Widerstandskabel DME zur Höhendose falscher Widerstandswert

  • Hallo,


    Fahre einen 911 3,2 Modelljahr 87 mit Dansk 100 Zeller und Dansk Auspuff.
    Motor 930/20 mit original 231 PS und 110.000 km


    Letzte Woche am ADAC Leistungsprüfstand messen lassen. 217 PS und 262 Nm


    Ich habe 231 PS erwartet, da ich für den Leistungscheck das Original Widerstandskabel zwischen Höhendose und DME wieder angeschlossen habe und somit die Lamdaregelung außer Kraft gesetzt habe.


    Habe anschließend die Widerstände im Kabel gemessen. Ein Widerstand hat 750 Ohm (wie im Forum beschrieben).
    Der andere Widerstand hat aber nur 18 Ohm anstelle 1800 Ohm.
    Ist hier bei der Fertigung ein Fehler unterlaufen oder stimmen die 18 Ohm?


    Ich hätte gerne das 98 oct Kennfeld wieder.


    Günter

  • Welche DME ist bei Dir aktuell verbaut? MJ Fahrzeug? RDW-Ausführung?
    Schalterstellung Leiterplatten-Drehschalter?


    Wurde im Zuge der Kat-Nachrüstung die DME modifiziert?
    Evtl. bleibt deshalb die Widerstandsbrücke wirkungslos.



    Um das 98 Oktan Kennfeld ein und die Lambdaregelung aus zu schalten, muss die DME bei intakter Höhendose...


    ...unter 1000 Höhenmeter 1800 Ohm sehen (Höhendose Schalter offen).
    Das lässt sich für einen Test mit einem entsprechenden Metallschichtwiderstand auch ohne Widerstandsbrücke bei abgeklemmter Höhendose simulieren.


    ...über 1000 Höhenmeter 525 Ohm sehen (Höhendose Schalter geschlossen => 1800 Ohm parallel zu 750 Ohm = 525 Ohm).


    Zusätzlich solltest Du die dreipolige, runde Steckverbindung der Lambdasonde (ab MJ 86) trennen und am DME-seitigen Teil der Verbindung Pin 1 und 3 kurzschließen. Das entspricht dem ursprünglichen Blindstecker, Lambdasignalleitung (Pin 1) wird damit auf Masse (Pin 3) gelegt.


    Armin

  • Hallo Armin,


    Danke für die schnell und kompetente Antwort.


    Mein Steuergerät ist original und hat die Nummer 911.618.111.13, DME wurde definitiv nicht modifiziert.
    Schalter steht auf 0. Ganz links gegen Uhrzeigersinn.
    Modelljahr 1987



    Was mich eben stark verwundert ist dass in meinen Widerstandskabel ein Widerstand 750 Ohm und einer nur 18 Ohm hat.
    Dies habe ich im ausgebauten Zustand gemessen als auch an der Ringkodierung am Widerstand erkannt. Soll hier nicht ein 1800 Ohm Widerstand verbaut sein?


    Der Lambdastacker zur DME im Motorraum war zum Zeitpunkt der Leistungsmessung nach nicht gebrückt sondern an der Lambdasonde angeschlossen. Kann die Minderleistung daher kommen? In einigen Beiträgen steht mit einem Lrückenbeschwerdenrücken in anderen Beiträgen steht mit einem 50 Ohm Widerstand brücken.


    Günter

  • Hallo Günter,


    ich hab mal ein paar Links zusammengesucht, mit denen Du Dich weiterhangeln kannst.


    Der originale Blindstecker (911.612.422.00) verbindet Pin 1 und Pin 3 mit Null Ohm.
    http://www.drei2er.de/MB/techmb/dme.htm
    Inwiefern ein fehlender Stecker das gewünschte Kennfeld beeinträchtigt kann ich nicht beurteilen. Ich halte mich beim Umschalten an den Auslieferungszustand, also bei abgeschalteter Lambdaregelung mit Blindstecker.


    Das Widerstandskabel (911.612.421.00) liefert bei offenem Schalter der Höhendose definitiv 1800 Ohm, vgl. http://www.motronic.ws/4in1.htm (unten) und angehängten Schaltplanauszug. Wenn Du an diesem Widerstand tatsächlich nur 18 Ohm erkennst und misst, kannst Du wie oben beschrieben mit einer selbstgebauten 1800 Ohm Widerstandsbrücke das Kennfeld umschalten.


    An den Biegelaschen lässt sich gut erkennen, ob die DME bereits einmal geöffnet wurde. Deine .13 DME gehört laut
    http://forums.pelicanparts.com…0038-84-89-dme-chart.html
    zu einem RDW MJ86 mit der Option M240 für minderwertigen Sprit und zurückgesetztem Zündzeitpunkt (-2.79°). Das sollte aber keine Rolle spielen, DME.12 und DME.13 unterscheiden sich wohl nur in der Schalterstellung vom Drehschalter im Auslieferungszustand.


    Schalterposition 0 passt soweit. Ich habe bei Lambdamessungen mit einem AFR-Meter festgestellt, dass mein 930/20 bei abgeschalteter Lambdaregelung (1800 Ohm… ;-) ) bei konstanten Drehzahlen über 3000 U/min relativ mager läuft (z.B. Lambda 1,1 bei 4000 U/min auf 500 m Meereshöhe). Bei Schalterposition 1 bzw. 2 mit 3% bzw. 6% Gemischanreicherung wird das schrittweise besser, allerdings läuft er unter 2500 U/min dann deutlich unterhalb Lambda 1. Schalterposition 1 bzw. 2 ist bei abgeschalteter Lambdaregelung auf Dauer wahrscheinlich schonender für den Motor(?)


    Hast Du nochmals Gelegenheit zu einer vergleichenden Leistungsmessung mit den beiden unterschiedlichen Konfigurationen? Minderleistung kann auch andere Ursachen haben. Ist der Motor mechanisch gesund, Ventilspiel exakt eingestellt, Zündanlage, Luftfilter, Sensoren, Einspritzdüsen, Übergangswiderstände/Masseverbindungen, Falschluft…?


    PS: Ich gehe davon aus, dass auch einem Metallkat der Betrieb ohne Lambdaregelung auf Dauer nicht gut bekommt.


    Armin

  • Hallo Armin,


    Vielen Dank für die sehr informativen und hilfreichen Seiten und für Deinen Beitrad.
    Ich habe mir ein g Meter besorgt und werde in den nächsten Tagen die verschiedenen Varianten zu testen. Bin gespannt, ob sich ein Unterschied feststellen lässt. Ich werde die Ergebnisse Posten.


    Grüße aus dem kalten Norden


    Günter

  • Hallo,


    ich habe heute Leistungstests mit dem g-Meter durchgeführt. Schleppleistung (50,8 PS)und Gewicht (1260 kg) eingegeben und los gings.


    Auf ebener Strecke im 2 Gang bis in den Drehzahlbegrenzer beschleunigt.


    1. Ohne Widerstandskabel und ohne Lambdasonde- Brücke


    1. Messung: 214 PS
    2. Messung: 216 PS
    3. Messung: 219 PS



    2. Mit Widerstandskabel (1800 und 750 Ohm) und ohne Lambdasonden-Brücke


    1. Messung: 219 PS
    2. Messung: 221 PS
    3. Messung: 216 PS


    3. Mit Widerstandskabel und mit Lambdasonden-Brücke


    1. Messung: 241 PS
    2. Messung: 228 PS
    3. Messung: 231 PS


    Die Messungen wurden unter konstanten Bedingungen innerhalb 15 min durchgeführt.


    Was mich verwundert ist, dass das Widerstandskabel alleine mit der Kennfeldumschaltung nur ca. 6 PS bringt. Erst in Verbindung mit der Lambdasonden-Brücke entfaltet sich (auch deutlich spürbar) die Leistungssteigerung. Hat jemand dafür eine Erklärung????


    Die Leistungskurve bei 3. ist speziell im sehr hohen Drehzahlbereich 5800 - 6300 deutlich steiler und aggressiver.


    Günter

  • Jetzt mitmachen!

    Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!


    • Registrierte Mitglieder genießen die folgenden Vorteile:
    • ✔ kostenlose Mitgliedschaft
    • ✔ weniger Werbung
    • ✔ direkter Austausch mit Gleichgesinnten
    • ✔ neue Fragen stellen oder Diskussionen starten
    • ✔ Nutzung des PFF-Marktplatzes
    • ✔ schnelle Hilfe bei Problemen
    • ✔ Bilder hochladen und Umfragen nutzen
    • ✔ und vieles mehr...