Was meint ihr dazu? Boxster lieber aus Zuffi oder aus Osnabrück

  • Also mir persönlich wäre es egal, wo meiner produziert wird (siehe Text unten aus der Automobilwoche).



    Boxster sollen 2013 mehrheitlich aus Osnabrück kommen

    Porsche Boxster: Mit der dritten Generation des Einstiegsmodells, das auf dem Genfer Salon vorgestellt wurde, will der Sportwagenbauer seinen Absatz in den kommenden Jahren weiter steigern. Porsche und Karmann:


    Mit dem Produktionsstart des Boxster im VW-Werk Osnabrück kehrt der Sportwagenbauer Porsche an eine traditionsreiche Produktionsstätte zurück. Denn Porsche und Karmann, dessen Werk Volkswagen nach der Insolvenz übernommen hat, arbeiteten von den fünfziger bis in die neunziger Jahre bei vielen Modellen zusammen.
    1954 fertigte Karmann 50 Vorserien-Karosserien für einen von Porsche entwickelten Geländewagen, dem Porsche Jagdwagen vom Typ 597. Von 1961 bis 1965 bauten die Osnabrücker 13 730 Wagen vom Porsche 356 als Hardtop-Coupé. Zwischen 1967 und 1971 stellte Karmann insgesamt 21.778 Karosserien für die Modelle 911 und 912 her.
    Von August 1969 bis Dezember 1975 liefen von den Karmann-Bändern zusammen 118 949 Einheiten vom VW Porsche Typ 914. Der Vierzylinder-Typ des Mittelmotor-Sportwagens wurde bei Karmann gebaut. Die Sechszylindervariante baute Porsche selbst; die Karosserien lieferte aber Karmann. In einer Kleinserie entstand bei Karmann auch den Rennsportwagen Typ 916 mit festem Dach.
    1991 lieferte Karmann 174 Rohkarossen für den Porsche 944 zur Endmontage ins Audi-Werk Neckarsulm. Und von 1991 bis 1994 baute Karmann im Werk Rheine 11 628 Rohkarosserien für den 968.
    Allerdings wurde die Zusammenarbeit zwischen Karmann, Porsche und VW Ende der 90er Jahre von einem Rechtsstreit überschattet. Karmann sah seine Patentrechte bei der Z-Dachfaltung des Boxster verletzt, klagte gegen Porsche und gewann. Allerdings bekamen die Osnabrücker seitdem nie wieder einen Neuauftrag von Porsche oder Volkswagen. Im April 2009 musste Karmann Insolvenz anmelden.


    Porsche will spätestens 2018 fast doppelt so viele Autos absetzen wie 2011. Doch schon heute stellt die weltweit brummende Nachfrage die Schwaben vor große Platzprobleme. Mit einem neuen Standort unter dem VW-Dach in Osnabrück holt Porsche nun zum Befreiungsschlag aus.
    Dienstag, 18. September 2012, 08.07 Uhr
    Stuttgart/Osnabrück. Der Sportwagenbauer Porsche setzt bei seinen Wachstumszielen fest auf eine dauerhafte Zusammenarbeit mit dem Volkswagen-Werk in Osnabrück. "Wir planen langfristig mit diesem Standort, sonst hätten wir dieses Projekt nicht angefangen", sagte Porsches Produktions- und Logistikvorstand Wolfgang Leimgruber der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Die Schwaben starten diesen Mittwoch (19.) mit Gästen aus Politik und Wirtschaft die Produktion ihres offenen Zweisitzers Boxster bei der Volkswagen Osnabrück GmbH.



    Vom Boxster und dessen Coupé-Variante Cayman hatte Porsche 2011 insgesamt 12.207 Einheiten entweder selbst in Stuttgart-Zuffenhausen gebaut oder beim Auftragsfertiger Valmet in Finnland bauen lassen. Letzteres endete mit der neuen Boxster-Generation im Januar 2012. Was Zuffenhausen nicht schafft, wird nun künftig Osnabrück erledigen.



    Diese Doppelstrategie bleib laut Leimgruber. "Wir bauen Boxster weiterhin auch hier in Zuffenhausen. Zur Planung für 2013 könnte man sagen: ein Drittel hier, zwei Drittel in Osnabrück." Zum Cayman sagt das Unternehmen noch nichts - ein Generationswechsel steht an.



    Porsche gilt als profitabelster Autobauer Deutschlands. 2011 blieben von jedem umgesetzten Euro netto gut 13 Cent in der Kasse. Im Schnitt kostet ein neuer Porsche 100.000 Euro, vor Zinsen und Steuern bleiben dem Unternehmen fast 20.000 Euro. Porsche hatte 2011 weltweit knapp 119.000 Autos in Kundenhand gegeben. Die Schwaben sind seit langem eng verbandelt mit VW - seit diesem August steht die für das Sportwagengeschäft zuständige Porsche AG ganz unter VW-Dach. Die Zusammenarbeit in Osnabrück hatte es in Teilen früher schon gegeben.



    Die Suche nach einem neuen Standort war nötig geworden, weil die Porsche-Auftragsbücher so voll sind wie nie und das enge Stammwerk Zuffenhausen aus allen Nähten platzt. "Wir brauchen Kapazitäten, wir brauchen Autos, wir müssen liefern", berichtete Manager Leimgruber. In Zuffenhausen läuft auch der 911 vom Band. Zusammen mit dem Boxster und dem Cayman hatte die Porsche AG 2011 dort bereits knapp 34.000 Einheiten produziert - und mehr als 40.000 schafft das Werk nicht.



    "Wir kommen ja aus Zeiten, da haben wir hier in Zuffenhausen gerade einmal 20.000 Autos hergestellt. Nur die Fläche ist heute im Prinzip genau so groß wie damals", sagte Leimgruber. "Wir schauen uns im Moment nach weiteren Flächen um, die wir in Zukunft nutzen können, um die Fabrik damit noch weiter auszuweiten." Auch die bestehende Fläche werde weiter optimiert. Für neue Grundstücke müsse Porsche aber warten. "Wir wollen keinen Nachbarn herauskaufen. Wir verdrängen niemanden. Nur wenn die Möglichkeit da ist, greifen wir zu", sagte der Vorstand. Die Geländelimousine Cayenne und die Limousine Panamera werden in Leipzig gebaut, wo es keine Platzprobleme gibt.



    Qualitätsunterschiede zwischen dem Stammwerk und dem Außenposten in Niedersachsen schloss Leimgruber aus. "Der Kunde kann nicht sehen, ob sein Boxster aus Osnabrück oder Zuffenhausen kommt. Es gibt auch keinen Unterschied, da wird man nichts entdecken können." Ganz klare standardisierte Prozesse gewährleisteten eine identische Fertigung. Und auch die Mitarbeiter seien hochmotiviert. "Die Belegschaft dort ist genauso stolz, dass sie jetzt dieses Fahrzeug bauen darf."



    Leimgruber unterstrich die schon bestehende Bedeutung des für seine Cabrio-Kompetenz bekannten VW-Standorts. "Osnabrück presst Teile für den Boxster. Das wird nur dort gemacht." In Osnabrück liefen keine Vorbereitungen, dort irgendwann auch den 911 zu bauen. "Sie bekommen in Osnabrück keinen Porsche 911 aus dem Werk. Die Technik, die wir dort installiert haben, ist speziell für den Boxster ausgelegt und nicht für den 911. Hier in Zuffenhausen ist das anders, da produzieren wir Boxster und 911 im Modell-Mix auf einem Band."



    Nun komplett zu VW zu gehören, ist aus Leimgrubers Sicht durchweg vorteilhaft. "Jeder bei Porsche sieht das als sehr positiv an. Der Erfolg des Cayenne ist ein Beweis dafür: er ist entstanden aus einer Gemeinschaftsarbeit." Die Geländelimousine ist der Verkaufsschlager der Schwaben und macht etwa die Hälfte vom Absatz. Teile des Cayenne entstehen bei VW in Bratislava und sind identisch mit dem VW-Touareg.



    Dasselbe System baugleicher Teile mit Griffen in die VW-Regale wird es auch beim Macan geben, dem für Ende 2013 geplanten kleinen Bruder des Cayenne. Leimgruber wies zurück, dass die neuen Chancen in der VW-Familie gleichzeitig Fluch und Segen seien. Porsche habe genug Freiheiten beim Umsetzen der Sparmöglichkeiten. Zwar werde der Macan auf Audi-Basis gebaut und erhält etwa Motoren der Ingolstädter. Aber: "Der Macan ist ein ganz eigenständiger Porsche und er sieht auch genauso aus", betonte Leimgruber. Porsche habe ganz bewusst eine kleine Fertigungstiefe und mache nur etwa 20 Prozent selber.



    Das sei auch Teil der Firmenstrategie, in der beispielsweise viel mit Zuliefern entwickelt wird. "Wir sind so strukturiert, dass wir uns auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren - wie zum Beispiel die Fertigung der Karosserie, auf das Lackieren und auf das Montieren. Wir lassen uns viele der benötigten Teile liefern und bauen sie intelligent zusammen", sagte der Manager. Porsche will 2018 rund 200.000 Autos im Jahr verkaufen - fast doppelt so viele wie aktuell. (dpa/nib)

    Nicht der Fahrer treibt die Maschine - die Maschine treibt ihn :drive: ........

  • Also mir persönlich wäre es völlig egal wo mein Boxster gebaut würde.


    Wichtig ist, dass die Qualität stimmt!


    Ich fahre momentan einen Finnen. Geht wie die Hölle und Finnland ist ja bei PISA etc. nicht ganz schlecht.
    Warum sollten die meinen Boxster also schlechter gebaut haben als in Stuttgart?


    Genau so sehe ich das mit Zuffenhausen und Osnabrück.


    Obwohl- Baden Württemberg hat natürlich bei PISA deutlich besser abgeschnitten als NRW. :still:



    Vielleicht doch kein so guter Vergleich. :B :wink:

  • Osnabrück ist eine kreisfreie Großstadt in Niedersachsen....

    981 Cayman GT4 - EZ 12.2016 . GT-silber
    981 Boxster S - EZ 07.2012 - GT-silber
    911 Carrera GTS - EZ 06.2011 - indischrot
    911 Carrera 3.2 - EZ 12.1989 - schiefer

  • Osnabrück ist eine kreisfreie Großstadt in Niedersachsen....

    :still: *8)


    Ich nehme alles zurück!!
    Mir hätte vielleicht etwas mehr Heimatkunde auch ganz gut getan! :B

  • Also mir persönlich wäre es völlig egal wo mein Boxster gebaut würde.


    Wichtig ist, dass die Qualität stimmt!


    So sehe ich das auch. Was nützt es mir, wenn er in Stuttgart gebaut wurde, aber ein Montagsauto ist? Nix.


    Also, Hauptsache er ist solide, die Spaltmaße stimmen und auch sonst hat er kaum bis keine Macken.


    Gruss, Wolfgang

  • Moin,


    ich hau mich hier gleich weg ........ Osnabrück in NRW ?


    Antwort: Osnabrück ist eine kreisfreie Grosstadt in Niedersachen ......


    Pisa Studie hin oder her .......


    Osnabrück hat ca. 160.000 Einwohner, ist also kein GROSSstadt sondern eine normal Stadt und der Landkreis Osnabrück geht von Quakenbrück im Norden bis Glandorf im Süden, das sind so knappe 100 km und von Melle im Osten bis Westerkappeln im Westen, das sind so ca. 60 km.


    Aber zur Frage....... ! Karmann ist ein absoluter Spezialist im Cabriobau. Der Boxster wäre dort mehr als gut aufgehoben, wobei ich als "Osnabrücker" bislang nur mitbekommen habe, das der neue Cayman wohl hier produziert werden soll, Boxster ist mir neu.


    Auf jeden Fall sieht man derzeit unglaublich viele Panameras in der Stadt, die mit Stuttgarter Nummer unterwegs sind.


    Grüsse aus Osnabrück


    Sigi

  • So, ich hab jetzt nochmal genau nachgesehen wo Osnabrück liegt.


    Okay....liegt in Niedersachsen. Aber gerade noch so. :roargh:



    Also locker bleiben. Mit meiner Vermutung, Osnabrück wäre schon in NRW lag ich nicht so falsch.
    Ich bitte hiermit alle Osnabrücker die ich versehentlich nach NRW verfrachtet habe untertänigst um Verzeihung. :-]



    Back to topic.
    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass ein bei Karmann produzierter Boxster kein Stück schlechter sein wird als ein Zuffi.