Werkstatt hält sich nicht an meine Vorgaben

  • seit fast 30 Jahren stelle ich bei meinen Fahrzeugen die Geometrie der Vorderachsen selbst nach, wenn die Reifenabnutzung das erforderlich macht. Das geht sehr gut und ich habe immer eben abgefahrenen Reifen.


    So auch bei meiner Frau Ihrem Wagen, dort musste ich die Sturzeinstellung an beiden Federbeinen unten ganz nach außen stellen, dann war das Laufbild der Reifen perfekt. :jump:


    Jetzt mussten wir aber bei diesem Wagen beide Vorderradlager wechseln, das ließ ich dann in der Markenwerkstatt machen mit dem Hinweis, bei der Montage der Federbeine diese unten im Sturz ganz nach außen zu stellen.


    Erster Kommentar des Meisters: Da kann man gar nichts einstellen (oo)Zz :shake:


    Ich fragte dann warum ich das beim Wechseln der Dämpfer in den Federbeinen konnte :roargh: Er wollte das dann anschauen und auch machen :-a :-]


    Als ich den Wagen dann abholte musste ich gleich auf Sommerreifen wechseln. Bei der Montage eines Vorderrades bekam ich die Schraube nicht rein. :-a


    Was war passiert: Die Werkstatt hatte die Fixierungsschraube der Bremsscheibe abgerissen. v:~( Auf meine Ansprache beim Meister kam dann die Antwort: Die würde man auch gar nicht brauchen. :stupid:


    Ich empfahl ihm dann einen Verbesserungsvorschlag an die Autohersteller zu machen, das müsste für ihn dann eine dicke Prämie geben bei mehreren Millionen Autos im Jahr. Anstalten den Schaden zu regeln machte er nicht. :depri:


    Jetzt ein halbes Jahr später sah ich dass die Reifen sich wieder außen mehr abfuhren (das waren ganz neue Sommerreifen bei der Montage). :nope:


    Also ich gestern den Sturz unten aufgemacht und nach außen geklopft: An einer Seite ging das Federbein um ein ganzes Stück nach außen. :wuerg:


    Was soll man von solchen Werkstätten und Leuten halten, die solche Qualitätsarbeit abliefern :still:


    Das schlimme ist aber, dass es fast keine Werkstätten mehr gibt die das besser machen. ;()

    Gruß Edi
    911 SC Bj. 1980 seit 2010 mit H-Kennzeichen
    (Erstbesitz, in 2007 komplett restauriert)
    John Deere X 304 R mit Allradlenkung

  • Also, wenn ich ehrlich sein soll, wenn das Alles so stimmt, wie Du schreibst, haben sich da ja die Richtigen gefunden.


    Der Eine als Werkstattinhaber, der evtl. keine Ahnung hat (wie gesagt, wenn das so stimmt) und der Andere, der nicht berücksichtigt, dass man Autos vermessen muss (auf den entsprechenden Vorrichtungen nach entsprechenden Vorgaben).


    Lass Deine Autos mal ordnungsgemäss vermessen, dann klappts auch mit den Reifen.


    :shake:



    Wie immer: Meine Meinung


    MM

  • :-a ?:-( :D

    Gruß Edi
    911 SC Bj. 1980 seit 2010 mit H-Kennzeichen
    (Erstbesitz, in 2007 komplett restauriert)
    John Deere X 304 R mit Allradlenkung

  • Quote

    Was war passiert: Die Werkstatt hatte die Fixierungsschraube der Bremsscheibe abgerissen. v:~( Auf meine Ansprache beim Meister kam dann die Antwort: Die würde man auch gar nicht brauchen. :stupid:

    Diese Schrauben sind auch nur bedingt nötig und sind auch nicht bei allen Fahrzeugen vorhanden. Der Wechsel der Räder gestaltet sich aber wesentlich entspannter, wenn die Schraube drin ist und die Gefahr von schlagenden und pulsierenden Bremsen ist deutlich geringer.
    Die Schraube kann abreissen, bzw. der Kreuzschlitz der Senkschraube kann ausfranseln. Aber da entfernt man die Schraube fachgerecht und schraubt einen neue Schraube ein.


    Quote

    Also ich gestern den Sturz unten aufgemacht und nach außen geklopft: An einer Seite ging das Federbein um ein ganzes Stück nach außen. :wuerg:

    Sorry, aber was du da machst ist Leichtsinn pur, wenn es auch vermeintlich funktionieren sollte. Wenn man die Radgeometrie einstellt, dann stellt man sie unter Zuhilfenahme von Messgeräten ein und nicht frei Schnauze auf Anschlag. Die Aussage, dass du es schon 30 Jahre so betreibst, macht es auch nicht besser....


    Greetz

    Nach 320'000 Spiegeleiern kann die Kantine nicht so schlecht gewesen sein!
    Harm Lagaay


    PS: Ich heisse nicht Greetz k:thinking:

  • Sorry, aber was du da machst ist Leichtsinn pur, wenn es auch vermeintlich funktionieren sollte. Wenn man die Radgeometrie einstellt, dann stellt man sie unter Zuhilfenahme von Messgeräten ein und nicht frei Schnauze auf Anschlag. Die Aussage, dass du es schon 30 Jahre so betreibst, macht es auch nicht besser....


    Greetz

    Es ist schon toll welche Unterstellung von Unwissen bei mir in deiner Antwort liegt.


    Wenn Du das richtig gelesen hast, dann mache ich das schon sehr lange und kenne die Abhängigkeiten in der Achsgeometrie sehr gut.


    Wie sonst hätte ich es immer wieder schaffen können, von der Werkstatt eingestellte Vorderachsen so zu verbessern, dass sich die Reifen dann richtig eben abfahren.


    Es ist eben nicht so, dass die von der Werkstatt eingestellte Vorderachsgeometrie automatisch zu gleichmäßig abgefahrenen Reifen führt. Und dann nehmen die das auch total locker und belassen die Einstellungen wenn Sie innerhalb der Toleranzwerte liegen, ganz gleich wie diese zueinander liegen (auf der einen Seite der Sturz am Anschlag im Plus-, auf der anderen Seite der Sturz am Anschlag des Minustoleranzbereiches und das verkaufen die einem als in Ordnung). :shake:


    Deshalb vergebe ich Achseinstellungsaufträge immer unter der Prämisse, den Mittelwert des Toleranzwertes einzustellen, sowohl beim Sturz als auch bei der Vorspur. Da schimpfen die immer weil sie dann nicht soviel verdienen, das kostet mehr Zeit. :still:


    Wie bei allem in der Technik geht es hier um das Optimieren der Einstellung unter Ausnützung der Toleranzwerte. ;)


    Oder glaubst Du wirklich, dass es eine gleichmäßige Reifenabnutzung gibt, wenn die Einstellwerte der Achsgeometrie nicht innerhalb der vorgegebenen Toleranzen sind? :-a :grin_weg:

    Gruß Edi
    911 SC Bj. 1980 seit 2010 mit H-Kennzeichen
    (Erstbesitz, in 2007 komplett restauriert)
    John Deere X 304 R mit Allradlenkung

  • Ich habe dazu eigentlich nur noch Eines zu sagen:


    Alle weltweiten Hersteller von (weiss Gott nicht billigen) Achsmessständen sind also Scharlatane, ein einfacher Hammer erfüllt den gleichen Zweck und zwar auf Grad und Minute genau.


    Wieder was gelernt.


    :flagge:



    MM


  • wieder nicht richtig gelesen :roargh:


    es wird wohl immer Mitmenschen geben, die das was sie selbst nicht verstehen und nicht können, anderen auch nicht zutrauen und somit verurteilen. ;()


    Wenn das zur Grundlage unseres Tuns wird, dann geht es schnell bergab. :shake:

    Gruß Edi
    911 SC Bj. 1980 seit 2010 mit H-Kennzeichen
    (Erstbesitz, in 2007 komplett restauriert)
    John Deere X 304 R mit Allradlenkung

    Edited once, last by Eddi ().

  • Genau so einen Fall hatte ich auch schon gehabt.


    Wollte bei der letzten Vermessung ganz bestimmte, von der werksmäßigen Vorgabe deutlich
    abweichende Werte an meiner Stingray haben.
    Diese Werte hatten sich lange Jahre bewährt und sorgten sowohl für ein super Fahrverhalten wie
    auch für eine einigermaßen gleichmäßige Abnutzung. Dabei meine ich mit einigermaßen, dass bei
    meinerseits dezidiert erwünschtem Sturz natürlich je nach Streckenprofil auch mal die Innenseiten
    der Reifen auf Dauer evtl. etwas mehr abfahren. Dafür aber Grip und Spaß ohne Ende...!!


    Zurück erhielt ich den Wagen mit einer total eierigen Standard-Einstellung ohne Sturz und viel
    weniger Nachlauf an der VA. Ergebnis: Fahrverhalten katatrophal.


    Zum Glück hat die Vette vorne und hinten Einstell-Shims sowie hinten für den Sturz eine Skala mit
    Markierungen am Exzenter. Im Handbuch steht ganz exakt, wie die Entnahme oder Hinzufügung von
    wieviele Shims an welchen Stellen eine Änderung der Vorspur, des Nachlaufs und auch des Sturzes
    in welchem Maße nach sich ziehen - ich werde es ebenfalls selbst wieder nach meinen
    Wunschwerten einstellen.
    Und den Sturz hinten hab ich auch schon früher selbst nach meinen Wünschen anhand des
    Fahrgefühls und der Skalierung verändert und es passte am Ende perfekt.


    Allerdings sollte man ungefähr einen Anhaltspunkt haben, also eine Referenzposition, von der ab
    man sich in festgelegten Schritten seinen Wunschwerten nähert.
    Eine Justage frei Schnauze halte ich auch für etwas problematisch.


    Andererseits kann man mit genügend Zeit, Schnur, Wasserwaage, Schablonen und natürlich
    hinreichenden Kenntnissen eine Justage der FW-Geometrie verdammt perfekt hinbekommen.
    Siehe auch Beschreibungen in einschlägigen Zeitschriften und im Internet.
    Lediglich für die Einstellung der Radlasten kommt man normalerweise ohne Spezialwaagen nicht
    aus.

    Hätte die PAG nicht versehentlich mal fast 20 Jahre lang den 928 gebaut, würde ich schlicht keinen Porsche fahren.


    V8. Amen

  • Hatte bisher auch noch keine Werkstatt, die die Spur an meinem 944er oder meinem Renault Megane vermessen konnte, ohne dabei alles zu "verschlimmbessern".


    Dabei ist es doch gar nicht so schwer...Mensch!

  • Ich verstehe das nicht.



    Entweder ich habe eine Werkstatt, bei der ich den Messstand benutzen darf und mache es selbst, oder ich stelle mich daneben, wenn es von einem Anderen gemacht wird.


    Das funktioniert immer.


    MM

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