Elektrisierende Er-Fahrung

  • Guten Abend die Herren,


    ich hatte selbst auch schon überlegt mir einen 928 an zu schaffen und diesen zu elektrifizieren, habe mich jedoch im Herbst diesen Jahres für einen 996 entschieden.


    Zu dem Gewichtsthema: Der 928 wiegt 1450kg, der Tesla ca. 1250kg. Diese 200kg relativeren sich wenn man den großen relativ schweren Motor abzieht (250kg?). Insgesamt sollte dann das Fahrzeug ähnlich schwer werden wie vorher, wenn man es richtig macht mit konsequentem Leichtbau der Halterungen. Verkleidungen würde ich aber schon im Fahrzeug lassen und nicht wie der Herr auf dem Video aber das ist bekanntlich Geschmackssache.


    Meinen BMW Z3 habe ich im Spätsommer diesen Jahres fertiggestellt und fahre ihn nun seit ca. 5000km mit sehr viel Fahrvergnügen!
    Anbei ein Video:
    http://vimeo.com/79833390


    Aber das tollste am E-Antrieb ist die absolute Zuverlässigkeit und vorallem völlig vibrationsfrei, drehfreudig und bärenstark bei jeder Drehzahl, besser geht es nicht! Und wenn man dann immer schön an der Tankstelle vorbei fahren kann und nicht in der Schlange stehen muss, dann weiß man wirklich was man hat: Etwas ganz besonderes! Besonders interessant sind auch die Reaktionen der Menschen, die überhaupt nicht erwarten das der BMW ein Elektrofahrzeug ist. Spätestens die erste Mitfahrt und die beeindruckende Beschleunigung überzeugen nachhaltig!
    Mein Daimler steht sich ehrlich gesagt seit Oktober die Reifen platt und macht kaum noch Kilometer. Zu schön ist einfach das Fahrgefühl des E-Antriebes!

    Porsche 996 Carrera C2 -> Porsche 996 electric ca. 370Nm aus dem Stand, max. Drehzahl 10000 U/Min

  • Also mich interessiert das sehr, einen Neuwagen würde ich mir nie kaufen, es sei denn es wäre so ein Eletro Z3 oder 911 ! :love:


    Werde hier weiterhin mitlesen und die Umbauten beobachten, irgendwann werde ich mir auch sowas leisten :drive:


    beste Grüße an die Elektro-Schrauber' :wink:
    Omar

    Klar hätte auch Ich lieber meine Perle an meiner Seite..
    doch trotzdem ist es besser mit einem Porsche als alleine (!)

  • Danke, danke! Es geht weiter mit der Pionier Arbeit und Gruß zurück! :)

    Porsche 996 Carrera C2 -> Porsche 996 electric ca. 370Nm aus dem Stand, max. Drehzahl 10000 U/Min

    Edited once, last by 996electric ().

  • Ich bin zwar auch gerne Purist und höre den Motorsound und möchte ihn auch im Cockpit spüren, aber genauso offen bin ich für das Elektrothema.
    Zum Thema sound. Habe mir bei Amazon mal aus Spaß so ein Soundadapter für die 12V-Buchse geholt. Kostet 29,90€ und generiert aus den Signalen er Lichtmaschine Töne, so wie bei mir die eines bollernden V8 Triebwerks und als Ausgabegerät dient das Autoradio. So, für 30 € einen V8, also bitte :thumb:


    Mad Mike von West Coast Customs hat ja auch mal eine Soundbox eingebaut und lautsprecher am Unterboden des Fahrzeugs installiert. Per Knopfdruck, konnte man sich entscheiden zwischen Ferrari, Lamborghini, Maserati, Porsche usw. Ist doch ne feine Sache. In der Stadt V8 Bollern und auf der Autobahn auf V12 umschalten. Natürlich sollte man hierfüer auch das entsprechende Auto haben.


    Aber für Klein-, Mittel- und oberer Mittelklassewagen sollte doch auch ein Vierzylinder Sound kein Thema sein. :thumb:


    Mir stellen sich nur immer wieder ein paar Fragen, für die ich bisher nur einen verantwortlichen habe.


    Warum schafft es ein Start-up Unternehmen wie Tesla Reichweiten von über 400km, während hingegen Traditionsmarken wie BMW, Daimler, Audi, Porsche, immer wieder über das Reichweitenproblem stöhnen und nicht über 200km hinauskommen?


    Warum schafft es ein einfach Mann um die Ecke ein vollfunktionsfähiges E-Mobil zu bauen auch noch mit entsprechender Reichweite?


    Ich gebe dem US-Mensch völlig Recht, in dem er sagt, die Technologie ist da nur wird sie bewusst zurückgehalten.


    Nicht von der Politik, denn die wollen ja weniger CO², nicht von den Autokonzernen, denn die wollen verkaufen, nein ich glaube von der Mineralöl Lobby.
    Die würden schließlich die meisten Einbußen vorweisen. Und die haben auch entsprechende Macht, denn wenn die Mineralöl Lobby dicht macht, spuren die Kleinen wie Politik und Autoverbände, Autohersteller.


    Desweitern sollte ein Umdenken statt finden. Nehmen wir mal nicht den teueren Tesla sondern einen Renault Zoe oder BMW i3. Wie oft und häufig nutzt man sein Auto?
    90% meiner Fahrten sind kurze Strecken wie zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Sport, zu Freunden, zum Restaurant usw. Da sind am Tag vielleicht 50-70 km wenn überhaupt.
    Wieso brauche ich dann eine Reichweite von 200 km? Abends in die Steckdose und gut ists für den nächsten Tag.
    Aber bei Thema E-Auto muss jeder plötzlich täglich zum Bodensee, ins Ausland, in die Alpen usw fahren. Jaja.


    Das Langstreckenthema ist in der E-Mobilität auch mit Tesla noch ein Problem, ganz klar, aber wie gesagt für 90% der Fahrten genügt ein E-Antrieb vollkommen.


    Hier machen sich ja auch stimmen breit, das ein E-911 oder ein E-Z3 gerne gefahren werden würde. HIer liegt ein weiteres Problem der E-Autos. Diese Autos sind meißt hässlich, nee anderst, unschön anzusehen. Da das Auto aber ein Statussymbol ist, möchte es keiner fahren, da man sonst mit Dacia-Fahrer gleich gestellt wird und das möchte man ja nicht.

    Porsche 944 I BJ. 1982 163PS
    BMW 735i Bj. 1991 211PS

    Edited once, last by Denniiii ().

  • Hallo Deniii,


    Dein Beitrag ist sehr gut verfasst und ich gebe Dir Recht. Wenn jemand in meinem Bekannten Kreis das Reichweitenproblem angesprochen hat, ist es meistens genau derjenige, der selbst am wenigsten fährt der dieses Problem anspricht. Außerdem gibt es in jeder Familie auch ein zweites Fahrzeug, dass für die jähriliche Langstrecke ausgeliehen werden kann wenn kein zweites Fahrzeug verfügbar ist. Selbst wenn man ein Fahrzeug mietet sind die Ersparnisse rein über das Jahr wesentlich günstiger als kein E-Fahrzeug zu fahren, mal abgesehen von dem größeren und saubereren Fahrspaß. Selbstverständlich kostet das Elektrofahrzeug mehr in der Anschaffung, aber desto edler des Fahrzeug, desto weniger fällt es auf im Kaufpreis und es ist etwas ganz besonderes, völlig individuell gestaltet und natürlich auch von den Kennlinien her parametrierbar nach dem eigenen Wunsch. So etwas wird es beim OEM nicht geben, allenfalls wie bei BMW nun den Fahrerlebnisschalter mit 4 Programmen...


    Der Kostenvergleich der flexiblen laufenden Kosten allein ist schon interessant:


    4260€ Mercedes E-Klasse W211 im Schnitt ca. 11l auf 100km: Stirnfläche 2,2m²x0,26=0,572
    1014€ BMW Z3 umgerüstet auf Elektroantrieb ca. 8l auf 100km 1,72m²x0,42=0,722
    Porsche 911 996 ca. 11l Verbrauch auf 100km Stirnfläche: 1,93m²x0,3=0,579
    VW Golf 6 mit E-Antrieb: Stirnfläche: 2,22m²x0,31=0,6882


    Hier lässt sich die deutliche Überlegenheit des 911 und der Mercedes E-Klasse hinsichtlich der Aerodynamik erkennen. Nur die breiten Reifen sind ein Dorn im Verbrauch.


    Kurz zum Fahrzeugvergleich: Die E-Klasse ist zwar schwerer und größer, verfügt aber über einen deutlich bessere Aerodynamik, so das unterm Strich der Verbrauch ähnlich sein wird wie beim Z3. Nur der 911er wird erheblich sparsamer werden... Einziger Vorteil beim Mercedes: 4 hochwertige und vollwertige Sitze bei viel Gewicht. Der Wagen wird somit ewig ein flotter Gleiter bleiben aber nie ein Rennwagen werden, muss er auch nicht aber wenn die Maschine doch irgendwann das zeitliche segnet, dann wird es auch ein richtige doppel E-Klasse = EE Klasse!


    Meine Einsparung aktuell beträgt somit über 3000€ pro Jahr. Rechnet man noch die 40% vom Arbeitgeber ab, die er nicht nur abgeben aber nicht verkaufen darf, liegt man nochmals um 400€ höher. Natürlich ist die Anschaffung eines E-Fahrzeuges erst mal teuer, vermittelt aber die absolute Störunanfälligkeit und vorallem sind Wartungsintervalle genannt als Ölwechsel sind passee. Fahrspaß ohne großartige Verpflichtungen und komplizierte Motorprobleme und Tankstellen Aufenthalte. Es gibt hier wirklich nichts schöneres!

    Porsche 996 Carrera C2 -> Porsche 996 electric ca. 370Nm aus dem Stand, max. Drehzahl 10000 U/Min

    Edited 4 times, last by 996electric ().

  • Ich hab jetzt zwischen Köln und Düsseldorf auch schon einige Teslas auf der Strasse gesehen.
    Da sind die ältesten wohl mittlerweile 3 Jahre alt.
    Ich nehme an, jetzt fängt es langsam an, dass die Batteriekapazität nachläßt.
    Neulich hab ich einen auf der A3 mit 80,1 km/h auf der rechten Spur dahinkriechen gesehen.


    Ich bin schon Elektroautos zur Probe gefahren, das ist ja ganz schön.
    Aber zum Ausprobieren hatte ich mir für meinen 16-jährigen Sohn einen Elektroroller gekauft(1,5kW, bis 45 km/h), im Angebot von der Messe mit Bleibatterien für 600€.
    Angeblich sollte er 40 km Reichweite haben. Habe aber sicherheitshalber auf halber Strecke nachgeladen.
    Der Tacho zeigte bis zu 60 km/h an, in Wirklichkeit waren es aber nur 35. So war es auch mit der Reichweite. In Wiklichkeit schaffen die nur die Hälfte.
    Wenn man gebrauchte Elektroroller kaufen will, wundert man sich, wie wenig Kilometer die gefahren sind.
    Mein Sohn ist einen Sommer lang auch nur 600km gefahren.
    Es gibt keine Batterie, die die 10 Tkm übersteht (bei den Rollern, auch bei LiFePO4).
    Und denn kauf mal ne Neue!


    Was kostet eigentlich ein neuer Batteriesatz beim Tesla?

    "Möge die Stromversorgung mit Euch sein"

  • Die Batteriekaazität der Model S befindet sich nach wie vor auf erfreulich hohem Stand Kapazitätsverluste im 1-Stelligen-Bereich sind üblich. Einige Tesla-Fahrer fahren bei längeren Strecken gerne etwas langsamer, um sich einen Ladestop zu sparen, auch wenn ich die 80km/h - und ja das machen echt einige wenige- auch für sehr langsam halte.


    Wir haben uns am 23.12.2013, also vor etwas über einem Jahr auch einen gebrauchten Elektroroller für 600€ bei Ebay von einem älteren Ehepaar gekauft. Ein mit Blei-Gel Batterien ausgestatteter 4 Jahre alter Roller, der seinerzeit mit knapp 1000€ eher zu den günstigen Modellen zählte. Die Antriebsleistung beträgt 2kw, Reichweite 60km. Die Geschwindigkeit liegt zwischen 40 und 50km/h, der Tacho stimmt mit dem GPS überein. Da dieses Paar diesen Roller nur selten zum "Brötchen holen" eingesetzt hatte, war der Stand der Laufleistung bei gerademal 150km. 1 Jahr ist vorbei und die 1000km-Marke nun geknackt. Zum Test habe ich mich im letzten Sommer auf eine "längere" Reise begeben und konnte nach 60km über Landtraßen und kleinere Ortschaften ohne nachlassende Leistung fahren.


    Da hast du wohl einen Fehlkauf getätigt!

    Viele Grüße


    Basti


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    - Porsche Boxster 987 S Bj 2007

    - Porsche 944 II 2.5 Bj 1985

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