Einmotten eines 968 Coupe

  • Nabend zusammen,


    wie der Titel schon sagt, beabsichtige ich mein 968 Coupe Tiptronic, EZ 12.94, KM 69.000, bei mir in 2. Hand, alle Wartungen, voll funktionsfähig mit allem, was in ein solches Auto hineingehört für ca. 8-10 Jahre einzulagern.


    Platz dafür ist vorhanden. Not, zwischenzeitlich einen Porsche zu fahren besteht nicht, da es noch einen anderen gibt.


    Mich interessiert weniger die Meinung, ob es sinnvoll ist oder nicht und ob es sich irgendwann geldmäßig rechnet.


    Mir geht es darum, was Ihr tun würdet, damit das Fahrzeug eine solche Zeit schadlos übersteht.


    Mein Hintergrund ist, dass ich meinen 968 nicht wieder abgeben möchte, weil er einfach perfekt ist und ich mich heute, 20 Jahre nach dem Verkauf meines 914/4, der ähnlich perfekt in Ausstattung und Zustand war, immer noch ärgere, dass ich ihn damals verkauft habe. Leider hatte ich in der Zeit kein Geld, das Auto zu halten.


    Andere sammeln Briefmarken, Teddybären (von denen ich auch noch 2 habe, Steif von 1957, wollte mir ein Sammler neulich einen hohen 4-stelligen Betrag für zahlen, sinnlos) oder andere lustige Sachen.


    Eure Meinungen und Ratschläge interessieren mich sehr!

  • Du bist Dir darüber im Klaren, dass nach so einer Standzeit von der technischen Seite eine Vollrestauration nötig ist, oder?

    Un saludo

    Schocki :khat:


    1987 944 Turbo, R.I.P. :pop:
    1991 944 S2, Kobaltblau, verkauft :kbye:
    1972 911 T Targa, Geminiblau aka "Shelley" k:ok:
    1992 928 GTS, Amazonasgrün aka "Das Phantom" :kyippie:


    It's not the speed that kills you, it's the sudden stop k:secret: .

  • ...Mir geht es darum, was Ihr tun würdet, damit das Fahrzeug eine solche Zeit schadlos übersteht...


    Regelmäßig, also mehrmals pro Jahr, am besten alle paar Wochen bei gutem Wetter bewegen.


    Dann übersteht er auch die nächsten zehn Jahre relativ gut.
    Ansonsten: Siehe Schockis Beitrag. ;)

    Hätte die PAG nicht versehentlich mal fast 20 Jahre lang den 928 gebaut, würde ich schlicht keinen Porsche fahren.


    V8. Amen


  • Mir geht es darum, was Ihr tun würdet, damit das Fahrzeug eine solche Zeit schadlos übersteht.


    In erster Linie ALLE wichtigen Teile sich mindestens einmal auf die Seite legen (die es nicht als Gleichteile gibt). Ansonsten ist das nicht zielführend, wenn die paar noch vorhandenen Originalteile oder Gebrauchtteile in Gold aufgewogen werden - wie beim 914 mit einer, zumindest kleinen, Restaurierung zu beginnen.


    Ansonsten halte ich nichts vom bloßen einlagern. Würde zumindest 2-3x im Jahr eine ausgiebige Bewegungsfahrt durchführen (5-Tages-Kennzeichen). Dann könnte er auch mit 500-1000km p.a. in 10 Jahren in gutem, nicht restaurierungsbedürftigem Zustand sein.


    Hohlräume hast du mit Sicherheit schon bearbeitet? Ebenso alle klitzekleinen Rostansätze im Keim erstickt?

  • Seh ich ähnlich aber ein wenig anders.


    Wenn die Kiste trocken steht und ein paar grundlegende Konservierungsmaßnahmen getroffen wurden, wie z.B. Korrosionsschutzmaßnahmen im Motor, kann ich mir schon vorstellen das der Wagen die Standzeit unbeschadet überlebt.


    Allerdings wird die Klimaanlage auf jeden Fall über den Jordan gehen, die sollte schon hin - und wieder mal laufen.


    Ich würde den Wagen auch angemeldet lassen (evtl. Saison) und ihn alle 2-3 Monate mind. 100 km am Stück fahren.


    Aber wenn Du ihn partout nicht fahren willst, am Besten einen Permabag kaufen, regelmäßig die Luftfeuchtigkeit checken und vorher alles schmieren und einfetten.

  • Danke erstmal für Eure Hinweise und Tipps!!! :thumb:


    Ich habe berufsbedingt einige Kontakte zu Sammlern und Museen und werde die mal andrahten, was bei Langzeiteinlagerungen so zu beachten ist und vorallem wie die das machen. Habe im Netz schon einige Profieinlagerer gefunden. Der Spaß kostet im Schnitt ca .100-120 € im Monat zzzgl. einer einmaligen Vorbereitung für ca. 500,--€.

  • Der Spaß kostet im Schnitt ca .100-120 € im Monat zzzgl. einer einmaligen Vorbereitung für ca. 500,--€.



    Für das Geld kannst Du Dir auch irgendwo eine trockene Garage mieten und den Wagen angemeldet lassen. Hat auch den Vorteil einer besser nachzuvollziehenden Historie (TüV-Berichte u.ä.)


    Dann kannst Du auch mal auf ein 968er Treffen fahren, falls irgendjemand nochmal irgendwann eins organisiert.

  • Hallo Gelber Bengel


    Meine Erfahrung ist (ohne dir jetzt einen Meinungsvorschlag zu machen), dass Autos mindestens alle 2-3 Monate bewegt werden müssen um keine Schäden zu bekommen.
    Ich habe selber ein Auto das nur selten fährt und gut gelagert ist wenn man dem so sagen will. Kaum steht der Wagen länger als die Zeit welche ich angegeben habe, gibt es Probleme die jetzt schon 3 mal richtig ins Geld giengen und eundeutig auf Standschäden zurückzuführen sind.
    Natürlich kann die Standzeit auch noch länger sein ohne Probleme aber das Auto wird sehr viel teurer im Unterhalt wenn nicht regelmässig gefahren wird, es geht einfach mehr kaputt!


    Seit ich mich mit diesen Problemen auseinander setzen musste habe ich mir gesagt das ich lieber alle 2 Monate mal fahre und es gniesse! Seither habe ich auch keine Standschäden mehr und auch die Einspritzanlage hat es mir sehr gedankt.


    Ich würde mir das gut überlegen den Schockis Beitrag ist hier wirklich die wahrheit........


    Gruss
    Gregor

    Porsche 944/I


    Edition Silverstone


    Schweiz

    Edited once, last by coronet25 ().

  • das einzig problematische sind meist die dichtungen.
    dem motor ansich ist es recht egal ob er 2 tage nicht dreht oder 10 jahre.
    man könnte den motor alle halbjahre von hand durchdrehen und dazu etwas öl in die brennräume spritzen.
    gruß

    suche immernoch 2 x 16zoll telefonfelgen et23, 7 oder 8j...

  • fahre die kiste wie geschrieben ein paar mal im Jahr .......sch .....auf die Km ( meiner hat jetzt ca. 280.000 ) ich habe noch einen Unfall als Ersatzteillager der andere wird gefahren auch wenn ich einmal das Geld für einen cayman habe wird das so bleiben ich hoffe nie wieder ohne 68er ..............