123ignition vs Porsche 911

  • Die Anschaffung sollte man sich gründlich überlegen aus folgenden Gründen, die NICHT in der Verkaufsbroschüre oder Werbung stehen: Die Zündspule der HKZ kann man nicht mehr verwenden , auch sehe ich Probleme kommen
    bei der erlaubten Temperatur von Max. 85° an der 123ignition, im Sommer erreicht der PORSCHE-Motor
    bei schneller Fahrweise 90° bis 100° die sicher nicht gut sind für die Elektronik im Gehäuse, hat sich das eigentlich keiner der Ingenieure vorher überlegt ? Was nützt aller Formel1 Schnickschnack wenn dieser verbrennt ? Auch fehlt der Hinweis das der Drehzahlmesser danach nicht mehr funktioniert .

  • Hallo,


    mit der neuen Elektronik kann jedoch eine "normale" Zündspule verwendet werden (Kosten ca. 50€). Zur Temperatur ist zu sagen, das an der Seitenwand im Motorraum sicherlich keine Temperaturen von 90-100°C auftreten. Bei solchen Temperaturen hätte auch die gute alte HKZ ihren Dienst quittiert.


    Gruss Bruno

  • Hallo Old member,


    deine Aussage ist soweit richtig, dass an der
    Seitenwand sicherlich nicht 90°C herrschen. Das Problem ist jedoch, dass
    die Elektronik der 123.. direkt im Zündverteiler unterhalb des
    Verteilerläufers ihren Platz hat.


    Dort können sicherlich schon mal höhere Temperaturen als 85°C auftreten.


    Prinzipiell sind solche Temperaturen heute auch von der Elektronik her
    beherrschbar, doch haben die Entwickler der 123.. ihre Elektronik wohl
    nur bis 85°C spezifiziert.




    Quote

    Die Anschaffung sollte man sich gründlich überlegen aus folgenden Gründen,


    Vintagetechnik




    hast du denn jetzt die 123.. als eine Ursache deiner Probleme ermittelt, oder vermutest du nur, dass sie Ursache sein könnte?




    Freundlichst


    Lowtension

  • dann schau ich mal wie das dann läuft und suche über den Winter eine Firma die den alten Verteiler restaurieren kann, die Motorwärme überträgt sich direkt über das Gehäuse/Welle auf das Verteilergehäuse bin zu einer Vollgasfahrt noch nicht gekommen seit dem Einbau der 123Ignition aber selbst bei normaler Fahrt und Öltemp 90° kann man das Gehäuse der 123Ignition nicht anfassen ohne sich die Finger zuverbrennen , evtl. haben die das bei der Konstruktion von der Elektronik innen gelöst, so das diese keinen direkten Kontakt mit dem Gehäuse hat . Aber in der Elektronik, sprich z.B. CPU im PC, sind dauerhafte Temperaturen selbst um 70° nicht förderlich für die Lebensdauer. Bei anderen Oldtimern mit Wasserkühlung ect. kann ich mir schon vorstellen das die Motorgehäusetemperatur nicht so hoch geht, beim Porsche 911 müsste man es mal nachmessen mit einem Thermometer direkt am Zündverteilergehäuse nach einer längeren Fahrt. Im Internet findet man so gut wie nix 123Ignition mit 911, nur viel mit anderen Oldtimern und die waren eigentlich alle zufrieden in den Foren.
    Ich sehe das als Notlösung zum Original wenn der alte Veteiler repariert ist bau ich das wieder aus und leg es ins Regal bis der Verteiler nach den nächsten 40 Jahren wieder einmal ausgeschlagen ist, ob die 123Ignition auch 40 Jahre hält müsste erstmal bewiesen werden .... dann bin ich 90zig und habe ganz andere Sorgen :old:

  • Hallo,


    Ich beschäftige mich mit dem Thema bei einem anderen Motor, der aber eine gewisse Ähnlichkeit zum P-6-Zylinder-Boxer hat: es ist eine Käfer mit 2 Liter Hubraum und 4-fach-Vergaser. ;)
    Ich habe zu dem Thema den folgenden Threadin dem Käfer-Forum BugTalk gefunden und da wird überwiegend berichtet, dass die 1-2-3 zuverlässig ihren Dienst verrichtet. Auch wenn sie mal stärker belastet wurde.
    Ich denke mal, dass die Temperaturen im getunten Käferheck ähnlich sind wie im 911er Motorraum und es gibt nur wenige, ich meine einen Kommentar, wo eine Störung mit der Temperatur in Verbindung gebracht wird.
    Ich werde wohl die 1-2-3 an meinem Käfer ausprobieren! Allerdings wird das noch einige Zeit dauern, bis er wieder läuft....


    Gruß,


    Henning

    VW1600L hat auch den Motor hinten :thumbsup:

  • Meine Antwort kommt vielleicht etwas spät, aber bei meinem Wagen (2,2 T) läuft die 123 Ignition absolut problemlos. Der Drehzahlmesser funktioniert, Temperaturprobleme hatte ich auch noch nie. Ich setze den Wagen seit drei Jahren ganzjährig im Alltagsbetrieb ein. Der Einbau war auch für mich als Nicht-Fachmann überhaupt kein Problem. Nach einer halben Stunde lief alles. Grund für die Anschaffung war der verbrauchte Marelli-Verteiler und eine HKZ aus USA, der ich nicht mehr getraut habe. Ich weiß aber auch von Leuten, die die 123 ignition trotz fachmännischer Unterstützung nicht richtig zum Laufen gebracht haben. Vielleicht hatte ich einfach nur Glück.

  • Diese ganzen Zubehör Teile, 123, Pertronix, und wie sie alle heissen sind doch nur was für Bastler.
    Der Motor läuft keinen Deut besser damit, diese Dinger dienen einzig dem Wohl des Vetrieblers.
    Die Porsche Motoren laufen auch sehr gut mit der Orignal Zündanlage, maximal den Unterbrecherkontakt alle 25000 km neu einstellen.


    mfg


    Andreas

  • und Wartungsfreundlicher, wenn es funktioniert, denn wenn es keinen Ersatz mehr gibt für das Originale bleibt einem ja gar nichts anderes mehr übrig, bei mir ist das Gehäuse des Zündverteiler ausgeschlagen und die Welle hatte so viel Spiel seitlich, so das eine korrekte Einstellung des Zündzeitpunktes nicht möglich war , Bosch hat hat es nicht, PORSCHE will nicht, bei EBAY nur gebrauchter Schrott und sicher mit dem gleichen Problem .
    Das einzige was zu bemängeln war bei der Ignition ist der Kundenservice...
    Die heutigen Unterbrecherkontakte sind allgemein von so schlechter Qualität, dieses gibt sogar Oldtimer und Praxis zu , das die Intervalle zum Nachstellen und Einstellen immer kürzer werden .
    Wenn es nicht besser ist das das Problem des Unterbrecherkontakt zu lösen warum haben die heutigen Autos denn keinen Unterbrecherkontakt mehr ? Sicher war das zu seiner Zeit auf dem Stand der Technik aber soll ich jetzt mein Auto stehen lassen oder mit einem schlechten Motorenrundlauf und mit halber Leistung fahren nur weil ich keine Alternativen probieren möchte ob Petronix , Luma oder 123 Ignition oder was es noch alles auf dem Markt gibt...

  • Du spricht so allgemein, hast du keine eigene erfahrung?
    Hier meine eigene erfahrung: Habe einen 2.4S , Motor revidiert in 2004 mit allem neu inklusive Verteiler und Einspritzdüsen. Seitdem habe ich einmal den Unterbrecher nachtgestellt, vor ca 2 Jahren, und auch das war eingentlich nicht notwendig. Denn ich hatte mir eine Pertronix gekauft, die erste passte nicht, dann eine zweite, die passte dann auch nicht, aber aus beiden pertronix hätte man eine passende machen können, dann noch das Kabel extra... stört mich weil dann nicht original.
    Und wofür das ganze? Mir hat dann die Bastelei gereicht und ich habe wieder den orig. Unterbrecher eingesetzt (Pertronix ab in die Tonne). Der Kontakt muss ja nur ein paar milli-amper aushalten da der Hauptstrom von der HKZ geliefert wird.
    Seit 2 Jahren nichts mehr angefasst und der Motor läuft immer noch perfekt.


    Dein Problem ist die ausgeschlagene Verteilerwelle. Geh da mal zu einem Feinmechaniker/Bosch Dienst und lasse dir eine neue Passbuchse in den Verteiler einsetzen. Du wirst sehen, dann gehen dir auch die Unterbrecherkontakte nicht mehr kaputt.


    Gibt es wirklich keine neuen Verteiler mehr bei Bosch, Bosch Klassik und Porsche Klassik? Ruf doch mal dort an!
    mfg
    Andreas

  • Porsche hat ab Baujahr 78 das eingebaut was Petronix oder Luma anbietet einen Kontaktlosen Zündverteiler und in etwa den Vorläufer der 123 Ignition, denn statt eines Kontaktsatzes enhält der kontaktlose Zündverteiler einen rotationssymmetrisch aufgebauten Geber , der nach dem Induktionsprinzip arbeitet und einen Permanentmagneten enthält. Die motorbedingte , von drehzahl und Unterdruck abhängige Verstellung erfolgt in bekannter Weise durch Fliehkraft und Unterdruck-Versteller im Zündverteiler.
    Gruss vom Bastler Hans