Warum ist die große Inspektion des 993 (im PZ) so viel teurer als bei anderen 911ern?

  • Hallo Thomas,

    Thema Öl ist klar, ich kenne halt die Spannen in der Kalkulation der Öl Preise einer KFZ Werkstatt. "Ist mir peinlich" kostet dann halt Geld...

    Aber was meinst Du mit dem Rest Deiner Aussage bzgl der Preise? Zu hoch, zu niedrig? Auf welche Beiträge im Thread beziehst Du Dich?

    PS: das ist eine freundlich gemeinte Nachfrage k:gimmefive:

  • Hallo GT70,

    na ja , ich meine, dass es in allen PZ etwa einen Einheitspreis für große und kleine Wartung gibt, Sonderarbeiten , werden natürlich extra bezahlt, das ist nicht nur beim 993 so, sondern bei anderen Autos auch. Ich möchte damit sagen, dass der Themenstarter unrecht hat, wenn er sagt , beim G-Modell wäre eine große Wartung günstiger als beim 993, bzw. Sie sei bei 993 sehr hoch.

    Grüße

    Thomas

  • Hallo Thomas,

    Thema Öl ist klar, ich kenne halt die Spannen in der Kalkulation der Öl Preise einer KFZ Werkstatt. "Ist mir peinlich" kostet dann halt Geld...

    Aber was meinst Du mit dem Rest Deiner Aussage bzgl der Preise? Zu hoch, zu niedrig? Auf welche Beiträge im Thread beziehst Du Dich?

    PS: das ist eine freundlich gemeinte Nachfrage k:gimmefive:

    Der üppige Aufschlag aufs Öl ist ein Teil der Gesamtkalkulation bei der Wartung. Was bedeutet wenn jeder sein Öl beistellt, fehlt der Werkstatt Umsatz der dann woanders wieder aufgeschlagen werden muss.
    Es wundert mich dass die Werkstätten das mitbringen des Öls dulden, schließlich bedeutet das dass bei der gleichen Arbeit für sie deutlich weniger verdient wird.

  • Ich denke nicht alle dulden das, und wenn doch, kann es vielleicht auch zu kleinen Nachteilen in der Zukunft führen für den "Mitbringer" wie z.b. bei der Terminvergabe oder generell beim Service. Muss nicht sein, ist aber denkbar.

    Als besonders dreist würde ich es aber empfinden, wenn jemand nur zum Ölwechsel kommt und das Öl mitbringt und wahrscheinlich noch eine kostenlose und fachkundige Durchsicht erwartet, wenn das Auto schon mal auf der Hebebühne ist.

  • Natürlich ist der Ölpreis für einen KFZ Betrieb Teil der Gesamtkalkulation; sollte jeder Kunde Beistellöl mitbringen wollen, würden die Kosten in anderen Positionen umgelegt werden.

    Für autorisierte Werkstätten der Premiummarken dürfte Beistellöl kein relevantes Problem darstellen, das Gros der Werkstattdurchläufe betrifft maximal 4 Jahre alte Fahrzeuge, in der Regel in Ersthand und überwiegend Geschäftsfahrzeuge. Da kommt keiner mit seinem Kanisterchen Öl an... und wenn es am Ende bei einem 991 die Seele glücklich machen sollte, würde man es im Einzelfall wohl auch zugestehen, um den Kunden happy zu halten. Wahrscheinlich ergänzt um den Hinweis, daß man im Falle eines Motorschadens keine Kulanz gewähren könne.

    Anders ist es mit den Fahrzeugen ab 8 Jahren Alter, welche die autorisierten Werkstätten massiv zurückgewinnen/halten wollen, da hier interessante Umsätze möglich sind. Die Konkurrenz mit freien Werkstätten ist groß, daher gibt es eine ClassicCard und auch Kompromissbereitschaft, wie z.B. Beistellöl.

    Auch besteht immer die Möglichkeit für eine bestimmte Arbeit einen Festpreis auszuhandeln.

    Als Kunde kann und sollte man es als sein gutes Recht ansehen, jeden Preis zu hinterfragen und diesen ggf. zu verhandeln, um das gewünschte Optimum aus Qualität (Dienstleistung, Material, Bedienung, Ambiente, Ersatzfahrzeug) und Preis zu erzielen. Die Schwerpunkte können unterschiedlich gelegt werden, so daß sich jedes Optimum nach den individuellen Anforderungen ergibt. Davon lebt eine ganze Branche mit autorisierten Markenwerkstätten einerseits, und freien Werkstätten andererseits.

  • Stimmt, es bleibt jedem Unternehmen selbst überlassen, auf was es sich einlässt bzw einlassen muss - auf Grund irgendwelcher marktstrategischen Massnahmen....

    und trotzdem, die Kfz-Branche ist nicht die Baubranche, wo von Vornherein erst einmal Fantasiepreise in den Raum gestellt werden, die dann großzügig verhandelt werden. In der Kfz-Branche gibt es Ersatteilpreise und Stundenverrechnungssätze. Liegen die über dem normalen Durchschnitt, wie bei manchen Autorisierten, kann natürlich auch mal so ein Klassikrabatt eingeräumt werden. Mein subjektives Empfinden sagt mir aber auch dass seit Einführung dieser Marketing-Geschichte, die Ersatzteilpreise kontinuierlich angestiegen sind - und zwar etwas schneller also die letzten Jahre davor.

    Nur mal interessehalber, wie lautet das Verhandlungsargument bei einer transparenten, marktkonformen Abrechnung einer Autoreparatur?

    Heißt es dann: Ihre Teile und Ihr Motoröl sind zu teuer, ich hätte die gerne zum Einkaufspreis oder Internetpreis? Ihre Arbeit ist nicht so viel wert wie Sie berechnen, ich bezahle dafür nur so und soviel? etwas provokativ, aber zum Lieblingskunden wird man dadurch sicherlich nicht.

    2 Mal editiert, zuletzt von mechanic911 (17. März 2013 um 18:34)

  • Die Antwort ist relativ einfach: die KFZ Branche befindet sich in Deutschland ( Europa) seit geraumer Zeit in einem Käufermarkt und es gibt keine Anzeichen, daß sich hieran etwas ändert.

    Damit gibt es für Arbeiten an Fahrzeugen nach Garantie/Kulanzzeitraum einen realen Wettbewerb zwischen autorisierten Betrieben, ebenso mit freien Werkstätten, markenoffen oder spezialisiert. Gibt es ernsthafte Alternativen für den Kunden, ist eine erfolgversprechende Verhandlungsgrundlage geschaffen.

    Ggf losgelöst von für den Betrieb rationell nachvollziehbaren Verhandlungsargumenten.

    That's life. Freier Wettbewerb, der für den einen oder anderen Marktteilnehmer ungesund sein kann.

    Warum sollte man Lieblingskunde sein wollen?

  • weil man vielleicht mal auf unkonventionelle Hilfe und guten Service angewiesen ist?

    Ein Käufermarkt, was den Fahrzeugverkauf anbelangt. Bei dem Service würde ich das differenziert sehen. Der Preis ist oft sekundär wenn man die Qualität der Leistung mit einbezieht. Und die ist bei Liebhaberobjekten durchaus von Bedeutung. Weiterhin wird sich das Personalproblem in der Branche weiter verschärfen was dem "käufermarkt" weiterhin entgegen wirkt. Da können sich die Marktstrategen und Ökonomen ausdenken, was sie wollen, wenn die Recourcen diebez. nicht vorhanden sind.

    So ein "Käufermarkt" wird gerne mit Lockangeboten suggeriert, hinterher muss der Umsatz dann doch aber stimmen.

    Einmal editiert, zuletzt von mechanic911 (17. März 2013 um 19:53)

  • Guten Tag!

    Ich bringe diesen alten Beitrag wieder hervor:

    Hat sich etwas an der Wartungsfront" getan? Wie sehen die Preise für die große Wartung bei einem 993 aus?

    Gibt es aktuelle Erfahrungen bzw. Preise?

    Grüße

    Thomas

  • Die PZ nehmen für inspektionen bei luftis ca ab 1800€ aufwärts.....

    Teilweise bei servicepersonal, das den luftis völlig fremd ist....

    Ersatzteilpreise explodieren, die porsche umsatzrendite ist natürlich top. Der konzern muss ja die kosten für die betrügereien und konzernfehler wieder rein

    Holen.... da sollten wir alle helfen 😢