Bei kaltem Motor Kupplung treten --> Motor geht aus

  • Hallo PFF-Gemeinde.


    Längere Zeit war ich stiller Mitleser und bin bei vielen Fragen schon hier im Forum fündig geworden. Dieses mal habe ich aber nicht das passende gefunden.
    Ich bin seit einem knappen halben Jahr stolzer Besitzer eines 944 von 1982. Tolles Teil! :thumb:


    Leider habe ich seit einiger Zeit hin und wieder Probleme mit dem Motor.
    Das erste mal war im Sommer. Ich fuhr morgens zur Arbeit und als ich nachmittags den Wagen starten wollte, um nach Hause zu fahren, ging der Motor an, aber gleich wieder aus. Nach dem 3. Startversuch lief der Motor dann.
    Längere Zeit hatte ich keine Probleme mehr - der Motor dreht aber sehr langsam nach dem Starten (man könnte denken, er geht fast wieder aus). Nach 1 - 2 Sekunden hat er sich beruhigt und dreht mit geschätzten 700 U/min.
    Seit es nun kälter wird habe ich ein ähnliches Problem während der Fahrt - gefühlt nur so lange der Wagen kalt ist, das will ich aber nicht beschwören. Ich fahre also mit 2000-25000 U/min. Wenn ich nun die Kupplung trete und halte, weil ich z.B. auf eine Ampel zufahre, geht der Motor aus. Wenn ich beim Kupplungtreten vorsichtig mit dem Gas "spiele" und die Drehzahl langsam reduziere, geht der Motor nicht aus. Die Drehzahl schwankt aber im Standgas. Es fühlt sich so an, als wäre der Motor ständig kurz davor aus zu gehen, fängt sich dann aber wieder und dreht etwas höher (ca. 800 U/min).


    Vielleicht bemerkt man es schon beim Lesen: Ich bin ein absoluter KFZ-Laihe. Ich wäre also für eine Reduzierung von Abkürzungen auf ein Minimum dankbar!


    Vielen Dank schon im Voraus für alle Antworten!


    cestbon.

  • Kann sein das du zu viel Ölschlamm im Ansaugtrakt hast. War bei meinem letztes Jahr der Fall.


    Nimm den großen Schlauch vor dem Drosselklappenteil mal ab. Ich wette da hinter wird es etwas versüfft sein. Reinige dies. Am besten ist mal das ganze Drosselklappenteil ausbauen und auch den Eingang des Ansaugkrümmerbereichs mit einem Lappen zu reinigen. Wie kommt da Ölschlamm hin???


    Ganz einfach der Motor ist nicht mehr der jüngste und wer weiß ob der Ölschlammabscheider übehaupt noch vernünftig funtioniert.


    Es kommen also vermehrt Ölgase in den Ansaugtrakt die dort kondensieren. Das Wasser kommt durch die Luftfeuchtigkeit dazu welches sich besonders an kalten Tagen bemerkbar macht. Der Ölschlamm setzt sich jetzt also auch vor der Bypass Bohrung die für den Leerlauf verantwortlich ist. Was passiert?? Der Motor zieht im Leerlauf nicht mehr die geforderte Menge an Luft die er braucht und die korrekt Gemischzusammensetzung stimmt nicht mehr, so das er im Leerlauf zu niedrig dreht und absterben kann. Wenn es friert kann der Ölschlamm übrigens einfrieren.


    Also am besten reinigen und dann mal das Auto warmfahren. Dann die Leerlaufdrehzahl kontrollieren und gegebenfalls nachstellen. Im Winter drehe ich meine immer etwas höher, damit er im kalten Zustand etwas besser läuft im Leerlauf. Ich mache das weil mein Zusatzluftschieber wohl nicht mehr so richtig funktioniert. Den müßte ich bei Zeiten wohl mal neu machen.


    Normalerweise soll der Zusatzluftschieber den Motor auf ca. 1200 bis ca. 1500 Umdrehungen bringen wenn er kalt ist, für in etwa so 30 Sekunden. Dann soll der Motor wieder auf die normale Leerlaufdrehzahl zurück gehen.

  • stinni hatte glaube ich mal probleme mit dem zusatzluftschieber mit ebenfals zu geringer leerlaufdrehzahl

    Wiechers Käfig und Domstrebe
    KW V3 Inox Line
    EBC Yellowstuff/Zimmermann ungelocht
    Keskin KT2 235/40x8,5-255/35x9,5
    König K5000G
    Wavetrac®LSD


  • Ölschlamm hatte ich auch nach 280 000 KM dort nur sehr wenig. Na ja ich fahre ja auch jeden Tag. Vielleicht deshalb?


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    Quote


    Also am besten reinigen und dann mal das Auto warmfahren. Dann die Leerlaufdrehzahl kontrollieren und gegebenfalls nachstellen. Im Winter drehe ich meine immer etwas höher, damit er im kalten Zustand etwas besser läuft im Leerlauf. .


    Wenn Du für den Winter an der Leerlaufschraube rum drehst hast Du ein anderes Problem. Da wird normaler Weise nichts verstellt.



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    Quote


    Ich mache das weil mein Zusatzluftschieber wohl nicht mehr so richtig funktioniert. Den müßte ich bei Zeiten wohl mal neu machen. .


    den musst Du nicht neu machen. Es könnte natürlich sein wenn Du auf Ölschlamm gestoßen bist das Du den mal ne Nacht in WD 40 Einweichen solltest. Ist aber ne Fummelei da die Ansaugbrücke runter muss sonst kommste da nicht dran. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit. An dem Zusatzluftschieber ist eine kleine versiegelte Mutter (SW7) zu finden. Löse die und drücke die Gewindestange dieser kleinen Mutter mit einem Schraubendreher zum Gehäuseäußeren hin und drehe die Mutter wieder fest. Du kommst da ohne jegliche Demontage mit einem 7èr Nuss mit Verlängerung dran. Damit veränbders Du den Öffnungswinkel des Schiebers im kalten Zustand. Original wird der Öffnungswinkel so eingestellt das immer die richtige Leerlaufdrehzahl anliegt. Das kann aber in eingebautem Zustand nicht genau justiert werden. Deshalb einfach so weit wie möglich öffnen und er läuft im kalten Zustand auf ca. 1200 UPM für ca. 20-40 Sekunden. Dann macht der Schieber zu und die 850 UPM liegen wieder an.



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    Normalerweise soll der Zusatzluftschieber den Motor auf ca. 1200 bis ca. 1500 Umdrehungen bringen wenn er kalt ist, für in etwa so 30 Sekunden. Dann soll der Motor wieder auf die normale Leerlaufdrehzahl zurück gehen.


    Das passiert nach der Änderung vom Öffnungswinkel. Normal ist das aber nicht. Es ist ein Behelf für einen alten Motor. Als mein Wagen neu war lag der immer bei 850 UPM. Die Temperatur spielte keine Rolle. Die Komponenten spielten alle so gut zusammen das es klappte. Leider läßt das mit zunehmenden Alter nach. Ebenso wie die Temperaturanzeige. Die stand früher wie angenagelt in der Mitte. Heute ist vom 1. bis zum 3. Strich alles drin. Aber das ist eine andere Baustelle.

  • Danke schon mal für die Antworten!


    Heute morgen habe ich nicht schlecht gestaunt: Keine Probleme.
    Gestern habe ich abends noch getankt, da meine Tankleuchte schon an war. Hatte ich vll. "minderwertigen" Sprit im Tank?
    Auch das Schwanken der Drehzahl im Standgas ist verschwunden... Ist das möglich?
    Beobachten werde ich das auf jeden Fall mal. Ansonsten werde ich mal schauen, ob ich die Reinigung hinbekomme. Ist dafür einiges nötig, oder kommt man an das zu reinigende Teil gut dran?


    cestbon


    Edit sagt: Ja. Er hat Kat.

  • DankeEdit sagt: Ja. Er hat Kat.


    Du tankst natürlich Super Plus oder besser!
    Wenn Du einen Kat hast dann ist der nachgerüstet. Der Co Gehalt wird vor Lambda eingestellt. (0,6-0,8 Vol%) Da Du vermutlich kein Abgansentnahmeröhrchen hast muss zum einstellen die Sonde raus und die müssen einen Adapter zur Abgasentnahme basteln. Ferner muss die Sonde abgeklemmt werden und die Sicherung vom vermutlich vorhandenen Zusatz-Steuergerät gezogen werden.
    Alles andere geht nicht!!!
    Werkstätten hängen gern ihre Sonde hinten im Auspuff rein und messen dort. Das kannste vergessen.
    Wenn diese Basis stimmt sehen wir weiter.

  • Danke noch mal für die weiteren Antworten.


    Die fixe Idee mit dem Sprit war anscheinend eine Luftblase. Auf dem Weg nach Hause hatte ich auf dem ersten Kilometer wieder das Problem.
    Ich tanke natürlich immer nur Super+! Ehrensache :)


    Inzwischen bin ich allerdings ein wenig von den Antworten verwirrt. Was prüfe ich denn nun zuerst? Welche Ursache ist am wahrscheinlichsten? Sollte ich damit lieber in eine Werkstatt fahren, oder mach ich's selbst? Wenn Werkstatt: Wie aufwendig stelle ich mir das vor? Ist der Mitarbeiter in der Werkstatt eine Stunde beschäftigt, oder kostet mich der Spass 500 €?