt, die von schlechten auch. Es gibt Beispiele von guten Zeitpunkten und die von schlechten. Telekom vor ein paar Jahren eingekauft für 15€ ist inkl. Dividende nicht so schlecht (man sitzt nur auf hohem Steuergewinnen herum). Telekom gekauft vor viel mehr Jahr vor 100€+ (da standen sie doch damals oder?) ist trotz der steuerfreien Dividende eine Katastrophe. Auch ne Daimler handelte mal bei 120€ und hatte auch vor gar nicht so langer Zeit die Dividende ausgesetzt. Wer hätte nicht gern eine Apple gekauft, als sie gerettet werden mussten, trotz der laaaange nicht vorhandenen Dividende usw.

    Es kommt (langfristig) auf den Wert an, den das Unternehmen schafft. Sonst nichts. Das für die Zukunft zu raten ist für einzelne Unternehmen unmöglich. Je länger die Frist, desto unzuverlässiger ist eine Prognose. Streuung ist der Schlüssel - oder Insiderwissen was nicht zu schlagen, aber illegal ist.

    Steile Thesen?

    Gruß