Welche Art der Altersvorsorge? Geld- oder Sachwerte?

  • Hallo in die Runde :wink:


    Ich hatte gestern ein recht interessantes Gespräch über das Thema "Altersvorosrge", dass mich im Nachhinein doch nachdenklich gestimmt hat. Es ging darum, ob eine Altersvorsorge in Geld- oder Sachwerte erfolgen sollte !? Es kam die Argumentation auf, dass einem eine Altersvorsorge mit einem (garantierten) Geldwert überhaupt nicht hilft, wenn eine Inflation kommt. Die bei Einzahlungsbeginn garantierte Auszahlung, nehmen wir 100.000€ an, bei Renteneintritt könnte zum Zeitpunkt dessen ja nur noch 10.000€ wert sein. Salopp gesagt... heute bekäme ich dafür noch eine Eigentumswohnung und morgen nur noch die Fenster dafür.


    Als zweite Option kam die Investition in Sachwerte, als konkretes Beispiel wurde eine Eigentumswohnung bzw. ein Haus genannt, zum Gespräch. Hierbei würde die monatliche Einzahlung des Vorosrgebeitrages direkt in den Abtrag für das Eigenheim fließen, was dann irgendwann abbezahlt ist und somit bei Renteneintrittsalter (oder schon früher) "nur" noch die Neben- und eventuellen Reparaturkosten aufgebracht werden müssen. Eventuell stark ansteigende Mietpreise wären somit unrelevant.


    Anhand dieser zwei einfachen Beispiele würde ich gerne mal die Diskussion darüber anregen wollen, ob...


    a) eine private Altersvorsorge in Geldwerten (Lebensversicherung, Riester-Rente etc.) überhaupt Sinn macht und sicher ist oder es besser ist sich davon zu verabschieden bzw. in Sachwerte zu investieren?


    b) es Altersvorsorgemöglichkeiten gibt, die im Falle einer Inflation sicher sind?


    Ich freue mich auf sachliche, konstruktive und hilfreiche Beiträge.



    Viele Grüße, Jojo

  • Ich meine, es sollte ein Mix sein. Eine Immobilie ist sicher relativ inflationsbeständig. Und wenn sie selbstgenutzt ist, ist sie eine Altersvorsorge, von der man gleich was hat. Geld oder Versicherung ist leider von der Inflation abhängig. Das Gegenargument für Immobiliene ist allerdings oft, daß es in der Geschichte schon Situationen gab, in denen Zwangsanleihen allen Immobilienbesitzern aufgebürdet wurden, um den Staathaushalt zu sanieren. Dem kann man dann schlecht entgehen, weil eben immobil.


    Rainer

    GEHT NICHT GIBT'S NICHT - GEHT SCHWER GIBT'S

  • Wie schon beschrieben wurde, macht es vermutlich eine gute Mischung.


    Eine selbst genutzte Immobilie ist, finde ich, ein guter Anfang.
    Wenn dann Geld übrig ist würde ich in verschiedene Anlagen investieren.


    Hier ist wieder die Mischung interessant. Aktien, Tagesgeld, vielleicht einige Prozent der Gesamtsumme in Hardware( Gold?!)
    Hat man immer noch genügend Geld kann man an die nächste(n) Immobilie(n) denken.


    Lebensversicherungen haben momentan einen schlechten Garantiezins. Daher würde ich momentan die Lebensversicherung (Kapitalbildend) nicht präferieren.


    Gruß, Bernie


    P.S. Ich bin auch gespannt welche interessanten Tipps noch kommen.


    Und was ich völlig vergessen habe- ein schöner Porsche ist immer eine gute Geldanlage. Ob neu oder alt, auf jeden Fall macht ein Auto immer Spaß. :thumb:

  • Die selbstgenutzte Immobilie macht diesbezüglich Sinn! Aber wie heißt es so schön: "Beton kann man nicht essen!"


    Was beim Thema Lebensversicherungen immer vergessen wird in der Diskussion - derzeit findet in den Medien ja faktisch ein Bashing der Versicherer statt, ohne vernünftige Alternativen aufzuzeigen - die klassische Lebensversicherung spielt im Grunde fast keine Rolle mehr. Es handelt sich vielmehr um Rentenversicherungen, welche dir widerum Vorteile bieten, denen anders geartete Anlagen nichts bis wenig entgegenzusetzen haben:


    Lebenslange Rentenzahlung, das "Geld kann im Falle von Langlebigkeit also nicht ausgehen"
    Steuerliche Begünstigungen


    Wer aus Inflationsangst und Gier (die Gesamtverzinsung vieler Anbieter liegt immer noch über 4%!!!) mit einer konventionellen Anlage der Beiträge nicht zufrieden ist, kann z. B. auch aktienfondsgebunden - also in Sachwerte - investieren, und zwar mit oder ohne Garantien!


    Also wie bereits gesagt wurde, ist allgemeingültig: der Mix machts + nicht auf 1 Pferd setzen! ;)


    Darüberhinaus würde ich von einer Beratung im Internet oder in Foren abraten und meine Entscheidung nach einem persönlichen Analysegespräch beim Fachmann abhängig machen. Jeder Jeck is´ anders wie der Kölner sagt... :D



    Gruß, Stephan

    Was reg´ ich mich auf?!


    Hagen Rether

  • Und was ich völlig vergessen habe- ein schöner Porsche ist immer eine gute Geldanlage. Ob neu oder alt, auf jeden Fall macht ein Auto immer Spaß. :thumb:

    Oh, ganz vergessen. Welch Lapsus. :wink:


    Rainer

    GEHT NICHT GIBT'S NICHT - GEHT SCHWER GIBT'S

  • Ein schöner Porsche ist eher eine gute "Lebensfreude" als eine gute Geldanlage (;


    Zumindest, wenn es um monetäre Aspekte geht.


    Gruss, Wolfgang

  • :wink:


    Die selbst genutzte Immobilie als Altersvorsorge wird von vielen auch "schön" geredet. Nach meinen Erfahrungen bauen die meisten zu große Häuser mit etlichen Zimmern für Kinder, Hobby und Arbeit. Diese werden dann schön lang finanziert bis zum Renteneintritsalter, dann sind die Kinder raus, und das Arbeitszimmer wird auch nicht mehr gebraucht. Nach 25-30 Jahren ist die Hütte auch wieder fällig mit der Sanierung im Bereich Heizung, Sanitär und Schönheitreperaturen.


    Die meisten machen sich dann zur Geißel der viel zu großen Immobilie, und wollen diese nicht mehr abstoßen. Für den Umbau zu zwei abgeschlossenen Wohneinheiten fehlt dann meist die Möglichkeit oder es mangelt an Kapital.


    Mirko

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