Frage zu 356 vor-A Drehzahlmesser von Veigel

  • Hallo,


    Hab einen Drehzahlmesser von Veigel, der 11.53 gestempelt ist, also zu einem vor-A Fahrzeug gehört. Was mich ein wenig stutzig macht ist die Tatsache, dass der rote Bereich von 4.000 bis 4.500 geht. Bislang kannte ich das nur von 4.500 bis 5.500. :augenreib:


    Im Mille Miglia Museum in Brescia/Sant' Eufemia, das ich vor 2 Wochen besucht habe (kann ich jedem empfehlen!), stand ein 1954er Speedster mit ebenso einem Drehzahlmesser, wie der mir vorliegende.


    Hat jemand Infos dazu? Zu welchem Fahrzeug/Motor gehört der Drehzahlmesser mit der roten Markierung bis 4.500 U/min?


    Danke schonmal für eure Hilfe!


    Grüße, Markus

  • hallo porsche salzburg!




    das kleine instrument in der mitte ist das mechanische fernthermometer von störk.


    wer kann so etwas reparieren (leitung erneuern) ?

  • Hallo Knicki,


    Danke für den Eintrag und die Info! Bei den Kapillarinstrumenten lassen sich m. W. die Leitungen nicht erneuern. Sofern einmal beschädigt, sind sie nicht mehr reparabel.


    Die Fa. KA-JA-Tacho hat vor einiger Zeit mal an einer Lösung gearbeitet. Sie wollten das Innenleben modernisieren, aber die Optik auf original belassen. Wie weit das inzwischen gediehen ist, kann ich nicht sagen.


    Hier der Text von KA-JA bez. Kapillarinstrumenten:


    Thermometer: Welche Reparaturen werden durchgeführt?
    Fernthermometer sind heute elektrisch. Vor Zeiten aber waren diese mechanisch. Das in sich geschlossene System bestand aus dem Kessel (Fühler), dem Kapillarrohr, der Druckfeder und einer Mechanik welche den Zeiger bewegte. Das System wurde mit einer chemischen Flüssigkeit befüllt. Durch Erwärmung des Kessels dehnte sich das Füllmittel in die Druckfeder aus und die Temperatur wurde angezeigt. Hatte das System an einer Stelle auch nur das winzigste Leck, so trat die Füllung aus und das Gerät zeigte nicht mehr an. Also immer schön vorsichtig mit den dünnen Kapillarrohren hantieren, sonst kann es teuer werden. Am einfachsten sind die C-Federsysteme zu reparieren, da selten einmal eine solche Feder defekt geht. (Ausnahmen siehe weiter unten). Ganz anders, auch von den Kosten her, sieht die Sache bei der Bourdon-Federn aus. Diese wird von uns immer ausgetauscht, da diese oft nach einiger Zeit undicht wurden. Der Grund, diese Feder hat einen enormen Druck auszuhalten und das alte Material wurde mit der Zeit an den Schmalstellen spröde oder oxidierte. Nun noch mal zu der C-Feder. Gerade bei den Englischen Fahrzeugen erhalten wir ab und an Geräte mit defekter Feder. Entweder ist diese geknickt oder überdehnt. Das rührt von einer Überhitzung im Kühlsystems her oder das Masseband am Motorblock hat keinen guten Kontakt zum Rahmen des Autos. Dadurch kommt es zu einem Stromfluss über das Kapillar, welches sich dabei erhitzt. Geknickte Federn kann man leider nicht reparieren oder ersetzen. Die überdehnten kann man oft noch verwenden, wobei die Anzeigegenauigkeit manchmal nachlässt.


    Vielleicht lässt sich ja das Störk doch reparieren?!? Anfragen?


    Schönen Sonntag noch!


    Grüße, Markus

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