Antriebswellenmanschette 911 G- Modell 3.0SC

  • Hallo Leute,


    muss an beiden Antriebswellen bei einem 3.0SC die Achsmanschetten zum Getriebe hin austauschen. Hatte eine Welle auch schon getriebeseitig gelöst, Sprengring runter, Gelenk runter, Topf runter Alte Manschette runter.



    Das Problem ist, dass ich den alten Topf bei dem die Gummimanschette vorher innen befestigt war nicht für die Repsatzmanschetten verwenden kann, diese werden aufgeschoben und mit einem Ring verschraubt, auf dem alten Topf funktioniert das nicht, da dieser keine Nut für den Ring hat, dieser Zieht sich also wieder runter beim Festschrauben.


    Meine Frage, wo bekomme ich diese Becher/ Töpfe die am Gelenk sitzen und an denen die Gummimanschette angeschraubt wird? Habe die Gummimanschetten bei Brombacher gekauft, finde aber niergends diese blöden Becher :-(


    Da kann doch sicher jemand weiterhelfen?!


    Viele Grüße.
    Thomas

  • Nach über 2 Jahren wirst Du ja hoffentlich nicht mehr ohne Lösung dastehen. ;-)
    Aber andere die hier suchen, interessieren sich vielleicht für die/eine Lösung.
    Ich hatte ein ähnliches Problem letzte Woche, da bei meinem 3,0 SC die äussere Achsmanschette / Staubbalg gerissen war.
    Also Welle ausgebaut: 2x 6 Schrauben öffnen mit 6er Inbus und ordentlich langem Hebel und vielen Verlängerungen. Es sind 12.9er M8 Schrauben,
    die werden ganz schön angeknallt (42Nm) und gehen nicht so leicht wieder auf. Zudem NUR einen perfekten 6er Inbusschlüssel nutzen, sonst ist der Kopf hin und der Spass beginnt. (Meine gingen alle raus)
    Welle rausnehmen und zerlegen. Mittlere Sprengringzange nötig.
    Die Gelenke kann man sehr leicht zerlegen und auch wieder zusammensetzen. Ist aber eine Riesensauerei mit all dem Fett...das aber eh getauscht werden sollte wenn der Balg gerissen ist und Dreck reinkommen konnte. Dabei auf Verschleiss kontrollieren. Meine waren nicht mehr top und sind sicher irgendwann fällig. Derzeit aber im Fahrbetrieb noch völlig unauffällig. Ich lass sie erstmal drin...
    Das Problem kommt aber jetzt und ich glaube das war eine Variation von Deinem.
    Ich hatten mir den FVD Rep-Satz mit dem Blechflansch bestellt.
    Also alte Manschette runter, neue drauf und einbauen....und wieso kann ich jetzt das Rad nicht mehr drehen???
    *am Kopf kratz*
    Die Erkenntnis: Die alte Manschette war an einem recht dicken Flansch "angehext", ca 5-6mm stark. Die neue Manschette war nur mit einem dünnen Blechflansch versehen. Dadurch haben sich die Schrauben durch den Radflansch, in dem sie festgezogen werden, hindurchgeschraubt und das Rad blockiert.
    (Gottseidank hab ich's gleich gemerkt und sie nicht bereits "angeknallt")
    Also: aus dem alten Flansch mit der Flex eine passende 6-Loch-Beilagscheibe herstellen und untern dem neuen montieren. Dann stimmt die Dicke wieder.
    Ob jetzt dazu dann ein Haufen zusätzlicher Dichtungen nötig gewesen wären, kann ich nicht sagen. Ich hatte eh nur eine und die kam zwischen Gelenk und Radflansch. Werd mal beobachten ob Fett rauskommt...
    Getriebeseitig ist die Situation genauso.
    Es gibt auch einen Reparatursatz mit Staubbalg ohne Blechflansch, dafür mit Schlauchschelle. Wie die dann an dem alten (dicken) Flansch befestigt werden soll kann ich mir nicht vorstellen. Aber vielleicht ja ja jemand anders damit Erfahrungen?
    Ein paar Bilder dazu hänge ich an.


    In Summe schon etwas Gefummel, aber durchaus ohne Hebebühne oder Grube machbar.
    Benötigt wird:
    - Wagenheber
    - Unterstellböcke
    - Unterlegkeile gegen wegrollen
    - Radmutternschlüssel
    - 6er Inbus (oder evtl Vielzahn, je nach Ausführung: nachschauen)
    - viele Verlängerungen, Kardangelenk, Knarren, Quergriff
    - Drehmomentschlüssel
    - mittlere Sprengringzange
    - viele Lappen
    - Flex


    Ah, und die Inbus lassen sich nicht alle aufeinmal lösen oder einschrauben. Mann muss das Rad mindestens einmal weiterdrehen, da mann nicht an alle gleichzeitig rankommt. Dann wieder Handbremse und Gang rein. Radseitig sogar eher schwieriger als am Getriebe. Da wäre eine Grube schon nett...

  • Moin,


    hast du die Gelenke umgedreht, damit sie jetzt in der anderen Richtung belastet werden???


    Das ist wichtig!!!


    Gruß Oliver

    Cabrio Bj.85 930/20 915/72 RdW

  • Hi Oliver,


    hatte ich mir auch schon überlegt, wäre wahrscheinlich gut gewesen. Aber am Ende wusste ich nicht mehr wie rum sie drin waren. ;-)
    Das fettige Zeug zu markieren ist nicht so einfach. Nach dem Putzen waren meine Markierungen mit weg.
    Die Frage wäre auch gewesen. das ganze Gelenk umdrehen oder nur das innere Teil (wenn das geht?).
    Aber egal: die Wellen stehen jetzt auf der To-Do Liste, mal sehen wie lange sie noch unauffällig bleiben.
    Soo viele km fahr ich mit den Oldie ja nicht. Und wenn sie fertig sind kann man sie nicht überhören.
    Bei einem anderen Fahrzeug hatte ich den Eindruck die Antriebswellen schlagen jetzt gleich durch den Unterboden,
    da war klar dass Tauschen fällig war.

    911 G-Model Targa 3,0 SC BJ 1981, RdW, 204 PS, 930/10, Motor, Getriebe, Fahrwerk überholt 2015, zinnmetallic, Pascha blau
    neu lackiert 2020
    Smart Roadster Brabus Coupe, "Targa", BJ 2005, 101 PS, speed-silver, Leder schwarz

  • Schönes Video zu dem Thema: www.youtube.com/watch?v=LsytyVzokBg 
    und
    www.youtube.com/watch?v=KOma2BMhrzc
    Man kann dieGleichlaufgelenke auch falsch zusammenbauen. Merken tut man das aber spätestens beim Einbau der Achsen...

  • Man kann dieGleichlaufgelenke auch falsch zusammenbauen. Merken tut man das aber spätestens beim Einbau der Achsen...


    Yup, das kann ich unterschreiben...


    Eins noch:
    Die Schrauben auf jeden Fall neu machen.
    Ich habe beim Zerlegen des Gelenks innendrin ein ca. 10mm langes Stück Gewinde gefunden - komisch geguckt...
    Beim Zusammenschrauben ist mir eine Schraube *beim Eindrehen mit den Fingern* abgebrochen, auch so ca. 10mm vom Gewinde...


    Gruß
    Jens

    911SC Targa 1980 ROW


    Restauration unter:

    https://jensschumi.ddns.net/911erCorner.php

    Wieder auf der Piste seit Mitte 2015

  • muss künftig erstmal nach youtube videos schauen bevor ich was repariere...
    50/50 hab ich das innere Teil verkehrt herum eingebaut. Gemerkt hab ich nichts beim Einbauen der Welle oder beim Fahren.
    Mal sehen, notfalls gibts halt bald eine neue Welle, toll war sie eh nicht mehr.

    911 G-Model Targa 3,0 SC BJ 1981, RdW, 204 PS, 930/10, Motor, Getriebe, Fahrwerk überholt 2015, zinnmetallic, Pascha blau
    neu lackiert 2020
    Smart Roadster Brabus Coupe, "Targa", BJ 2005, 101 PS, speed-silver, Leder schwarz

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